Naville – Das aegyptische Todtenbuch der XVIII. bis XX. Dynastie, Einleitung (Berlin: A. Asher, 1886) — OCR (Apple Vision)

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Attribution: Naville – Das aegyptische Todtenbuch der XVIII. bis XX. Dynastie, Einleitung (Berlin: A. Asher, 1886); public domain in Canada (death year verified: Naville d.1926: PDF Author field "Naville, Edouard, 1844-1926" of corpus/incoming/middle-egyptian-texts/naville_todtenbuch_1886.pdf (pdfinfo, read 2026-09-29); title page pdf p. 5 ("… herausgegeben von Edouard Naville … Einleitung … Berlin, Verlag von A. Asher 1886"). Preface pdf p. 9: the Einleitung, written in French, was translated into German by "Herr Professor Stern" — if Ludwig Stern, "Stern, Ludwig Christian, 1846-1911" is the PDF Author field of corpus/incoming/w16-coptic-grammars-pd/files/koptischegrammat00ster.pdf · note (PROPOSED-scan_copyright-E-2.csv): translator identified as Ludwig Stern by inference (given name not printed on p. 9) (E-2 volume naville-todtenbuch-einleitung-1886)); OCR text by the Kemetic project, Yousef Hanna 2026.

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p. 1
13 1761 07969434 5
p. 2
p. 3
p. 4
p. 5
2B724N
3Bookor
4• DAS
5EGYPTISCHE TODTENBUCH
6DER XVIII. BIŞ XX. DYNASTIE
7AUS VERSCHIEDENEN URKUNDEN
8ZUSAMMENGESTELLT UND HERAUSGEGEBEN
9EDOUARD NAVILLE
10MIT UNTERSTÜTZUNG DES KÜNIGLICH PREUSSISCHEN MINISTERIUNS DER
11GEISTLICHEN, UNTERRICHTS- UND MEDICINAL-ANGELEGENHEITEN
12EINLEITUNG
13BERLIN
14VERLAG VON A. ASHER « Co.
1518S6
16166389
172110 21.
p. 6
p. 7
18VORWORT.
19N lach Vollendung dieser Arbeit, die mich länger als zehn Jahre
20beschäftigt hat, drängt es mich, allen denjenigen, welche mich
21bei der Ausfülrung derselben in irgend einer Weise unterstützt
22haben, meinen Dank auszusprechen.
23Zunüchst gedenke ich meines verehrten Lehrers, des Herrn
24Professor LEPSIUS, der auf dem Orientalistencongresse zu London
25den Vorsehlag machte, diese Aufgabe, deren Ausführung er zu-
26erst ins Auge gefafst hatte, mir zu übertragen und der mit seinem
27Rathe und seinem grofsen Wissen mir beständig ermutigend und
28helfend zur Seite gestanden hat. Noch wenige Tage ror seinem
29Tode richtete er vom Krankenlager ans mit zitternder Hand cinige
30Zeilen in mich, in denen er mich zmr Erreichung meines Zieles
31beglückwünschte. Seiner Fürsprache verdanke ich die wirksame
32Unterstützung, welche mir die Berliner Akademie für die Vorar-
33beiten gewährt hat. Zugleich riehtete er an das Königlich Preufsi-
34sche Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medicinal-An-
35gelegenheiten das Giesuch, die Veröftentliehung des Werkes zu er-
p. 8
36-IV—
37leichtern. Diese Hohe Behörde hat dem Gesuche geneigtest ge-
38willfahrt und in liberaler Weise dem Todtenbuche die Theilnahme
39hewiesen, welche sie auf den verschiedensten Gebieten allem,
40was zur Förderung der Wissenschaft beitragen kamn, entgegen-
41bringt. Dank dieser Gunst haben die vorliegenden Bände er-
42scheinen können.
43LepsIts, welcher das U'nternehmen eingeleitet hatte. war
44nicht mehr: aber Herr Professor DıLwaws ist gütigst an seine
45Stelle getreten und hat. unterstützt durch das Ansehen. dessen sich
46sein Name in der wissenschaftlichen W'elt erfrent. in der ertolgreich-
47sten Weise die für die Publikation nothwendigen Schritte gethan.
48Mit Bedauern mufs ich auch der beiden Mitglieder des 1875
49gegründeten Comités gedenken. der Herren CHABAs und BIRcH.
50Keiner von beiden hat die Arbeit gesehen, deren Grundlagen sie
51gebilligt und deren Wiehtigkeit sie den Freunden der ägyptischen
52Studien dargelegt hatten. Die Erleiehterungen. deren ich mich
53bei der Bearbeitung der Urkunden zu erfrenen hatte. verdanke
54ich zum Theil ihrer liebenswürdigen Empfehlung: In allen enro-
55päischen und ägyptischen Museen, überall. wohin mich meine
56Nachforschungen geführt haben. bin ich immer mit dem gröfsten
57Wohlwollen aufgenommen. und mit vollkommener Liberalität sind
58mir die Papyri sogleich zur Verfügung gestellt worden. Ich danke
59dafüir herzliehst allen Conservatoren bei den Museen. mit denen
60in Beziehung zu treten ich das Vergnügen gehabt habe, und die
61ich nicht alle einzeln namhaft machen kann. In gleicher Weise
62fühle ich mich auch den Privatleuten verflichtet. welche mir die
63in ihren Sammlungen befindlichen Paprri zu benutzen gestattet,
64und denjenigen unter meinen gelehrten Fachgenossen, welche mir
65Absehriften und Reproduktionen von Texten, die ich mir nieht
66würde haben rerschaften können, freundlichst übermittelt haben.
p. 9
67Beronders hervorgehoben zu werden verdient das.
68gelelrter College. Herr Professor STERS für das vorliegen
69gethan hat. Er hat nicht nur die Verüfentlichnng dessell
70fältigst überwacht, sondern aneh die nicht sehr dankbare
71gütigst übernommen. die folgende Einleitung: welche icl
72sisch niedergeschrieben hatte. ins Deutsche zu übersetzo
73diese Arbeit, für welche er in jeder Hinsicht bernfen
74ich ihm memen anfrichtigen Dank.
75lindlich dart ich nicht das Hans d. AsmeR df Co.
76vergessen, welches das sehwierge und wenig lukrative (
77men der Publikation ausgeführt nnd dem Werke cine Au
78gegeben hat, die seinen Druckereien Ehre macht.
79Cndmum übergebe ich meinen gelehrten Fachgeno:
80sen Text des Todtenbuchs. der. wie ich hoffe. in ihren
81dazu beitragen wird, die Kenntnils der ägyptischen Spra
82Religion zu türdern und manche bis jetzt unüberwindliche
83rigkeiten zn besiegen.
84Malagny bei Cienf. im März 1886.
85Edouard Naville.
86ras mem
87de Nerk
88en solg-
89Nufgabe
90k franzü-
91'n. Für
92ill. sige
93n Berlin
94nterneh-
95statınng
96sen die-
97Händen
98che und
99Schwie-
p. 10
p. 11
100I. Kapitel.
10111. Kapitel.
102II. Kapitel.
103IV. Kapitel.
104Hieroglyphis
105Inhalt.
106Die thebaische Ausgabe des Todtenbuchs
107Das Todtenhuch, seine Bedeutung, seine
108Art es zu schreiben . . . . . . .
109Beschreilung der Texte
110Bemerkungen zu den einzelnen Kapiteln
111hes Verzeichnils der Kapitel. .
112• .
113Geschichte und
114. . . ....
115• . . . . . .
116des Todtenbuelı
117scil
118die
11918
12027..
1215 . 113
122•. 193
p. 12
p. 13
123ERSTES КАРІТЕL.
124Die thebaische Ausgabe des Todtenbuches.
125AIs LERSIES 1S+O den grofsen Turiner Papyrus veröffentlichte, welehen
126er „das Todtenbuch" benamute, führte er die Ägyptologen auf ein wis-
127senschaftliches Feld, welehes bis dahin noch nnerforscht geblieben war.
128Er übergat› ihmen, wie er sich ausdrückt, „das gröfste zusammenbängende
129Literaturwerk, das uns von den Ägrptern erhalten ist".
130Schon vor ihm hatte CHAMPOLLION den allgemeinen Inbalt des Bu-
131ches erkannt und bemerkt, dafs sich eine beträchtliche Anzahl von Wie-
132derholungen desselben Textes in den enropäischen Sammlungen befände;
133er hat auch in seinen Werken, namentlich in seiner Grammatik, einige
134Sätze daraus angeführt, aber zum Gegenstand besonderer Studien hat er
135es nicht gemacht. Leesies begrift von rornherein die Wichtigkeit eines
136Buehes, welehes das Vade mecum oder der Pafs war, den die Verstorbe-
137nen bei sich fübrten. Da die Ügypter darauf hielten ein Exemplar des-
138selben zu besitzen und da es alle Eigenschaften cines religiüsen Buches
139hatte, so versprach es uns über don Glauben diesor früben Zeiten, über
140die Gütter, über die Mythologie n. s. w. anfzuklären. Da sich ferner
141dieses Buch in einer sehr grofsen Zahl ron Exemplaren aus verschiedenen
142Zeiten erhalten bat und jedes derselben viele Varianten darbietet. so war
143es das greignetste Gebiet für philologische Studien zur Erkenntnifs der
p. 14
144altägyptischen Sprache; hier mufsten viele Schwierigkeiten ihre Lösung
145finden.
146Dieser letzte Gesichtspunct, die philologische Wichtigkeit des Todten-
147buches, scheint Lepsits besonders für dasselbe eingenommen zu haben.
148Indem er die Unzulänglichkeit der bis dahin gemachten Textpublicationen')
149erkamnte, ersah er sich den umfangreichsten Papyrus, welchen er fandl, den
150Turiner; er machte 1836 selbst eine Durchzeichnung desselben und col-
151lationierte sie auf einer folgenden Reise 18t1. Diese Durehzeiehnung,
152welche der geschickte Künstler M. WeIDeNBacH lithographierte, biklet mit
153einer Einleitung das Werk: cdas Todtenbuch der İgypter.
154Abgeschen davon, dafs der von Lersies gewählte Papyrus viel
155vollständiger ist als der Paprrus Culet, dessen Veröffentlichung voraus-
156gegangen war, hatte seine Ansgabe den grofsen Vorzug einer neuen Ein-
157theilung: Diese Eintheilong, welche, wie wir nnten sehen werden, die
158cinzig mögliche mnd die cinzige auf einem practischen Grundsatze beru-
159hende ist, machte den Gebranch des Buches beynem und erleichterte
160sehr die Verweisungen anf dasselbe und die Citate. Auch haben sich
161die Ägyptologen so seht an dieselbe gewölnt, dals ihre Ahänderung
162unzuträglich sein würde.
163Kaum batten die Ägyptologen das Studiom des Todtenbuches be-
164gonnen, so bemerkten sie, dafs dieser Text ron Schwierigkeiten strotzt.
165Dieselben sind verschiedener Art und bozichen sich zmächst anf dlas
166Buch selbst und auf den Stil, in dem es geschricben ist. Der Mystieis-
167mus, der darin waltet, die Fülle der Gestalten, die Seltsamkeit der Bil-
168der, die Unmöglichkeit zu erkennen, wie die Ägypter die abstracten
169Ideen selbst der einfachsten Art wiodergaben, — alles dies bildet erheb-
170liche Hindernisse, an denen sich der Übersetzer fortwähremd stolsen
171muls. Daher behält ein philologisch leicht verständlieher Satz, dessen
172") Copie figurée d'un ronlean de papyrus trouvé à Thibes dans un Tombeau
173des Rois, publiée par MI. CADeT, Paris 1805, und in der Deseription de l'Egypte,
174Antiquités, rol. II. Andere weniger wichtige Publicationen haben SENKOWSKI,
175JoUNG, BELNORE, ROSELLINT uud FoNTANA gemacht.
p. 15
176Würter und Grammatik uns gar nicht in Verlegenheit sctzen. nur zu
177ein fremdartiges nnd sclbst burleskes Ausschen: wir habon dio Form v
178standen, laber sind nicht bis zu der ddee, welche sich dahinter verbir
179durehgedrungen,
180Diese Schwicrigkeiten erscheinen in dem ron bersies edier
181Texte sogar noch vergrößsert. Diose Lrkunde ist trotz ihrer grag
182schen Schönheit weit entfernt eine der correctesten zu sein. Sie m
183melt ron Fohlern jeder Art. wie geübte Ågyptologen alsbald erka
184haben.Aulserdem ist sio oflenbar beineswegs sehr alt. somlern stan
185frühestens aus der Zit der Prammetiche, wie Lersls meinte, wa
186scheinlicher aber ans dem Zcitalter der Ptolemäer. Es ist also
187Tert, der nicht nur keine Correctheit verbürgt. sondern auch nur e
188späte Redaction des Todtenbuches gewährt. Auch citicren ihn die n
189sten Ägrptologen bonte nur mit Vorsicht und ohne das Verlienst
190Ühersetzung von Bırcn, der ältesten. und der neneru von PreRReT
191gend wie sehmälern zu wollen, glaube ich doch behaupten zu köm
192dals hente kein Ägyptologe mohr auf Grond des Turinos Textes all
193cine Übertragung des Todtenbnches versuchen müchte.
194Es hamlelte sich also darumdiesem Öbelstande abzuhelfen und
195gab zwei Mittel zu Beschaflung eines bessern Textes: man veröfti
196lichte correcter geschriebene Pappri oder stellte auch die guten Lc
197ten mit Hülfe mehrerer Urkunden wieder her. Der orstere Weg ist
198E. DE ROrGÉ eingeschlagen worden. In scinen schönen Studien über
199Rituel fonéraire geht der golohrto Academiker davon aus. dalo dlie fu
200rären Papyri ursprünglich hieratisch geschricben sind and dafs die hic
201glyphischen Texte nur dio Umschrift der hieratischon simd.Demn
202müfste das Studium mit den letzteren begimen und vidko t'chler der
203roglyphischen Papvri würdon sich daraus ron selbst erkliren. Zu
204som Behufe hat E. DE Rorcé dio Publieation cines der omfangreich
205hicratischen Paprri in der Sammlang des Lonvre begonnen. Diese n
206unvollendete Edition entspricht jedoch dem Zwecke nmr mnsollkomn
207weil sie cinen Papyrus giobt, der jünger als dio AlVl. Dynastie
2081*
p. 16
209folglich jünger ist als die grofse Revision und Corification, welche mit
210dem Todtenbuch in jener Zeit rorgenommen sein müssen.1) Übrigens
211schien der gelehrte Academiker eben das Todtenbuch der spätern Epoche
212ins Auge gefafst zu haben; die Nothwendigkeit höler hinaufzusteigen
213war seinem Scharfsinne jedoch nicht entgangen, da er schreibt: „Es ist
214unmüglich, die Übersetzung irgend eines Theiles des Rituals mit ernst-
215lichen Anssichten auf Erfolg zu nnternehmen, ohne dals man eine ge-
216wisse Zahl von Manuscripten verglichen und über das Alter der Varian-
217ten und ihre Anctorität eine Art historischen Studioms gemacht hat.
218Aber man wird leicht berechnen können, wie viel Zeit so minutiöse
219Vorarbeiten erforlern; man wird oftmals mehrere Mnseen ausbeuten müs-
220sen, ehe man die zum Verständnifs eines einzigen Kapitels nüthigen Ma-
221terialien beisammen hat." º)
222Die Wiederherstellung ciner correcten Recension des Todtenbuches
223mittels der Vergleichnng verschiedener Urkunden, die Textkritik, das war
224eine nnerläfsliche Arbeit, aber sie liels sich nieht versuchen, so lange
225sich die Kenntnifs der ügyptischen Sprache nicht genüigend entwickelt
226hatte. Man muls ans den Phasen der mülısamen Entzifferung herans
227sein, ehe man die Kritik der Texte in Angrift nehmen kam. Niehts
228zeigt besser die anf diesem Wege gemachten Fortschritte, nichts beweist
229entschiedener den wohl erworbenen Besitz einer Sprache, als die That-
230sache, dafs ein Gelehrter die Kritik eines gegebenen Textes unternimmt.
231Anch hier verdankt man Lersirs den ersten Versuch, der freilich noch
232unvollkommen war, aber nicht nur den inne zu haltenden Weg rorzeich-
233nete, sondern auch die Wiehtigkeit einer solehen Arbeit hervorhob. In
234der gelehrten Einleitung zu den «Ältesten Texten des Todtenbnches" hat
235LepsIus für einige Zeilen des 17. Kapitels die nothwendige Vergleichnng
2361) Dasselbe muls ich ron dem von Dr. LEEMANs publicierten hieratischen
237Papyrus T. 16 sagen; die Publication des hieroglyphischen Papyrus T.I ist da-
238gegen viel wichtiger und nützlicher gewesen.
239ª) Etudes sur le Rituel in der Rerue arehéologique 1SGO. I. p. 72.
p. 17
240angestellt, um zn einem besseren Verstännifs des von ihm übersetzten
241Fragments zu golangen; und deshalb hat er den Texten des Mittlern
242Reiches auf den ron ilm veröffontlichten Särgen cinen Test der XVUI.
243Dynastie, das Grals des Amenenhu (Tu) ml den Turiner Text an die Seite
244gestellt. Die erheblichen Abweichungen, welcho er zwischen der saiti-
245schen oder ptolemäischen Version und denen der altern Epochon faml,
246haben ihn veranlalst sich zu fragen, ob sich nicht orforschen lasse, was
247das Torltenbuel in den verschiedenen Zoitaltern gewesen ist, ob es keine
248wichtigen Veränderungen erlitten, mit einem Worte, ob es keine Geschichte
249gehaht habe. Die Reconstrnetion des Buches und dlas Studium der ver-
250schiedenen Phasen, welche es durchlaufen hat, — dies waren die Lieb-
251lingsideen des ersten Herausgebers, welcher die Wichtigkeit einer solchen
252Arbeit für die Erforschung der Mythologio und der Spracho besser be-
253urtheilen konute als irgend ein anderer. Besser auch als irgend ein a-
254derer kounte er die Schwierigkeiten würdigen, welche sich einer Ans-
255führung in etwas bedontenderem Mafsstabo entgegenstellten; aber es
256war ein Wunseh, dessen Verwirkliehung ihm sehr am Herzen lag, "wie
257er dem Verfasser dieser Seiten oftmals mündlich und brieflich ausgespro-
258chen hat.
259So hielt denn LersIts, als im September 1874 der Oriontalisten-
260Congrets mehrero bedentende Ägyptologen in Lomdon vereinigte, die Ge-
261legenheit für günstig, um die berufensten Vertreter der Wissenschaft für
262die Ausführung einer ähnlichen Arbeit zu gewinmen. In einer besondern
263Sitzung der ägyptologisehen Section wurde ein Beschluls ingenommen,
264von dessen Wortlaut ich einige Sätze hersetze: .It sremed of special mo-
265ment for the furtherance of the Egyptian studies. that an cdition of the
266Bible of the Old Egyptians, the Ritual, as CHAMpoLLIoN called it, or tho
267Book of the Dead, as Lersius styles it, as critical and completo as pos-
268sible should be steadily kept in view. Sueh edition should present a
269threefold recension of that most renerable monnment of Egyptian speech,
270archacology and religion, i. e. it shonkd give us the Book of the Deadl
271as its text consisted — 1. Under the Old Empire: 2. Under the The-
p. 18
272ban Dynasties of the New Empire; 3. Under the Psammetici. (Dịn.
2731.111)."1)
274In derselben Sitzung warde die Wahl des Ägyptologen gétrof-
275fen, der zunächst die Museen bereisen solite um zu schen, was sie an
276Materialien enthiclten. Der sofort übermittelte Beschlufs wurde von dem
277Gewählten angenommen. Nach seiner Rückkehr nach Berlin beeilte sich
278Lersits einer im Congrefs übernommenen Verpfichtung gemäfs den Plan
279der Berliner Academie zu unterbreiten, welche grofsmüthig eine Summe
280von 3000 N. für die V'orarbeiten aussetzte, während die prenfsische Re-
281gierung in rorans eine Summe von 4800 Thalern für die Pablication be-
282willigte, welchenun stattgefunden hat.
283Mit einer Reise nach Berlin habe ich 1875 den Beschlufs dles Con-
284gresses in Ausführung zu bringen begonnen. Vorher war, um den inter-
285nationalen Ursprung des Unternehmens zum Ausdruck 2n bringen, ein
286Comité von vier Mitghiedern ernannt worden, bestehend ans den Herren
287BIRcH, CHabas, Lersius und Narue. Dasselbe veröffentlichte gegen
288Emle des Jihres 1875 ein Rundschreiben, welehes sich an die wollwol-
289lende Unterstützung der Museumsdirectoren und der Eigenthümer von
290Sammlungen wandte, die Papyri im Besitz haben könnten. Seitdem habe
291ich zwreimal. in dem Orientalisten-Congrefs zu Florenz 1878 und in dem
292zu Berlin 1881, meine Fachgenossen von dem Fortschritte, den die Ar-
293beit gemacht hatte, unterrichtet.
294Das Rundschreiben von 1875 hielt sich noch an die Fassung des
295Londoner Congresses und sprach von einer dreifachen Ausgabe: erstens,
296die Redaction des Alten Reiches, alle Fragmente mmfassend, welche flter
297als die AVI. Drnastie simd und welche sich anf Särgen oder Papyren
298finden; sorlann, die thebaische Redaction aus der Epoche der grofsen
299thebaischen Drnasticen, welche mit Hülfe der in den verschiedenen Mu-
300seen zerstrenten Papyri wiederhergestellt werden sollte, da jeder mur we-
3011) Transactions of the second session of the Second International Con-
302gress of Orientalists, p. 412.
p. 19
303nige Kapitel des Buches enthält; endlich die saïtische Redaction, welcho
304eine Vergleichung des Turiner Todtenbuches mit gleichzeitigen oder spa-
305ter Texten hefern sollteSchon anf memer ersten Reise nach London
3061876 habe ich die Tberzengung gewonen, dals der Beschluls des C'on-
307gresses in dieser Fassung mmanstührbar soi: dafs hier violmehr drei rer-
308schiedene Anfgaben bezeiehnet sind, die sich ron einem und demsolben
309neben einander nicht bewältigen lassen, und dals die cine dersolben in
310ihrem Umfuuge und in ihrer Wichtigkeit nicht richtig geschätzt worlen
311war' — ich meme die Wiederherstellung des thebaischen Textes. Ieh
312kündigte daher im florentiner C'ongresso am, dlafs das Comité den m-
313sprünglichen Plan zu ändern sich entschlossen habe und sich anf die
314hieroglyphische Ausgabe des thebaischen Todtenbnches, welehe von der
315XVIl. bis zu d.X. Dynastie reicht, beschränken wolle.
316V'erschiedene Brweggrümde, von denen einige erst nach den letz-
317ten Entdeckungen zur vollen Cieltung gekommen sind, sprachen für dirse
318Änderung. Bis 1879 waren nur sehr wenige Texte des Nten und des
319Mittlern Reiches bekamnt; man hatte nor die Texte auf cinem Sarge
320einer Königin der NI. Dynastie, der jetzt zerstört ist, bis aut ein kleines
321Bruehstück, welehes mit der Collection HaRrIs ins Britische Muscum ge-
322langt ist, mud von dem wir eine von Se GARDNER WILKINSON angefertigte
323Copie besitzen. Es war ferner der Sarg des Jlmam der XI. Dynastie im
324Britischen Museum, der cben jetzt publiciert wird; enddlich die von Ler-
325sius verölfentlichten Berliner Sürge. Daraus hiefs sich keino usgabe ma-
326chen, und wäre sie gemacht worden, so hätte man sie. Kamn zo Ende
327gebracht, von neuem anfangen müssen. Denn man hat darnach eine er-
328hebliche Menge von Texten entdeekt, welche sicherlich ein Tudtenbuch
329des Alten und thttlern fuiches bildeten, nämlich die Pyramidentexte,
330ron denen sich Wiederholungen selbst in ziemlich späten Gräbern vor-
331finden. Anderersrits sind neue Copicen von Testen des eigentlichen
332Totenbuchs aufgefunden worden, %. B. im Grabe des Horhotep. jetzt
333im Musemm von Bulag Alles das beweist, dals wir, was das Alte undd
334Mittlere Reich angeht, erst am dufange stehen: dals es ein oder mebrere
p. 20
335fmeräre Bücher giebt, von denen ein Theil verloren gegangen oder
336urch das Todtenbuch ersetzt worden ist, deren Ganzes man aber frü-
337her oder später wird wiederherstellen müssen. Wem nun diese Arbeit
338hente noch nicht möglich ist, wie viel weniger war sie es, als MASPERO
339uns noch nicht mit seinen schönen Entdeckungen bereichert hatte.
340Andererseits giebt es in den Museen, olne von den Privatsamm-
341lungen zu reden, eine sehr beträchtliche Anzahl hieroglyphischer oder
342hieratischer Papyri aus der Epoche der Saïten oder der Ptolemäer.
343Die Zahl derselben ist so grofs, dals emne vollständige Collation über die
344Grenzen nod die Kräfte eines Menschenlebens hnausgehen würde; md
345anserdem würde der Nutzen einer solehen Arbeit schr zweifelhaft sein.
346Es ist gewifs, dafs zn einer Zeit, vermuthlich der der Psammetiche, das
347Todtenbuch vollständig reridiert und codificiert worlen ist. Damals ist
348der Text festgestellt worden; es wurde eine Redaction angenommen, von
349der man sich seitdem nur noch wenig entfernt hat, beschwert mit Glos-
350sen zu Stellen, welche den Schreibern jener Zeit vielleicht unverständ-
351lich waren, die man aber hieroglyphisch und hieratisch immer wieder ge-
352trenlich copiert hat. Nicht dals man eine gleiche Trene beobachtet hätte
353wiu die Abschreiber der hebräischen Texte; man mufs die ganz eigen-
354thümliche Art der ägyptischen Sprache und besonders der Schrift, die
355keine bestinunte Reehtsehreibung hat, in Ansehlag bringen, um die Man-
356nigfaltigkeit der Lesarten zu verstehen, die sich gleiehwohl von dem re-
357cipierten Texte nur in beschränkten Grenzen entfornen. In den saïti-
358schen Colex hat man alle Kapitel aufgenommen, welche zum Todten-
359buche gehören sullten, und hat ihnen cine defmitive Ordnung gegeben.
360Jerles cinzelne hat seine bestimmte Stelle bekommen oder seine Stellen,
361wenn es zweimal eingefügt wurde; man hat ferner eine Anzahil, welehe
362sich in der frühern Epoche findet, ausgeschieden, dafür aber die vier
363letzten anfgenommen, welehe in den altern Papyren nieht existieren.
364Vorher bestand keine feste Reihenfolge, abgeschen von einigen allgemei-
365nen Eigenheiten, welche mehr auf einer Gewolmheit, als anf einer Regel
366zu bernhen scheinen. Seit der saitischen Zeit kann man über die Rei-
p. 21
367henfulge der Kapitel sicher sein. mud selten fimen sich grobe Ahmei-
368chungen. Aus alle dem folgt, lafs eine Vergleichung der Papyri aus
369dieser späten Epoche nur wenig ergiebt. mit Au-nalime vielleicht man-
370cher Eigenthümlichkeiten der Schreilwreises der V'ersueh. den ich in Tmrin
371mit etwa 20 Papyren dieser Zeit gemacht habe. hat mir nur unberlen-
372tende Varianten geliefert.
373Zwischen diesen beiden Editionen, der des Ilten und Wittlern
374Reiehes und der der nachsaitischen Zeiten, stand die Ausgabe der gro-
375fsen thebaischen Drnastieen. welehe viel unfangreicher ist als die
376erstere und viel werthroller als die andere. Abgesehen von den Erwä-
377gungen, welche die andern beiden Redactionen bei Meite zu lassen nüthig-
378ten, hat diese dritte eine ganz hesondere um unerwartete Bedentung
379durch die beträchtliche Zahl der Trknnden dieser Epoche gewonnen. deren
380Vorhandensein in den Museen uns offenbar geworden ist. früher aber
381mehr oder weniger, selbst Lersics. unbekannt war. Man betrachte das
382T'erzeichmifs, welehes er in der Einleitung zu den Ïltesten Texten aufge-
383stellt hat'). und rergleiche es mit dem. welches dieser dusgabe vorans-
384geschickt ist, und man wird die Zahl nud den Werth der Doeumente,
385welche ich ror Augen gehabt habe, würdigen können. Au- ilmen liels
386sielı das ganze Todtenbuch wieder herstellen, zwar mit Ansnahme emi-
387ger Kapitel. aber um andere vermehrt, welche vor der saiti-chen Epoche
388verloren gegangen sind: anfserdem ergab sich eine Cuzalil von Varianten
389jeder Art, deren Sammlong wichtig erschien. Angesichts dieses unverhott-
390ten Reichthums wurde denn anch beschlossen, sieh ror der Hand an die
391thebaische Ausgabe zu halten und die ganze Arbeit anf liese allein zu
392beschränken.
393Wenn man auch anfänglich über einige Punete. %. B. wie die Va-
394rianten wiederzugeben seien, geschwankt hat, so waren doch die allge-
395meinen Grundsätze von vornherein festgestellt. Man hatte den Gedan-
396ken ausgesprochen, den Turiner Papyrus zu Grunle zu legen und die
3971) Älteste Texte des Todteubnehs, pag. 12.
p. 22
39810
399thebaische Edition als eine Collation desselben zu geben. Aber dieser
400Weg ist verlassen worden; denn die Varianten sind so zablreich, die
401Redactionen einiger Kapitel weichen so erheblich ab, die Vignetten sind
402oft so sehr verschieden, dafs das Ganze ein Ensemble gebildet haben
403würde, das schwer zu reprodncieren und vielleicht noch schwerer zu be-
404untzen gewesen wäre. Die beiden in Vergleich gestellten Gegenstände
405waren zu unähnlich._Anfserdem würde ein solches Verfahren die zeit-
406liche Folge umkehren. Wenn man später zwischen dem alten und dem
407neuen Texte Vergleiche anstellen will, ist es dam nicht logischer bei
408dem Vorhergegangenen nnd iltern anzufangen nnd die Modificationen,
409die es erfahren hat, zu verfolgen als von dem Spätern aus auf den Ur-
410sprung zurückzugehen? Da es einen thebaischen Text gab, ron dem
411der saïtische erst abgeleitet ist, warum nicht zuerst ihn reconstruieren?
412Warum dieses Buch nicht in allen Theilen wiederherstellen, da die Nittel
413dazu, hier und dort zerstrent. rorhanden waren? Lieferte man doch da-
414durch der Wissenschaft etwas ganz Nenes, denn bis dahin war ron alten
415Papyren nur der eine des Nebged von den Herren DEvERIA nnd PIERRET
416verüffentlicht worden. der nur einen kleinen Theil des Buches enthält.
417Da fand man sich jedoch einer Schwierigkeit gegenüber, welche
418sich für die spätere Epoche nicht hemerklich macht. Die thehaischen
419Papyri, sellst die gröfsten, umfassen nnr eine beschränkte Zahl der Ka-
420pitel des Todtenbnehes. Mehr als 90 von den 163 Kapiteln des Torten-
421buehs enthilt keiner, sodafs zur Herstellong einer kritischen, verglei-
422ehenden Ansgahe der thebaischen Texte der Grondtext, von dem man
423ausgehen muls, fehit; also mulste man ihn erst schaffen. Da anfserdem
424kein thebaischer Papyrus vollständig ist, so mulste die Basis oder der
425Grundtext mehreren Originalen entnommen werden.
426Der erste bedentende Schritt anf diesem Wege war die photogra-
427phische Herstellung eines Papyrus, welehe die Trustees des Britischen
428Museums 1876 veranlafsten, nämlich des Papyrus 9900, des grüfsten und
429wichtigsten dieser Sammlung. Diese Urkunde lieferte mir schon viele
430Kapitel, und indem ich ihren Text wo immer möglich als Basis nahm,
p. 23
431verzeichnete ich die Varianten fast aller übrigen Papyri des Britischen
432Musemns. Wenn ich ein nenes Kapitel traf, welehes sich in 9900 nicht
433vorfand, so nalmı ich eine Durehzeichnung und vervollständigte so die
434Sammlang. Im folgenden Jahre war mir während eines längern Aufent-
435halts in Paris vergömit, den Papyrus des Mesemneter (Cu) und den im
436Louvre III. 03 (Pb) cingehend zu studieren. In beiden fand ich eine sehr
437großse Zahl ron Kapitel. Auf diese Weise habe ich immer verfalren,
438indem ich überall, wo ich eine Basis hatte, die Varianten collationierte
439und den Text, dem ich zum ersten Male begegnete, durebzeielmete, mn
440mir eine Basis zu versehatten, die ich jedoeh manchmal, wenn ich ein
441correcteres oder vollständigeres Exemplar vorfand, später durch eine an-
442dere ersetzte. Hauptsächlich mit Hülfe dieser drei Papyri habe ich den
443grüfsten Theil des thebaischen Todtenbnehes wiederhergestellt, wie man
444aus der geringen Anzahl von Basen ersehen kann, welche andern Do-
445cumenten entlehnt sind.
446lch habe mir anf diese Weise nieht nur emen Grundtext ver-
447schaflt, sondern ich habe einen gegebenen Text anch immer so reprodu-
448ciert, wie man ihn wiederfinden kann. Ich habe nicht nach der Weise
449der Heransgeber der griechischen und lateinischen Classiker den Text,
450wo er mir fehlerhaft erschien, nach den Varianten zu corrigieren rer-
451sucht. Mir lag daran, die Arheit so wenig persönlich wie möglich zn
452halten; ich wollte meinen Faehgenossen die Mittel der Textkritik an
453die Hand geben, nicht aber sie selbst üben. Anderungen, Ergänzun-
454gen, Verbesserungen, Conjecturen, jener ganze Apparat, den man in
455den Ausgahen der griechischen Tragiker %. B. findet, fehlt demgemäfs in
456dieser Ausgabe des Todtenbuches durchaus. Nicht, dals sieh nicht oft-
457mals die Gelegenbeit zur Kritik dargehoten hätte; aber es sind noch zu
458viele Einzelheiten, über welche die Meinungen der Agyptologen anseinan-
459dergehen. Man bätte solehe V'erbesserungen erklären oder selhst com-
460mnentieren müssen, und aufserdem würden sie incines Erachtens dieser
461Ausgabe cinen Theil ihres Werthes genommen haben. Jetzt ist jeder
462Satz darin und jede Variante die Wiedergabe einer angezeigten Quelle: es
4632*
p. 24
46412
465ist keine künstliche Anordnung oder Combination, an der sich der kriti-
466sche Sinn des Herausgehers zu zeigen gehabt hätte. Behalten wir das
467künftigen Arbeiten vor. Hente da wir das Material in den Händen ha-
468ben, und nicht nur die Texte der spätern Epochen, können wir die
469wahre Textkritik in Anwendung bringen, indem wir die für die Schrift-
470sprachen güiltige Methode befolgen.
471Von vorn herein habe ich darauf verzichtet an der von LePsIus
472eingeführten Eintheilung etwas zu ändern. CHANrOLLIos hatte eine an-
473dere versucht, die er zwar niemals im einzelnen dargelegt hat, deren
474Princip wir aber kennen und die von Hliscks aufgenommen worden ist.')
475Er hatte das Buch in drei Theile zerlegt, von denen der erste mit Ka-
476pitel 15, der zweite mit Kap. 125 endete; sodann war jeder dieser Theile
477in Paragraphen oder Gruppen zerlegt. Diese wenig bequeme Eintheilung
478ist mur für die spätern Papyri möglich, wo die Reihenfolge der Kapitel
479eine beständige ist. In den alten Texten, wo diese Reihenfolge sich
480überhanpt nicht findet, ist sie unzulässig, und CHAMPOLLION selbst würde
481sie gewifs aufgegeben haben, wenn er die Texte der thebaischen Epoche
482studiert hätte. Der hanptsächlichste Einwand aber, den man gegen diese
483Eintheilung erheben kann, ist der, dals sie dem Geiste und der Natu' des
484Todtenbuches selhst entgegen ist. Sie setzt vorans, dals das Todtenbuch
485cinen Anfang und ein Ende habe und dals es systematisch angeordnet
486sei. Das ist aber nicht der Fall. Das Todtenhuch ist aus einzelnen
487Stücken zusammengesetzt, die im allgemeinen unter sich keine Verbin-
488dung haben. Das Vorhandensein eines Kapitels bedingt nieht das des
489vorangehenden oder des folgenden. In einer bestimmten Zeit, unter den
490Saiten, sind die von einander nmabhängigen Stücke vereinigt und in die
491definitive Reihenfolge gebracht; aber man würde sehr irren, wollte man
492glanben, dafs diese Anordnung einem philosophischen oder religiüsen Sy-
493"teme entspräche. Es ist eine blos künstliche Aneinanderreihung, deren
4941) Catalogue of the Egyptian manuscripts of the Library of Trinity Col-
495lege, Dublin, p. 22.
p. 25
4961:
497Princip wir nicht erkennen, die aber weder doctrinär noch anch chrono-
498logisch ist, wenn es auch feststeht, dals die vier letzten Kapitel nenern Ui-
499sprungs sind. Obwohl wir ein vollständiges Verständnifs des Buches
500noch nicht erreiclit haken, so kamn man doch verschiedene Gruppen
501darin unterscheiden; einige derselben sind scharf characterisiert und ihre
502Kapitel würden zusammengestellt ein genügendes unnd vollständiges Todten-
503buch bilden, ohne dafs es nöthig wäre noch andere Stücke hinzuzufügen;
504nnd gleichwohl findet sich alles in dem saitischen Corlex vereinigt, olme
505der darin so häufigen Wiederholungen zu gedenken.
506Dies alles macht eine Classification nach dem Sinne mnl nach
507dem Inhalte seh schwierig und aut alle Fälle zm Zeit mnthonlich. Was
508giebt es auch Practischeres als die von Lersits adoptierte einfache Zäh-
509lung? Diese Eintheilung sieht von dem Inhalte der Kapitel ab, sic syste-
510matisiert nichts; aber sie gewährt eine grofse Leichtigkeit für die Be-
511nutzung des Buches und beruht auf dem richtigen Prineipe. Alles, was
512in dem Turiner Papyrns einen Titel hat, jedes oder e , genalnnte
513Stick, ist ein numeriertes Kapitel, ganz gleich wie lang es ist. Diese
514Eintheilung ist in einigen Fallen zu weit gegangen; so sollte das 1G. Ka-
515pitel, welches nur ans Darstellongen zu Kapitel I besteht, kein beson-
516deres Kapitel bilden; ebenso wenig sollte auch 150 von 149 getremnt
517sein, wenn man die vier Theile von 125 nicht unterscheiden will und
518die Elysischen Gefilde in Kap. 110 dieselbe Nummer tragen sollen, wie
519der als Einleitung dazu dienende Text. Es war auch umöthig den Wie-
520derholnngen desselben Textes besondere Nummern zu geben. Doch wie
521sichs damit auch verhalte, diese Eintheilung existiert und ist so üblich
522geworden, dafs jeder Versuch sie zu ändern um Verwirrung hervorrufen
523könnte. Jeder Agyptologe weifs, dafs Kap. t? die Benennung der Kür-
524pertheile enthält, wie Kap. 110 die Elysischen Gefikle und Kap. 125 die
525Confession und die Psychostasie. Ich wiederhole, dals diesc Anorlnung
526nicht die der alten Papyri ist, die Zällnng ist nur für die nachsaitischen
527zutrelfend; aber wir müssen uns schon mit ihr begnügen, da wir aufser
528derselben niehts Festes haben.
p. 26
52911
530Wie man bemerken wird, sind die im Turiner Todtenbuch nicht
531enthaltenen Kapitel meist mit Zahlen, die auf 165 folgen, hinten an-
532gehängt. Indessen ist eine Anzahl von Kapiteln eingeschoben worden,
533wenn sie mit diesem oder jenem Kapitel so eng verknüpft schienen, dafs
534man sie unmöglich davon trennen konnte. Als Beispiel hierfür will ich
535Kap. 130 gehen, welches viel kürzer als im Inriner Papyrns ist. Das
536Kapitel findet sich oft mit einem andern vereiigt, welches in den alten
537Papyren sehr hänfig ist und selbst noch unter der XNI. Dynastie vorkommt,
538aber später verschwunden ist; wenn die beiden Kapitel nicht verbun-
539den sind und das zweite einen besonderen Titel hat, so folgt es immer
540auf 13G. Es war also natürlich, ihm diese Stelle zu erhalten und es
541136B zu nennen, während das alte 136A ward. Ebenso wenn ein Ka-
542pitel zwei seln verschiedene Redactionen hat, wie Kap. 38, so heifst die
543altere 38A und die jüngere 38B. Abgesehen ron einigen Ansnahmen
544dieser Art, sind alle inediten Kapitel am Ende angehängt nnd beginnen
545mit 166. Ich weifs wohl, dafs ich hierin mit meinem gelehrten Collegen
546Dr. PLErTE, dessen vortreffliche „Chapitres supplémentaires du Livre des
547Norts" bis 174 reichen, in Concurrenz stehe: aber es hat mir geschienen,
548dafs die ältesten Kapitel den von PLEYTE gesammelten roransgelen sollten,
549da diese fast alle aus späterer Epoche sind. Man wird mir anch entgegen-
550halten, dals ich die Nammern 162 bis 165 leer gelassen habe, da diese
551Kapitel sich niemals in alten P'apyren finden. Allerdings, aber da diese
552einen Theil des Turiner Codex bilden und man die Numerierung des-
553selben als Basis angenommen hat, so mnlste man sie im Ganzen nehmen
554und konnte nicht vier Nnmmern anslassen.
555Eine der wesentlichsten Bedingungen für das Gelingen dieser Aus-
556gabe war die Genauigkeit in der Wiedergabe der Texte. In dieser Be-
557zehung frene ich mich meinen gelehrten Collegen mittheilen zu können,
558dafs fast sämmtliche Texte des ersten Bandes durchgezeichnet sind, sei
559es, dals diese Durehzeichnungen nach der Photographie genommen wur-
560den (wie von dem Pap. 9900), sei es, dafs ich sie nach den Originalen
561gemacht habe und sie mit dem Pantograph reduciert wurden. Ieh be-
p. 27
562merke noch, dals Fran Yavinle eigenhändig die 18G Kapitel
563Bandes, Text nnd Vignetten. in rerkleinertem und müglichst gle
564Malsstabe gezeiehnet nnd genan im Stile der Originale wie
565hat. Die Ägyptologen mügen beurtheilen. in wie weit die lie
566dem so ansgesprochenen Schriftcharacter und der Eigenartigkeit
567tischen Zeichnung entspricht. Dank der Benntzung der Dure
568gen glanbe ich für den ersten Band eine müglichst grofse Trei
569zu baben. Für den zweiten liels sich dies Verfahren nicht
570obwobl ich ganz besondere Aufmerksamkeit daranf verwandt
571mrage ich doch nicht zu hoflen, dals er ohne Fehler und dn
572gebliehen ist; aber ich bitte meine Collegen die nngeheuere !
573Varianten zu berücksichtigen. welche er enthält.
574In dem Congresse zu Florenz 1S78 war ich über dic
575Weise, in der die Varianten reprodnciert werden sollten. 1
576im Klaren. Nach rerschiedenen Versuchen bin ich auf das
577und ibersichtlichste Mittel zmrückgekommen, die vynoptisclic
578Diese Methode nöthigte allerdings jedes schon im ersten Bar
579fentliehte Kapitel zu wiederholen. es verlangt viel Raum. und
580geht dabei verloren; aber die sich daraus ergebenden Virthei
581digen fün diese Übelstände reichlich. Man ütine den zweiten
582einer beliebigen Seite und man kam auf den ersten Blick l
583sehen, in wie vielen Papyren sich das fragliche hapitel findet
584ches die Varianten einer beliebigen Stelle sind. In der Co
585Linken steht der Text, weleher als Basis gedient hat, der
586ersten Bandes, und die Ziflern geben an, zu weleher Zeile
587Nach einer gewissen Anzahl ron Zeichen ist in der Regel
588Raum leer gelassen: dieser leere Ranm entspricht kemnem Sat
589hat mit dem Sinne nichts zu thon: er ist lediglich dazu bes
590Eintragung der Varianten zu erleichtern: mrsprünglich durels
591friner Bleifederstrich an diesen Stellen den ganzen Streifen,
592mit der Photographie rerschwonden. Dem Texte parallel sin
593Culumnen gezogen, ron denen jede für einen dureh zwei D
594iesersten
595chartigem
596ergegeben
597roduetion
598der aguP-
599%eichnun-
600e erreicht
601mwenden:
602habe, 0
603lassungen
604lenge ron
605.Iit und
606och nicht
607einfaclste
608n Tafeln.
609de rerüf-
610viel Platz
611• entschä-
612Band iuf
613icht über-
614nnd wel-
615ınne Zul
616Tert des
617r gehürt.
618in kleiner
619ende un‹l
620timmnt de
621hitt cin
622r ist aber
623I rerticale
624nchstaben
p. 28
62516
626darüber angugebenen Papyros bestimmt ist. Wo der Text derselhe ist,
627wie der dos typischen Papyrus, ist die Columne leer gebliehen'), wo er
628dagegen Varianten bietet, sind dieselben an dler entsprechenden Stelle
629eingeschricben, wo sich das Wort des Grumdtextes befindet, mit welchem
630er verglichen wird. Wenn eine oder mehrere Gruppen, die sich in der
631Basis finden, ausgeschlossen sind, so bezeichnet eine durchbrochene Linie
632die Lücke in ihrer ganzen Ausdelmung und verbindet die Zeichen, wel-
633che im Texte wirklich an einander stofsen. Das bis und ter neben den
634Papyruslmehstahen bedentet, dafs lieses Document zwei oder drei Wieder-
635holungen desselben Textes enthält. Das Verfahren ist, wie man sicht,
636ein sehr cinfaches. Da ich nicht mehr mit Durchzcichnungen arbeiten
637konnte, so habe ich anf das Facsimile, welehes im ersten Bande zur
638Geltung kommt, verzichtet und für alle Varianten einen uniformen
639Schriftstil gewählt.
640Das thebaische Todtenbuch enthält aufser den Texten auch Vi-
641gnetten, welche von denen des Turiner Papyrus bedentend abweichen.
642Um nicht die Regelmäfsigkeit des zweiten Bandes zu stören und zugleich
643um den verfügharen Platz im ersten anszonntzen, habe ich alle Vignetten
644in diesem vereinigt, so dafs selbst ganze Tafeln der Reproduction der
645Varianten gewidmet sind, wie z. B. nach Kap. 17. Im allgemeinen haben
646die alten Papyri weniger Vignetten als die jüngern; oft aucl fchlen sie
647uns. weil gerade die Vignetten der am hänfgsten zerstörte Theil des
648Papyrus sindIch habe mich also darauf beschränkt, zu jedem Kapitel
649die Vignetten zu stellen, welche von der der Basis abweichen, olme die
650Papyri besonlers anzuführen, welche vielleicht dieselben, oder die, wel-
651che keine haben.
652Nach diesen Grumdsätzen habe ich alle Urkunden der thebaischen
653Epoche zusammengustellt, sowohl die in den großsen Sammlungen zu
6541) Man darf jedoch aus dem Fehlen von Varianten nicht auf die voll-
655ständige Gleichheit mit der Basis schlielsen. Der Papyrns kann an solchen Stellen
656zerstürt semn.
p. 29
657London. Paris, Berlin. Lerder
658deutenden Muscen zu Dubl
659Parma. Mailand. Florenz. Ror
660sammlungen. In dem Orien
661Gelegenheit gehalt der afric
662vollendete Irbeit rorzulegen
663Plan der Arbeit. an welehe
664unterbreiten. Man gestatte 1
665Idee der grolsen dusgabe de
666In der Sitzung vom 26. Netol
667deten Bämdde dieser thebaisch
668che zu den Mosten der Vori
669hoh besonders die Wichtigke
670die Unterstützung. welche dl
671fang an gütigst gewährt batt
672zu dessen Herbeischaflnng di
673hatte. ist damit erschöpft un
6741) Monatsberichte vom
6751%
676. Turin. Bulay
677. Lirerpool. -
6781. Neapel, Han
679talistencungress
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681und der Beguti
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725: Material.
726bestimmt
p. 30
72718
728ZWEITES KAPITEL
729Das Todtenbuch,
730seie Bedentung, seine Geschichte und die Art es zu
731schreiben.
732Was ist das Todtenbuch? welches sind seine unterscheidenden
733Merkmale? was ist sein Ursprung? solche Fragen würden eine jede für sich
734ansführliche Erörterungen erheischen, ich kann sie hier aber nur durch-
735ans summarisch beantworten. Zuerst ist es dentlich, wie schon Lepsius
736erkanut hatte, dals es kein Buch im eigentlichen Sinne des Wortes ist;
737es ist weder eine Einheit noch ein Ganzes, es ist eine Sammlung, die
738wahrseheinlich allmählich in verschiedenen Epochen entstanden ist. Si-
739cherlich geht ein Theil ins Alte Reich zurück, selbst wenn wir jene
740Nachschriften, welche ein Kapitel dem Usaphaïs und cin anderes dem
741Mycerinus zuschreiben, nicht buchstäblich nehmen. Denn da selion die
742Texte des Mittlern Reiches mehrere Redactionen erkennen lassen und
743da wir in Kap. 178 die Sarginschrift des Mycerinus wiederfinden, so sind
744wil gezwungen, wenigstens die ersten Grundlagen des Buches den An-
745fängen der ägyptischen Civilisation beizumessen. Dieser ursprüngliche
746Text wird bald geändert worden sein, ähnliche Stücke werden in in
747der Folge vermehrt haben; vielleicht wird man Revisionen vorgenommen
748haben, olne jedoch aus dem Werke ein Ganzes zu bilden. Denn die
749verschiedenen Theile sind immer vollkommen nnabhängig geblieben; die
750Aufnahme eines Kapitels schliefst keineswegs anch die des vorhergehen-
751den oder des folgenden eins der Verstorbene scheint eine gewisse An-
752zalıl vereinzelter Stücke zu seiner Verfügung gchabt zu baben, unter
753denen er oder unter denen man für ihn ein wenig ad libitum auswählte.
p. 31
754Mit gleicher Bestimmtheit kam man behanpten. dals das Todten-
755buch kein Ritnal ist. bepsics hat in zwei Arbeiten nach cinandor be-
756wiesen. dals dieser Name ron dom Buche cinen falschen Begritt gübe
757uud aufgegeben werden mütste. ungeachtet E. De RocGi iln gern bei-
758behalten wollte. Und olme Zwcifol habon wir im Tortonbuch nicht das.
759was cin Ritual bildet. Es ist kein Buch, welches die bei der Ansübung
760eines Cultus zu beobachtenden Coremonien rorchreibt. Die seltenon
761Angaben cheser Art, welehe sieh finden, genügen nicht um den ron
762CHAMPOLLION gewählten Titel zu rrehtfertigen. Allerlings heilst es z. B.
763im 1. Kapitel, diese Worte sullen am Tage der Bestattung gesprochen
764werden; auch stellen die Vignetten dazu den Leichenzug dar. Aber man
765lese den Text und man wird darin vergebens eine Anspielung auf
766irdische V'orgänge suchen. Es findet sich darin keine V'orschrift über die
767Urdnung der Ceremonie und üher das, was dabei gethan oder gesagt
768werden soll.
769Es kann rorkommen, dafs man in einem Papyrus des Todten-
770buchs ein Kapitel eingeschaltet hat, welehes zu dem cigentlichen Ritual
771gehört. So findet siel in dem Londoner Papyrus 9901 neben den Vi-
772gnetten des 1. Kapitels die «Offnung des Mondes" benannte Ceremonie:
773aber wie versehiedenartig ist dieser Text vom Todtenbuch: zunächst
774wird bemerkt, dafs der Priester spricht: dann folgt. was er zu thun hat:
775endlich wird ausdrücklich gesagt, dafs diese Ceremonie an der Statne
776oder an der Mumie des Verstorbenen vorgenommen wird. Im Todten-
777buche ist es immer der Verstorbene. welcher selbst redet: alle Gebete
778und Hymnen werden ihm in den Mund gelegt: oder wenn der Text die
779Form eines Zwiegesprächs amimmt nod wenn ein Gott oder ein Genius
780Fragen an den Verstorlenen richtet. so ist er doch immer der Antwoi-
781tende. Wir finden keino für einen Priester oder ein Familienmitglied
782gegehenen Anreisungen darüber. was ihm zn Ehren zu geschehen hat,
783anfser violleicht, wo es sich um Amulette handelt. die anf seine Mumie
784gelegt werden sollen.
7853*
p. 32
78620
787Man wird einwenden, dafs Kapitel wie 22, 23, 105, 151 sich wie
788zu einem Ritnal gehörig ansnehmen: aber man wird sich leicht über-
789zengen, dafs es sich auch da nicht um Ceremonieen handelt, die anf der
790Erde rorkämen. Denn abgesehen davon, dafs überall der Verstorbene
791spricht, ist noch eine andre Betrachtung von grofser Wichtigkeit anzu-
792stellen. Der Ausgangspunet des Todtenbuches, die Gegend wo alles,
793wovon es sprichit, anfängt, ist die Amenthes; es ist nicht die wirkliche
794Welt, sondern die andere Welt, so wie die Einbildongskraft oder der
795religiüse Sinn der Ågypter sie sich rorstellten. Die Wesen, welehe da-
796selbst neben dem Terstorhenen auftreten, simd keine menschlichen Wesen
797von Fleisch und Knochen, sondern es sind alle jene Götter und bizarren
798Schöpfungen, mit welehen die Ägypter das Land ihres ewigen Aufent-
799halts bevölkerten. Der Verstorbene selbst macht in der Amenthes Ver-
800wandlungen jeder Art doreh: er nimmt alle Formen an, die er will;
801andere Male ist er ein unrollkommenes Wesen, welches man wiederher-
802stellt, indem man ihm einen Mond und ein Herz verleiht. Angenschein-
803lich ist die Seene nicht unsere Erde. das Leben nicht jenes Dasein,
804welehes der Verstorbene eine Anzahl von Jahren gehalt hat: wir sind
805vielmehr in dem Lande der religiüsen Einbildung. Auch da werden ge-
806wisse Ceremonieen dem Verstorbenen zu Ehren vollzogen, nachlildlich
807velleicht jenen anf der Erde gefeierten: aber es geschicht durch die Ver-
808anittelung der Götter oder Dämonen. Während bei seiner Bestattung ein mit
809einem Schakalskopfe maskierter Priester seinen Sarg getragen hatte, wird
810es nun Innbis sein, der seine Momie mit seinen Armen umfängt und
811jene Worte spricht, welehe mehreren Theilen seines Kopfes einen gött-
812lichen Ursprung beilegen. Statt der einfachen Klageweiber werden jetzt
813Isis und Nephthys ihres Amtes walten; ebenso wird Ptah sein Sem-
814Priester sein und ihm den Mund öffhen „mit dem eisernen Griftel, mit
815welehem er den Mund der Götter üffnet».
816An diesen beiden innern Eigenthümlichkeiten onterscheidet man
817am besten, was zum Todtenbuche gehört und was nieht dazu gehört:
818der Verstorbene ist es, der redet und angeredet wird; sodann geht alles,
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81921
820worum es sich hamdelt, in der Amenthes vor inler bezicht sich wenig-
821stens daranf und muls nothwrendigerweise darauf zurückkommen. Wenn
822der Verstorbene zeitweilig daraus herrorgeht, so doch nor um bald mie-
823der in sie einzugehen. Dazu mufs man noch dio besondere Form nel-
824men, in welche diesc Texte sich einkleiden. Sie haben einen Titel, der
825entweder ein allgemeiner sein kann, wie er sich in dem Buche mehr-
826fach findet, oder cin besonderer, insofern er die Gelegenheit oder die
827U'mstände, umter denen diese Worte von dem Verstorbenen gesprochen
828werlen, und den Zweck, welchen sie erreiehen sollen, angiebt. Anf die-
829sen Titel folgen die Worte, welche dem Verstorbenen oder einer Gott-
830heit in den Mund gelegt werden: es schlielst sich ihnen manchmal eine
831Nachschrift an, wełehe entweder den Ort bezcielnet, wo diese Texte ein-
832geschrieben werden sollen, oder das Gute, welches dem sic Kenmenden
833daraus zu Theil werden soll. Dies sind nach Inhalt und Form die be-
834merkenswerthesten Ziige, an denen man die Texte des Todtenbnehs
835erkennt.
836Wenn das Todtenhuch statt ein Ganzes mit Anfang und Ende zu
837werden eine Sammlng olme Ordmung und Methode geblieben ist, so ent-
838spricht es darin der philosophischen und religiösen Lehre derer, welche
839es geschrieben haben. Wenn man die Religion des alten Agyptens stu-
840diert, so muls man immer einen beträchtlichen Theil berücksiehtigen,
841der darin vage und anbestimmt geblieben ist. Was giebt es z. B. Sehwie-
842rigeres, als die unterscheidenden Merkmale jeder einzelnen Ciottheit zu
843erkennen? Ich spreche selbstrerständlich nicht von ihrer änfsern Er-
844scheinung; aber welche Eigenschaften einer jeden finden sich nicht in
845einem melr oder weniger entwickelten Grade auch hei den übrigen?
846Ihre moralische Physiognomie hat keine vollkommen deutlichen mnd ent-
847schiedenen Umrisse. Älnlich verhält es sich mit dem Inhalte des Todten-
848kuehs. Es giebt weder ein System, noch gieht es bestimmnte Ileen über
849das Schicksal der Verstorbenen jenseits des Grabes. In andern Rehgionen
850haben die Scelen einen genan vorgeschriehenen Weg, so zu sagen: sie
851haben gewisse Verwandhngen oder gewisse Phasen dnrchzumachen, die
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852sich anf einander folgen und sie schliefslich zu einem bestimmten Ziele
853führen. Im Todtenbuche ist das Ziel ebenso unsicher wie der Weg, der
854zu rerfolgen ist. Kein Zwang, keine Nothwendigkeit in dem, was den
855Seelen widerfährt. Die rerschiedenen Zustände, welche beschrieben wer-
856den, sind nicht auf einander folgende Phasen, durch welche jeder hin-
857durch müfste; nieht das ist es, was jeder Seele nothwendig begegnen
858mufs, sondern was ilr begegnen kann, alle Lagen, in welchen sie sich
859befinden kann, alle Ziele, denen sie zustreben kann. So ist eines der
860wiehtigsten Vorrechte, welehes dem Verstorhenen gewährt werden kann,
861die Fähigkeit alle Gestalten anzunehmen, die er will; er kann ein Bennu,
862ein Lotus, ein Krokodil, ein Sperber werden. Aber nicht alle Verstor-
863henen machen von diesem Vorrechto Gebrauch und nichts verpflichtet
864sie dazu: auch zieht nicht eine Verwandlang eine andere nach sich; in
865dem Kapitel rom Lotus %. B. oder in dem rom Sperber wird keinerlei
866Andentung gegeben, dafs der Verstorbene die Gestalt eines Kranichs oder
867eines Krokodils angenommen hahe oder sie annehmen müsse.
868Eine andere sel wichtige Episode in dem jenseitigen Leben ist
869die Scene von Osiris und das Gericht. Ein oder zwcimal wird anf die-
870selbe angespielt, so im Schlufssatze des 1. Kapitels nach der ältern Re-
871daction umd im 132. Kapitel; aber wir wissen nicht, wann dieses Gericht
872stattfindet, noch ob alle V'erstorbenen es über sich ergehen lassen müs-
873senl; wir können selbst nicht einmal erkennen, welches bestimmte Er-
874gebnifs dasselbe für den Verstorbenen haben kann. Nirgends wird dies
875Gericht als eine nothwendige Bedingung zur Erlangung dieser oder jener
876Gnade erwähnt, und abgeschen von einigen Stellen, wo von der Wage
877gesprochen wird, ist es sonst überall nubekamt. Es erhellt, dafs, wo
878die Lehre so wenig fixiert ist, auch das Buch, welehes sie wiederspie-
879gelt, es nicht mehr sein kann. Da es alles umfafst, was den Verstorbe-
880nen begegnen kanu, und nichts die Auswahl bestimmt; da es keine erkem-
881bare Zeitfulge und namentlich kein Endziel darin giebt, so können auch
882die Kapitel, welche uns cinen oder mehrero dieser Zustände heschrei-
883ben, keine bestimmte Ordug baben. Wenn sie sich an einer Stelle
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884eher als an einer andern finden und wen dio Kapitel eine nothdürftige
885Reihenfolgu haben, so ist dlas mnehr Sache des Gebrauchs als der Lehre.
886Der Name, mit welchem die İgypter dieses Buch oder wenig-
887stens den grölsten Theil desselben vhne Zwcifel bozeichneten, ist das
888Buch vom os ivrler E SI Manı hat über
889den Sinn dieser drei Wörter viel gestritten; fast jeder İgyptologe hat
890seine vigene Erklärnng vorgetragen, olme dals eine sich des Beifalls al-
891ler Stimmen zu erfrenen gehabt hätte. Die Meinongen gehen über die
892Bedentung jedes dieser Würter anseinander, aber hauptsächlich über den
893Sin des V'erbs S und der Präposition . Wahrscheinlich hat die-
894ser Ausdruck fir die Igypter eine conventionale Bedeutung gehabt, wie
895es bei vielen zusammengesetzten dusdrücken, selbst in den nenern Spra-
896chen, der Fall ist, eine Bedeutung. welche uns rielleicht entgeht, weil
897wir den dusdruck immer zerlegen und jedes seiner Elemente bnehstäb-
898lich übersetzen, was uns auf den falsehen Weg führt. Man vergleiche
899nur andere zusammengesetzte Ansdrücke, wie z. B. oPi. des-
900sen eigentliche Bedeutung "funeräre Opfergaben" man nur ans dem De-
901terminativ e schliefsen kam; ebenso steht es mit 1 welches
902„Bücher" bezeiehnet, nnd noch viele ähnliche liefsen sich anführen. In
903dem Berliner Congresso habe ich eine Übersetzung vorgeschlagen, welche
904der DivÉRIAs am nächsten kommt: Ansgang aus dem Tage (sortir de
905jour); diese scheint mir der gewülnlichen Bedentung des Verbs und
906der Präposition am meisten gemäfs zu sein. Ubrigens beweisen rer-
907schiedene Stellen, dafs der Tag jemandes seine irdische Lebensdauer
908ist. Ans dem Tage oder aus scinem Tagu herausgehen, das heilst nicht
909eigentlich das Leben vorlassen und die Existonz für immer verlieren:
910Leben T' • giebt es anch noch jenseits des Grabes; es heilst nur von
911dieser besehränkten Daner des irdischen Lebens befreit sein, weder -l1-
912fang noch Ende mehr haben, ein Dascin ohne weitlich und rünmlch ge-
913steckte Grenzen führen: dahor wird der Ansdruck cuusgehen ans dem
914Tage" so hänfig durch die Worte ergänzt: cunter allen Formen, welche
915der Vorstorbene will". Kur%. ein von den Grenzen der Zeit und des
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916Raumes befreites Wesen werden, das verstehe ich unter "ansgelen aus
917dem Tage-. LIEBleIx hat gegen diese Erklärung eingewandt, dals sie
918in wrenige Würter, deren Sinn iln vollkommen klar und selr einfach
919erscheint, zu viele Ideen lege. Ich muls gestehen, dals mich das
920Stndimm des Todtenbuches zu einem entgegengesetzten Schlusse geführt
921hat. Ungenügend finde ich meine Übersetzung darin, dafs sie zu wenig
922besagt, sie bält sich zu sel ans Buchstäbliche. sie ist zu genau, mnd
923da sie eine Erklärung erfordert. so hat sie für mich einen durchans
924conventionalen Character. Die von mir gegebene Erklärnng; weit ent-
925fernt über den Inhalt des ägyptischen Ausdrucks hinauszugehen, fafst
926nicht einmal alles zusammen. was die Handlung oder den Zustand des
927ausmacht. Statt den Ausdrnck zu zerlegen und in
928seine Bestandtheile aufzulüsen. nehme man ihn als em Ganzes mit eier
929besonder, aller Waluscheinlichkeit nach billlichen Bedeutung; die wir
930nicht rerstelen. weil wir die Würter immer in ihrem eigentlichen Sinne
931auffassen: man prüfe alle Stellen, wo sich dieser Ausdruck findet. man
932studiere alle Ideen. welche er in sich schlielst. alle Bedingungen, welche
933er unterlegt. alle Eigenschaften, welche er dem Verstorbenen, anf den
934er Anwendung findet, beilegt. und man wird sich überzengen, dals noch
935keine Übersetzung die drei ügrptischen Wörter anf befriedigende Weise
936wiederzugeben rermocht hat. Wir haben in unserer Sprache das Wort
937noch nieht gefunden, welehes. wenn es dem ägyptischen Ansdrucke
938nicht genau entspricht, doch die meisten in dem per em hru enthaltenen
939Irleen wiedergiebt. Es ist weder Wiedergeburt. noch Wiedererschei-
940munge noch Auferstehung: und gleiehwohl liegt in jedem dieser Wör-
941ter etwas Richtiges und mehr als in den buchstäblichen Übersetzongen.
942welche die einen und die andern vorgeschlagen haben.
943Ein anderer, ziemlich bäufiger, allgemeiner Titel des Todtenbuchs
944ist mmllól4-das Kapitel der Verrollkommenung des ler-
945storbenen". Dieser Titel ist ron dem rorigen seiner Art nach verschie-
946dem: er giebt ein zu erreichendes Ziel an, nämlich dlie Vervollkommenung.
947Auch hier entspricht das Wort dem ägyptischen Begriffe schlecht. Ein
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948S lSi ist ein Verstorbener. dem die verschiedenen Götter. v
949welchen er erscheint, gewisse funlamentalo Eigenschaften und dam
950cin Anrecht anf verschiedene Vorzüge verleihen. besomlers auf de
951an den Opfergaben Theil zu haben, welche man den Göttern da
952bringt. So ist er 84mm , D "im Herzen des Ra". dl. l. ein Gegenstar
953sciner Liebe; 119 ° SOI"mäclitig vor Tum-.
954»grols vor Usiris" u.s.1. Das will nicht besagen. dals die so betitelt
955Kapitel nicht anch einen Theil des 5 bikdeten: die
956rianten des Kap. 15. B. II zeigen uns beide Titel neben einander: übe
957dies waren das nicht die einzigen Kapitel. welche dem
958nöthig waren, anch andere, wie 7S und 1251). waren ihm heilsam.
959Die Geschichte des Todtenbuchs bleibt noch zu schreiben.
960den Ürsprung des Buches zurückzngehen und seine anfängliche For
961wiederzufinden sowie zu bestimmen, wa jeder Theil auf den erst
962Stamm gepfropft worden ist, das sind Aufgaben, welehe sich nieht eh
963lüsen lassen, ils bis reiehhchere P'ublicationen besonders in Bezug a
964das Alte und Mittlere Reich gemacht worden simd. Gegenwärtig hab
965wir nor eine Schicht des Gebänles errichtet, indem wir das Todtenba
966jener grofsen Epoche wiederherstellten. in der die Macht und das Gü
967Agyptens ihren Gipfel erreicht hatten. Jetzt ist es leieht die V'erün
968rungen zu studieren, welche das Buch in den spätern Zeiten bis zu «l
969Griechen und Rümeru herab erfahren hat. Was uns noch grofsenthe
970fehlt, das sind die Entwickelungsphasen des Buches bis zu der Zeit.
971wir es aufgenommen haben. Indefs können wir anch für jene Epoc
972einige allgemeine Thatsachen erkennen.
973Das Todtenbuch mufs zu den Büchern gehört haben. welehe C
974mens Alexandrinus die hermetischen nemnt. und deren Abfasung
975Sage dem Gotte Thoth selbst beilegte. Abgeschen von dem Charaet
976diese» Buehes selbst als eines heiligen, ergiebt sieh seme Eigenschaft
977hermetisches Buch darans, dafs in den Kapiteln mit historischer Nac
9781) Vergl. die Beschreibung von Il.
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97926
980schrift (30B, 64, 137B, 148) als der Ort, wo das Buch entdeckt wor-
981den ist, bestündigEo ooder mofo, d. i beides Hermopolis, be-
982zeichnet wird; und der Text fügt linzu, dafs das Buch von der Hand
983des Gottes selbst, unter dessen Füfsen es gefunden wurde, geschrieben
984war. Dadureh soll augenscheinlich dem Thoth die Abfassung des Buches
985beigelegt werden. Die besondere Categorie von hermetischen Büchern,
986zu der es gehörte, wird die des Propheten gewesen sein, wie LEPSITS
987sagt; sie umfafst jene. .welche die hieratischen oder Priesterbüeher
988hiefsen, von den Gesetzen und von den Güttern handelten, d. h. von der
989höchsten theologischen Bildung')".
990Mufs man, meil dieses oder jenes Kapitel in Hermopolis gefunden
991sein soll, anch dort den Ursprung des Todtenbuchs suchen? Ohne Zwei-
992fel nicht. Diese Angabe ist zum Texte hinzugefügt, um den heiligen
993Character des Buches hervorzuhehen, ebenso wie die Erwähnung der
994Künige des Alten Reiches dem Werke ein hohes Alterthum zuerkennen
995soll. Der Ort, dem das Todtenbneh oder wenigstens die Grondkapitel
996desselben entstmmmen. ist die Stadt, welche als die älteste ägyptische be-
997trachtet wurde und welche eigentlich die religiüse Hauptstadt war, He-
998liopolis, und die Lehre, welche es enthült, ist die der Priester von On.
999Davon wird man sich leicht überzengen, wenn man die hervor-
1000ragende Stelle betrachtet, welche Heliopolis im ganzen Todtenbuche
1001einnimmt. Fast kein Kapitel von irgend weleher Bedeutung unterläfst
1002es diese Stadt zu erwähnen. Sehon im 1. Hapitel wird von dem Tage
1003gesprochen, wo man die Worte in der großsen Halle des Tempels von
1004On prüft. Im 17. Mapitel ist es der Gott Ium selbst, der Gott von Helio-
1005polis, welcher das Wort ergreift; On wird mehrfach genannt und 2. 18
1006findet man auf der Leinewand Thotmes IIl diese merkwürdige Variante:
1007„ich gehe alltäglich nach On, meiner
1008Stadt". Eben dahin führtuns auch der Schlufs des Kapitels. lm
1009") LEPsIrs, Chronologie I. p. 15.
10102) Vergl. auch Z. 5T.
p. 39
101118. Kapitel wird zuerst On aufgeführt, und dort feiert man das Fest der
1012V'ernichtung der Feinde des Neberter. Es würde zu weit führen. wollten
1013wir alle Beispiele, in denen Heliopolis rorkommt, herzälilen. Von dort
1014erscheint der Bennu und dort wird das Gericht abgehalten. Wemn der
1015Verstorbene aus der Halle der beiden (ierechtigkeiten herrorgeht. so be-
1016findet er sich, wieunxdie V'ariunten der Küngsgräber lehren, in t Gs•
1017welches der Tempel von Heliopolis ist. Man darf jedoch den geographi-
1018schen Namen nicht buchstäblich nehmen. Menn der Verstorhene ron On
1019spricht, so hat er nicht die irdische Stadt im Ange, in der er bei Leb-
1020zeiten rielleicht niemals gewesen ist, sondern cin erdichtetes On. welches
1021er sich in der andern Welt vorstellt. Es verhält sich mit On ahnlich
1022wie mit Jerusalem in den Schriften der Hebräer. Pür diese giebt es ein
1023himmlisches Jerusalem, nachı dem Vorbilde der irdischen Stadt, aber mit
1024allem Glanze der idealen Welt ansgestattet. in welcher es sich betindet.
1025Der Ägypter pflegte On als das Sanctuarium par eæcellence zu betrachten:
1026er kamnte es als die Wohmung des mächtigsten der kosmischen Götter.
1027Tum Ra: er gab dort ein zablreiches und wichtiges Priestercollegium,
1028das Sanctuarium rührte aus hohem Alterthom her: Ra sellst sollte an-
1029geblich dort geherrscht haben und wenn man sich die Wolmong des
1030Tum in der zukünftigen Welt vorstellte, so gab man ihr ganz natürlieher-
1031weise den Namen On. Anch ist diese Örtlichkeit der Mittelpunct des
1032gesammten mythologischen Lebens und der ganzen Thätigkeit der los-
1033mischen Gütter; und es begreift sich, dals eine solche Tradition nur ron
1034Heliopolis ausgehen konnte, von der Stadt selbst, welche sich in der jen-
1035seitigen Welt eine so berorzugte Stelle sicherte.
1036On ist im Todtenbuche das eigentliche Sanctuarium. die walre
1037Residenz des Gottes Tum Ra, des Richters Usiris, der nemn kosmischen
1038Götter. Dorthin strebt der Verstorbene zu gelangen (lap. 53): es ist
1039mit einem Worte die Hauptstadt des mythologischen Landes oder der
1040mythologischen Welt. Denn es giebt eine Ceographie des Todtenbnels.
1041Man findet Namen darin, welehe sich nur ant die himmlischen Gegenden
1042beziehen nnd keinen Örtlichkeiten in dem wirklichen Ägypten entsprechen:
10431*
p. 40
1044aber es giebt anch einige wenige Namen, welche uns wohlbekannte
1045und bestimmte Ürtlichkeiten des Landes bezeichnen, deren Sinn aber ein
1046durchans versehiedener ist, wenn es sich um die andere Welt handelt.
1047Einige dieser Ürtlichkeiten sind zu Orientierungspuncten geworden, da
1048man sie an eine bestimmte Stelle des Himmels setzte. Wir berühren da
1049eine noch nicht behandelte Frage, einen jener noch zn erforsehenden
1050Punete, deren es im Todtenbuche viele giebt. Was bedenten die geogra-
1051phischen Namen wie fI& OBeo IDo Ich kan
1052diese Untersuchung hier selbstrerständlich nieht unternehmen, da sie
1053mehr Raum in lospruch nimmt, als ich ihr zugestehen kann: ich glaube
1054jedoch behaupten zu künnen, dals diese Worte in sehr vielen Fallen ne-
1055ben der eigentlich geographischen Bedeutung eine mythologische haben.
1056Diese beiden Bedeutungen hatten ohne Zweifel einen Berührungspunct: in
1057der ügyptischen Stadt gab es rermuthlich eine Ceremonie oder einen
1058heiligen Gegenstand, der ihn mit der mythologisehen Örtlichkeit rer-
1059kmiptte: dabei branchte die Lage der irdischen Stadt mit der, welche
1060ihr in den himmlischen Regionen angewiesen wurde, nicht nothwendiger-
1061weise übereinznstimmen. Is Beispiel füthre ich fipo an, die Haupt-
1062stadt des 9. unterägyptischen Nomos, welehe in der kegel für die Stadt
1063Busiris gehalten wird. In den meisten Stellen des Todtenbuches, wo
1064dieser Name rorkommt, stellt er eine Örtlichkeit oder eine Gegend dar,
1065welehe angenscheinlich im östlichen Himmel gelegen ist, so dals man sie
1066selbst als das Sinnbild dieser Himmelsrichtung betrachten kann. Im
1067Kap. 16.1 ist I das Symbol der aufgehenden Sonne, im Kap. 100, 1
1068steht fiße im Parallelismus mit fla: dort soll der l'erstorbene
1069empfangen und geboren werden (Kap. 1), dort den Hauch des Lebens
1070bekommen (Nap. 57), demn wie es der Titel zu Kap. 182 mus lehrt, sind
10711144- und →f" zwei zusammengehörige dete; dort soll das
1072Umgraben vorgenommen werden (Kap. 18), die erște der landwirthschaft-
1073lichen Arbeiten, welche als im Osten stattfindend gedacht wird. Und
1074noch andere Beweise liefsen sich dafür beibringen. Daraus ersieht man,
1075die mythologische Bedeutung eines Ortsnamens besagen will, sie
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1076kann sich sehr weit von der ursprünglichen Bedentung er
1077Orientierung in beiden Fällen nicht immer die nämliche
1078polis ist Busiris nieht östlich, sondern vielmeh nörtlich
1079Das Todtenbueh ist aus Heliopolis herrorgegange
1080besonders die Lehre der Priester dieser Stadt wieder: es 1
1081nieht behaupten, dais nieht einige Kapitel auch einen a
1082haben. Es würde %. B. mich nieht überrasehen. wemn d
1083welches nur in einem memphitischen Papyrus rorkommt
1084in Memphis verfafst wäre. Ich müchte es deshalb glau
1085in den ersten Zeilen dieses Kapitels eine Hauptrolle sp
1086das nur eme Wutlmalsung, denn selbst in diesem Kapi
1087Gütter von On wiederholt vor. Dagegen künnen wir de
1088mGalrifT fust mit Bestimntheit einen
1089. sprung zuschreiben, es kommt nur in zwei Papyren ror
1090und Brocklehnrst I1, d.z). Der Verstorbene wendet sich
1091an eine grofse Zall von Gottheiten und fängt mit denen
1092ришии
1093an, camn neunt er
1094ben und Ammon". Es ist das einzige Mal im Todtenbu
1095Gottheiten genannt werden und dafs der Name Thebens
1096und zwar in beiden Exemplaren. Eins derselben (C'c) er»
1097andere Localgottheit, E →"ÅDo„Sebek von Schet",
1098ausgelassen ist. Man könnte daher in diesem Kapitel mit
1099scheinliehkeit eine von Theben ausgegangene Interpolation
1100im Vergleich zu dem übrigen Buche ziemlich späten Crapi
1101Was nämlich bei der Bestimmung des Zeitalters des Todt
1102sächlich ins Gewieht fällt, das ist der Umstand, dals der
1103so trie alles auf seinen Cnlt Bezügliche und alle Ürtlichk
1104rerehit wurde, darin vollständig fehlen. Wäbrend wir
1105antrefien, finden wir die Hauptgottheit Thebens nirgends.
11061) Die Örtlichkeit, welche den Westen bezeichnet, sch
1107tlernen, da die
1108st. on lelo-
1109gelegen.')
1110i und spiegelt
1111ilst sich jedoch
1112ıdern Crsprung
1113Is 172. Kapitel,
1114(Londun 9900),
1115sen, weil Ptah
1116elt. Indels ist
1117el kommen die
1118m 171. Aipitel
1119hebaschen Cr-
1120(Bulay 21. (c
1121nach emnander
1122von Heliopolis
1123ithu ron The-
1124che. dals diese
1125rorkommnt.
1126ihnt noch eine
1127lie indels in .le
1128grolser Wahr-
1129annelmen, de
1130ungs sem muls.
1131embuchs baupt-
1132Name Ammons
1133eiten. worin er
113473 cinmal
1135Jeresfalls war
1136cint mir Aydos
p. 42
113730
1138die Rolle Ammons in dem ägyptischen Pantheon eine bedentende, und
1139Theben, seine Residenz, _ohne Zweifel eine viel wichtigere Stadt, als
1140die meisten andern der im Todtenbnche genannten. Wenn die Gütter
1141und Tempel dieser Stadt mit Stillsehweigen übergangen werden, so ist
1142das sicherlich deshalb geschehen, weil die Abfassung des Bnches in eine
1143frühere Zeit zurüekgeht als der Cult des Ammon. und dals man später
1144in dem W'nusche, dem Werke seine archaische Farbe zu erhalten, An-
1145stand genommen hat, in dasselbe Dinge znznlassen, welche diesen Cha-
1146racter geändert bätten. Denn wem man die Texte rergleicht, welche
1147die thebaischen Priester in den Grübern der Künige einmeilseln liefsen,
1148so kann man nicht eben zugeben, dafs die Lehre der heiden Städte
1149Theben ond Nemphis nieht in Einklang gewesen wäre. Wir haben also
1150in Kap. 171 eine sehr seltene Ausnahme festgestellt. Angenscheinlich
1151herrschte der Cult des Ammon zu der Zeit. wo dieses Mapitel geschrie-
1152ben wurde, und da es anfserdem Sebek ron Sehet erwähnt, eine der
1153Lieblingsgottheiten der Amenemha und Sebekhotep, so kanm man sicher
1154sein, dals es jünger ist als die Slll. Dynastie.
1155Ein inderer Beweis für das hohe Alter des Todtenbuches ist die
1156Erwähnung mehrerer Künge: von zwei Kapiteln soll das eine (Map. 130)
1157nach dem Imriner Papyros unter der Regierung des Csaphaïs der
1158I. Dynastie, das andere (Kap. 67) nnter der des Mycerinus der IV. Dr-
1159uastie anfgefunden worden sein. Aber in dieser Beziehung stimmt die
1160alte Tradition mit der der Saiten nicht überein. Anch mofs man sich
1161natürlich fragen, ob die Naehrichten. welche die Vachschriften dieser
1162Napitel hefern, für anthentisch zu halten sind. Was unsern Glanben
1163daran erschüttern kamn, ist gerade die Cneinigkeit zwischen den beiden
1164Epochen, und dals man bei der Rerision des Werkes nuter den Saiten
1165die ältere Tradition willkürlich geändert hat. Dafür kömen wir aber
1166hei emem Kapitel eine Tradition feststellen, welehe sich von der NI. Dy-
1167nastie bis in die NNI. erhalten bat.
1168Der Inriner Paprrns schreibt dem Usaphaïs das 130. Kapitel zu
1169und dem Mycerinns das 6t. mit dem daranf folgenden rom Herzen, wel-
p. 43
1170ches wir 30B genamnt haben. In der thebaischen Epoche enth
1171130. Kapitel keine Nachschrift mit einem Königsschilde. die Crhebe
1172des Usaphaïs scheint also eine spütere Erfindung zu sein, doch
1173sich die beiden Künigsnamen anderswo wieder. Auch die Verschi
1174von 6łund 30B scheint neuern Datums zu sein, demn in de
1175Texten sind sie nicht vereinigt: am bäufigsten wird 30B mit c
1176chostasie zusammengestellt, zu der es gehört. Auf 30B findrt di
1177schrift mit dem Namen des Mycerinos Anwendung, wie wir at
1178Papprus in Parma erschen. Seltsamerweise fndlet | sich diesclbe
1179schrift in den beiden thebaisehen Papyren Pe und le über de
1180chostasie, aber ohne Kap. 3OB, welches sie scheinbar ersetzt; in
1181beiden Texten ist sie zu Kap. 148 hinzugefügt und an dieser Stel
1182ich sie in dieser Anxgabe wiedergegeben (I. 167). Im Papyrus
1183das 6t. Kapitel zwei Recensionen von ungleicher Länge: die kür
1184der in C'u selr ähnlich, welehe aus der Regierung des Usaphaïs
1185ist. Wenn wir auf den Sarg der Königin Menthuhotip der Il. Dri
1186zurückgehen. wo sich Kap. Gt gleichfalls zweimal findet, so seh
1187dals es schon dort einmal dem Usaphaïs zugeschrieben wird; unr
1188wir bis in die TNI. Dynastie herabsteigen, im Papyrus der Neter
1189einem gleiehzeitigen Texte in Lerden, immer wird Usaphais g
1190Angesichts einer so beständigen und so alten Tradition können wi
1191behaupten, dafs wenigstens gewisse Theile des Turltenbuchs auf
1192sten Zeiten der ägyptischen Monarchie zurückgehen, mnd wemn w
1193die oben erwähnte Thatsache halten, dals alles auf den Cult des
1194Bezügliche in demselben fehlt, so können wir dreist schliefsen, d
1195Buch ilter als die Nl. Dynastie ist. Es rerdient Beachtung, d
1196Könige L'saphais und Mycerinus, die doch Memphiten gewesen sei
1197sen, nur in den thebaischen Papyren erwähnt werden. Die
1198memphitische Urkunde, welche wir besitzen, der Papprus .lu. nen
1199nen der beiden Künige. Und demnoch datiert er em hapitel. wel
12001) Goonwix. Zeitschrift 1866 p. »3.
1201ilt 1as
1202Ischatt
1203-
1204-
1205-
1206-
1207-
p. 44
120832
1209allein in diexem Umfange überliefert, 137A. Die Nachschrift desselben.
1210ganz älnlich der zu 148 oder 30B, hesagt, dals der künigliche Sohn Hor-
1211tetef das Buch, ron der Hand des Gottes geschrieben, in einem gehei-
1212men Kasten aufgefunden babe, als er die Tempel ron Unter- und Ober-
1213Ågypten inspicierte. Nun wissen wir aus andern Texten. dafs Hortetef
1214der Sohn des Mrcerinus war; demnach würde also die Entdeckung des
1215Buches unter die Regierung dieser Fürsten rerlegt werden.
1216Wie wir oben bemerkt haben, können wil das Todtenbuch des
1217Alten und Mittlern Reiehes noch nicht wiederherstellen; aber wir dürfen
1218behaupten, dafs, mit alleiniger Ausnahme der erwähnten Sarginsebrift
1219der Künigin Menthuhotep. alle mns bekannten Urkunden dieser früben
1220Epochen in Hieroglyphen und nicht hieratisch geschrieben sind. Die
1221Sarkophagt des Alten Reiches, die uns erhalten sind'), die der XI. Dr-
1222nastie, wie des Amam im Britischen Nusemm oder des Intef im Berliner
1223Nusenm?), das Grab der Fönigin JOd: welches ich in Dèr-el-balri co-
1224piert habe, alle stellen den nämlichen Schriftstil dar wie das Grab des
1225Amenenha der IVIII. Drnastie uder die vou uns benutzten Papyri, d. h.
1226eine Mittelschrift zwischen den beiden Stilen. eine abgekürzte Hierogly-
1227phenschrift, in welcher gewisse Zeichen fast die hieratische Form haben,
1228mrährend andere erkennbare Bilder geblieben sind. Nicht als ob die hie-
1229ratische Schrift nicht existiert hätte, die wir doch in den alten Berliner
1230Paprren und im Papyrus Prisse finden, sondern man hat sie für fune-
1231räre Texte nicht angenommen und sich an die mehr oder weniger gut
1232gezeiehneten Hieroglyphen gehalten. Diese zweifellose Thatsache wider-
1233strebt der oben angeführten Meinung E. DE RorGé's. Nicht im Hierati-
1234schen haben wir den ältesten Text des Todtenbuches, sondern im Ge-
1235gentheile ist der hieroglrphische Text der ltere, den man beibehalten
1236hat, obgleich für andere Bücher die hieratische Schrift angewandt wurde.
1237Dieser ausschlielsliche Gebranclı des Hieroglrphischen in den fune-
12381) LEP»I», Denkmäler II. 99.
12393) LersIl's. Denkmäler II. 145.
p. 45
1240:33
1241-
1242rüren Texten scheint mir einen doppelten Grund gehabt zu haben. Zu-
1243vürderst ist diese Schrift die ältere. die sorgfiltigere und deshalb die für
1244heilige Texte, welche mehr respectiert wurden als die übrigen, geeigne-
1245tere. Da die hieroglyphische Schrift stattlicher ist, so kounte man durch
1246dieselbe gowissermalsen die Werthschätzung des Buches ausdrücken,
1247ahnlich etwa wie wir gewisce Namen nnd Würter durch grofie An-
1248fangsbuehstaben anszeichnen. Sodann glaube ich, dals die Texte des
1249Todtenbuchs ursprünglich entweder auf die Wände des Grabes, wie die
1250Pyramidentexte, oder hänfiger noch anf die Sarkophage gemeifelt oder
1251gemalt wurden. Mir ist es wahrscheinlich, dals man zum Papyrus seine
1252Zuflncht genommen hat, um die Sargmalereien zu ersetzen, vielleicht
1253auch um sie zu rervollständigen, wenn man dem Verstorhenen eine rei-
1254chere Auswahl von Texten mitgeben wollte, als sich anf dem beschränk-
1255ten Raume der Seiten seines Sarkophags anbringen liefs. Eine solche
1256Überlieferung mufste rasch verloren gehen, aber sie würde erklären,
1257warmn man für die Leichenpaprri die monnmentale Schrift beibehalten
1258hat. Diese Schrift ist weit entfernt rollkommen zu sein, man bemerkt
1259das Bestreben sie zn vereinfachen nnd so die Reproduetion der Texte
1260rascher und mit weniger Kosten zu beschaffen: aber sie mulste dabei
1261monumentale Schrift bleihen, d. h. ilren Character als Zeichnung nnd
1262bis zu einem gewissen Grade ihren ornamentalen Zweck bewahren.
1263Wenn man dieser dem Todtenbuch eigenen Mittelschrift einen Namen
1264geben wollte und wenn man mit einer seit CHAMPOLLOs bestehenden
1265Tradition brechen könnte, so müfste man sie wohl die hieratische
1266nennen, da sie nur für heilige Texte Anwendung gefunden hat, meh
1267als die andere, welche schliefslich doch nur eine Cursivschrift ist.
1268Dieser Schriftstil, den ich fortfahren werde hicroglyphisch zu nen-
1269nenl, hat bis ans Ende der AN. Dynastie und bis in den Anfang der
1270XXI. Dynastie gedanert. Die Veränderungen, welehe er erlitten hat, ha-
1271ben seltsamerweise einen entgegengesetzten Gang gehabt als man erwar-
1272ten sollte, dl. h. statt mit der NIN. und NX. Dyuastie mehr und mehr
1273cursir zu werden, nähert sich die Schrift im Gegentheile mehr und mehr
p. 46
1274der reinen Hieroglyphe. Der Unterschied ist zwischen mehreren der von
1275uns zu dieser Ausgabe benutzten Papyri sehr merklich. Man nehme
1276z. B. das 1. Kapitel des Papyrus Ag, der mitten aus der XIX. Dynastie
1277ist, und vergleiche es mit einem beliebigen Stücke aus da, Po oder C'c,
1278die ans der XVIII. Dynastie sind, und man wird sich überzeugen, wie
1279viel vollendeter die Zeichen in Ay simd. So unterscheidet dieser Text
1280sorgfültig den Horussperber Dd ron der Sehwalbe S, während in den
1281andern drei Texten derselbe anvollkommene Vogel alle beide bezeichnet.
1282Dieser Unterschied findet sich auch in Bu aus dem Ende der XIX. Dy-
1283nastie wieder: der Sperher ist immer mit Sorgfalt gezeichnet, aber in
1284der Regel folgt ihm ein rein hieratisches Zeichen T (Kap. 1B, 7.14).
1285In dieser Epoche hemerkt man wohl, dals es neben der heiligen Schrift
1286eine cursive galı, denn wenn der Schreiber ein Zeichen ausgelassen hat
1287oder es sehr klein machen will, so wendet er manchmal die bieratische
1288Form an (Kap. 1B, %. 13, Kap. 44, Z. 14). Man könnte viele Beispiele
1289anführen und an einzelnen Characteren, wie dem Widder, der Gans und
1290mehreren stehenden Männern zeigen, wie grofs der Unterschied zwischen
1291den Papyren aus dem Ende der thebaischen Epoche und denen aus ihrem
1292Anfange ist: am auffallendsten ist er in Bd (lap. 168B). Hier hat sellst
1293das seine richtige Form, das Schilfblatt f ist vollständig. es sind
1294Hieroglyphen in ihrer ganzen Vollkommenheit.
1295Wir haben bereits oben die Gründe dargelegt, welche uns ge-
1296nüthigt haben auf eine Sammlung der Texte des Alten und Mittlern
1297Reiches zu rerzichten und uns anf die der thebaischen Epoche zu be-
1298selnänken. Da wir uns in diesen Grenzen hielten, so durtto unsere Aus-
1299gabe nur hieroglyphische Texte nmfassen; dem wir kennen keine fune-
1300rären Leichenpapyri, welche aus der Zeit der YVIII. Dynastie stammten.
1301In dlieser Epoche ist das Hieratische für das Todtenbuch nicht im Ge-
1302brauch gewesen; sonst würden uns hüchst wahrscheinlich etliche Über-
1303bleibsel erhalten geblicken sein. Um das Hieratische zu finden, mufs
1304man in die NX. und XXI. Dynastie herabgehen. Dadurch war unsere
1305untere Grenze vorgezeichnet. Unseru Ausgabe liegt vor der allgemeinen
p. 47
130633
1307Annalıme der hieratischen Schrift. Das Hieroglyphischo triftt man nach
1308jener Zeit nur noch ansnalmswoiso an und erst unter den Saïten sollte
1309es wiedererscheinen.
1310Wen man die Papyri der spätthebaischen Epoche. wie ich sie
1311nemnen will, prüft, so erkennt man mit Sicherheit, dafs das Verständnifs
1312der Hieroglyphen verloren gegangen war. Schon früher komte man, wie
1313sich unten zeigen wird, bei den Schreibern Nachlässigkeit in der Weise,
1314sie sich ihrer Anfgabe entledigten, bemerken: es mochte hier und
1315dort ein U'nwissender unter den Copisten sein, der gröfsere Theil der
1316Texte ist jedoch von Männern geschrieben, die den Sim verstanden.
1317Unter der XX. und XNI. Dynastie verlor sich ddies Verständnifs. Der
1318Verfall bemächtigte sich des ganzen Reiches und mufste bald zur Amar-
1319chie führen. In dieser Zeit, als man die Grüber plünderte und als es
1320sogar orgamsierte Banden gab, lie sich auf diese Weise hereicherten. war
1321die Ehrfucht vor dem Heiligen stark erschüttert. Viele alte Gewoln-
1322heiten mulsten verloren gehen und in Sonderheit die. fineräre Teste in
1323einer Schrift zu schreiben, welche man nicht mehr verstand und welehe
1324zu lernen man für uütz hielt. In dieser Zeit sind diese änfserlich so
1325schönen Pappri gesehrieben, die in Hinsicht des Textes nichts tangen.
1326Die Schreiber wnfsten nicht mehr, an welcher Seite sie anfangen sollten
1327oder nach welcher Richtung sie schreiben mulsten, und daraus sind jene
1328grofsentheils verkehrt geschriebenen Trkunden entstanden, wie der Pa-
1329Pyrus der Künigin detemt und der der Königin Honttaui (Bulag No. 22).
1330oder solehe, die es ginz und gar sind, wie der der Süngerin des Ammon
1331-E44,9, ZTD (Leyden 111). Ein Schreiber, der anch nur m-
1332vollkommen verstand was er ror Augen hatte, würde cinen Text nicht
1333auf diese Weise copiert haben. Diesen Irrthum könnte man in früherer
1334Zeit, wenn er sich ansnahmsweise und in beschränktem Umfange zeigt.
1335duch Nachlässigkeit erklären, er muls aber der Unwissenheit beigemessen
1336werden, wem er sich auf ganze Urkunlen erstreckt.
1337Damn erscheinen die hieratisehen Pappri, welche die hieroglyphi-
1338schen bald ganz verdrängen. Die vorsaitischen Papyri in hicratischer Schrift
13395*
p. 48
134036
1341bilden eine sehr beachtenswerthe Gattung, und ihr noch nicht begonnenes
1342Studium würde sich sachgemäfs an diese thebaische Ausgabe anschliefsen
1343müssen. Der Text der ersten hieratischen Papyri, d. h. der anf die XX.
1344Dynastie folgende, steht dem thebaischen Texte viel näher als dem saï-
1345tischen; er mufs mit dem erstern verglichen werden und nicht mit dem
1346andern. Man sieht, dafs die saïtische Revision noch nicht stattgefunden
1347hat, folglichı auch die Reihenfolge der Kapitel noch nicht festgestellt ist,
1348ml, so viel ich weifs, waren auch die vier letzten Kapitel des Tmriner
1349Tudtenbuchs in den Codex noch nicht aufgenommen. Die Zahl dieser
1350Papyri ist sehr grofs und fast jedes Musenm von irgend weleher Beden-
1351tung hat deren einen oder mehrere, welche üfters mit einer Adoration
1352des Ra Tum oder Harmachis beginnen ond für irgend eine Sängerin des
1353Ammon geschricben sind. Es giebt solche in Turin, in Bologna, in Ber-
1354Iin, in der Sammlung Belmore und mehrere im Lourre: cine anfmerksame
1355Nachforschung würle rermuthlich noch viele andere entdecken. Manche
1356dieser Urkunden lassen sich genau datiren. So findet sich in Theben das
1357Grab cines Nannes mamens A4^6* A. der unter Ramses IX. lebte").
1358Seine Mutter hiets Ao f wu à, der Papyrus derselben befindet sich
1359zu einem Theile im Louvre und zum andern in einer Privatsammlong.
1360Sein Sohn hiek 2 1ß!1f mm • › der Papyrus desselben ist im
1361Turiner Musenm. Der großse Fund von Der-el-babri hat uns nicht nur nene
1362Urkunden geliefert, wie die Papyri in Bulaq, den Papyrus Brocklehurst I
1363und den des Pinetem, der dem Oberst CAMPBELL gehört; er gestattet
1364uns auch, Papyren, die lange bekannt simd und irgend cinem Gliede der
1365zahlreichen Familie der Priesterkünige gehören, ihren richtigen Platz und
1366ilre Zeit anzuweisen. In dieser Hinsicht würde die bieratische Ausgabe
1367des Todtenbuchs der unsrigen überlegen sein: die Daticrungen würden
1368genaner sei. Ieh will beiläutig bemerken, dafs man in diesen Texten
1369cine fast regelmälsige Variante für den Namen des Gottes Tu j d
1370firlet, nälich 4 B 2oder 1 B i 2). Dieses merkwürdige Wort ist
13711) CHAMPOLLION, Notices I, 560.
13722) SCHIArARELLI, Sentimento religioso degli antichi Egiziani, p. 65.
p. 49
1373weit cutfernt, den späten Texten cigenthümlich zu sein, viehnehr gehört
1374es den ersten hieratisehen an. Die bedeutendste Urkunle dieser Epoche,
1375welche ich kenne, ist die als Papyrns de Luynes bekannte, welche zwischen
1376dem Louvre and der Bibliothèque nationale zu Paris getheilt ist. Ich
1377glaube nicht, dafs für diese Zeit eine wichtigere vorhanden ist, und es
1378ist bedauerlich, dafs nicht diese cher als manche nenere hieratische Texte
1379veröffentlicht wordlen ist. Auch dieser Papyrus hat die eben erwähnte
1380Variante 4 8
1381Später hat die Codification des Todtenbnches stattgefnnden, waln-
1382scheinlich unter den Saïten: damals hat man dic vior letzten Kapitel
1383linzugefügt, welche mehrere seltsame und fremdartige Würter enthalten.
1384Damals wurde die Reihenfolge und der Text festgestellt; die Papyri
1385sind in der Länge immer noch sehr verschieden, aber die Aufeinander-
1386folge der Kapitel ist mit wenigen Ausnahmen diesclbe wio im Turiner
1387Papyrus. Die Varianten sind viel weniger wichtig und bestehen haupt-
1388süchlich in Berichtigungen von brthümern und in orthographischen Ver-
1389schiedenheiten. Die ptolemäischen Texte unterscheiden sich wenig von
1390den saitischen; es ist oft schwer, die Papyri der späten Epoche, an denen
1391die Sammlungen so reieh sind, zu datieren. Sie sind hieroglyphisch oder
1392hieratisch: vermuthlich waren die, welche den ersten Schriftstil wählten,
1393Liebhaber des Archaistischen, indem sie ihrem Papyrus einen alterthüm-
1394lichen Character verleihen wollten.
1395Somit umterscheiden wir im Texte des Todtenbuchs vier Phasen,
1396welche vier Perioden seiner Geschichte entsprechen:
13971. Der Text des Alten und Mittlern Reiches, der erst unroll-
1398kommen bekannt ist und dessen Sammlung noch zu machen bleibt:
1399er ist in der Regel hieroglyphisch geschrieben.
1400?. Der thebaische Text der XVIII. bis Ll. Dynastic, in Hiero-
1401glyphen geschricben.
14023. Der hieratische Text nach der XV. Dynastie, dessen Re-
1403daction dem thebaischen Terte nahesteht und noch keme feste Reihen-
1404fulge der Kapitel hat.
p. 50
140538
14064. Der saïtische und ptolemäische Text, welcher eine Codi-
1407fication mit fester Reihenfolge der Kapitel erfahren hat und hierogly-
1408phisch oder hieratisch geschrieben sein kann,
1409Ehe wir zur Beschreibung der einzelnen Paprri übergehen, wel-
1410che für diese Ausgabe benutzt worden sind, bleiben uns einige Worte
1411über die Art und Weise zu sagen, in welcher die Papyri geschrieben
1412wrurden.
1413Nach der uns erhaltenen Anzahl zu mrtheilen. waren die fonerä-
1414ren Papyri cin sehr gesuchter Gegenstand: ciner bedentenden Nachfrage
1415mufste ein eben solches Angebot entsprechen, u so melr als sie gut
1416bezahlt werden mufsten. Es war eine Industrie, welche ihre Arheiter
1417hatte und in der die Theilung der Arbeit üblich gewesen zu sein scheint.
1418Die Prüfung der verschiedenen Papyri zeigt, dafs der mit der Zeiehnung
1419und Ausmalung der Vignette beauftragte Maler nicht immer derselbe war
1420wie der Schreiber, welcher den Text abschrieb. In dieser Beziehung
1421können wir über die von uns untersnchten Pappri die folgenden Beob-
1422achtungen machen.
1423Der eigentliche Leiehenpapyrus, welcher der gesnchteste und wahr-
1424scheinlich anch der thenerste war, ist der ganz und gar für eine be-
1425stimmte Persönlichkeit angefertigte, ron welchem nichts in rorans ge-
1426macht wurde. Ein gutes Beispiel dieser Art ist da (London 9900).
1427Der Schreiber hat die Zahl der Kapitel, welehe er anfnehmen sollte, be-
1428rechnet, aber er macht alles nach Mafsgabe; Text und Vignetten gehen
1429zusammen. Manchmal, wenn ex ihm palst das angefangene Kapitel mit
1430einer Columne abzuschlielsen, dehnt er die Titel und Eigenschaften des
1431V'erstorbenen mehr als gewöhnlich, aher die V'erhältnisse werden immer
1432wohl gewahrt; eine Vignette greift nicht über das näclste Kapitel über,
1433noch veranlalst sie dessen Umstellung. Man erkenut anch an der Fül-
1434rung der Feder, an dem coup de crayon, dafs cine und dieselbe Hand
1435Text und Darstellungen gemacht hat. Dieses Verfahren hat zur Folge,
1436dafs die Vignetten weniger zahhreich sind, wie es in C'a der Fall ist, und
1437dafs sie in einem so grofsen Papyras wie Aa nicht farbig sind.
p. 51
1438Eine andere Gattung ron Papyren zeigt uns Vignetten, dio in
1439voraus gezeichnet worden sind, wührend der Text nachträglich hinzugefügt
1440wurde. Das sind die mit den schönen Abbikdmgen, welche in der Regel
1441ausgemalt sind, oft mit grofer sorgfalt, sodals sie ein Kunstwerk bilden.
1442Uns sind vicle Urkunden bekant, in denen der Test erst nach den Vignet-
1443ten hinzugefügt ist. Man erkennt sie leicht daran, dals die Vignetten nicht
1444den dem Kapitel, zu dlessen Illustration sie dienen sollen, entsprechenden
1445Platz einnelmen; manchmal haben sie mit dem begleitenden Texte gar
1446nichts zu thun umd sind durchaus nieht für denselben bestimmt. In sol-
1447chen Papyren simddie beiden Bestandtheile des Buches oftmals ron schr
1448verschiedener Güte. Währemd die Vignetten sehr sorgfältig sind umdl
1449durch ihre schönen Farben und die Sanberkeit der Insführung das luge
1450fesseln, ist der Text mitunter änfserst nachlässig von einem Schreiber
1451angefertigt. der weit entfernt war in seiner Specialität so tüchtig zu sein
1452wie der Maler. Man findet Fehler darin, welche sich nur daraus erklä-
1453ren, dals zwei verschiedene Personen an dem Paprrus gearbeitet haben.
1454In dem großsen Dubliner Papyrus (Du) hat man augenscheinlich mit der
1455Zeiehmung der Vignetten zu Kap. 1 angefangen, denen die zu Kap. 17 fol-
1456gen. Diese Vignetten sind sehn schön und rollständig und füllen fast
1457die ganze Länge des Papprus aus. Nach Beendigung derselben hat man
1458den Text darunter hinzuznfügen begonnen, indem man die entsprechen-
1459den Stellen für den Namen ler liels, vermuthlich weil der Papyrus noch
1460keinen Känfer hatte. Iber am Ende des 1. Kapitels, welches mit dem
1461der dawranf bezüglichen Vignetten zusammentrifft, hat der Schreiber unter
1462denen zum 17. Kapitel wieder mit Kap. I begonnen, hat es zu Ende ge-
1463führt und ist dam zu Kap. 17 übergegangen, welches aus diesem Grandde
1464sehr verkürzt ist und mitten in einem Worte abbricht. Es ist kaum z0
1465glauben, dafs derselbe Schreiber, welcher die Vignetten su genan gezeiel-
1466net hatte, vinen su groben Fehler begangen hahe. So bemerkt man
1467anch in dem nach 1y wielergegebenen Kap. I, dals die Vignetten einen
1468grölsern Platz cimahmen als der Text: und aut dom leer geblicbenen
1469Raume hat man ein kleines Kapitel eingeschoben. Dagegen ist der
p. 52
147010
1471Raum, den die Vignetten zu Kap. 17 ausfüllen, für den Text, für den
1472er bestimmt war, viel zu kuz. In dem Paprrus Ba ist der gauze letzte
1473Theil schlecht und besteht nur aus rückwärts copierten Wiederholungen
1474ron Kapiteln, die schon vorhanden sind. Wir sehen da Vignetten, wie
1475z. B. die zu 153, welche zwar für eien Text vorbereitet, aber sicherlich
1476nicht für den dann darunter gesetzten Galimatias gezeichnet sind. Im
1477allgemeinen kann man behanpten, dafs die auf diese Weise hergestellten
1478Papyri die weniger correcten sind ond zugleich die meisten rerkürzten
1479Kapitel haben. Nothwendigerweise ist der schreiber mehr oder weniger
1480von dem Maler, dessen Arbeit rorangegangen ist, abhängig: und da er
1481die ihm gesteckten Grenzen nicht überschreiten kan, so hält er entwe-
1482der plötzlich in seinem Texte inne, was die beste Lösung ist, oder aber
1483er macht sich mit Hülfe von unzusammenhängenden Satzfragmenten ohne
1484Ordnung den nöthigen Text; dies ist in 4g am Ende des 17. Kapitels
1485der Fall.
1486Ba und Ag sind Beispiele von Pappren. deren Vignetten man in
1487voraus gemacht hatte, deren Text aber gleiehzeitig mit dem Namen des
1488V'erstorbenen, dem sie zugeeignet wmrden, nachgetragen worden ist: demn
1489in beiden fügt sich derselbe woll in die Columnen, ist von derselben
1490Hand mad mit demselben Texte geschrieben und nicht in eine zu diesem
1491Zwecke leer gelassene Stelle. In vielen Fallen bereitete man nicht nr
1492die Vignetten, sondern auch den Text ror, indem man für den Namen
1493einen genügenden Ramm liefs, in den er später eingeschoben wure.
1494Wir kennen mehrere der Ait, wie Id und l'c, um nnr die schönsten zu
1495nemen. Der Nune kann sich, wie in d2, auch no zwei oder dreimal
1496finden, oder auch kann er vollständig fehlen, wie in Pa, de, ilb, mö-
1497gen das nun Exemplare sein, die keinen Känfer gefunden hatten, vder
1498möge man die Einschreibung des Namens vielmehr für überflüssig guhal-
1499ten und schon die Mitgabe des Papyrus für genügend erachtet haben,
1500oder möge man endlich beabsichtigt haben, dafs derselbe Text mehreren
1501Todten zugleich dienen sollte. In dieser Beziehung steht der Papyrus Ai,
1502der zwischen London und Liverpool getheilt ist, einzig da. Diese Ui-
p. 53
150341
1504kunde hat den Namen cinos Verstorbenen gehabt. der an allen Stellen,
1505wo er vorkommt, sorgfältig ausgemerzt ist, weil man den Papprus cnt-
1506weder verkaufen oder ihn einem amddern zu Gute kommen lassen wollte.
1507So haben wir Beispiele von jeder Art, wie die Leichenpapyri geschrieben
1508wurden.
1509In wie weit die Abschreiber von dem, was sie copierten. Ver-
1510ständnifs hatten, das ist eine heikle Frage. auf welehe man eine gleich-
1511förmigr Antwort für alle Epochen, selbst ohne aus den Grenzen dieser
1512Ausgahe linauszugehen, nicht geben kamn. Mir unterliegt es keinem
1513Zweifel, dats die Personen, welche die dieser Ausgabe zu Grunde ge-
1514legten Papyri, wie Au, d0, 1d. Cu, Pa, Pb. Pc und selbst die meisten
1515der im folgenden Kapitel anfgeführten, geschrieben haben, verstanlen
1516was sie copierten. Ünter den Fehlern, deren sie siclı nicht wenige zn
1517Schulden kommen lassen, mufs die Mehrzahl cher der Nachlässigkeit und
1518U'nachtsumkeit zugeschrichen werden als vielleicht ihrer mangelhaften
1519Bildung. Man wird in diesen beiden Bünden eine Menge Fehler fin-
1520den, die ich, nach meinem Grundsatze nichts zu corrigieren, getren re-
1521produciert habe. Am Ende der XN. Dynastie wird es anders: damals
1522war die Unwissenheit der Schreiber, wie wir festgestellt haben, offen-
1523kundig und uur die der Känfer kam ihr gleiehı.
1524Einer der häutigsten Fehler ist die rücklänfge C'opiernng der Texte.
1525Wir können uns aus derartigen Exemplaren über die V'orlagen, nach denen
1526sie angefertigt wurden, cin Urtheil bilden. Der Schreiber hat es darin ver-
1527sehen, dafs er die Riehtung, in der der Text gieng, nicht erkamt und am
1528Ende angefangen hat. Als Beispiel nehme ich. was im Papyrus Ba ror-
1529gegangen ist. Diese Urkunde nthält zu Anfang Kap. 17 undd darauf die
1530Kapitel von den 8 FTl, nämlich 53, St, ii, TS, S1. S6. Si. arauf
1531Bruelstücke von 147 mnd ron 146 mnd 125. mit der Einleitung anfan-
1532gend Nun findet man gegen Ende des Papyrus nach Kap. 108 plötzlich
1533die Finleitung zu 123 wieder in dor normalen Reihenfolge, aber daranf
1534folgen in verkehrter Riehtung die meisten Kapitel. welehe wir schon gr-
1535habt haben, nümlich 1t7, 87. S6, 78, i7. St. 17. Dieser Umstand
p. 54
1536scheint
1537Kapitel
1538sie copi
1539da der
1540mir zu hewei
1541der der corre
1542ert worden sin
1543Schreiber sich
1544O004DA8=" BKloBOLY: E:E155930
154542
1546sen, dafs, da die Reihenfo
1547cten entgegengesetzt ist, das
1548d, von links nach rechts ge
1549in der Riehtung getänscht
1550A. Fehlerhafter Text.
1551Vignette zu 153.
1552BEDAIFEaOSaDIEA
1553Ige der fehlerh
1554Original, nach
1555schrieben war;
1556hat, so ist er
p. 55
1557seinc
1558repr
1559Corl
1560links
1561in Wege genar
1562duciere ich 1
1563ct sein sollte
1564zu kehreu,
1565ı wioder znrück
1566ap. 77, wie e
1567; "i!l nötlngen
1568vas in den Pa
1569B. Wieder
1570MSTOIDASE EEDAIHTEDTN SDORNSAODA"
15714:3
1572gekommen. Un
1573irrthümhch g
1574mich die Schrif
1575›yren dieser An
1576hergestellter 1
157780
1578AEADŞIE
1579mehrerer Marheit willen
1580schrieben it und wie es
1581ttypen alle Zeichon nach
1582gabe niemals vorkommt.
1583ext.
p. 56
158444
1585Hier stehen sich der fehlerhafte Text, so wie er sich am Ende des
1586Papyrus findet (A anf S. 42), und derselbe wiederhergestellt und mit jeder
1587Zeile an ihrer richtigen Stelle, so wie ihn die Vorlage haben mulste (B auf
1588S. 43), gegenüber. Die Richtung der Zeichen, die nach links gekehrt sind,
1589während sie in den thebaischen Papyren immer nach rechts sehen, mufs
1590man unberüeksichtigt lassen. Es liegt hier ein Versehen in der Anordnung
1591der Columnen ror, das in Folgendem besteht. Der Schreiber hat aus Nach-
1592lässigkeit oder ans einem andern, weiter unten zu besprechenden Grunde
1593seine Vorlage einmal am rerkehrten Ende rorgenommen and macht nun
1594die Schlufscolumne i der Vorlage (B) zu seiner Columne 1. Die Rich-
1595tung seiner Copie ron links nach rechts ündert er nieht: aber da %. 7 (B)
1596nieht ansgereicht hat um seine Zeile 1 zu füllen, so vollendet er die
1597letztere mit den ersten Zeichen ans Zeile 6 (B), ans deren Rest er seine
1598Zeile ? und einen Theil seiner Zeile 3 macht, und so fort das ganze Ka-
1599pitel himdurch. Daraus ergiebt siehi, warom die Zeiehen 1P (Z.6B),
1600welehe aut C44miy in Zciles folgen. inad sich unter die letzten
1601Zeichen der Zeile 1 eingeschoben finden. Statt an das, was ihm vorher-
1602gehen sollte, angeknüpft zu seim, ist mon jede Zeile am Ende der ihr
1603folgenden angehängt. Daher die Verwirrung, die dadmreh fast mnent-
1604wirrbar wird, dafs die Colnmnen der Vorlage und die der Abschrift nicht
1605gleiche Länge haben. Angenommen, dafs der Copist ein Muster vor sich
1606gehabt hätte, dessen Columnen von gleicher Länge waren und das keine
1607Vignetten hatte, mnd dals sein eigener Papyrns die gleichen Dimensionen
1608gehabt hätte und scine Columnen für die gleiche Anzahl von Zeichen be-
1609rechnet gewesen wären wie die Vorlage, so hätte der Irrthum lediglich
1610in der Umdrehung dles Kapitels bestanden, sodafs der Text von rechts
1611nach links liefe, wie in ziemlich vielen Papyren, die wir kennen. Das
1612ist hier aber nicht der Fall, die Colnmnen haben in beiden Crknnden
1613nieht die gleiche Länge, anch der für die Vignette bestimmte Raum ist
1614nicht an demselben Platze: daher dieses Durcheinander des Abschreibers.
1615wobei der Kapiteltitel mitten in die letzte Columne geräth. Ganze Pi-
1616Pyri sind auf diese Weise geschrieben, und wen man sich die Mühe
p. 57
161710
1618geben wollte ihren Text herzustellen. so würde
1619Vorlage, nach der sie geschriehen sind, wierler
1620Dieses grole Versehen lehrt uns jedoch
1621sich die Copisten belienten. in verticalen Colum
1622geschrieben waren. Freilieh besitzen wir in dl
1623hieratische Texte in rerticalen. sehr kurzen O
1624eine dusnahme: die grole Menge der hierat
1625alten, ist in horizontalen Zeilen geschritben.
1626thum der Abschrift unmöglich machen. Das
1627stand, welcher beweist, dals man die ersten
1628nieht im Hieratischen suchen darf. Es muls
1629rechts nach links laufende Texte gegeben ha
1630uns benntzten Pappri so geschrieben sind. un
1631Lu. Diese Richtung ist der der Zeichen eo
1632figere. hängt, wie LEPSIts geziigt hat, mit ei
1633zusammen. Das Leben wird als ein Weg gen
1634nach der Rechten. Zugegeben selbst, dals es
1635schriebene Vorlagen gegeben hätte. so fragt
1636Schreiber so leicht ein Versehen wie das
1637konnte. Wenn er nach einem Papyras immer il
1638wis konnte ihn veranlassen mit einem Male
1639warum hat ein Papyrus, dessen Ganzes correc
1640haftes Kapitel. wie es im Papyrus des Sutime
1641einem Stücke von 149 der Fall ist: Der Gi
1642dals die Schreiber nach Mustern copierten. "
1643gehängt und wie die Wände eines Zimmers i
1644licherweise eutsprach dies der kee. wie sie
1645Amenthes geschricben rorstellten, obwohl mit
1646die Orientierung der Kapitel des Todtenbnehs
1647im Buche von der untern Hemisphäre. desse
1648angeben, dals der Text die genaue Abschrift
1649einer der vier Wändde in dem mysteriösen Gem
1650• man re Anc
1651inden.
1652. dals die V'nrl
1653nen. also mn H
1654en alten Berliı
1655olumnen. alıer
1656ischen Teste.
1657rie einen der
1658ist noch ein is
1659Texte des T
1660unter den V
1661ben. da mehr
1662d zwrar sellr s
1663nform: die al
1664ner religiüsen
1665Westen betre
1666in beiden Ric
1667man sich doc
1668eben dargeleg
16691 derselben Fol
1670die Richtung
1671. ist. plötzlich
1672• (PIl) mit K:
1673und scheint d
1674elche um sie
1675ingeordnet wa
1676sich diese Te
1677Au-malime de
1678nicht erwähn
1679n Nachschrifte
1680dessen ist. mi
1681ache der Ame
1682rrnung der
1683agen. deren
1684eroglyphen.
1685er Papyren
1686• sie biklen
1687selbst der
1688artigen hr-
1689eiterer Um-
1690odtenbuches
1691rlagen von
1692re der ron
1693chöne. wie
1694ıdere. hän-
1695Vorstellung
1696chtet. el. h.
1697itungen ge-
1698h, wie ein
1699te machen
1700ge copierte.
1701zu ündern:
1702ein fehler-
1703p. 110 udl
1704er zil sein,
1705herımn auf-
1706ren. Nög-
1707tte in der
1708= Kap. 151
1709t wirl wie
1710n1 jelesmal
17115 man inf
1712nthe- sieht.
p. 58
171346
1714In Hinsicht auf die orientalischen Gewohnheiten können wir nicht an-
1715nehmen, dals die Schreiber wie wir an einem Tische copierten, indem
1716sie ibre Vorlage vor sich batten und nach Beliehen umlegen konnten.
1717Glaublicher ist es, dals die Muster fest waren und dafs die Schreiber ibren
1718Platz änderten, wie wir es thun, wenn wir die Inschriften der Tempel und
1719Gräber copieren. Wenn man z. B. im Grabe Seti I. den Text am Ein-
1720gange alschreiben will, so wird man bemerken, dafs er links von der
1721Thür anfängt, an der linken Wand bis zum Ende des Saales fortlänft,
1722dann auf die andere Seite überspringt und auf dieser rechten Wand bis
1723an den Einging zurückkehrt, so dafs die letzte Colomne der ersten go-
1724rade gegenübersteht. Stellen wir uns jetzt ror, ein Schreiber habe auf
1725diese Weise angeordnete Muster um sich. Wenn er von rechts statt
1726von links anfängt, so wird sein Text von Anfang an rückwärts lanfen,
1727oder wenn er am Ende des Zimmers angelangt auf seinen Platz am Ein-
1728gange zurückgeht und mon die rechte Seite ron dort aus copiert, so
1729wird er den von uns im Papyrus Ba erkannten Fehler begchen, wem
1730anch der Anlang seiner Copie vielleicht correct ist. Dies erscheint mir
1731die einzige amnehmbare Erklärung dieser irrthümlichen Schreibweisen zu
1732sein. Es ist indessen ein Punct ron uerheblicher Wichtigkeit; es ist
1733wesentlicher den Fehler zu erkennen als ibn zu erklären. Wenn ich bei
1734dem Verfahren und den Irrtbümern der Schreiber etwas länger verweilt
1735habe, so geschal es, um ror emem binden Vertrauen zu warnen und
1736zugleich zu zeigen, wie dringend erforderlich es ist melere parallele
1737Texte zu haben. So kommen wir ant den Grundsatz zurück, der dieses
1738Werk hat entstehen lassen. Um zum Verständnifs des Todtenluchs zu
1739gelangen, ist das cinzige erfolgreiche Nittel und die einzige anvendbare
1740Methode die V'ergleiehung.
p. 59
1741DRITTES КАРITEL.
1742Beschreibung der Texte.
1743Wir wollen nun einzeln alle Papyri untersuchen, welche zur Her-
1744stellnng dieser dusgahe gerlient haben, umd angeben, welche Kapitel sie
1745enthalten. Wir werden sie mach der alphabetischen Orduung der Signa-
1746tnren verzeichnen, welehe für die einzelnen gewählt worlen sind. Diese
1747Ordnung fafst unter demselben Buchstaben die Pappri lesselben Landes
1748oder derselben Stadt zusammen.
1749A. bezeichnet die Papyri in Englaml, nämlich die im Britischen Mn-
1750seum. in Liverpool und in Privatsammlungen befindlichen. Es
1751sind 23 Stück.
1752B. die Berliner Pappri, s Stück.
1753C. die Paprri in Cairo. t Stück.
1754D. ein Papyrns in Dublin.
1755F. die Papyri in Frankreich mit usschluis von Paris, 2 Stück.
1756H. cin Fragment in Hannover.
1757I. die Papyri in den verschienenen italienischen Städten, 11 Stück.
17581.. die Papyri in Lopden, » stüch.
1759P. die Papyri in Paris. nämlich die im Louvre. in der Bibliothèque
1760nationale, in dom Calinet des médailles und in mehreren Privat-
1761sammlangen befindliehen. 17 Stück.
1762T. die Gräber in Theben, deren G sind.
p. 60
176348
17641 Papyri in England.
1765Aa.
1766Der erste wichtige Papyrus, welcher gleichsam die Grrundlage bil-
1767det, auf ddem das ganze Gebände errichtet wurle, ist der Papyrus No. 9900
1768des Britischen Museums, welcher als Paprrus Burton bezeichnet wird und
1769für das Musenm im Jahre 1836 angekanft worden ist. Es ist sicherlich
1770der bedentendste unter den funerären Pappri der thebaischen Epoche.
1771Er milst etwa 65 Enfs in der Länge und ist in 33 Stücken anf Carton
1772aufgezogen und unter Glas verwahrt. Der Papyrus ist wohl erhalten,
1773mit Ausnahme des Anfangs und des Endes; sein Gewrebe ist von heller
1774Farbe. Er ist in jenem Schriftstile gehalten, welchen die datierten Texte,
17751. B. die Leinwand Thutmes' III, als der XVIII. Dynastie eigenthümlich
1776erweisen.
1777Die V'ignetten sind sorgfältig, jedoch nicht farbig, sondern schwarz
1778gezeichnet und von derselben Hand ausgeführt mie der Text. In der
1779Darstellung, wie der V'erstorbene die Opfer seines Sohnes empfängt (er
1780ist hier in gröfsern Maken als in den übrigen Vignetten gezeiehnet), hat
1781derselbe einen dichten Haarwuchs, welcher vorn bis auf die Angenbranen
1782mnd hinten bis anf die Sehultern herabreieht; er bält in der Hand die
1783Schleife, welche Brrasch als das Zeichen der Initiation betrachtet; er
1784trägt keino Sandalen und unter seinem Stohle befindet sich das Bücher-
1785behältuifs, das 2Pgi. Seine Fran hat gleichfals dichtes Haopthaar;
1786welches his zur Mitte des Vorderarms herabreicht: weiter trägt sie nichts
1787aul dem Kopfe; au dem Bande, welches ihr Haar zusammenhält, hüngt
1788eine Lotusknospe, die ihr auf die Stirn herabfällt. In der Hamd hält sie
1789cine Lotusblume, deren Geruch sie emathmet: und unter ihrem Stnhle
1790hemerkt man einen Spiegel und ein Riechfläschchen.
1791Nichts beweist, dals der Papyrus von rerschiedenen Händen ge-
1792schrieben wäre: er scheint für den Verstorbenen selbst angefertigt wor-
1793den zu sein nnd nicht etwa in voraus.
p. 61
1794Die Nachrichten des Britischen Museuns besagen, dafs dieser Pa-
1795Pyrus ans Memplis kommt, mit andern Worten, dals er in der Necropole
1796von Gizeh oder Saqgarah gefunden worden ist. Wir haben in ihm also
1797ein schünes Beispiel der memphitischen Pappri, welche mit denen ans
1798Theben zu vergleichen anzichend ist. Das Studium der Urknnden in
1799den verschiedenen Muscen hat uns noch einige andere Texte kennen ge-
1800lehrt, die olne Zweifel memphitischer Herkunft sind, darunter zwei in
1801Leyden und einen in Florenz (10). Der letztere, gleichfalls anf hellfar-
1802bigem Papyrus geschrieben, zeigt solche Ähnlichkeit mit dem unsrigen.
1803dals er sehr wohl nach demselben Original copiert sein kann.
1804Schon die Titel des Verstorhenen hätten genügt. um uns die
1805memphitische Herkunft des Papyrus zu beweisen. Sie sind recht rer-
1806schiedene, aber sie stehen alle mit dem Cultus des Ptah in Verbindung.
1807Algesehen von der gewölmlihen Bezeichnung fg- welche man dureh
1808„Schreiber" übersetzt, die aber seht hänfig mit „Beamter" gleichheden-
1809tend ist, war der Verstorbene 442 orler bisweilen min 442 Neb-
1810seni, i 5°8 mm= , „Schreiberü oder „Zeichner
1811beim Tempel des Ptah". Das Wort E, welches vorläntig srer gele-
1812sen werden mufs, scheint mir eine abgekürzte Schreibart der Gruppe
1813ko „schreiben" oder «eimeilseln" zu sem'). Fin ron PIERRET?)
1814angeführter Papyrus enthäle den Titel: S-PIRSITA
1815I,, den ich nieht verstehe als „der, welcher die Grrenzen der Tem-
1816pel feststellt", sondern „der. welcher ant die Manern die zu ihrer Ver-
1817zierung dienenden Inschriften einschreibt oder cinmeilselt*. Dieser Titel
1818kommt ziemlich auf dasselbe heraus wie der sich fortwährend wiederho-
1819lende fe0 8ST,, welcher seinem Vater cignete. Die gleiche Be-
1820dentung dieser beiden Bezeiehmungen ergiebt sich aus dem Umstande.
1821dals sie durehweg nicht zusammen rorkommen: Nebseni führt hakl die
1822eine und bald die andere.
1823") BRrcsch, Wörterbuch p. 1266.
1824=) V'ocabulaire p.518.
p. 62
182550
1826Nicht beliebige Inschriften hatte Jebsen anf die Tempelmanern
1827einzumeifseln. sondern in Sonderheit die auf Ptah bezüglichen. Er war
1828f8m 71777S 2'!' -Zeichner der
1829Wohnung des Ptal in den Tempeln ron Ober- und Unter-Ägrpten". Es
1830gab damals ohne Zweifel zahhreiche Beispiele des noch in Alrdos ersicht-
1831lichen Verhältnisses: Tempel, welche in ihrer Umfassungsmaner Sanetua-
1832rien rerschiedener Gottheiten einschlossen: und überall. wo Sanctuarien
1833des Ptah bestanden, hatte N'euseni seine Kunst auszunben. Es war kei-
1834neswegs nur eine handwerksmälsige Knnst: sie setzte bei dem sie Üben-
1835den die Kenntnifs wenigstens eines Theiles der heiligen Literatur und
1836die Einweihung in die Mysterien vorans. Daher finden sich mitunter
1837díeze Titel: HO{ Tes mDIPF-derZichner
1838des Ptah. der in die Mysterien der Tempel eindringt," oder anch woll
1839Ssi=!d • M=, edler in die Nysterien des Goll-
1840hauses eindringt*. Bekanntlieh bildete cdas Goldhau»" einen Theil des
1841Tempels des memphitischen Ptah. vielleicht die Werkstätte der Einmeifse-
1842ler. Diese beiden Titel berlenten also: eingeweiht in die geheime Wis-
1843senschaft des Ptah.')
1844Ein anderer hänfig rorkommender Titel ist 9 m ~las
1845Kind des verborgenen Ortes". Dieser lediglich conrentionale Vame mnufs
1846bezeichnen, entwreder dafs der ihn Führende eine bestimmte Stnfe der
1847Initiation erreicht hatte oder dals er zu einem Schatze oder zu einer
1848Niederlage ron W'erthsachen, welche man an dem rerborgenen Orte rer-
1849wahnte, Zutritt hatte.
1850Die Lünge der Titel und Bezeichnungen hängt oftmals ron dem
1851Raume ab. den der Schreiber zu seiner Verfügung hatte; auch rerfehilt
1852derselbe nieht. wenn der Platz reichlich ist (mas seltener zutrifft), etwas
18531) Es fimlet sich in dem Papynis cin Beispiel des Titrls HAB
1854„der Zeichnor des Offenbar wird durch Ha-jeb eine memphitische
1855Localizät ähnlich wir di lEzo oo mul keinesmregs das Serapeuns des saiti-
1856schen Nomos bezeichnet.
p. 63
1857Lobendes für den Verstorbenen hinznzufügen. So heifst es eimmal nach
1858den Worten _ •auf welehe wir unten zurückkommen werden:
1859"PADlIk "dufs es filgt seinemn fiotte, dem
1860grofsen Ptah Ancbef-reg". Sonst finlet sich eine ganze Aufzählmng sei-
1861ner Pizenschatien: es heilt. er se [REZPRSN→
1862SJSZDI "im Besitz der Walnheit, frei ron
1863Widerspruch.') ... treundlich gegen alle».
1864Wir kennen anch seine Familie theilweiso: zuerst seine Fran, wel-
1865che dreimal inter ilum dargestellt ist und fll sensrnch genamnt wird.
1866Sie wird immer als Schwester" bezeichnet, fen5, seine Sichwester
1867die Frau"; da aber dieselbe Vignette auch den Soln mit der Bezeich-
1868nung St ,, "ihr Solu" zeigt, so erhellt, dafs Senseneb nicht blos
1869die Sehwester Nebsenis ist. Sie war jedesfalls seine Fran. Man darf
1870das Wort Le nicht für genau unserm Worte Schwester entsprechend
1871halten, möglicherweise umfalste es noch entferntere Verwandtschaftsgrade.
1872Müglich auch, dals man nach der alten Uberlieferung der Endogamie
1873oder Heirat im Schooße der Familie der Gattin den Namen Schwrester
1874bewvahrt oder rielmehr gegeben hat. Die Titel der ptulemäischen Köni-
1875ginnen machen mir die letztere Annahme walscheinlicher.3)
1876Von der Nachkommenschaft Nebsenis kemen wir zwei Sülme.
1877=* Chemmes und &ĂP Pulnnes, deren Xamen von den beiden Haupt-
1878gottheiten ron Nemplis abguleitet sind, da C'hem in der dde ge-
1879namnten Örtlichkeit dieser Stadt ein Sanctnarium hatte.3) Anfserdem
1880wird cine Tochter da m d Aof-die Nemphitiu" genaunte die vor
1881ihrem Vater gestorben zu sein scheint.
1882Der Vater Nebrenis hiets mm A Tomnu, auch mnm geschrie-
1883ben, er war fal-fi Zeichmer des Königs: Nebseni hatte also
18841) D L ciy. wax benimmnt. d. h. was entgegengesetzt ist (der Wahr-
1885hcit), was ift iriderspricht oier ontgegen ist.
18863) LETROXNE luscriptions grrcqnes I, p. 2f: 10.
18873) BRrescи, Dictiomaire géographique. p. 721.
p. 64
188852
1889seine Kunst ron seinem Vater geerbt. Von Tenna beifst es einmal, dafs
1890er →→84884E „Besitzer eines Grabes nach dem Willen
1891(des Königs)" war; wahrscheinlich war er auf königliche Kosten bestat-
1892tet zur Belohung seiner langen und trefflichen Dienste. Die Mutter
1893Nebsenis hiets I10842 Mut-resta und fülrt keinen hesonde-
1894ren litel.
1895In der Epoche, in welcher der Papyrus geschrieben worden ist,
1896wurde der Verstorbene nar selten als «Osiris" bezeichnet. Indessen fin-
1897den sich einige Beispiele in demselben, I. 20, 2. 134, 9. 92, 1. Meist wird
1898er mit seinem Titel ohne diese Bezeichnung genammt und einige Male
1899findet sich ror seinem Namen das Adjectiv 8 44 Kap. 50, 1.
1900Auf den Namen folgt beständig d oder o , manchmal
1901beides zusammen. je nach dem Raume, den der Schreiber anszufüllen
1902batte. Anf diese Weise konnte er den Namen nach Belieben verlängern
1903nder rerkürzen; so haben vir C315, Rf •lio 7
1904STAr, 381-817820 21-
1905{0fle B&YD- Sein Vater dagegen ist immer
19062 mnd seine Mutter , sein Solin Chemmes und seine
1907Tochter wieder —D, währendd sein zweiter Suhm aliesen Zosatz nicht
1908hat. Seine Fran ist einmal Der Papyrns 9900 odur Burton ist aur Anordamg der Trustees des • S: sonst hat sie keinerlei Bezeichnmng.
1909Britischen Mascuns und unter der Leitung des Dr. BircH photographiert
1910worden, als die gegenwärtige Ansgabe unternommen wurde. Vorher waren
1911Bruchstücke veröftentlicht worden ron BiRcH '), nach DeveRras Copieen
1912von PIERRET2) und von mir selbst3). Nenerdings ist eine vollständige
1913Übersetzung des Textes ron Massy erselienen+).
1914Dieser Papyrus ist sicherlich einer der correctesten, die wir be-
19151) Zeitschrift 1868 p. 52.
19162) PIERReT, Etudes égyptologiques, p. 84 n. S9.
19173) Zeitschrift 1873 p. 25, 1875 p. S5.
19181) Le papyrus de Nebseni. Gand 1885.
p. 65
1919sitzen, und da er zugleich einer der rollständigsten ist.
1920vorn herein als ein hüchst wiehtiges Mittel zur Wierder
1921Todtenbuches der thebaisehen Epoche, auch komnte er du
1922werden, mit Ausnahme des Kapitels 180. welches in verk
1923copiert worden ist.
1924Ich habe schon sonst") mehrere graphische Eige
1925hervorgehoben, welche dieser Papyras mit anddern der
1926meinsam hat.
19271. Das Determinatir Z steht nieht nur nach a
1928der Gütter. sondern auch nach den auf die Gottheit bez
1929tiven und im allgemeinen nach allen heiligen Gegenständ
19302. Das Zeichen der Negation _ kommt nicht
1931durch das einfache mm ersetzt fir mim wired mu und für
1932geschrieben.
19333. Das Determinatir des bewaffneten Armes à
1934falls nicht vor und wird bald dureh A_n und bald darch
1935Ich lasse mun die Übersieht der in dem Papyrus
1936pitel folgen, in der Reihenfolge, in welcher sie der Text
1937Anbetung des Osiris 1T., 83r., StT., S3T.. TiT., 80
1938991., 621., 105l. über 83 bis 105, 1tt und 146 vereinig
1939??T., 23T., 16,100, s6 über 30B bis 56, 118T.. 13+ T., 921
1940119, 11+)., 1121., 113). 1081.. 1091., 4i, 103)., 76, 48
194127 Г., 173.100, 155/.. 156|.. 160F., 6T.. STT.. 36, 8ST..
194297l., 117 und 118l.. 17, 51-1t. 20, 13, 17, 100—104
1943133AV., 17 kleine I., 18, 71V., 106, 110 Einl., Elys.
1944106, 180, 100, lãla bis V., 166, lălater T., 180, 167 ).,
1945106, 137A. G‡, 41, 170, 136AT., 136Bl.. 149r., 150].
1946Contession T. und Schlufsrede T. Opfer des Sohnes ror se
19471) Zeitsehrift 1873 p. 26.
19483) In diesem Kapitelrerzeichnils und in allen folgendes
1949die Reihenfolge der betreffenden Urkunde beibehalteu. Ein I
1950bedeuet, dals zu dem Tert eine Vignetle gebört.
1951so galt er von
1952herstellung des
1953rchweg benutzt
1954ehrter Richtnng
1955nthümlichkeiten
1956elben Zeit ge-
1957en Eigenmamen
1958üglichen Adjec-
195911).
1960vor. er wird
1961wird
1962komınt gleich-
1963• vertreten.
1964entbaltenen Ka-
1965iellist bietet?).
1966.. S1T..72T.
1967t, 30BI., 261..
1968..S9I., 137Bl..
1969. 10+l.. 96 und
1970¿, 30, 96 mml
1971• tt, 30, 38.1,
1972ief., 177, 1i8,
197365, 133 Г., 6t.
1974. 123, Eini. V..
1975inen Eltern 172.
1976• habe ich inmer
1977hinter der Zahl
p. 66
19783t
1979Diese Liste zeigt uns, dafs sich einige Kapitel oder Theile ron
1980solchen in dem Texte zu miederholten Malen befinden; von 17 irerden
1981zwei Fragmente wiederholt, 50 kommt zweimal vor, 56 zweimal, 64 gleich-
1982falls zweimal, doch sind die beiden Versionen ron sehr angleicher Längt;
1983100 dreimal, 106 dreimal (einmal mit einem Zusatze); endlich 180 zwei-
1984mal. Die beiden Versionen diese» letzten Kapitels sind gleichfalls von
1985sehr ungleicher Länge, doch haben siu das gemeinsam, dals sie beide
1986gleich fehlerhaft und für die Textkritik nicht zu verwerthen sind.
1987Es ist zu bemerken, dals die Vignetten in dem zweiten Theile des
1988Papyrus viel weniger zahhreich sind als in dem ersten. Die längsten Ka-
1989pitel sind damit nicht versehen, so Kapitel 17, welches als einzige Vignette
1990einen sitzenden Anubis hat. Es scheint, dals der Schreiber nur die ganz
1991unerlafslichen aufgenommen hat. wie die zu Kapitel 149. da sich selbst
1992die Psrchostasie nicht findet.
1993Der Paprrus schlielst mit Kapitel 172. welches vielleieht memphi-
1994tischen Ursprungs ist und sich aufserdem nirgends gefunden hat.
19951b.
1996Britisches Muscum No. 9913. Dieser Papprus trägt Jo. 118 der
1997Collection Salt und ist nach dem gedruckten Cataloge derselben von
1998thebaischer Herkunft. Unter Glas und Rahmen hängt er jetzt an der
1999Wand der Muscumstreppe. Besonders zu Anfang md am Ende ist er
2000selr rerstümmelt. Das Gewebe des Paprrus ist ron schöner Beschaffen-
2001heit. Die Schrift ist im Stile der XVII. Drnastie. aber viel kleiner als
2002gewöhnlich in den Paprren dieser Epoche. Das studium der Varianten
2003hat denn auch genöthigt ihu zu den ältesten Texten zu rechnen, die wir
2004besitzen. Der Name des Verstorbenen kommt darin nicht ror, ein Be-
2005weis, dals der Text in voraus gesehrieben war. Nach dem Titel des
2006Kap. 12t, mit dem der Paprrus beginnt. scheint es. dals wir den 1n-
2007fang des Granzen haben. SATZAE irahr-
2008scheinlich AOI8T2.
p. 67
2009Als graplische Eigenthümliehkeiten sind zu hemerken, dafs der
2010bewatinete Arm se und die Negation cho sich finden. Man trifft häolig
2011dlas Zeichen , welehes gewöhnlich mit Of geichherleuntend
2012ist, aber anch als Feminimom gebranct wird, %. B. als Masenlinum:
2013o mm 5s S5, 3: 17S192; alls Eemininnn: 8DOT O
2014/1mm sii, i; PSS, =-814 mmoo -=lr
20151361, t; 42 =1ґ09 - ел 149, = mo mm
2016Dieser P'apyrus enthält die folgenden Kapitel, zum Theil jerloch
2017nur in kleinen Bruchstücken, mit meist zerstörten Vignetten. 12+7.,
2018118, 83, St, Si, 82, 77, 86, 98, 991., 102, i, 1361, 136Bl., 1497., 150,
2019125 Einleit., 126/., 12) Confession, Schlufsrede, Nachschrift, 100l., 130,
20201ttr., 116T., darunter 111-3.
2021Le. Bologna, Museum des Arehiginnasio. Soviel ich ohne beide
2022Texte vor Angen zu haben beurtheilen kann, glaube ich Fragmente dieses
2023Papyrus in Bologna im Museum des Arehiginnasio gefunden zu lraben.
2024Dieselbe kleine, lesbare Schrift mit sehr feinen Vignetten, «asselhe Zeichen
2025für die Silbe O Diese Fragmente sind unter einem Glase ver-
2026einigt und olme Rücksicht anf den Text anfs Geradewoll anfgekleht.
2027Ans diesem fast mnentwirrbaren Durcheinander habe ich Fetzen der Ka-
2028pitel S0, 132, 63, 6t, 67, 179 gewinnen können. Meine Notizen ergeben,
2029dals sich auch einige Überreste der Kapitel 2, 87. 109, 108, 1ăs finden.
2030Im Gegensatz jerloch zu dem Londoner Papyrus ist der Name des Ver-
2031storbenen nicht immer mnansgefüllt gebliehen. Man findet in dem leeren
2032Platze manehmal die Gruppe -f44Doder - fl in gruber, nach-
2033lüssiger Schrift und mit viel hellerer Tinte geschrieben. Das würde mun
2034freilich nicht beweisen, dals wir es" mit einem von dem Lomloner ver-
2035schiedenen Papyrus zu thun haben. Nieht selten findet man Terte. deren
2036leere Stellen auf eine sehr anvollkommene Weise ausgefüllt worden sind,
2037*o dals man dem Namen des Verstorbenen wie zufillig nur cin oder
2038zweimal begegnet. Es wäre schr wünschenswerth, dats die Fragmente in
2039Bologna denen im Britischen Museum an die Seite gelegt werden könnten.
p. 68
204056
2041Ас.
2042Britisches Musemm No. 0905. Wieder ein namenloser Papyrus.
2043Er ist von guter Schrift und mit farbigen Vignetten rerziert, in 12 Frag-
2044mente getheilt, unter Glas. Der Text ist zu Anfang verstümmelt, aber
2045wahrscheinlich enthielt er keine Kapitel vor 71, nach dem Reste des
2046Titels 111704fkazun urtheilens, der das Endle cines
2047gemeinen Titels bildet.
2048Obwohl der Name des Verstorbenen nicht genannt ist, so wird er
2049doch hier und dort durch Attribute ersetzt, Ingaben nicht ron Titeln oder
2050Würden, sondern ron moralischen Eigenschaften. Dergleichen merkwür-
2051dige Bezeichnungen finden sich in hap. Så
2052* vörtlich „der Besitzer guter Worte vor den Menschen", in
2053Kap. Sü Re&fi „der sehr saufte" oder „der sehr angenehme*,
2054in Kap. 123 Einleit. I S l2. ef wörtlich „der wel-
2055cher die Gerechtigkeit erlangt ron seinen beiden Gereehtigkeiten" —
2056eine Auspiehmg auf die beiden Göttinnen Ma. die des Orients und die
2057des Occidents, die in dem Bilde der Confession dargestellt werden; in
2058Kap. 125 Schlulsrerde: R239 od"der wahren ller-
2059zens und ohne drg ist". Zweimal tindet sich diese unbestimnte Angabe
2060R.I EM "Gesagt von jemand in dem Cherneter. Das Zei-
2061chen fn findet sich, doch wird es gewöhnlich duch ad orer ALd er-
2062setzt. Die Negation wird durch das Zeichen _ gegeben. das manch-
2063mal sellst fil un eintritt. Die Form De ti o komnt Kapitel
2064149,17 vor, ebenso dé 149.30, wo das zureite ahor vem es nieht feh-
2065lerhaft ist, als Determinativ angesehen werden mufs.
2066de enthält die folgenden Kapitel: 7I, 1061., 83, S41., S3l., 82Г.,
20671) Wenn der Ägypter ausdrücken will, dals jemand eine moralische
2068Digenschaft in einem hohen Grade besitzt, so bedient er sich des Wortes e
2069mit dem nachfolgenden Hauptworte, welehes diese Digenschaft bezeichnet (vergl.
2070NVILLE, Litanie du soleil, p. 15).
p. 69
207130 ВІ.. і7г., 86г.. 991.. 1021..
2072Schlufsrede, Nachschrift T., 14917
2073In den Vignetten zu Kap.
2074gügehen. Zehm daron sind grün
2075hellgell, 4 2 1i, cilio.
2076Britisches Museum No. 10
2077giebt an. dafs die Urkunde in The
2078ner Paprrns. zu Anfang zerbroch
2079Vignetten rerselien. Er ist einger
2080Museum ausgehängt. Der Text
2081Name des Verstorbenen genügte
2082ganz auszufüllen. Der V'erstorber
2083Name ist Il- nder 1E
2084Der Papyrus enthält die fol
2085Kapitel. welches theilweise den Ti
2086T.. Einleitung. Schlußsrede. Nach
2087Gef. 95T.. 136A und B zusamn
2088Farben: 130. die aufgehende Son
2089Die Zeichen &s und -
2090mandt wie gewöhnlich. Gleichwe
2091dieser Payprus der XVIII. Dyna
2092niemals Osiris genannt.
2093Britisches Mureum No. 02
2094Wiederherstellang des Buches vo
2095er sich nicht in so «eblechter Ei
2096grolsen Zahl von Fragmenten. d
2097stellen läfst. Die Vignetten sind
20983SAI.. 12) E
2099. 130.
2100149 ist dio Fa
2101TI....""
21021d.
2103009. Salt 828.
2104hen aufgefunde
2105en, gut geschr
2106ahımt und an d
2107war im voraus
2108nicht. um die
2109e hat keinen a
2110I ohne A
2111zenden Kapitel:
2112tel zu 15B HI
2113chrift T.. 100J
2114en T.. 119a—
2115ne.
2116. finden sieh u
2117hl unterliegt e
2118stie angehört.
2119Ae.
21206t. Dieser T
2121u grölstem Nnt
2122haltung befänd
2123eren Reihenfolg
2124ziemlich rol. di
2125inleitung. Confesion Г..
2126ihe jerler Wohnung an-
2127d!yhlinn. und rier
2128Der Verkaufscatalog
2129n ist. Es ist ein -chü-
2130ieben mnd mit farbigen
2131er Treppe im Britischen
2132geschrieben. denn der
2133leer gelassenen Stellen
2134sdern Titel als fg. -ein
2135ngabe der Eltern.
21361t1-S: ein unediertes
2137enthält: 125 Confession
2138., 110 Einleitung, Elys.
2139k mit der Angabe der
2140nd werden beide ange-
2141• keinem Zweifel, dals
2142Der Verstorbene wird
2143st würde uns für die
2144en gewresen sein, wenn
2145• Er besteht ans einer
2146• sich nicht mehr fest-
2147• Fleischtheile grell roth
2148S
p. 70
2149gemalt. Der Verstorbene hat eine Haartracht, welche nicht bis auf die
2150Schultern herabfällt, und den künstlichen Bart. Die Schrift ist sehr dick.
2151Der V'erstorbene war ein hochgestellter Mann und hatte die fol-
2152genden Titel:
2153M78E
2154Tg etc.
21558-oim
2156Amenneb war also ein „Schatzmeister des Künigs", der zu gleicher Zeit
2157bei dem Tempel des „Ammon der Stadt des Südens" angestellt war.
2158Sein Vater war to 1 5 mt um Dea „der Richter, Schrei-
2159ber und Haushofmeister Antef". Seine Mutter hiels " o .die
2160Fran Tetu" und war sellst eine Tochter der Fran Axa Dorder Axa
2161L Antej oder Intef tahemt. Das geht aus mehreren Stellen her-
2162vor, aber seltsamerweise scheint der Schreiber einmal die Mutter auszu-
2163lassen und sogleich zur Grofsmntter überzugehen. Es heilst von Amen-
2164neb, er sei
2165MRIBMWA Sohn des dufschers Antef und der Frau
2166Antef der Tochter der Fran Taanuki*. Da wir nun eben geschen haben,
2167dals seine Mutter Teta hiels, so hat der Schreiber deren Namen angen-
2168scheinlich ansgelassen. Es ist also ein Stammbaum mütterlicherseits, der
2169bis zur Urahne des Verstorbenen aufsteigt.
2170Die Erur Amennebs scheint 357MP D sükcames wdie
2171Tochter des Kames" zu heifsen. Dieser Name erinnert an einen der
2172Künige der XVII. Dynastie; und es ist müglich, dals diese Fran eine
2173Künigstochter gewesen ist, was die hohen Würden, zu denen ihr Gemalıl
2174gelangte, erklären würde. Jedesfalls führt uns dieser nicht häufige Name
2175Kamesu an den Anfang der XVIII. Dynastie.
2176Der Papyrns, welcher wahrscheinlich thebaischen Ursprungs ist,
2177bietet eine der Eigenthümlichkeiten von da: er wendet das Zeichen der
p. 71
2178Negation nicht an Im Verlaufe des Tertes müssen mehrere Kapitel
2179wiererholt grwesen sem: ieh habe die folgenden wiedergefunden, ganz
2180oder theilweise, die meisten aber in Fragmenten.Anbetung des Osiris,
21811, 2, 3. 61., 8, 23, 27, 28, 30ВГ.. t2, 11, 301.. 371.. 62; 63Г., 64, 71,
218272, 76, 80 г., 81, S21.. S3, St, Si. S6. S7, S8. I3, 9tT., 09, 100, 102,
21831041., 10., 108 (zweimal), 109 (zweimal), 112, 113, 114, 119l. 124T..
2184125 Einleitung V., Confession, Schlulsrede. Nachschrift, 132Г.. 136.1 n. B
2185zusammen, 153 T.
2186Af.
2187Britisches Museum No. 10010, Murray 1861. unter Glas, an der
2188Treppenwand aufgehängt. Ein Papyrus einzig in seiner Art, von sehr
2189sorgfältigem Stile mit farbigen Vignetten. Obwohl mur von geringer
2190Länge, so enthält er doch mehrere hapitel, die sich imn Turiner Todten-
2191buche nicht finden, darunter eines, welehes er allein hat.
2192Der Papyras ist für eine Fran 5, 7mml SE2
2193„die Frau, die Sängerin des Ammon Muthotept" geschrieben. Der
2194nur cinmal vorkommende Titel scheint für den thebaischen Ursprung zu
2195sprechen. Niemals findet sich ror dem Eigennamen der Verstorbenen
2196die Bezeiehnung Osiris.
2197Der Papyrus enthält die folgenden Kapitel: 131T.. 182 mit einer fu-
2198nerären Darstellung, 174., 168A I., 13BI /. 16B untergehende Sonne.
21991g.
2200Britisches Nusenm No. 9901, Clot-Ber: Ein Papyrus aus späte-
2201rer Zeit als die vorhergehenden: denn er ist aus dem Ende der Regie-
2202rung Seti l. uder aus dem Anfange der Ramses I1. Es ist ein datierter
2203Text. Dieser Papyrus ist besonders durch die Feinheit der Vignetten
2204und durch die Sorgfalt, mit der dieselben ansgemalt sind. bemerkens-
2205werth. Iu dieser Beziehung ist er ein Kunstwerk: dagegen lälst der
2206Text in mehreren Theilen riel zu winschen übrig.
2207S#
p. 72
220860
2209Er ist geschrieben fü5m1
2210n$JAl!Lo „den Haushofmeister des Künigs Seti I., den
2211Nufseher des Viehs des Königs, den königlichen Beamten Hunefer (be-
2212stattet) im Westen von Theben". Also ist die Herkunft des Papyrus so-
2213woll als seine Zeit genau bestimmt. In der That würden viele Um-
2214stände anch olme das Datum uns bewegen diese Urkunde für später zu
2215halten als die rorhergenannten; die viel dünnern Schriftzeichen nähern
2216sich wenger dem Hieratischen und sind der remen Hieroglyphe ähn-
2217licher, besonders zu Anfang des Papyrns. Hunefer wird immer „Osiris"
2218genannt. Er trägt langes Haupthaar, welches bis zur Schulterhöhe nicht
2219geschmitten ist, dessen vordere Partie aber noch tiefer als bis zu den
2220Schlüsselbeinen herabfällt. Die Kleider sind weiter als die Nebsenis.
2221Ebenso bei seiner Frau →7 mn d m mu IIil ? 2 „die
2222Fran Sängerin des Ammon Nascha". Auch sie trägt längeres Haal als
2223die Franen der YVII. Dynastie; es fällt noch tiefer als bis auf die Ellen-
2224bogen heral. luf dem Kopfe trägt sie einen Kegel nnd eine Lotus-
2225blume. Diese Zierrathe finden sich an der Mumie wieder, die weifs
2226und mit rothen Streifen krenzweis bemalt ist.
2227Angeuscheinlich hat der Schreiber diesen Papyrus besonders in
2228den Vignetten sorgfältig behandelt; auch der Text ist nicht schlecht bis
2229gegen das Ende; da hat der Oopist, der sich vielleicht wenig überwacht
2230fühlte nnd die Berndung beschleunigen wollte, seine Columnen unr mit
2231Bruchstücken von Sätzen ausgefüllt, ohne sich um den Sinn zn kümmern.
2232So habe ich daranf verzichten müssen, mich des Kap. 17 ron Zeile 48
2233an zu bedienen, obwohl der Text fast bis zum Ende noch 34 Columnen
2234fortgeht. Die Kapitel, welche dieser Papyrus darbietet, sind: 15A HII V.,
223516 A, 183, 125 P'sychostasic, 1V. und 22 anch noch unter den Vignetten
2236zl 1, an welche sich die Ceremonie des Apro anschiefst x mm - f-]
2237…die Öfnung des Mundes der Mumie"; dann 17V. Weiter reicht der
2238Papyrus nicht.
p. 73
2239C1
22401l.
2241Britisches Masenm Nv. 9968, ein sel gutes Fragment olmne Vi-
2242gnette, welches Kap. 17. 1. 38—69 umfalt. Es ist geschrieben für
2243TtmmadME.den Vorstcher der königlichen Framen dalmes-.
2244Die hier genannten Franen aft sind ohne Zsseitid die sonst mit elein
2245Namen mn ~ di bezciebmeten. die Franen des Harems.
2246Papyrus der AVII. Dynastie.
2247Ai.
2248Unter diesem Buehstaben werden zwei Stücke zusammengetalst,
2249die zu derselben Urkunde gehörem, ron denen das eine der Papyrus
2250Nayer CDEFGK in Liverpool ist'). das andere aher im Britischen
2251Musenm befndliche als Papyrus Libri No. 0933 bezcichnet wird. Die
2252beiden Hälften ergänzen sich vollkommen: ich werde daher mu wie von
2253einer Urkunde reden. Es scheint zunächst, als sci dies ein namenloser
2254Papyrus. Als ich aber den Text sehr genan botrachtete, bemerkte ieh,
2255dals der Name allerdings geschrichen war, aber absichtlich im ganzen Um-
2256funge dles Papyrus ausgemerzt worden ist, so dals alle jetzt rorhandenen
2257leeren Stellen ron dieser leicht erkenubaren Zerstörung herrühren. Indes-
2258sen habe ich den Namen des Verstorbenen nuch wieder anffnden kömnen:
2259er war d Pyß oder M P it .luhines, dahmesn; der Name seiner Mut-
2260ter ist unleserlich.
2261Der Papyrus ist sehr gut geschrieben und ganz im Character der
2262XVIII. Dynastie. Die Vignetten sind farbig, die Fleisehtheile dunkelroth.
2263das Haar sehr km%. Der in Lirerpool befindliche Theil des Papyrns
2264besteht aus mehreren Fragmenten und ist weniger gut erhalten als der
2265in London. Das Zeichen fd kommt nicht vor, ebensoweng -. wel-
2266ches sowohl als Silbenzeichen wie als Determinatir darch mm ersetzt
22671) GooDws, Zeitschrift 1873 p. 12; Garrs, catalogne of the Mayer col-
2268lection p. 38.
p. 74
226962
2270wird; aber s wird Si geschrieben und ae Si entweder
2271S ss oder
2272Eine andere graphische Eigenthümlichkeit dieses Papyrus ist der
2273viel häufigere Gebranchı des =. Man findet es in sehr vielen Fällen
2274satt s findet mn die Pronomina mn für mm, sfir ound
2275geschrieben. Aber das Zeichen wird so allgemein ange-
2276wandt, dafs man ihm anch sonst, selbst als weiblicher Endung, fortwäh-
2277rend begegnet, 1. B. in d P →AS7T eo, A
2278oder →f in den Participien, →, →f4f u.s. w.
2279Die Kapitel, von denen dieser Papyrus Bruchstücke enthält, sind
2280die folgenden: in Liverpool 80T., S8T., 56 T., 5, 96 und 97, 117 und
2281118V., 17, 82—9t, 18, 1-18, 119, 102, 7, 136 A., 136B I., 124, 149 a 6—
2282in London 1496 Ende, edefghililm».
2283Aj.
2284Britiscles Museum No. 9914, Young. Sehr unvollständige Frag-
2285mente eines Papyrus der NVIII. Dynastie, deren Vignetten zerstört sind.
2286Es war geschrieben für den rh 4mmd „den Amchent Ame-
2287nemha". Es sind noch vorhanden Kap. 136B, 149, 1-8, 99, 23—35
2288und 136A.
2289Ali.
2290Britisehes Museum No. 0918, Salt 341. Ein kleiner Papyrus ans
2291spüäterer Zeit, vielleicht der XX. Dynastic, geschrieben fir 2 M s
2292mmdan lumĂP.den Osiris, den Aufseher der Manrer des Ammon-
2293tempels Amenmes". Die thebaische Herkuft ist anfser Zwreifel. Dieser
2294Papyrus ist von rechts nach links geschrieben. Er enthält: Kap. 125
2295Einleitung, dann eine Aubetung Ra's, die einige Ähnlichkeit mit Kap. 15
2296hat. Dieser Paprrus ist wenig branehbar.
p. 75
2297Al.
2298Britisches Musemm No. 9926. Fünf sehr kleine Fragmente, die
2299zu drei rerschiedenen Papyren gchören. Zwei darunter, in der dicken
2300Schrift der YVIII. Dynastie, gehören zu cinem und demsclben, und ent-
2301halten Bruchstücke des 17. und 110. Kapitols; der Naine hat sich nicht
2302gefunden. Diese beiden Fragmente sind die einzigen, welche benutzt
2303worden sind.
2304Am.
2305Britisches Musemn No. 9929, 9934 und 993», Fragmente Libri,
2306welche meist zu einem Papyrus aus dem Anfange der XIN. Dynastie ge-
2307börene Dersehbe wurde geschriehen en ]2=IB~A oder
230812=İR~IAE„len Obersten der Arbeiter al orler Naai. In
2309No. 9929 finden sich Bruchstücke von Kap. 8t und 110, in 998t ron
2310Kap. 1 und 17 bis %.Jlodut demselben Carton ist ein Bruchstück des
2311Kap. 17 ron Z. S1 an hinzugefügt: er ist jedoch in kleinerer Schrift und
2312gehört zu cinem andern Texte mit rerschiedenen Namen. No. 9985 ent-
2313hält wiederum Fragmente vom P'apyrus des Naa, nümlich 77, 134, St,
2314S3, 99, 42. In der Benennung der Crheder, welche in dem letztgenannten
2315Kapitel vorkommt, wird der Verstorbene statt mit seinem Namen durch
2316den lusdruck fe s1 „ein Beamter VN." bezeichmet.
2317An.
2318Britisches Maseum No. 9940. Sel schöner Papprus. der erste
2319ans ciner characteristischen Gruppe, zu der Br. Mus. 9940 u. 995š und
2320Leyden H (La) gehörendIn unterscheidet sich ron den andern beiden
2321nur dadurch, dafs er ron links nach rechts geschricken ist, während
2322diese die umgekehrte Richtung befolgen. Ich habe keine schönere Hie-
2323roglyphen gefunden. Sie sind mit der grüfsten Sorgfalt gemalt, beson-
2324ders in der Anbetung des Osiris, mnt der der Papprus beginnt. Die
2325gelbe Farbe wird durch Vergoldung ersetzt. Olme Zweifel sollte dadureh
p. 76
232661
2327in Erinnerung gebracht werden, dafs der Verstorbend ein feineres Hand-
2328werk ausgeübt hatte, was ans seinen Namen und Bezeichnungen herror-
2329geht=IEoderdfDerMeister Gokdschmied
2330Kartuna oder Neferrenp." Ich habe den Titel durch „Meister Gold-
2331schmied" ühersetzt, olschon über die Bedeutung des Auscrucks Fr
2332nub-pehi ein Zweifel bestehen kann. T peli, phonetisch a geschrie-
2333ben, bezeichnet eigentlich ein Theilchen" oder „ein Stückchen Gold».
2334Eine äthiopische Stele giebt das O O als einen Theil des → in (LEPSIC'S,
2335Netalle p. 41). E wüürde demnach den bezeichnen, der das Gold
2336in kleine Theile zerlegt, eine Art Münzarbeiter. Geben wir andererseits
2337dem Worte F das Determinativ D. so würde der Titel einen Fabrikan-
2338ten von Goldgewehen bezeiehnen. Das Wort „Goldschmied" ist daher
2339hier in einem sehr allgemeinen Sinne zu verstehen.
2340Der Verstorbene hatte zwei Namen, von denen der erste ein
2341durchaus semitisches Aussehen hat: man kamn ihn einerseits mit dem
2342Worte "r „Stadt" und andererseits mit der Wurzel =: „kleinschnei-
2343den" oder mit "*? zusammenstellen. Müglicherweise war er ein Phü-
2344nicier oder cin Syrer, der sich in Ågypten niedergelassen und den
2345Namen Neferrenp angenommen hatte. Er wird mit seiner Fran oder
2346Sclivuster dargestellt, die eine sngerin des Ammon war fra b, t'o
2347mmdmmmnDIemnr. Nor dem Nnmen des Verstorbenen tindet
2348sich die Bezeichnung "Osiris".
2349Der Papyrus enthält die Anbetung des Osiris, Kap. 1 mit Nach-
2350schrift und Kap. 17. 1—0. Der Rest der Urknnde ist zerstört.
2351Ao.
2352Britisches Mnscum No. 9913, Salt 127. Dicke Schrift der AVII.
2353Dynastie, gemalte Vignetten: der Papyrns ist zu Anfang nnd Ende zer-
2354rissen. Der Catalog Ssur's bemerkt, dafs er in Theben gefunden worden
2355ist. Die Hieroglyphen sind sorgfiltig. Das Zeichen m. findet sich nur
2356ein einziges Mal und wird sonst überall durch mn, oo ersetzt;
p. 77
2357auch &d kommnt nicht vor. Ein Name wird nicht genannt: nor einmal
2358gegen Ende, am Anfang der Darstellung der Psychostasic, die fast gänz-
2359lich zerstürt ist, findet sich diese Bezeichnung Je2, E -ler Osi-
2360ris d". Der Paprrus enthält: eine zerstörte Vignette, Kap. T. 130A,
2361136B, 149a-k. 150, 125 Einleit., 136B, 16—20. Pspehostasic.
23621р.
2363Britisches Museum Vo. 9910. Farbige Vignetten. Wieder ein Papr-
2364rus, der für einen V'erstorbenen vermnthlich frenden Ursprungs geschrie-
2365ben war. Der Name desselben lantet {5| E Char oder Ie
2366449 Chari „der Sprer"; es geht ihm eine Bezciehnung rorher, deren
2367Sinn dunkel ist.
2368oder üfter H2 DTHS In den zu den Vignetten ron Ka-
2369pitel 17 gehürigen Vignetten beifst er einmal einfach 2744^208
2370Vielleicht muts man das e hinter Tal als Solm ron-mflassen. Damn
2371würde er ein Sohn Usuis sein und selbst Usai heifsen, wührend man
2372ihn in Agypten nach seiner Herkmnft „den Syrer" genannt hätte.
2373Seine Fran, welche in dem Texte oftmals da erscheint, wo man
2374ihren Gatten erwarten sollte, trug gleichfalls einen semitischen Namen:
2375sie hiefs fel - 370811 N „die Fran Puace".
2376Ich halte diese Urkunde für keine sehr altu. Allerhüchstens
2377kann sie bis in die Mitte der XIX. Drnastie zurückgchen. Die Haar-
2378tracht und die Kleidung des Verstorbenen erinnern sehr an die Vignetten
2379Hunefers (Ag). Das Haar fällt vorn bis auf die Schlässelbeine, während
2380es hinten nur bis auf die Schulter reicht. Der Text ist wenig comrect
2381und man erkennt, dafs der hünstler seine Aufmerksamkeit besonders aut
2382die Vignetten geriehtet hatte. Er gehört offenbar zu jenen Paprren.
2383deren Vignetten in voraus gemacht worden sind. Es läßst sich nicht
2384lengnen, dals dieser Papyrus in enger Bezielung mit dem in Dublin
2385steht (über welchen weiter unten) und mit No. I. in Lerden, der sich
2386gleichfalls durch seine Vignetten anszeiehnet. aber gleiehwobl einer spü-
p. 78
238766
2388tern Zeit anzugehören scheint. Diese Ähnlichkeit hat ihren Grund viel-
2389leicht in einer localen Überlieferimg. Vo. IV in Leyden kommt aus
2390Memphis; über die Herkunft des Papyrus Ap haben wir leider gar
2391keine Nachrichten, da er ron einem Antiquar gekauft worden ist.
2392Die in ip enthaltenen Kapitel sind die folgenden: Anbetung des
2393Osiris V., 1T., 17l., S7T., 92V., 38BT., 148V., kleine Fragmente ron
239418, 125 Einleitung: Confession, 110 Elrs. Gefilde, 186. Der Papyrus ist
2395unrollständig und hat mehrere Lücken: Kap. I sollte zweimal darin vor-
2396gekommen sein, wen man nach den am Ende hinzngefügten Fragmenten
2397nrtheilen darf.
2398Ag.
2399Britisches Museum No. 9930 uhne Namen. Vier Fragmente aus
2400sehr guter Zeit: das Gesicht des l'erstorbenen ist roth gemalt, die Haare
2401reichen bis anf die Schultern: die Mumie war schwarz mit gelben Quer-
2402streifen. Diese Bruchstücke sind in vollständiger Unordnung. Ich habe
2403nmr Theile des 17. umd t2. Kapitels benntzen können; es finden sich
2404deren aufserdem ron Kap. 133, 18, 142, 151 undd 119.
2405Ar.
2406Britisches Museum No. 9953. Nl. Drnastie, kleinere Schrift, die
2407sich der der TNVI. Dynastie nähert. Die Vignetten sind roh; die Haar-
2408tracht ist lang und fallt bis auf die Schlüsselbeine herah. Der Text ist
2409geschrieben fü 12=M -→2-den Osiris,
2410den Oberbibliothecar des Künigs Chai" Dieser Papyrus begint mit
2411einer Anrufung rerschiedener Gottheiten und führt mit Kap. S6, 87 und
2412S8 fort.
2413As.
2414Britisches Musenm No. 9951. Ein Papyrus aus der Zeit der
2415XVIIL. Dymastie, geschrieben fübr 7m E-BE yden küniglichen
2416Schreiber Hututu". Er besteht nur aus zwei Fragmenten, welche Kapi-
2417tel 79, S1 und S7 enthalten.
p. 79
241867
2419Al.
2420Britisches Musemm Vo. D95õ, aus der Auction Hay herrührend.
2421Unzusammenhängende Fragmente eines sehr schünen Papyrus mit beson-
2422ders sorgtältigen Vignetten, der zn derselben Familie gehürt wie dn und
2423La und gleich dem letztern von rechts nach links geschrieben ist. Der
2424Verstorbene, welcher nicht immer ein Osiris genamnt wird, namentlich
2425nicht wenn seine Titel aufgezihlt werden, war . =mml.EJE
2426•E "dler Chef der Arbeiter in der Necropole von
2427Theben Paschetu". In dem nur in Bruchstücken erhaltenen Texte findet
2428sich: die Anbeting des Osiris, Kap. 1T., 15A, 16B, 18, 130, 13+, 181T.
2429Dieser Payrrus gehört rermuthlich an das Ende der XVIII. Drnastie.
2430Au.
2431Britisches Museum No. 9956. Dieser Papprus mit einer farbigen
2432Vignette enthält um den abgekürzten Text von Kap. 78. Er ist ge-
2433schrieben für den verstorbenen 1 SJo la Horsiesis, der weder
2434Titel noch Würde hat.
2435Av.
2436Britisches Museum No. 10021, Salt 1231. Dieser Text anf Leder
2437ist mit vieler Sorgfalt geschrieben, aber selr verstümmmelt. Das emzige
2438Kapitel, welehes ich benutzt habe, ist 79: aber die Urkunde enthält noch
2439Sütze aus andern Kapitel, wie 6, 20, 17, G8 u. a. Der V'erstorbene
2440führte rerseledene Titel
2441=#A-der Oberste der Priester des Thrones Penru.
2442der Sohn der Frau Autai". Ein anderer Titel ist =) aPsi "der
2443Oberst der fremden Süldner".
2444ATV.
2445Britisches Musenm No. 9903. Dieser Papyrus ist ans späterer
2446Zeit als die übrigen, welche zu dieser Ausgabe benutzt morden sind.
p. 80
244768
2448Er rührt aus der XXI. Dynastie her und gehört zu der Groppe der in
2449Der-el-bahri gefundenen; vielleicht kommt er aus einem Verstecke der-
2450selben Art, das wenigstens vor funfzig Jahren entdeckt sein mufs. Der
2451Titel und der Name der Verstorbenen lassen über das Alter des Papyrus
2452keinen Zweifel Sie hiel 27-7,mml.
2453•=Lf „die Osirianerin, die Fran nnd Sängerin des Ammon, die
2454grofse Pallas ..... Isis-cm-cheb" Diese Urkunde ist ron rechts nach
2455links geschrieben und zeigt den Übergang der Hieroglyphe ins Hieratische
2456sehr anschanlich; denn im Britischen Musenm befindet sich ein zweiter
2457Papyrns mit dem gleichen Namen, der ohne Zweifel einen Theil des-
2458selben Textes bildet, und dieser ist hieratisch geschrieben. Obwohl dieser
2459Papyrus nicht in die Categorie der von mir benntzten Handschriften ge-
2460hört, so habe ich doeh in einigen seltenen Fällen davon Gebranch ge-
2461macht (siehe Vign. 123). Der hieroglyphische Theil, von dem ich eine
2462Durchzeichnung habe, enthält die dubetung des Osiris, Tap. 1, ST., 44,
246371V., GOV., 33, 35l., 123T., 201., 27.
2464A.x.
2465Papyrus Brocklehurst |I '). Diese schöne Urkunde ist im Winter
24661883 in Ägypten gekauft worden. Sie ist jetzt das Eigenthum der
2467Mrs. DENT aut Sudeley Castle, welehe die Güte gehabt hat mir die Er-
2468Jaubnifs zur Photographierong des Textes zu ertheilen. Dieser Papyrus
2469ist ein sehönes Beispiel der hieroglypliseben Texte der XVIII. Dynastie
2470und zeiehnet sich durch Correctheit und sorgfiltige Vignetten aus. Man
2471erkennt, dafs er von einem Schreiber copiert worden ist, der seine Ar-
2472beit wieder durchgelesen hat, denn hier und dort sind vergessene Würter
2473nachträglich hinzugefügt worden.
24741) Der Papyrns Brocklehurst I. ist ein bieratischer Text, den die Araber
2475dem Schachte in Dêr-el-bahri entnommen haben, ehe derselbe Herrn NAsPERO
2476bekamt war: Er lantet antden Namen des Prnzen 228940xfo
2477S. LErÉBURE, Le puits de Deir el Babari, p. 9.
p. 81
247869
2479Beim ersten Anblick scheint es, als sei der Name ausgelassen; in
2480einigen wenigen Stellen jedoch finden wir in etwas versehherener Schrift
2481eine Angabe über den Verstorbenen. So ist in Kap. 133 die Lücke für
2482den Nanen durch die Worto JoD] mm dum es adler Osiris, der
2483Priester des Amenoplis* ausgefüllt. Au einer andern Stelle, Kap. 148,
2484fiuden wir denselben Titel wieder, mit einem Namen, den ich anf dem
2485photographischen Abznge nieht mit Sicherheit entziffern kami, der mir
2486jedloch 37 PS! Belisu zu sein scheint. Augenscheinlich war dies ein
2487in vorans geschriebener Papprus, in welehen den Namen einzusetzen
2488man nieht mehr die Zeit hatte, so dals man sich begnügte die Lücken
2489zwei oder dreimal auszufüllen. Diese seltenen Angaben zeigen indessen
2490hinreichend, dafs er für einen Priester gesehrieben war, der beim Culte
2491eines der Amenophis angestellt war. Die ganze Sehrift und der Stil der
2492Vignetten weisen gleiehfalls auf die beste Zeit der TVIII. Dyuastie hin.
2493Der Papyrus mufs nrsprünglich umfangreicher gewesen sein, als er heute
2494ist; zl1 Anfang und Ende fehlt ein Theil.
2495Die Kapitel, welehe er enthält, sind die folgenden: S6i, 171, 133l.,
2496S1l, 105l., 721., 1231., 25d., 264., 28V, 30NY., 35l., 12+1:,
249782r., G3BI., 62l., 36V., 132l., 102Г., 3, 42, 994.. 14+V., 148/
2498Nachschrift, 125 Psrehrostasie und Finleitung.
2499Die Zeichen S und o finden sich beide in dem Texte. Da
2500dieser Papyrus erst kürzlich entdeckt nnd ron mir erst benutzt worden
2501ist, als ich bereits fast am Ende meiner Arbeit angelangt wa, so sind die
2502V'arianten, welche er gewährt, in der Regel als die letzten antgetührt.
2503Ar.
2504Anf Carton aufgeklebte Fragmente im Besitze des Mr. SveR Cr-
2505NIsG, der sie mir gütigst mitgetheilt hat. Sie rühren von zwei verschie-
2506denen Papyren her, ron denen der eine alter ist als der andere. Der
2507erstere ist für einen Verstorhenen namens AMO-Ime-
2508nemheb geschrieben und ich habe darin Fragmente der Kap. St und S3
p. 82
2509gefunden. Dieser Text ist aus der guten Zeit der XVIII. Dynastie; das
2510Zeichen h hat er nicht.
2511Der andere Papyrus ist jünger: es sind einige Zeilen der Con-
2512fession davon üibrig; er ist geschrichen für 194 mmMNg "den Osinis
2513Amenmes".
2514Berliner Papyri.
2515Ba.
2516Berliner Museum, Pap. 21). Paprrus der XIX. Dynastie in grofsen,
2517sehr saubern Hieroglyphen, die vollendeter sind als die der TVIII. Dr-
2518nastie. Die Vignetten sind gemalt, der V'erstorbene ist vollständig be-
2519kleidet, sein Haar reicht bis anf die Schlüsselbeine.
2520Dieser Text ist geschrieben ti 121o*esL .den
2521Osiris, den küniglichen Beamten Nechtuamon". Seine Fran oder Schwe-
2522ster hiefs TRA-die Frau Puiua*. Ibweichend von Iepsus
2523glaube ich nieht, dafs dieser Paprrus besomlers für diesen Verstorbenen
2524geschrieben sei, wenigstens nicht in seinem ganzen Umfange. Angen-
2525scheinlich sind die Vignetten in voraus gemacht. Am Ende des Paprrus
2526hatte man einige zu solchen Kapiteln vorbereitet, welche nicht copiert
2527worden sind. Dagegen ist der Text wohl für den Todten geschrieben
2528worden, denn der Name desselben ist nicht nachträglich hinzngefügt
2529worden. Der Name des Verstorbenen scheint zu ergeben, dals diesu
2530Urkunde thebaischen U'rsprungs ist.
2531Sie enthält die folgenden hapitel: 1.. 1BI., DAIVT.. 16B,
253215B1., 17l., 83l., S1l., T7l., iSV., S1l., SG)., Sit., Fragm. 147 und
253314G|., 125 Einleit. T., Confession, Schinfsrede, Psychostasie, 15BI, 9,
25341481., 72T., 39T.. 40, 32. 1001., 99T., 110 Einleit, — Lückc, — 23 Ende
25351) Lersit's, Älteste Texte p. 12.
p. 83
253636V., 95l., 22r., 103T., 68, 117, 141-3L., 19T., 117l., 39P.,
2537137AV., 137BV., 63 Г., 149a-kV., 130 V., 3OBI., 26 Г., 27T., 29BV.,
2538108 V. Von hier ab wird der Papyrus sehr sehlecht und nimmt einen
2539Theil .der Einleitung zu 125 wieder anf. Darnach ist der Text verkehrt
2540geschrieben nach cuem Originale, dessen Columnen man am falschen
2541Ende vorgenommen hat. So finden sich einige Zeilen ron 147, dam
2542die Kapitel 87, SG, i8, 77, St und einige Zeilen des 17. Kapitels. In-
2543dem ich die Columnen an ihre richtige Stelle setzte, habe ich mehrere
2544Kapitel wiederherstellen können, deren Text in der normalen Redaction
2545sehr verderbt ist. Daßs der Papyrus nicht so enden solltr, das ergiebt
2546sich aus den letzten Vignetten, die mit dem, was darunter steht, nichts
2547zu than haben, namentlich aus denen zu Kap. 173. Weiter findet sich
2548ein Hymnus an Ru und einige Überbleibsel des Bildes zu 186.
2549Dieser Papyrus bildet ein Seitenstück zu Ag, er liefert einen zu
2550Anfang sehr sorgfältigen und correcten Text, der aber gegen Ende so nach-
2551lässig wird, dafs man ihn unmüglieh gebrauchen kann. Er hat die bemer-
2552kenswerthe orthographische Eigenthümlchkeit, dafs der Titel „ein ande-
2553res kapitel • 1 1 y8 geschreben wird, und ebenso C4l83
2554in Kap. 17.
2555Bb.
2556Berliner Museum do. 1471, Papyrus aus dem Ende der J/X. Ds-
2557nastie, olne Zwrcifel von thebaischer Herkunft. Er ist für eine Frau ge-
2558schrieben Iaatmma IIAseS Dedic Oxirizmerin
2559die Fran Sängerin des Ammon Mutemua'. Dieser Name ist bänfig nu-
2560ter der XVII. Dynastie; indessen bestimmen mich die Kleidung der Ver-
2561storbenen, ihre Haartracht und der Umstand, dafs sie immer —? ge-
2562nannt wird, diesen Text der XIN. Dynastie zu überweisen, und zwar
2563einer noch spätern Zeit als Du.
2564Dieser Papyrns hat eine merkwürdige Eigenthümlichkeit. Die
2565Vignetten, welche in vorans gemacht sind, zeigen, dals der Papyrns von
2566rechts nach lmks und mieht von luks nach rechts geschrieben werden
p. 84
256772
2568sollte. Wirklich finden wir die Anbetung des Osiris am Ende, wo der
2569Gutt zur Linken des Bildes steht. Unmittelbar hinter Osiris beginnen
2570die Vignetten zu Kap. 17, nach links gewandt; unter der letzten, der
2571der Katze, welche die Schlange tödtet, heginnt die C'opie des Textes,
2572welcher in der den Vignetten entgegengesetzten Richtung länft und ab-
2573bricht, wo der Schreiber bei dem Osiris der Anbetungsscene angelangt ist.
2574Es scheint, dals man naclı Beendigung der Vignetten den Papyrus von
2575der andern Seite in Angrift genommen hat, als habe er überhaupt ron
2576links nach rechts geschrieben werden sollen. Er beginnt mit der Dai-
2577stellung der Elysischen Gefilde; dann kommen die 4 ersten Wohnungen
2578des Kap. 149 mit den Vignetten. Man hat den Text der letzten Zeile
2579zusammenrücken müssen, um ihn ganz schreiben zu können. So ist
2580man unter der Schlange des 17. Kapitels angelangt und hat den Text
2581dieses Kapitels begonnen, der mit Z. 28 abbricht: darauf folgt die Anbe-
2582tung des Osiris.
2583Man wird in den Varianten eine aufserordentliche Ähnlichkeit die-
2584ses Papyrus mit Da bemerken, nämlich im 17. Kapitel, dem einzigen.
2585welches sie gemeinsam haben. Zwischen beiden Texten besteht eine
2586cben solche Ähnliehkeit wie zwischen gewissen Texten der saitischen Epo-
2587che, welche, wenn nicht von derselben Hand geschrieben, doch nach
2588demselben Original copiert sind. Die Beziehungen sind besonders auf-
2589fallend, wo es sich um gemeinsame Fehler handelt. So lesen Z. 10 beide
2590* ka; 7. 11 sind die Worte nach 6442
2591fast gleichlantend und beide unterdricken das Verb D AA: 2.13
2592lassen beide hinter f das Nämliche aus. Die 14. Zeile ist viel ansfüh-
2593licher als in den andern Urknnden. Die merkwürdigste Ähnlichkeit ist
2594aher die in %. 15. An der Stelle über die beiden Federn des Fp- lassen
2595beide Texte die daranf bezüglichen Worte ans und nehmen die 17. Zeile
2596vorans, che sie fast wörtlich wiederholen.
2597Indels bestehen zwischen diesen beiden Papvren daneben ziemlich
25981) Siehe die Berichtigungen.
p. 85
2599erhebliche Verschieden
2600sei rom andern abge:
2601gleiche gewresen sein.
2602Berliner Museu
2603Stile des Ausgangs
2604Thothnefer g
260518. und 19. Hapitels.
2606Der Verstorben
2607res Mal als
2608Persönlichkeit sein. v
2609mende. welehe jf a
2610nannt wird.
2611Berliner Musen
2612Hierogirphen und mi
2613rechts nach links, dlie
2614den alten Paprren: e
2615zwischen ihnen und d
2616Der Verstorher
2617"der Osiris, der Pries
2618Anmmonstempels Nesp
2619Dieser Paprru:
2620Osiris. neben dem sie
2621tel 16SB. welches in
26221) IHEBLEI. D
26232) REVILLOTT,
262473
2625heiten. so dals m
2626chrieben: aber d
2627Вс.
2628m. Pap. 11. Fr
2629ler VIII. Drna:
2630eschrieben. Dies(
2631і сдіх кіій
2632ie die auf einer
2633mnn
2634Bd.
2635m. Pap. 6. Pap
2636t sehl sorgtältiger
2637Hieroglrphen sin
2638• sind die wirkli
2639em Hieratischen i
2640e wal ef
2641er und Schreiber
2642aheran".
2643• besteht aus zwe
2644hIis und Nepht
2645meiner Edition g
2646ictionnaire. No. Tli.
2647Rerue Ertpr., II.
2648an nieht annehmen darf, der eine
2649as Original kamm sehr wohl das
2650gmente eines Paprrus im guten
2651tie, für einen Beamten namens
2652• Fragmente umfa-sen Theile des
2653als tmme • und em ande-
2654net wird. künnte wohl dieselbe
2655Stele in Inrin No. 681) rorkom-
2656Bia EA
2657nus der XV. Drnastie in grofsen
26581 Vignetten. Der Text länft ron
2659ıd ausführlicher gezeiehnet als in
2660chen Hieroglyphen und nicht die
2661n der Mitte stehenden.
2662bei den heiligen Ländereien?) des
2663i Theilen. an- einer Anbetung des
2664hys befinden. und aus dem Kapi-
2665nz wiedergegehen morden ist.
2666nmnée p. 103.
266710
p. 86
2668Be.
2669Berliner Museum, Pap. 2. Auf den ersten Tafeln des Papyrus des
2670Nechtuamen sind irrthümlicherweise Fragmente eines andern Textes anf-
2671gezogen. Es sind kleine Stücke eines Papyrus derselben Epoche wie Bd,
2672auch genau desselben Stiles, nur dals der Text ron links nach rechts
2673länft. Er enthält gleichfalls Kap. 168B, von dem jedoch nur die untere
2674Abtheilung und einige Fetzen der Vignetten übrig geblieben sind. In
2675der Besprechung der Kapitel habe ich die darin befindlichen Varianten
2676angegeben.
2677Es finden sich drei Namen von Verstorbenen, von denen zwei
2678männliche viellicht dieselbe Person bezeichmen: T210o1Å„44Z
2679„der Osiris der Schreiher bei .... Apiui" mni J210=02"4p"49
2680„der Osiris der Schreiber bei .... Puiusi»; endlich ein Frauenname
2681BmmD „der Osiris die Fran bremsche".
2682C. Paptri des Museums in Bulag.
2683Ca.
2684Dieser Paprrus ist mir neben dem Londoner da und dem Pariser
2685P6 bei der Herstellung dieser Ausgabe vom grölsten Vutzen gewesen.
2686An Lünge und Correetheit kann er sich mit jenen beiden messen, denn
2687Viguetten sind fast keine. In diesem so umfangreichen Texte kommen
2688nämlch nur eme kleine Vignette zu hap. 6t, die zu 136B und die zu
2689149 vor. Sonst geht der Text überall ununterbrochen und gedrängt
2690fort: das ist zugleich ein Zeichen seiner Vortrefflichkeit. Denn oftmals,
2691wie schon erwälnt, ist gerade da der Text nachlässig, wo die Vignetten
2692besonders sorgfaltig sind, und die Käufer haben sich oft dureh den
p. 87
2693Angenschein täuschen lassen und sich nicht genügend über die Qualität
2694ihnrer Erwerbung vergewissert. Anders ist es in diesem Falle: der Papprus
2695ist olme Zweifel von jemand erworben, der den Inhalt lesen und scinen
2696Werth beurtheilen konnte.
2697Diese wichtige Urkunde gehört dem Muscum in Bulag: aber sie
2698ist von Marnetre in den Lonvre gebracht und wird in demselben seit
2699vielen Jahren verwahrt. Dort habe ich iln benutzt. Der Papprus ist
2700opisthographisch und vollständig: nnr am Anfangr mögen einige Zeilen
2701fehlen.
2702Ohne Zweifel kommt er ans Theben. Er ist geschrieben für
2703QMAE f.dlen ersten Hülfspriester') des Ammon, den Beamten Ne-
2704semneter, den Sohn des Richters Aahmes, das Kind der küniglichen Fa-
2705roritin Messchert". Der Name der letztern wird mamchmal Ml982
2706oder MNS Sf geschrieben. Das Amt des V'erstorbenen mulste ein
2707ziemlieh bohes sein: er verdankte es rermuthlich dem Umstande, dafs
2708seine Mutter zu dem Harem des Künigs gehört hatte.
2709Der Text ist einer der correctesten, die mir vorgekommen sind:
2710die Schrift zeigt einen schönen Stil nnd ist sehr sorgtältig: hier und dort
2711beweisen einige Andernngen, dafs die Copie wieder durehgelesen ist.
2712Der Name wird ohue weitere Zusätze eingeführt, nicht einmal mit dem Ad-
2713jeetive E4 4. welches wir einige Nale in lu angetrotten haben. Noch
2714weniger wird der Verstorbene irgend wo Osiris genamnt.
2715Die Zeichen &e mud - sind beide in hänfigem Gebranch: =o-
2716gar findet sich das negative a oftmals lehlerhaft statt unm angewandt:
2717So hapite 0A,5 — RmßyI81X u.i, O2: Kapitel 70. 1
2718111xa221og: Kap. 91, 3 hat eine Version mu sa!
2719wührend die andere meTy bietet. Ich künnte die Zahl solcher Belege
2720vermehren: weitere Beispiele dieses Irrthumes wird man sowohl in dem
2721Grandterte als in den Varianten finden.
27221) Berccir, Dictiomaire. Suppl. p.!57.
272310*
p. 88
2724_76
2725Der Papyrus enthält die folgenden Mapitel: (Recto) 106 zu An-
2726fang unrollständig, 22, 23, 24, 25, 26, 25, 27, 43, 30 A, 31, 33, 34,
272735, 7$, 45, 93, 91, 11, 42, 14, 68, 69, 70, 92, 63, 105, 95, 72, 176,
2728125 Einleitung, Confession, Schlufsrede, Nachsehrift, 124, 83, St, 85,
272964V., 91. (Yerso) 82, 77, 86, 99, 112, 97, 7, 102, 3SA, 27, 11, 39,
273065, 95, 101, 11t, 91, 136A, 136B, 149V., 150, 103, 117.
2731Der Papyrus schliefst mit emem heratischen Texte, der gröfsten-
2732theils erloschen ist. Wie man sieht, sind die Kapitel 17, 27, 91, 95
2733jedes zweimal geschrieben.
2734Сb.
2735Leinewand Thothmes' II. Eins jener Leichentücher, welche die
2736in Dêr-el-bahri gefudene Mumie des Künigs bedeckten. Jeh führe dazu
2737an, was Maspero in seinem Berichte über den Fund (p. 13) sagt:
2738.Die Mumie war schon ron den Arabern durchsucht. Sie trug
2739am Kürper befestigt zwei kleine Ruder und einen Schilfstrauls. Sie be-
2740fand sich in so üblem Zustande, dals man sie üffnen mufste: man fand
2741darın eine in drei Stücke zerbrochene Mumie, welche 1,60"' in der Länge
2742mafs. Die Leinewandbinden, welche sie umbüllten, trugen lange hiero-
2743glyphische Texte in Tinte, das 17. Kapitel des Todtenbuehs und Frag-
2744mente der Litaneien an die Sonne, auf den Namen des Königs Thuth-
2745mos Ill. des Solmes der Münigin Isi, deren Name hier zum ersten Male
2746erscheint".
2747Diese werthrolle Urkunde besteht ans rerschiedenen Abtheilongen,
2748welehe dureh horizontale Striche getrennt sind. Leider fehlt der untere
2749Theil. Der Test begint mit diesen Warten: 6Z%°(01888)
2750∞шž∞•ж
2751MASAENASABZIPAss
2752SL'OZDl "Der gute Gott, der
2753Herr der Welt, der fromme Fürst du-cheperu-ra, der Sohn des Sonnen-
p. 89
2754gottes aus seinem Leibe, rou ihm geliebt, Amenophis hat dieses Monun
2755gemacht seinem Vater, dem guten Gotte, dem Herrn der Welt, dem fr
2756men Fürsten, dem Könige von Ober- und Unterägypten Men-chrper-
2757dem Solme des Ra-immon aus seinem Leibe, von ihm gelicbt. Thothi
2758nefer-cheperu. Er hat ihm auch gewährt die Bücher über die Vers
2759kommemmng des Verstorbenen, lamit er in die Barko des Ru einste
2760damit ihm sein Gehen mnd Kommen erleichtert (cig. erweitert) we
2761damit er einherschreite beim Ausgang aus dem Tage ....
2762Aso hat der Solm Thothmes, ¿menophis II., datür gusurgt, dafs .
2763Vater ein Monument bekäme, sowie dals seine Mumie die zu seinem Glü
2764in der andern Welt mentbehrlichen funerären Texte trüge. Es ist
2765merkenswerth, dals dive Sammlo c ag mm o lıl i o PAL
2766Bücher der Vervollkommenung des Verstorbenen" genannt wird.
2767Dieser Text ist mit großser Correctheit geschrieben, er bi
2768wichtige Varianten dar und bildet fün die Paläographie und Orthogral
2769der YVIII. Dynastie einen Vergleichungstypus von mbestreitbarem We
2770Man wird im Verlaufe des Textes bemerken, dafs die Zahl der De
2771minative in demselben weniger beträchtlich ist als gewölnlich, und anf
2772dem sind die gebranchten die cinfachsten und am wenigsten chara
2773ristischen.
2774Das Zeichen fed kommnt nicht vor, auch nicht die Negation
2775welche auf folgende Weise ersetzt wird: die degationen ~ und
2776werden durch mw und m ausgedrückt: statt der Pronomina -2.5
2777oIl S finden wir im Singular A l ohne Determinativ (Kap. 1T,
277860 n. s. v.) und im Plural BOR [ (Kap 18, 23) mnd BS (K:
2779tel 17, 91). In keiner der von mnir gesammelten Varianten habe ich
2780Determinativ S gefunden. Sogar bei dem ddjectir ~ .schlec
2781findet es sich nirgends.
2782Die Kapitel, welche ich von den Inschriften dieser Leinew
2783gesammelt habe, sind die folgenden. In der horizontalen Linie über
2784obern Abtheilng Kap. 154; darunter 17, 18, Litanci der sonne, 1,
2785unediertes Kapitel, welches eine Inbetung dles Osiris cnthält und aus i
2786ein
2787cke
2788We-
2789die
p. 90
2790Pitual zu sein scheint, ron dem aber zu wenig übrig geblieben ist als
2791dals es sich lohnte es wiederzugeben; dann ein Fragment von 68. Wie
2792man sieht, findet sich in dieser Urkunde ein Text, der nieht cigentlich
2793zu Todtenbuche gehört, jener, der sich am Eingange der Königsgräber
2794befindet und den ich 1875 unter dem Namen „Litanie du soleil" ver-
2795öffentlicht habe. Die Leinewand des Thotlmes enthält die 75 Ausrufun-
2796gen oder hikennu und ein grofses Stück des langen Schlufstestes, ron
2797dem sich ein Theil in den Papyren wiederfindet und Kap. 180 hildet.
2798Cc.
2799Bulag No. 21 ist ron Marierre in Theben angekauft und in dem
2800Il. Bande der Paprrus de Boulay, pl. 1-11, rerüffentlicht worden.
2801Dieser Papyrus ist aus der XVII. Dynastie. Abgesehen von den übrigen
2802Eigenthümlichkeiten dieser Epoche ergiebt sich das Zeitalter aus der
2803Darstellung des Sareophags, des • T. welcher schwarz und mit gelben
2804Streifen und Zcichmungen rersehen ist.
2805Der Papyrns ist geschrieben fü 800507| mm4
2806„den Rechmungsbeamten hei dem Vieh des Ammon ¿menophis". Seine
2807Fran hiefs St of und wird Tafel S bezeichnet als
2808„šeine liehe Frau, die vielgeliebte (würtlich: der Sitz xeines
2809Herzens), die Frau Urt", während sie Tafel 10 %xa
2810Schwester die Frau" genaunt wird. Dies Beispiel scheint mir die mnter
2811Au ansgesprochene Meinung zu unterstützen, dafs man das Wort «Schwe-
2812ster' nichıt als Bezeichnung einer wirklichen V'erwandtschaft auffassen darf.
2813Wir kennen auch drei kinder des Amenophis, zwei Sölme Ll
2814Neb-uare nud "B Rain, und eine Tochter o R S,§ Tuchat.
2815Offenbar' hat man sich bei der Zusammensetzung des Papprus
2816nach somner Aufwickelung versehen. Die Reihenfolge der Tafeln ist
2817sicher fellerhaft, denn Tafel 9 mufs ummittelbar auf Tafel & folgen. So
2818wie der Papyrus vorliegt, enthält er die folgenden Kapitel: Fragment
2819von 1il, 17, 15, D2T.. S9T.. 37T., 42l., Fragment ron 110, —
p. 91
282079
2821Licke — 100 ., 144., 171, 111, 151, 63, Anbetung des Osiris i
2822fmeräre Ceremonien.
2823Ce hat neben ddø allein das Kap. 171, welehes nenern thebaisel
2824Ursprungs sein muls, demn unter den Göttern, an welche es sich wend
2825findet sich ler Name 4m A 0cT 11150
2826Die Varianten und Kapiteltexte sind nach MARIETTES Ausg
2827copiert worden.
2828Cd.
2829Dieser von Marette wiederum in Theben erworbene Papyrus
2830nicht numcriert. Er ist gleichfalls für einen Amenuphis geschrieb
2831der jedoch nicht denselben Titel trügt, wie der vorhergehende. Die
2832heilst: mmo oa der Vorsteher der Seen o
2833Teiehe des Künigs ilmenophis". Es handelt sieh walscheinlich u
2834Seen uder Sümpfe, die dem Könige zur Jagd undd zum Fisehfang "
2835behalten blicben. Zu gleieher Zeit hatte Amenophis ein priesterliel
2836lint inne. Es heifst zu Anfang des 1. Kapitels in einer Zeile. der
2837unterer Theil zerstört ist, dals er →7 mmf un?
2838„Träger der Opfer des Ammon Ra und der Mut" war. Neine Schwes
2839oder Fran hics 4==l ef Aejesres.
2840Dieser ebenfalls der XVII. Dynastie angehörige Papyrus ist
2841schlechtem Zustande gekauft worden. Fast die ganze Mitte ist verlor
2842gegangen und scheint verbranut zu sein. Nur die beiden Enden s
2843noch übrig, und die noeh lesbaren Kapitel sind die tulgenden: Inbeti
2844des Osiris, 1V., 68V., 22, 23, 26V. (zerstürt). — Lücke — 123 En
2845Confession, Schlufsrede, Nachschrift. 136B, 149 T. mit der Angabe
2846Farben. Die letzte „Wolmung" ist fast erloschon.
2847Das Zeichen fud findet sich in dem Texte nicht, da es durch i
2848ersetzt wird, wobl aber die Negation -2.
2849ind
2850leIl
2851et,
2852be
p. 92
2853S0
2854D. Paprrns in Dublin.
2855Da.
2856Paprrus der Sammlung des Trinitr College, der im Cataloge ron
2857Hıvcrs No. I trägt. Derselbe giebt die Länge des Paprrus auf 201 eng-
2858lische Loll an, sagt aber niehts über seine Herkumft. Ich habe diesen
2859Paprrus in Dublin selbst studiert und aufserdem noch besonders nach
2860einer sehr guten Photographie, welche die Direction des College auf die
2861Bitte des Herrn Prof. MAHAFFI mir gütigst gewährte.
2862Dieser Papyrus enthalt trotz seiner Länge nicht riel Text. Er
2863zeichnet sich weniger dnreh die Correctheit des letztern als dureh die
2864Schönheit seiner Vignetten aus. die mit der grüfsten Sorgfalt gezeichnet
2865nnd gemalt sind. Die Reinheit der Linien in den Profilen ist wirklich
2866bewunderungswürdig. Derror dem Grabmonumente dargestellte Sarcophag
2867ist weifs gemalt und mit rothen Längs- und Querstreifen verziert, er
2868sieht daher dem ron lg ahnlich. Wem wir andere Characteristica he-
2869trachten, die Kleidung der Personen, die Haartracht des Verstorbenen.
2870die Schrift, welche länger, weniger dick und hesonders mehr hieroglr-
2871phisch als in den Texten der AVIII. Drnastie ist, und endlich den U'm-
2872stand. dafs der Verstorbene überall Osiris genannt wird, so müssen wir
2873diese Urkunde in die XIX. Drnastie rerlegen. Es ist eine schöne Probe
2874von den Texten dieser Epoche.
2875Dieser Paprrus ist im rorans angefertigt worden, die für den Na-
2876men gelassenen Lücken sind nirgends ausgefüllt. Er ist zu Anfang un-
2877rollständig: er begam mit einer Anbetung des Osiris, von der nur noch
2878die Gestalten der Isis und der Yephthrs erhalten sind. Daranf folgt
2879Tap. 1 in dem gewöhnlichen Umfange der alten Texte, das heifst, in der
288016. Zeile des Turiner Exemplars mit einem Zusatze abbrechend. Das
2881Ende der Vignetten fällt mit dem des Textes zusammen. Es folgen die
2882Vignetten des 17. Kapitels. aber seltsamerweise hat der Schreiber, sei es
2883ans Zerstreumg, sei es ans einem andern, schwer falsbaren Grunde, die
p. 93
2884Copie von Kap. I unter den Vignetten zu Kap. 17 ron neuem angefan-
2885gen, sodafs wir aut diesc Weise zwei Texte des 1. Kapitels in ummittel-
2886barer Folge und mit unbedentenden Abweichungen von einander haben,
2887wie •man ans der Vergleichung der Varianten des 1. Kapitels unter Da
2888und Dabis erschen kam. Da der Text des 17. Kapitels nurerst ziem-
2889lich spät, unter dem Adoranten hinter den beiden M aeritenst, so krme
2890mul ein geringer Theil desselben copiert werden: er bricht plötzlich
2891mitten in einem Worte der 32. Zeile ab und dazu sind die letzten Zeilen
2892noch sehr nachlässig und incorrect geschrieben. Das beweist dentliel,
2893dals die Vignetten eher als der Text hergestellt worden sind. Ohne Zwei-
2894fel hat die Schönheit der Instrationen über die Unvollkommenheiten des
2895Buches, für welches jene im voraus bestimmt waren, hinwegsehen lasson.
2896Nach Kap. 17 kommen 15B II und 16B. Hier verrathen die Hiero-
2897glyphen eine andere Hand; sie sind vollendeter als in der Chrrentschrift.
2898Die Orthographic von Worten wie ka4oi.Pf! ist nicht die
2899der XVII. Dynastie. Der Papprus endet mit Kap. 186.
2900Merkwürdigerweise lehnen sich der Text des 1. Kapitels und der
2901des 17. Kapitels am verschiedene Groppen. Im 1. Napitel steht Da dem
2902Londoner Papyrns Ap näher, der, wie wir geschen haben, nicht älter
2903als die NIX. Dynastie und vielleicht memphitischen Ursprungs ist. Gleich
2904diesem Texte enthält Du auch das nieht selir hänfige Kap. 1S6. Im
290517. Kapitel hat Da keine Ahnlichkeit mehr mit Ap, sondern vielmehr
2906mit Bu, wie wir uben bemerkt haben.
2907F. Papyri in Frankreich aufser Paris.
2908Fa.
2909Musce Borély in Marseille. Anf Tafeln geklebte und unter Cilas
2910cingeralmte Papyrusfragmente. Die große und dünne Schrift, die Alei-
2911dung des Verstorbenen, sein langes. ant diu Brust herabtallendes Hlaupt-
291211
p. 94
2913haar, alles läfst darauf schliefsen, dals dieser Papyrus der NIX. Dynastie
2914angehört. Der Verstorbene heiß ZHZIRJey-der
2915Osiris der königliche Schreiber Praemheu".
2916Der Papyrns beginnt mit einer Darstellung des Verstorbenen und
2917seiner Fran in anbetender Stellung; dann folgen Kap. 90V., 155l., 156l.,
2918112, von welchem letztern nur der Titel übrig geblieben ist. Nnr hier
2919habe ich Kap. 90 gefunden.
2920Fb.
2921Museum in Avignon. Leinewandfragmente, die auf zwei Tafeln
2922zusammengestellt und ein wenig in Unordnung sind. Der Stil der Schrift
2923ist der auf der Leinewand Amenemhebs im Louvre (Pf); es sind sehr
2924kräftige und sehr schöne Hieroglyphen, offenbar aus der Zeit der XVIII.
2925Dynastie. Das Zeichen der Negation kommt darin nicht ror. Die Vignet-
2926ten sind mit grülster Sorgfalt gemacht. Dieser Text ist geschrieben für
2927den ==l88E= 757iE „den Stallmeister, den Viehanf-
2928seher." Der letztere Titel hat das Determinatis als wäre er ein
2929Eigenname. Vielleicht wurde ihm dieser Name gerade wegen seines Am-
2930tes heigelegt. Der Name wird immer ohne die Bezeichnung -Osiris*
2931eingeführt. Es ist zu bedauern, dafs von dieser merkwürdigen Urkunde
2932nur eiige Bruchstücke erhalten geblieben sind: sie ist eine der schön-
2933sten, welehe ich gesehen habe.
2934Die vorhandenen Kapitel sind die fulgenden: 77l., 99V. zerstürt,
293583 V. zerstürt, StV. zerstürt, 8ü. In diesem letzten Kapitel bildet die
2936Vignette ein grofser Vogel mit Menschenkopf: die Gesichtsfarbe ist roth
2937und das Haar sehr knrz.
p. 95
2938-
2939H. Papyrus in Hannover.
2940Ha.
2941• Fragment Kestner in Hanmorer.1) Ich kenne dieses Bruchstück
2942nur aus einer Durehzeiehnnng von Lersics, die mir derselbe gütigst mit-
2943getheilt hat. Es gehörte zu einem Papyrus, der die gröfste Ähnlichkeit
2944mit du hatte. Gerade so wie der Anfang des letzteren ist der Text hier
2945in zwei Abtheilnngen zerlegt, von denen die obere Kap. 146b und e ent-
2946hält, während sich in der untern Kap.T7V. und SGl. befinden. Das
2947Zeichen ». kam aller Wahrscheinliehkeit nach nicht vor, es lafst sich
2948jedoch nicht mit Sicherheit behanpten, da das Fragment kemen negativen
2949Satz enthält. Das fod wird immer durch A_o ersetzt. Der memphiti-
2950sche Ursprung des Papyrus ist nicht zweifelhaft; er wurde geschrieben
2951für {) 305| mm ORTAmmf7Elen Aufscher der Transport-
2952schiffe beim Tempel des Ptah Senemneter". Wie wir weiter unten schen
2953werden, ist dieses Fragment ron einem P'apyrus abgerissen, dessen grüfster
2954Theil sich in Florenz hefindet und dort die No. 26 trägt (Ib); der Name
2955und der Titel des Verstorbenen sind dieselben, ebenso die Hühe beider
2956Documente.
29571. Papyri in Italien.
29581a.
2959Papyrus im Museum des Vaticans in Rom. Auf meine Bitte hatte
2960der verstorbeue Canoniens FABrast die Güte mir cine Photographie des-
2961selben zu verschaflen, nach der ich ihn studiert habe. Er zertillt in
2962vier anf Leinewand geklebte Theile, von denen mns nur drei interessieren.
29631) LEpsIcs, Älteste Texte, p. 13.
296411*
p. 96
2965Der rierte umfafst nur ein Gemisch von kleinen Stücken, die zu vier
2966verschiedenen Papyren gehören nnd mit Ausnahme eines einzigen alle
2967aus später Zeit sind. Der großse Papyrus bricht am Ende des dritten
2968Theiles ab. Er enthält einen guten Text der IVIII. Dynastie und ist
2969olne Zweifel, wenn man nach dem Namen des Verstorbenen nrtheilen
2970darf, thebaischen Ursprungs: er ist dadnreh bemerkenswerth, dals er,
2971wenigstens in den erhaltenen Stücken, nicht eine einzige Vignette hat.
2972Er ist geschricben t T115112m7
2973161-T4&J4AE "den Vorsteher der Zeichner Amenemupe den Sohu
2974des Vorstehers der Zeichner lbai". Wir sehen die Eigenthümlichkeiten
2975der alten Texte der XVIII. Dynastie wiederkehren: die Einführong des
2976Namens olne weitern Zusatz, das Fehlen von 6d und -. Das letz-
2977tere Zeichen wird wie auf der Leinewand Thotmes" Ill ersetzt: _ und
2978e durch um und mm? während das Pronomen " im Singnlar und
2979Aioder im Ploral ist, wobei das zweite von dem
2980erstern leicht imterschierlen wird :ZZ, olme Zweifel um zu bezeieh-
2981nen, dafs es nur als Determinatir dasteht.
2982Der Papyrus ist zu Anfang unvollständig: vom 1. Kapitel sind nur
2983die letzten Zeilen übrig: dann kommnen 17, 18, 15BIII, — Lücke —
2984Zeilenfragmente, welche zu cinem unbekannten Kapitel gehören: dann
2985181, welehes viel länger ist als der Grundtext und den I. Taf. 206
2986wiedergegebenen Anhang hat: 79, 1—7, ein Theil des Schlolskapitels der
2987Sonnenlitanei, 182, Sütze aus dem Ende der Litanei, 124, S3, 84. 119,
2988114, 112, 108. 109, G8. 69, 70, G5, 1B, 8. Hiermit endete der Papyrns,
2989denn es folgt ein leergelassener Ranm.
2990Wie bemerkt, enthält der vierte Theil ein Gemisch von mehreren
2991Texten aus verschiedenen Zeiten. Ich habe nur einen einzigen davon
2992benutzt; derselbe enthält einige Zeilen von Kap. 114 und 112. Den Na-
2993men habe ich meht gefunden; aber die Urkunde scheint mir in dieselbe
2994Categorie zu gehören wie du und 1b.
p. 97
299516.
2996Museum in Florenz No. 261). Blalsfarbiger Papyrus, der sowohl
2997im Texte, dessen Varianten übrigens von geringer Wichtigkeit sind, als
2998in den Vignetten und in der Anordunng der Kapitel eine aufserorddent-
2999liehe Amliebkeit mit do hat. Er ist olme Zweifel memphitischen Ui-
3000sprungs, den er ist geschrichen fn =V1 4ipmmST6E
3001•7E "den ersten Schiffer lei dem Tempel des Ptah Senemneter". Das
3002ist der gewöhnlichere Titel; doch findet sich in der Vignette zu Kap. 134
3003anch der älnliche: 4p)825| "der Aufscher der Transportschife", so-
3004dafs Name und Titel dieses Paprrus durchaus mit denen des Fragmentes
3005KestNer in Hannover übereinstimmen. Da nun die beiden Papyri aufser-
3006dem von gleicher Höhe und von gleichem stile sind, so können wir be-
3007haupten, dals es zwei Stücke derselben Urkunde sind.
3008Dieser Theil enthält Kap. 13tl., 114l.. 112V., 113L., 108Г.
3009Herr Dr. Schlparelli bat die Güte gehabt mir eine Durehzeieh-
3010nung dieses Papyrus zu liefern.
30111c.
3012Museum in Florenz?). Papyrus aus guter Zeit, von dem jerloch
3013nur die Kapitel 149 und 150 übrig sind. Da der Anfang von 149 zer-
3014stört ist, so hake ieh den Namen daraus nichit ersehen künnen.
3015Id.
3016Museum in Florenz No. 273). Dieser Text mufs ans der XV. Dy-
3017nastie oder aus dem Ende der XIX. sein. Er ist geschrieben für d2ll
3018S2M= -Sal-den Osiris den Prinzen Runnses si-Plhr. Es ist
3019") Gnida del Musco Archeologico, 1. 30.
30203) LErsIcs, Alteste Texte, p. 12.
30213) Guida etc., p. 30.
p. 98
302286
3023zu hemerken, dals dieser Name mit dem eines Königs Ramses identisch
3024ist, welchen Lersits als den XI. nnd De Rorcé als den X. zählt, eines
3025übrigens ganz nmbedentenden Fürsten wie die meisten der letzten Ra-
3026messiden.
3027Der in dicken Hieroglyphen geschriebene Text enthält pur ein
3028Fragment der Einleitung nnd der Confession aus Kap. 123.
3029le.
3030Museum in Bologna — siehe die Beschreibung von :16.
3031If.
3032Mailand, Bibliothek im Brera. Ungeordnete Fragmente eines Pa-
3033pyrus der NIX. Drnastic, geschieben fi cy „den
3034Osiris, den Schreiber Paschetu" Der Verstorbene wird mit seiner Fran
3035dargestellt, deren Vame zerstürt ist. Erbalten sind Fragmente der Ka-
3036pitel 17, 18, 148, 125 Einleitnng.
30371g.
3038Musenm in Parma1). Dieses Fragment, welehes ich der YVIII.
3039Dynastie zuertheilen möchte, zeigt gewisse graphische Eigenthümlichkeiten.
3040Das Zeichen der Negation hat eine Form, welche in den Texten dieser
3041Epoche sonst nieht vorkommt (vergl. Kap. 29A, Z.4): aufserdem geht
3042der Text vou reehts nach links. Der Verstorbene wird fast überall
3043PODZ oder l'f, genamnt. Dieses mit hullerer Tinte
3044geschriebene Wort ist später linzngefügt; es scheint weniger ein Name
3045als eine unbestimmte Bezeiehnung in der Bedentung "irgend einer• zu
3046sein, ähnlich dem in der französischen Unterhaltungssprache gebranch-
3047ten chose. Indessen folgt auf dieses Wort einmal der Name der Mutter,
30481) Lersur's, Älteste Texte, p. 11. RosELLINi, Brere notizia intorno un
3049frammento di papiro funebre esistente nel ducale Musco di Parma, Parma 1838.
p. 99
3050wrelcher 8→ Abhotept zn sein scheint. In der Schhulsviguette findet
3051man einen wirklichen Vamen mit einem theilweise zerstörten Titel:
3052t1mmoll -(der Oberst) des Soluaten, der Aufscher der
3053Schiffe Amenophis*.
3054Obgleieh dieses Fragment um 39 Zeilen unfafst, so enthält es doch
3055zwei im Turier Todtenbuchu nicht vorkommende Kapitel, deren cines
3056umter 291 wiedergegeben ist. Die Reihenfolge der Kapitel ist die fol-
3057genle: 136A, 136B, 149a b, 29A, 30B, üher dem sich die Vignette
3058vonl der Wägung des Herzens befindet. Auf dies Kapitel folgt die Nach-
3059schrift mit dem Namen Menkaura; sie ist hinter den Varianten zu Ka-
3060pitel 30 B reprodueiert. Es heifst dort, dafs der Text anf einem Scara-
3061bäns aus Jaspisstein geschrieben werden soll; nur hat der Schreiber den
3062Scarabäus nieht rollständig gezeiehnet, indem er die Füßse hinzuzufügen
3063vergessen hat. Er ist aber gleiehwolıl dentlich zu erkennen, namentlich
3064am Kopfe; deshalb hat Dr. BırcH das Zeichen mit U'nrecht für einen
3065Cylinder gebalten ').
30661/.
3067Museum in Neapel. Papyrusfragment der XIX. Dynastie. Der
3068Stil der Schrift erimert an Ag. Der Papyrus ist im voraus geschrieben
3069und der Name des Verstorbenen später mit rerschiedener Tinte und in
3070nachlüssiger Schrift hiuzngefigt. Enhieks 2pe44-m7f
3071„der Osiris der Kanfmann Chonsu". Der vbere Theil ist da. wo sieh
3072Vignetten befanlen, bis auf zwei Stellen zerstürt. Der correct geschrie-
3073bene Text enthält die Kapitel 2+, 23, 20, 30B, 27, 28. aulserdem den
3074Titel eines Kapitels vom Herzen und cin kleines Stück mit einigen Wor-
3075ten von 17.
3076Zu diesem Texte hat man zwei Stücke eines andern Papyrus mit
3077älterer Schrift gelegt, die aber nur durch den seltsamen Namen des Ver-
3078storbenen merkwindg sind 1o 3llsmm dli2 ader Osi-
3079ris Muaenheku".
30801) 'Zeitschrift 1867 p. it.
p. 100
3081Ii.
3082Turiner Museum. Ein Papyrus, welcher etwa aus der NI. Dy-
3083nastie ist. Er begiont mit dem Bilde der Elysischen Gefilde; dann
3084kommen einige Zeilen ron Kap. 136B mit der darauf bezüglichen Vi-
3085gnette und 149abede. Der Papyrns schliefst mit der Darstellung des
3086Verstorbenen in Anbetung vor Osinis und Isis. Er hiers 12/1mu8g
3087=)a=afo8R Nebhept. Seine Titel werden mit-
3088unter so angerint:Pl0le1PDas lof war
3089cin Theil des Jß. der Necropole von Theben, bei der die JEPi Beante
3090waren. Nach ScHrApARenlr1) war es das Grab des Künigs Amenophis I.
3091lj.
3092Turiner Museum. Zwei lange und rorzüglich erhaltene Stücke.
3093welche man beim Abwickeln einer Mumie gefunden hat. Die Schrift ist
3094großs und sehr deutlich. Der Papyrus kam der XIX. Dynastie ange-
3095hüren and ist geschriehen fü J2/J mm)= "VAII
3096ca1 fmmmm 7Ăß "den Osiris, den Oberpriester, den Wragenwächter»)
3097bein Ammontempel (honsunes".
3098Diese beiden ron einander unabhängigen Fragmente, die beide
3099olme Vignetten sind, enthalten, das eine Kap. 78 und das andere die
3100Schlufsrede ron 125. Uber jedem steht cin besonderer Titel in hiera-
3101tischer Schrift, deren Charactere klein und woll abgerundet sind. Uber
3102Kap. T8 liest man AaaE ti mm = amnsloum
31031falfa
31048f. „das große Buch ron dem was in der That ist, welches man jedem
3105volikommenen Seligen giebt, damit die Feinde der Amenthes nichts über
3106ihn vermögen, in Wahrheit". Dabei hat aber Kap. 78 seinen gewöln-
31071) Il libro dei funerali 1, 15t.
31083) Wächter der Waage waren anch bei dem Todtenculte angestellt. Einer
3109derselben ist im Kap. 22 dargestellt.
p. 101
3110lichen Titel §ORENOS Das hapitel 1
3111in der 30. Zeile ab. Im Texte findet sich diu Negation a. aber
3112das fad, welches dureh oe ersetzt wird.
3113• Über der Sehlulsrede zu Kap. 125 liest man:
3114- fs HEOP!Y arlas Buch
31151oll
3116Ausgange des Tages, welches man dem rollkommenen V'erstorbenen
3117... in Wahrheit, unendlich-. Dieses Stück hat keinen Titel, es 1
3118nur bis zur 42. Zeile. Seltsamerweise wird die Negation —n. wele
3119dem andern Fragmente mehrfach vorkommt, in diesem regelmälsig
3120mm ersetzt. Darans würde folgen, dafs man in der Zeit der VIN
3121nastie (denm alter ist dieser Papyrus sicher nicht) die Negation in
3122räüren Texten noch nieht anzowendden brauchte. Vielleicht ist das
3123Wunsche das Alte nachzualmen entsprungen, einer Vorliebo für
3124Archaische, die in religiüsen Texten begreiflich ist.
31251i.
3126Papyrus Busca. LepsIrs') sagt über denselben: -Ich besitz
3127Durchzeichmung eines dem Marchese Brsca zugehörigen Paprrus, we
3128ron links beginnt*. Diese selbe Durehzeiehnung habe ich ror Auge
3129habt und den Paprrus danach studiert. Leider ist das Original ver
3130gegangen und die Nachforschungen, welche ich zu seiner Wiedera
3131dung angestellt habe, sind fruchtlos geblieben. Im Palazzo Busca
3132belloni in Mailand, wo ich ihn zu entdecken bofite, war er in
3133Archive, welches mir Herr Archivar SPivela gütigst gezeigt hat,
3134rorhanden. Lersics bat ihn in Rom gesehen und durehgezeichnet.
3135ist möglich, dals er nach dem Tode des MARCHEsE Brsca. de
3136damals gehörte, rerkauft worden ist.
3137Anf seino Durehzeiehmong hat Lersirs die folgende Beme
3138geschrieben: "Die Farhe ist wieder aufgefrischt. daher in ma
31391) Nteste Teste p. 12.
314012
31411e in
p. 102
314290
3143Stellen nnsicher». Lepsius hat die Durchzeiehnung in Rom noch zu
3144Anfang seiner hieroglyphischen Studien gemacht, und daher gewahrt man
3145leicht, dals in dieser Arbeit cine grofse Anzahl von Zeichen nicht richtig
3146erkannt worden ist. Aufserdem ist der Papyrus sicherlich nachlässig ge-
3147schrieben; die Vignetten sind sehr roh, und obgleich der Text aus guter
3148Zeit ist, so ist er loch einer der schlechtesten, die ich benutzt habe.
3149Und nur mit Vorsicht darf man den Papyrus Busca gebranchen. Eine
3150grofse Zahl von Varianten desselben lassen sich kritisch gar nicht wür-
3151digen und ich habe leider darauf verzichten müssen, mehrere Kapitel,
3152die sich nur hier vorfinden, wiederzngeben, da sie entschieden zu in-
3153correct sind.
3154Der Papyrus war geschricben fü IT1FS08*P4
3155"dlen Osiris den Oherzeichner Pluhmes». Sein Vater scheint 27 44 Osi-
3156rei guheifsen zu hahen. In der Regel begleitet ihn seine Mutter, »die
3157Sängerin des Ammou. Cc BNy Taitaa. Meines Erachtens gehört der
3158Papyrus in die XIN. Dynastie.
3159Die in ihm enthaltenen Kapitel sind die folgenden: 152 V., 138 V.
3160mit Zusatz, 18f n. I mit V. der Feldarbeit, 99, 125 Einleitung, Psycho-
3161stasie, Confession, +2 T., 127BV., 110 Einleitung, Elysische Gefilde, 144,
3162176, 149 m 1. », 29B, S0B, 135. m fmm ° J,7,, rgl. 15le, 156,
3163160, mт 4498151 M1BSS 1pur,
3164mmILIRIlE lis seht abweichend. Juf der Rück-
3165seite des Papyrns stehen die ersten Zeilen ron Kap. 78.
3166I. Leydener Papyri.
3167Wir kommen jetzt zu den Papyren in dem Niederländischen Mu-
3168seum der Alterthümer zu Leyden, über welche wir uns kürzer fassen
3169können, da dieselben ron Di. LeeMavs vollständig catalogisiert und be-
3170schrieben vrorden sind.
p. 103
3171T.2 Dieser unlangreiche und schöne Papyrus ist in dem grolsen
3172Werke über das Museum von Dr. Leavs in Facsimilo publiciert worden.
3173Der gelehrte Herausgober hat die Güte gehabt mir nach und nach die Aus-
3174hängebogen desselben mitzutheiken. Nach diesen habe ich die wiehtige
3175Urkunde, welehe wälrond moinos Aufenthalts in Leyden 1873 gerade ver-
3176üffentlicht wurde, studiert. Die vollständige Beschreibung des Papyrus
3177findet sich in dor Einleitung jener schönen Publication, so daßs ich mich
3178anf cinige nothwendigo Bemerkungen beschränken kann.
3179Dieser Papyrus, welcher in Theben von Athanasi Laul Reehmung
3180SALTs gefunden ond in der duetion der Colleetion Salt von RECVENS
3181für das Leydener Muscnm erworben wurde, ist gesehrieben für den
3182Verstorhenen EPRE"m E Eden Osiris den Kantinamn Kenna-
3183oder, wie sich oft findet, cinfach Kennu. Sein Vater war gleichfalls Kanf-
3184mamn und hiets J"44É? Tui undl scine Mutter Fob Al Toin.
3185Dieser Papyrus ist das schönste Beispiel einer scharf grkenuzeich-
3186neten Gruppe, zu der aufser diesem die Pappri da mnd olt in Lonlon
3187gehören. Sie sind alle drei mit Anfrand grschricben, die Vignetten sind
3188grots und mit lebhaften Farben gemalt. In gewissen Thoilen, wio in der
3189Anbetung des Osiris in An und in den Kapiteh 15 in Loa sind die Hie-
3190roglyphen nicht unr gezeiehnet, sondern anch mit rerschiedenen Farben
3191ansgemalt. Zwei von diesen Papyren sind von rechts nach links gi-
3192schrieben. Dir Art der Schrift and die Eigrnnamen bestimmen mich
3193diese Gruppe ans Enle dor XTIII. Dynastie %a setzon. Der Verstorbene
3194trägt noch kurzes Haar: er hat nicht die große, weite Kleidung, die man
3195unter der NIX. Dynastie sicht. Der Papyrus ist. wir gesagt, von rechts
3196nach links geschricbons indessen bilden die boiden Hymnen dos 15. Ka-
3197pitels eine Ausnalme, indem sio von links nach rechts laufon. Weiterhin
3198verändern dio Columnen ibre Richtung bis ans Enle: die schrift selbst
3199war immer nach rechts gewandt.
320012*
p. 104
3201Wie Dr. LEEMANs bemerkt, hat man, zum Nachtheil der Correet-
3202heit, in diesem Papyrus mit den Vignetten begonen und den Text später
3203hinzugefügt. La ist keiner der bessern Texte dieser Epoche, wiewohıl
3204manche Irrthümer leicht zu erkennen sind und er viele merkwürdige Va-
3205rianten enthält, deren Vergleichung wichtig ist. Aufserdem bietet er meh-
3206rere im Turiner Todtenbuch nicht vorhandene Kapitel. Auf der Rückseite
3207stecht der allgemeinere Titel des Buches SAfno
3208Die Kapitel sind die folgenden: 164, 13AL, 10B, 15A|I, 1l.,
3209125 Psrehostasic, 17V., 18V., 180., 181V., 15BIIV., 151V., S3V.,
3210StT, S5l., S2V., TTV., S6V., D91., 119, 125 Einleitung, Psychostasie,
3211Conession, 88 V., 87V., S1T., 102, 136AT., 136B, 14+V., 146T., 32V..
321239V., 79Г., 63AV., 110 Elysische Gefilde, 148 V., 183 und 186.
3213Lb.
32141.31). Papyrus, der nach dem Cataloge in Memphis gefunden
3215worden ist; der untere Theil dieser Urkunde ist ziemlich beschädigt;
3216viele Columnen sind nieht in ihrer ganzen Lünge erhalten geblieben;
3217auch ist er zu ddnfang nuvollständig. Die Vignetten sind wie in lu mit
3218Strichen gezeiehnet.K Der Stil und die Tracht des Verstorbenen sehoinen
3219den Anfang der NIX. Dynastie anzudenten. Dieser Paprrus ist geschrie-
3220ben für →8e 10 mm = =A}3S2"den Osiris, den bealnten,
3221den Schenk des Königs ron Ober- und U'nterägypten Ra*. Ein einziges
3222Mal tinden wir ihn in Gesellschaft seiner Frau, die in der cinen Hand
3223ein Sistrum und in dor andern cinen Lotusstranls hält; sie heifst
32247m495 -dic Frau Süngerin des Ammon Buri-.
3225Vieser Papyrns enthält anfser mehreren mnedierten Kapiteln wich-
3226tige Varianten. Zn den letzter gehürt die Grappe, e° f 1 für das
3227anchı vorkommende, gewöhuliche Sp0 f1} (rgl. 1t9, 18. 25. 31. 43 und
3228passim).
32291) Description raisonnée p. 238.
p. 105
3230L.b enthält die folgenden Kapitel: Fragment von 81 und bo, 12)
3231Einleitung, Confession, 24, 27, 25, 30AT t3, 3SAV.. 63V 119, 118n.
3232117 mit beiden gemeinsamer Vignette, Døl., 38B, 10, 39, 99, 173,
32331+9a—1Г., 186.
3234Lc.
3235T. 61). Papyras aus Theben mit gemalten Vignetten, ron rechts
3236nach links geschrieben und jüngern Datuns als der vorhergehende. Ieh
3237möchte ilm ans Endo der XIX. oder an den Anfang der AN. Dynastie
3238setzen, besonders in Rücksicht auf die Tracht des Verstorbenen, sein
3239langes Haar und den Kegel, welchen er aut dem Kopfe trägt. Er hat
3240jedoch keine Sandalen. Seine Titel sind schr lang. Gewölmlich heifst
3241er 12l3 der Osiris Horemcheb"; aber zwei oder dreimal
3242giebt er uns das Nerzcielmils aller seiner Würden: 87fo mm QC C
3243e90 amm91 6,9844351 • .der gött-
3244liche Vater des Ammonrasonter, der Priester-Vorsteher des Altarsaales,
3245der V'orsteher der Bücher der Sanctuarien des Ammontempels, der Vor-
3246steher der Bücher der Sanctuarien aller Götter ron Ober- and Unter-
3247agypten Horemchel».
3248Der Inhalt bestelt namentlich aus den letzten Kapiteln des Todten-
3249buches: aInbetung des Harmachis. Tum und Osiris, 180Г., 100/., 91,
3250117., 146V., 109, 110 Elysische Gefikle, 119a—kT., 123 Einleitung,
3251Confession (vom gewöhnlichen Texte sehr abweichend).
3252Die Reproductionen dieses Papyrus sind nach einer Photographie
3253gemacht, deren Aufnahme Herr Dr. LEEMANS gütigst gestattet hat.
32541) Description raisounée p. 238.
p. 106
3255Ld.
3256T.71). Papyrus aus Theben mit gemalten Vignetten, wie ich
3257vermuthe, aus der XX. Dynastie. Derselbe enthält Darstellungen und
3258Texte, welehe nicht zum Todtenbnche gehören. Es finden sich darin
3259vereinzelte Vignetten und Anszüge aus verschiedenartigen funerären Tex-
3260ten Brist geschriehen tor mmdamt09=lodddon
3261Toß"B „den güttlicen Vater des Ammonrasonter im Apet von
3262Theben Paiser». Seine Fran biefs « f 1 a 4 Taret.
3263Er enthält die folgenden Kapitel: Darstellnng der Göttin Nnt
3264über dem auf die Erde gestreckten Sub, ron Schu gestützt. Die Sonnen-
3265barke zicht anf den Beinen und Armen der Göttin einher. Darüber die
3266Elysischen Gefilde, verschiedene Vignetten, Anbetung des Osiris, Vignette
3267des fenrigen Ofens und der vier Krnokephalen: Kap. 148 mit Zusatz und
3268Bild: 141-3 mit Bild.
3269Le.
3270T. 4º). Dieser dureh die Schönheit seiner Vignetten ausgezeich-
3271nete Papyrus ist ciner der ersten, welche ich in Leyden studiert habe
3272nnd den ich für diese Ansgabe zu verwerthen gedachte. Später belehrte
3273mich ein eingehenderes Studimn, cinmal dafs er dermalsen incorrect ist,
3274dals es gefährlich ist ihn zu benntzen, sodam dafs er ohne Zweifel einer
3275jüngern Epoche angchört als die von mir in diesem Werke berücksich-
3276tigte. Es ist möglich, dals ur noch später als die XXII. Dynastie ist.
3277Jedesfalls ist er zu einer Zeit geschrieben, wo das band unruhig und
3278vielleicht der Anarehie inheimgefallen war und wo es keine anerkannte
3279künigliche Autorität gab. Obwohl er aufserhalb meines Planes liegt, so
3280habe ich ilm doch nicht ganz bei Seite gelassen, sondern von ihm einen
3281allerdings sehr beschränkten Gebrauch gemacht. Ich meme, dafs man seie
32821) Description raisonnée p. 240.
32833) Description raisonnée p. 235.
p. 107
3284Varianten wie die des Papyrus Busca
3285ich habe deshalb nur die des 17.Kal
3286wo der Papyrus zu schlecht wird. Ü
3287Textes kann man nach dem unedier
3288ganz reproduciert habe, und über «
3289zu Kap. 40.
3290Der Verstorbene trng emen n
32911i-1laui. штi7→
3292die J4→i., ambetriltt, über die
3293gehörten, su ist es ein nenes Wort.
3294rorschlagen kam. Offenbar ist es ve
3295den, und bezeichnet ein Metall oder
3296oder dergl. Die Fran ader Schweste
3297Fran Auai".
3298Der Name Pakrer erumert an
3299Sopt-Phacusa, der in der Inschrift ‹
3300der Esarhaddlons erscheint. Es würe
3301ilter als die A.lV. Drnastie sein so
3302würdige Thatsache erwälmen. dals l'
3303beilest: F211-4==_
3304was ihn aber nieht bindert. wie me
3305behalten. Ein anderes Mal wird er g
3306=1. Y, woranf der Nam
3307wahrscheinlich hinzugefügt, um seine
3308lichen 8cs, entschiedener zu ber
3309wir hier ein seltenes Beispiel der An
3310nur zu einer Zeit denkbar ist, wo di
3311In einigen Kapiteln erscheint Pakrer
3312Frau, 1. B. in S1B.
3313Der Inhalt des Pappros ist c
3314814500
33151T., Psychostasie, 17 T., 109T., 10
3316micht olne o
3317itels angeführ
3318ber den Grad
3319"" Kap. S1B
3320ie Art sciner
3321emphitischen
3322,→'v. →18 =der
3323er gesetzt tra
3324für welches
3325"'Jfmmz
3326trras daran: \
3327r Pakrers biels
3328den des Prinz
3329les äthiopische
3330sultsam. memn
3331llte. Indessen
3332akrer sich zu
333315i,,um
3334n sieht, sei
3335enamnt: D
3336• sciner Fran
3337Gleichheit mi
3338eichnen.Nicl
3339malsung des h
3340* Künigthum
3341nicht, sondern
3342er folgenle:
3343T., 100Г., 6
3344viteres annelnr
3345• auch mur bi
3346von Correcthe
3347arthcilen, wel
3348Vignetten nac
3349Priestertitel.
3350Osiris Pakrer
3351" und die de
3352ch keine The
3353„die Harfu-
3354erfertigtes. rr
3355en der Stadt
3356n Königs Nut
3357dieser Papyr
3358mnls ich di
3359eimal königlic
336011 Priestertite
3361=808} mmm
3362folgt.
3363t Osiris, dem
3364ıtslestowenigt
3365üniglichen Tit
3366stark erschütt
3367nur der Nam
3368Anbetung des
3369)V.. 33T. M
3370en dart:
3371= dahna
3372dliescs
3373ches ich
3374h denen
3375Дд®
3376• semer
3377Osiris:
3378nediert:
p. 108
337996
3380isxa f mediert; 40T., 36T., 31r., S5r., 12tr., Sil., 93 Titel,
338178Г., 38B, S6l., 57, TSI., SIBI., S5l., Fragment von 99l., 125 Ein-
3382leitung nnd Confession, 148T., 110 Einleitumg, Elys. Gefilde, 186 zerstört.
3383P. Pariser Papyri.
3384Die Pariser Papyri, zu deren Beschreibung wir jetzt übergehen,
3385sind meist im Lourre hefindlich, mit dessen Sammlung sich nur die des
3386Britischen Museums messen kamn: andere sind in der Bibliothèque natio-
3387nale, im Cabinet des médailles und in eiigen Privatsammlangen. Über
3388die erstgenannten können wir sehr kurz sein, da sie bereits ron CHAN-
3389POLLION, E.ne RovGélund besonders in dem vortrefflichen Cataloge des
3390rerstorbenen DévÉrrA beschrieben sind.
3391Pr.
3392Lonvre II. 1, Insentar 3073. Dieser schöne Papyrns ist in dem
3393funerären Saale des Louvre in einem grofsen, fast die ganze Wand cin-
3394nehmenden Rahmen von mehreren Abtheilungen mit andern ausgehängt.
3395Es ist unendlich zu bedanern. dafs die frühere Verwaltung des Louvre
3396diesen wichtigen Text den Arbeiten der Ägyptologen auf diese Weise
3397entzugen hat. Da er unter einem nicht abhebbaren Glase bängt, so lafst
3398er sich nieht photographieren, ist schwer zu benutzen oder doch mur
3399mittels einer vollständigen, aus der Ferne zu nehmenden Copie, die nicht
3400nur viel Zeit, sondern auch öftere Berichtigungen erfordert. Wie sehr iel
3401auch den Herren Prerret ond Revuroct für die mir nach ihren Befug-
3402-nissen gewährte Erleichterung beimn Studium dieser Urkunde dankbar bin,
3403so kann ich mich doch nur den von andern Ägyptologen 1) ausgrsproche-
34041) LePÉBiRe, Le papyrus de Soutimès, p. 1.
p. 109
3405nen Wünschen anschliekcn. die gegenwärtigon Conserratoren möcht
3406Abstellung eines Übelstandes herbrifübren. für wolchen sie sellot
3407rerantwortlich sind.
3408Ich hatte zum Stadium dieses Papprus cino vollständige
3409zur Verfügung, welche Mr. Borrrast ad hoc gemacht und Mr. M
3410gütigst revidiert hatte: sodamm für eine kleine Anzahl von Kapite
3411picen ron Mr. LePéBERe. Ur. Marler und mir selbst.
3412Dieser Papyrus ist im Stile der YVIII. Dynastie guschrich,
3413hat das Zeichen der Vegation, aber nicht den bewaffncten Arm:
3414im voraus angefertigt. denn der Namo des Verstorbenen ist ollong'
3415ebenso der seiner Fran. Der Verstorbene wird mit kurzom, kai
3416am die Schultern reichendem Haupthaar dargestellt: grwölnlich. mi
3417nahme der Eingangsdarstellung, trägt er mur den Schurz. Die Vig
3418sind wenig zahlreieh. sie sind mit dem Texte zu gleicher Zeit ge
3419Die hapitel, welche dieser Paprrus enthält. sind: Anbetu
3420Osiris, 180. 5t, 5$, 38A. 56. 127. 13, 138, 123; 12; 1513111
34211021.. 123, 152. 80T.. S2l.. 85T., 72, S3l.: 77T.. S6T.. T8T.:
3422123 Einleitung. Confession. Parchostasie mit 3OB, selufrede l.
3423schrift. 1361, 136BI., 149T; 130, 79 mit einem Zusatze. Da- 1º
3424pitel ist, wie man sieht. wiederholt.
3425Pb.
3426Lunvre III. 93. Inventar No. 3092. Dieser Papprus ist nel
3427und C'a derjenige, welcher mir bei der Wiederherstellung der theb:
3428lusgale am meisten genützt hat. wio man schon aus der daraus ge
3429nen beträchtlichen Zall von alten odor unedierten Kapiteln ersehes
3430Dieser schöne Papprus, welcher dadurch ron der allge
3431Regel abweicht. dafs Test und Vignetten mit gleicher Sorgfalt
3432fülhrt sindo ist geschrieben für einen Priester --Mh namens o f
34332ZMBJ Tnra genamt Voferabenut. Er wird
3434dureb den lotztern Namen bezeichnet, olne dats demselben je die
343513
3436cn che
3437nicht
3438Copie
3439ISPERO
3440In Cu-
p. 110
344198
3442fication .Osiris* vorangienge. Seine Frau hiefs /'"L .die Frau
3443Usui" und seine Mutter, deren Name auf einem sehr fragmentierten
3444Stücke des Anfangs erscheint, 51544-R edie Fran Merit*.
3445Dieser Papyrus ist gleichfalls, wie der Stil der Schrift dentlich
3446zeigt, aus der XVII. Dynastie; die Ileidung ist den Gelegenheiten an-
3447gemessen verschieden. Manehmal trägt der Verstorbene nur den Schurz,
3448andere Male einen bis auf die Kniee herabgehenden Rock, manchmal end-
3449lich ein bis auf die Füfse gehendes Gewand, das jedoch ohne die grofsen,
3450weiten Armel ist, welehe man unter der XIX. Dynastie sicht. In einigen
3451seltenen Fallen ist er vollständig unbekleidet. Das Haar ist im allgemei-
3452nen sehr kurz, nur mitunter fällt es bis auf die Schultern. Eiige Male
3453trägt der Verstorbene Sandalen.
3454Die Schrift hat die beiden Zeichen m mnd fd. Eno Eigen-
3455thümlielkeit, die ich ziemlich hänfig bemerkt habe, ist die Abkürzung
3456des Pronomeus ~ yp zu yp orer (vgl. Kap. 9,2, T8, 17.35g
345779,т.8 und passim).
3458Der Papyrus enthält die Anbetung des Osiris, dann, nach DeveRI,
3459einige kleine Bruchstücke von 140, 141, 133. Darauf folgen die Ka-
3460pitel: 130 viel länger als gewöhnlich in den alten Papyren, 130, 1+8V.,
34616Sl., 69, 70, 221., 67, 8, э1., 8, 12г., 71Г., 152V., 93V.. 15.
3462, 78 83l, s1l, sal sel, sor., sal., S8r., 63l.,
346339., 153Al., 6t., 30ВІ., 79, 20, 281., 27, 30A, t1r., t2l., 14,
346400, 62, 50, 57, 138, 153Bl., 151T., 156l., 155 Г., 1615., 17t,
3465110 Einleit., Elysische Gefilde, 169, 170, D9 Einleitnng V., 99V., 1001.,
3466125 Einleitung, Confession, Psychostasic, Schlufsrede, Nachschrift, 136B,
3467149 Г., 150.
3468Kap. S ist wiederholt, aber nicht ganz.
3469Pс.
3470Lonvre II. S9, Inventar No. 3074. Dieser Papyrus ist als der
3471mit weifser Tinte geschriebene bekannt und als solcher ron De ROUGÉ
3472beschrieben; aber eine aufmerksame Betrachtung und Prüfung mit der
p. 111
3473Lupe zeigt deutlich, dals niehtdie weifse Tinte sehwarz gewe
3474dern dafs im Gegentheil die schwarze Tinte weifs grwordlen i
3475geraden Zeilen und anf gewissen Tafel kann man den Übe
3476Schwarzen zum Weifsen leieht bemerken. Dieselbe Beobae
3477man auch in anderen Pappren machen: das Schwarz der V
3478weils geworden, wir im Paprrus der Königin Mutter detemt
3479porus Po ist im voraus angefertigt und der Name des Versto
3480einer Tinte hinzugefügt worden. welche sich besser erhalte
3481immer schwarz erscheint.
3482Dieser Paprrus gehört gleichtalls in die AVIII. Dynas
3483geschrieben für =II...] .den Obersten
3484der güttlichen Frau. den Schreiber Tenna"). Meist wird
3485"der Schreiber Tenna" genamnt. Er war ein Sohn der
3486ader Frau ¿tui". Im allgemeinen wird er nicht Osiris gen
3487kommt es einige Male, besonders gegen Ende des Paprrus,
3488=3 amm
3489Name ist häufig. to hiefs, wie wir oben gesehen
3490Vater Nebsenis (1a). Man kennt einen Tenna aus der Regier
3491mes 1V2). Endlich giebt es noch einen andern Mann desselb
3492den ich für älter halten müchte. einen Aufseher der Speiche
3493man einen Rechmungspaprrus besitzt (Louvre IN. 1).
3494Die Vignetten sind mit vieler Sorgfalt gemalt. die mer
3495darunter sind die zu Kap. 146, welche in dieser dusgabe
3496Malsstabe wiedergegeben sind; sie finden sich in keinem an
3497r'us wieder.
3498Die Urkunde beginnt mit einer Opferliste und einer
3499welcher der mit dem Pantherfelle bekleidete Sem-Priester
3500schwarzen Sarcophag mit vergoldeten Streifen libiert: damn
350118, Anbetung des Osiris. einige Zeilen von 124, 1T., 22l., 2
3502281., 27l., 301l., 31l., 33 und 3tl., Ttl., 01.. 14.
35031) Vergl. Tu.
35043) CuANroLLIoN: Notices I. p. 480 und 829.
3505rren. sull-
3506st. In den
3507rgang ron
3508tung kann
3509gnetten ist
3510• Der Pa-
3511rbenen mit
35121 hat und
3513cie. Er ist
3514der Bauern
3515er cinfach
3516160412
3517annt. doch
3518TOl. Der
3519halen, der
3520ung Thoth-
3521en Namens,
3522; Ton dem
3523hwürdigsten
3524in kleinernı
3525dern Papr-
3526Scene. in
3527über cinen
3528folgen: 17.
35293. 25. 26l..
353038T.. S31..
35313*
p. 112
3532100
3533S4T. S3T, 63l., 105Ґ., D5V., 119, S6l., S7l., S1l., t2, 79V., Nach-
3534schrift zu 72, 1321., 9r., 99r., 14tV., 71l., 151T., 15B II, 100Г.,
35351t7, Fragment ., 116V.. 125 Einleitung V., Confession, Seblulsrede,
3536Nachsebrift, 148l., Nachschrift, Psrehostasie, 136Bl., 149T'., 150.
3537Pd.
3538Bibliothèque nationale, Papyrus des Sutimes. Diese Urkunde ist
3539von LEFEBURE und GUIEYSSE schön pubhiciert und übersetzt worden. Meine
3540gelehrten Collegen haben die Güte gehabt mir die Probedrucke der Tafeln
3541vor deren Ausgabe mitzutheilen. Ich stimme in der Zeitbestimmung die-
3542ses sehönen Papyrus mit ilmen vollständig überein: er ist sicherlich nicht
3543alter als die NIN. Dynastie. Ich halte ihn für durchaus gleichzeitig mit
3544Le, dessen Verstorbener denen des Sntimes ganz ahnliche Titel hat.
3545Auch die Tracht des letztern führt uns auf diese Epoche. Er ist
3546beständig mit sehr weitärmeligen Giewändern angethan, sein Haar reieht
3547bis auf die Schultern herab: auch seine Frau trägt langes Haar und anf
3548dem Kopfe einen kegelförmigen Zierrath und einen Lotus.
3549Die Titel des V'erstorbenen sind: (=13=8176=-
3550999198
3551…der Priester, der Oberste des Altarsaales, der V'orsteher der Bücher des
3552Sanctuarinms von Apet, der Oberwächter der Bücher des Tempelschatzes
3553des Ammonrasonter sulimes". Seine Fran war zn o 17, mml
3554~l59992 -die Frau Süngerin des Ammon Hentnuteru. Diese
3555Titel werden fast immer abgekünzt. Im allgemeinen wird der Verstor-
3556bene meht Osiris genamnt; doch wird ihm diese Bezeiehnung in den
3557grolsen Darstellnngen und im Kap. 149 beigelegt.
3558Obwolil dieser Papyrus im ganzen correct ist, «o enthält er doch
3559einige arge Nachlässigkeiten. So ist die ganze Einleitung zu Kap. 110
3560rerkehrt abgeschrieben: und dafs der Copist sein Original an der un-
3561richtigen Seite rorgenommen hat, wird dentlich dadurch bewiesen, dals
3562die Emleitung zu den Elysischen Gefillen auf diese Darstellung folgt,
p. 113
3563während sie ihr vorangehe
3564tel 1491, aber nieht in den
3565Der Papprus des Si
3566des Osiris. Dieses Stück.
3567Papyri biklet, ist in den s
3568eines gegeben werden mul
3569als Kap. 185 anfgenommen
35701. 6S, 89T., 02T.. 63 l.,
3571611., 79I., 125 Einleitın
3572leitung, 149l. mit der Ang
3573Louvre 111. 36. Inre
3574wiedergegeben, welche Di
3575Dieser Papprus gehört der
3576den Verstorbenen
3577ich aber debkețen ausspre
3578langr Titel. welche nach
3579alle ein Richteramt zu be
3580der Gerechtigkeit".
3581keit im Hause der Gerech
3582= cmiй
3583für den Ort. wo der Köng
3584besorgt. der welcher die
3585erhält. Anfserdem hatte
358600 м.. д чинни mm "Pastophor ‹
3587Über dlie Verwandts
3588Seine Mntter heifst cinmal
3589genommener Name zu se
35901) Le papyrus de Ne
35911(1
3592n sollte. Ders
3593amdern "W'oh
3594timnes enthält i
3595welches den s
3596erschiedenen E
3597te. si habe icl
3598• Darant folge
3599l0jt., t?l..
3600g I., Confessii
3601jabe der Farben
3602Pe.
3603ntar No. 3132.
3604ERIA begonen
3605XIX. Dynastie
3606E. dessen Va
3607chen müchte.
3608len cinzelnen »
3609zeichnen schein
3610tigkeit". ฿3
3611ist. der die Gr
3612Gesutze im Ha
3613er eincn priest
3614les Ammon".
3615haft Nebketens
3616in scheint. de
3617luged. Paris 1xT2
3618•Ibe Fehler zeigi
3619lungen".
3620ie folgenden Ka
3621rwöhnlichen An
3622cemplaren versel
36231 das des Sutim
36241: 17.%.1-»,
362526T., 30Bl..
3626n. Elysische (ie
3627• 16B Darstelln
3628ist in einer schü
3629und PIERRET
3630an. Er war
3631men P'IERRET
3632Diese Persünlic
3633tellen verschied
3634en. Tg 2 з
3635i…dler Schreiber
3636Bo w'der schre
3637schäfte des Her
3638use der Gerech
3639erlichen Titel:
3640werden wir wo
3641nemlach. was al
3642nn il wirklicl
3643sich im Kapi-
3644pitel:Anbetung
3645fang der ältern
3646neden: aber da
3647es gewählt und
36481s, L.3i-3i,
364922.sl..67,
3650filde. 110 Ei-
3651ig des Westens.
3652nen Publication
3653eendhgt hat').
3654reschrieben für
3655ebgeel liest. den
3656hkeit hat sehr
3657'n1 lanten. aber
3658«der Schreiber
3659der Gierechtig-
36601sV.
3661iber rer Bücher
3662rn des Palastes
3663dgkeit antrecht
3664war NE
3665hl unlerrichtet.
3666er m ei an-
3667er Name war
p. 114
3668102
3669f"». Es scheint mir annehmbar, dals die Verstorbenen orler de-
3670ren Familienangehörige sich in gewissen Fällen mit einem Namen zu
3671schmücken liebten, welcher den einer Gottheit, namentlich Ammons, ent-
3672hielt. Ein Beispiel für den Verstorbenen selbst werden wir in dem Pa-
3673pyrus lf finden. Hier hat die mit ihrer Schwiegertochter, deren Name
3674den der Güttin Mut enthält, vor Osiris dargestellte Mutter ilren Namen
3675ändern und Ammon dafün setzen zu sollen geglaubt.
3676I dieser selben Anbetungsscene erscheint hinter der Mutter 9,l
3677PÃTADAO .die Pran, die laroritin der
3678Nubemant (vermuthlich Hathor) Mutemheb". Dieselbe wird einmal seine
3679Schwester und einmal seine Frau genannt. Ich habe schon melfach
3680hervorgehoben, dafs das Wort „Schwester" walscheinlich eine andere
3681Bezeichmung für die Gattin war, mnd es wird durch den rorliegenden
3682H'all anfs sene bestätigts aenn vie Mutter Mertenheds lic 7b lan
3683nefert, es war also nicht dieselbe wie die Nebketens. Der Vater des letz-
3684tern war Pastophor und hiels 4mm Aº yp Amenemapt, und als sein
3685Sohn wird 12 y Ap genaunt.
3686Dieser Papyrns, dessen Vignetten besonders schön sind, bietet
3687einen Text, der nieht in entsprechender Weise correct ist. Die Farbe
3688des in den Vignetten zu Kap. 1 dargestellten Sarcophags könnte bewegen
3689ihn in die XVIll. Drnastie zu setzen. Aber die Kleidung des Verstorbe-
3690nen und der Franen, der Umstand, dafs jener immer Osiris genannt wird,
3691dann anch die Lünge undd Weitlänfigkeit seiner Titel, sprechen dafür, ihn
3692mit den gelehrten Heransgebern der XIX. Dynastie zuzuschreiben.
3693Der Papyrus enthält: Anbetung des Osiris, 12t, Vignetten zn Ka-
3694pitel 1, mter welehen das Ende ron 124, 72, 14 mnd 24 stehen: Titel
3695mnd Vignette zu 64, 117 mit Zusatz. 116T., 109r., 83r., Stl., S3l.,
369682., 77V., 80).. S7T., S8T., S1T., 30BT"), iT., 27l., 38AV., 125
3697Schlufsrede, 151: darunter ?7T., 91 mit Titel zu 59, 42, 1. Dieser Theil
36981) Auf Tafel V, 31 unl 32 hat man irrthümlich Zeilenfragmente, welche
3699zu Taf. V1, 20 und 27 gehören, aufgekleht.
p. 115
3700des Papyrus ist sehr vernac
3701vorgenommen: ce Schlulsrer
3702übrigen Theile von 125 folge
3703von 151 in verkehrter Rich
3704C'unfession V.. Nachschritt 1
370599 Г., 102Г. Vachschrift zu
3706Wie man schon aus diesen
3707der sorgfältigsten aus dieser
3708Lonvre Il. 9. Iivent:
3709pyrus geschrieben: es ist ei
3710lung einer Mumie gedient hat
3711Abtheilungen zerlegt ist. D)
3712an den der Leinewand von
3713erkannt werden. Der Verst
3714fang die folgenden Namen u
3715„der Vorsteher des 1
3716emheb". Es ist das einzige
3717heilst er überall
3718„der Schreiber Mah".Nach
3719des Ammon erlangt hatte. d
3720bindung brachte, hat er sie
3721mens und zur Amalme cin
3722kundete, dals er zu den Be
3723gehörte.') Seie Frau hiels
3724beim Namen des Verstorben
37251) Herr Prof. STERN m
3726herr Tothmes I1. Ameuemheb
37271873, p. 9), und dals das letzt
3728emheb ist.
3729103
3730hläsigt. Der Seli
3731le zu 125 umd dar
37321: aul-erdem sind
3733tung copiert. Bs
3734ul Psrchostasie.
373518. Fragment rol
3736Angaben ersieht.
3737Epuclie.
3738Pf.
37391 lo. 3097. Dies
3740se Lemewrand, die
3741und deren Text in
3742er stil dieses Schr
3743Arignon. Es mul
3744orbene führt in d
37451 Titel: 5alim
3746iehs des Ammon,
3747Malo dals er dliese
3748"cler erst
3749dem er die Würde
3750ie il mit dem D
3751h wahrscheinlich z
3752* nenen veranlalst
3753amten dles mmno
3754Amer
3755en die Bezeiehmums
3756arht mich darauf au
3757~o genaunt i
3758re rermuthlich eine
3759reiber hat eine Ur
3760ın 151 collten ers
3761mehrere der klein
3762fulgen 123 Einle
3763über mrelcher 30B
37641 t? und Blrsische
3765ist dieser Pappru
3766: Urkunde ist nich
3767vermathlich zur 1
3768drei übereinander
3769iftstüeks erinnert
3770s der IVIII. Dyn
3771er Inbetunesserne
3772der erste Schreil
37731 Vamen trägt: de
3774• Schreiber" vder
3775cines Vorstehers i
3776ienste dlieses Gotte
3777I Veränderung s
3778gesehen, der zug
3779Htempels undd seine
3780emupt. Niemals fi
3781; Osiris.
3782fnerksam. dals auch
3783u werden scheint (
37841bkürzung des Nam
3785nstellung
3786auf die
3787en Texte
3788itung T. ..
3789. 100I..
3790• Gelilde.
3791= keinrr
3792tanf Pa-
3793inwicke-
3794stehende
3795lurchaus
3796astle z11-
3797ZU All-
3798i Imen-
3799I11 solst
3800•vinfach
3801les Viehs
3802s in Ver-
3803ines Na-
3804leich be-
3805s Cultus
3806Ilet siclı
3807der Feld-
3808Leitschrift
3809ns a1men-
p. 116
3810104
3811Die drei Abtheilungen folgen genan auf einander und die oberste
3812ist die erste. Anbetung des Osiris, I. zerstürt, 99l., 125 Confession,
3813Paychostasie, Einleitung, Nachschrift: Fragment cines mbekannten Ka-
3814pitels: 141-3,921., S61.. 81, 77., 601., 106/., 116 ., 108)., 109l.,
38152T., 66Г., 73I., 91T.. 136A, 136BI., S3T., 30BI., 85V., 77l., 149T.
3816mit der Angabe der Farben, 150.
3817Pg.
3818Papyrus Geslin. Mr. Gustas, der geschickte Zeichner vieler Pu-
3819blicationen De Rorgé's und Marrette's. hat mir gütigst einen Papyrus
3820zum Studium mitgetheilt, den er auf cmner Auction erworben hat. Dieser
3821Papyrus ist für eine hochgestellte Persönlichkeit des Heeres geschrieben,
3822die einen priesterlichen Titel nicht gehabt zu haben scheint. Sie heilst
3823„der Osiris, der
3824Schreiber der Soklaten des Künigs, der Soldatenoberst Pauer. Seine
3825Schwrester oder fran hels Grr * die Fran Rau". Ohgleich
3826dieser Papyrus ils Text nicht schlecht ist, so ist doch zu hemerken,
3827dalsdlie meisten Kapitel kürzer als gewölmlich sind und vor dem Ende
3828abbrechen. Er enthält zwei Fragmente einer neuen Version ron Kapi-
3829tel 145 nnter der Form eines Zwiegesprächs, ron dem leider nur ein
3830kleiner Theil übrig geblicben ist (145B).
3831Diese Urkunde ist zu Anfang und Ende unrollständig: Die selu
3832sorgfältigen Vignetten sind fast überall zerstürt. Den Inhalt biklen die
3833Kapitel SSl., S1T., TS).. 60l., 106l., 021., 63A, 103, — Licke —
383483, Fragment V.. 82, 1t5B.
3835Ph.
3836Papyrus Mallet. Diese Urkunde befindet sich in der schönen
3837Sammlung des Herrn Baron Maller, der mir das Studium derselben
3838gütigst gestattet hat. Der Papyrus ist zu Anfang vollständig, aber es
3839fchlt ein Theil des Endes. Er ist für einen Verstorbenen geschrieben,
p. 117
3840welcher einen seit der YY. und bis in die dlVl. Drnastie hänfgen
3841Nimen trügt: ] → mm 1Bse.der
3842Osiris, der göttliche Vater des Ammon, der l'orsteher der Vederlage
3843Belenchonsu". Die Titel des Verstorbenen und der stil der Urkunde
3844hestimmen mich, ihn uuter die Al. Dynastie zu setzen.
3845Dieser Papyros begimt mit der Darstellang der Elysischen Gre-
3846filde, dann folgt als C'ommentar dazn Kap. 149)›, darant 77. 81. 61, 35,
3847149a, 41, 68, 53 umd 125 Confession.
3848Pi.
3849Bibliothèque nationale, 20—23. Papyrus der A.V. Drnastie. von
3850recht» nachı links geschrichen. Er ist angefertigt für 2 omi 7
3851wmos "den Osirs,
3852den Priester des Ammonrasonter, den Giefser beim Ammontempel Chon-
3853sumes, den Solm des Ammonpriesters Penamen". An Vignetten hat die-
3854ser Papyrus mur das Bild zu Anfang, welches den mt dem Pantherfelle
3855bekleideten und das Seepter & in der Hand haltenden Verstorbenen vor
3856dem Gotte Harmachis-Tum zeigt. Die andern Kapitel sind: 92, 89, 138,
3857118, 9t, 20, 75, 137 A.
3858Pj.
3859Cabinet des médailles. Grofser Papyrus unter Glas nnd Kahmen.
3860aus der XIX. Dynastic, aber nachlässig geschrieben: vicle Kapitel sind
3861verkürzt und brechen mitten in ciner Zeile oder in einem Worte ab.
3862Die Vignetten sind sorgfältig. Der Verstorbene war sS
3863Anfscher der Arbeiten des Königs Chu". Seine Fran, die oft erscheint.
3864heifst 444-& Merit. Der Verstorbene wird im ganzen Papyrus mit
3865einem Gewande bekleidet dargestellt, welches bis auf die Kniee reicht;
3866sein Haar geht bis auf die Selultern; der Sarcophag ist schwarz mit
3867gelben Streifen im 1. Kapitel und gleichförmig weifs im 131. hapitel.
386814
p. 118
3869106
3870Der Papyrus, welcher zu Anfang zerrissen war, fieng mit der
3871Scene der Anbetung des Osiris an; der Gott ist mit einem langen Ge-
3872wande bekleidet, welches mit rothen Rauten gestreift ist. Die folgenden
3873Mapitel sind: 1., 12t1., 38AV., 119T., S3V., StV., S5, 77l., SG V.,
3874S7T., S1T., 151V.
3875Pl.
3876Lourre II. 17, Inventar No. 499t. Kleiner Papyrus der NIX. Dy-
3877nastie, geschrichen für 10 S A ,den Schreiber Horujert*. Diese
3878Urkunde ist nicht sehr correct. Sie ist auf drei Tafeln anfgezogen; der
3879obere Theil ist meist zerstürt. Sie enthielt Kap. 1, 68 und die Ceremo-
3880nie des «pro „der Öffnung des Mundes". Nicht Kap. 23 begleitet diese
3881Ceremonie, sondern es ist diese selbst, welche mit den Worten einge-
3882führt vird: Y×B2D=2841I0TYII
3883„Ptah öffnet ihm den Nund mit seinem eisernen Griftel, welcher öffnet ...".
3884Hier rollzieht der Priester die Handlung (vergl. die Bemerkungen zu
3885hap. 1).
3886Pl.
3887Bibliothèque nationale, cartons 231—?. Dicke, sehr lose und
3888ziemlich schlechte Schrift der NV. Dynastie. Der Verstorbene heifst
3889121l7I-Jam,Dyder Osiris, der Prophet, der königliche Hand-
3890werker Aebnefra". Diese Fragmente enthalten einen Theil von Kap. 17,
3891woran sich ohue Übergang einige Zeilen von 2t und 25 schlielsen.
3892Pт.
3893Bibliothèque nationale No. 233—5. Eine Anzall kleiner Stücke
3894von einem vortrefflichen Papyrus der XVIII. Dynastie, die aber in so
3895kleine Fragmente zerbrochen sind, dafs ichı sie kaum benutzen konnte.
3896Er war geschrieben für
3897144-09071. IbI-? „den küniglichen Verzie-
p. 119
3898107
3899rer Osirin, den Sohn des Richters Puali .... des Kömgs mama". A
3900den Fetzen des Textes sieht man. dafs seine Mntter duy out mncy ritmmm
3901war und dafs er eine Tochter hatte. die cn mmoe "erste Amme- we
3902Es war also rine im Dienste des Fürsten stehende Familie, das Ar
3903Osirins scheint mir etwas wie Kammerdiener oder Parfumem gewes
3904zu sein.
3905Es ist lebhaft zu bedauern. dafo dieser schöne Text sich in eine
3906solchen Zustande der Zerstürung betindet, denn er ist der einzige.
3907welchem ich einige Worte des 113. Kapitels gefunden habe 1). Die Fra
3908mente, welche ich habe rergleichen künnen, gehören zu den Kapiteln 1
390918, 31, 30. 125 Einleitung, 11t. 115.
3910Pn.
3911Bibliothèque nationale, cartons 33—37. Paprins aus Theben,
3912etwa dem Ende der XX. Drnastie angehört. Die Schrift ist grob.
3913Text bisweilen sehr incorrect und nachlässig. So sollte in der Co
3914fession in Kap. 123, welche in zwei Abtheilungen zerlegt ist, die obe
3915die Namen der Gütter enthalten: aber da sie zu lang sind. so greifen
3916in die zweite Abtheilung über, sogar hinter der Negation. Daraus sie
3917man, dafs man in die Zeit gelangt, in welcher die Schreiber nieht me
3918verstehen,was sie copieren. Der Verstorbene heilst —-
3919—YES „der Osiris, der Vorsteher der Kammer im Ammontempel Am
3920emua". Inhalt: Kap. 110, Elysische Getilde, 12» Confession, 130 "
3921Darstellongen der Anbetung.
3922Po.
3923Bibliothèque nationale, No. 46. Kleines selbständiges Fragnn
3924ans guter Zeit. welches einige Zeilen des 29. Kapitels enthält. ohne e
3925Namen des Verstorbenen.
39261) Vergl. U'n ostracon égyptien. p.if. in den Aunales du Mnsée O
3927met, Baud I.
392811*
3929:11
3930ui-
p. 120
3931108
3932Pp.
3933Papyrus Czartoryski. Der Güte des Fürsten LadIsLas CZArro-
3934Riskı verdanke ich die Mittheilung eines in seinem Besitz betindlichen
3935Papyrus. Es ist ein sehr schöner Text von beträchtlicher Länge, aber
3936leider ist er ohne Kenntnifs des Inhaltes restamriert worden. Darans er-
3937ergiebt sieh, warmm ich ihn mit Ansnahme einiger Vignetten und einiger
3938längern Fragmente, ron denen ich Abschrift genommen habe, nu cata-
3939logisieren konnte.
3940Dieser Text muls dem Ende der XVIll. ader dem Anfunge der
3941XIN. Dynastie angehören. Der Verstorbene, welcher niemals Osiris ge-
3942nannt wird, war {/mmA BA3 AzeKy «der V'orsteher'
3943der Fehler des Ammmon Cau". Manchmal wird sein Name 14A ge-
3944sehrieben. Er ist rosig gelb gemalt und trägt ein bis anf die Kniee
3945reichemdes Gewand: sein Haar ist lang und fillt bis auf die Sehlüssel-
3946beine herab.
3947Der Papyrus enthält in der jetzigen Reihenfolge sciner Fragmente
3948die folgenden Kapitel: 1t9i l., 5õ V., GL V., 63 V., 29, 149c e, 99, 9t V.,
39491t9f, 1t9i Anfang, 18tV., 33 l., 1+9o, 150, 42 V., 123 Confession,
3950Nachschrift, Einleitung, 118V., Anbetung des Osiris, 116a, 125 Psy-
3951chostasie.
3952Py.
3953Louvre, Papyrus der Königin Net'emt1). Noch eine Ansnahme
3954von der Regel, die ich angenommen habe. Dieser Papyrns gehört in
3955die XXl. Dynastie oder wenigstens an die änfserste Grenze der N.l.,
3956wenn man amimmt, dals Netemt eine Ramessidenprincessin war, wel-
3957cher Herhor den Thron verdankte. Dieser Papyrus ist emer ron de-
3958nen, welche in dem Verstecke von Dèr-el-balri gefnnden wurden, als
39591) PIERRET, Recueil dinscriptions inédites du Musée Egyptien du Lourre
3960I1, p. 131.
p. 121
3961dasselbenur erst den
3962für 7a(1=2
3963(i==N) genamt
3964prrus istin zwei zerth
3965des Prinzen ron Wales.
3966die andere Hälfte ist ru
3967welche mir jede Erleich
3968Dieser Papyrus
3969Vignetten sind sorgfälti
3970nachlässigt: mehrere Th
3971sonst bemerkt man, dal
3972ausgefüllt hat, olne de
3973Papyrus benutzen zu h
3974wo die Umstellung nie
3975den zweiten Theil studi
3976habe ich hier catalogisie
3977In hap. 17 setzt
397818, 2t — darüber Vign
3979Stl., 110 Einleiting, E
39802: 3, 132, 111-3, 63
3981130; 125 Einleitung; Cor
3982Anbetung des Osiris, D
3983Sohne Herhor sitzt.
3984T.
3985Aulser den Papy
3986altägyptischen Gräbern 1
3987dieser Gräber gehören
3988Königen aus dem Ende
3989109
3990Arabern beka
3991). die aut ih
3992virl, adie Kö
3993ilt worden.
3994der sie im B
399512 der Terwalt
3996terung zum St
3997ișt in selır gu
3998g ausgeführt.
3999eile sind in vei
4000snler Schreibe:
4001• Inhalt zu r
4002önnen geglanb
4003its Unzuträgli
4004ert, den in P.
4005Tt.
4006der Paptrus (
4007tte zu 153, 89,
4008yxische Getilde
4009Г., 106.791.
4010ifession. Psych
4011arstellung. in
4012Gräber i
4013'en habe ieh i
4014enutzt, welche
4015rivatmännern
4016der NIN. und
4017nnt war, und
4018em Sarcophage
4019igin-Matter "
4020Jie erste Hälft
4021itischen Museu
4022mng des Lourr
4023adium dlerselbe
4024tem Zustanrle
4025aber der Text
4026kehrter Riehtaz
4027• seine Colummn
4028rstehen. Ich
4029t. in Sonderhe
4030hes bat. Ich
4031uis betindlicher
4032a ein, wo der
403371 und zwei S
4034. Ende der Eml
4035,102, 136BI.
4036ostasie. 146:—
4037welcher die K
40381 Theben.
4039uch die lexte
4040ıneist schon t
4041der YVIIl. Dy
4042ans der TI. I
4043er ist geschrieben
4044• auch }-1z
4045dlemt-. Dieser Pa-
4046: ist da- Eigenthum
4047in niedergelegt hat:
4048: angekautt worrlen,
40491 gewährt hat.
4050der Erhaltung: die
4051ist schon sehr ver-
4052g copiert und auch
4053en anfs Geradewohl
4054habe jedoch diesen
4055it für hap. 1+1-3.
4056habe übrigens nr
40571. und diesen allein
4058in London anfhürt:
4059onnenbarken: §3T.,
4060eiung: 137, 1361.,
4061: Vignette 149 und
4062f. Vignette zu 1t$:
4063öngin hinter ihrem
4064in einigen wenigen
4065ekamnt șimd. Zwei
4066uartie an und vier
4067)ynil-tie.
p. 122
4068110
4069Ta.
4070Grab des Amenemha1). Grab aus der Zeit Thothmes' III. mit
4071dem 28. Jahre seiner Regierung, hei Abdelqurnah gelegen. Die fnnerä-
4072ren Texte schmücken ein ganzes Zimmer aus, links rom Eingange mit
4073dem 17. Kapitel anfangend. Sie sind nicht eingemeilselt. sondern einfaclı
4074an die Wand geschrieben, ganz im Stile der ron uns behandelten Papyri.
4075Ein Theil des 17. Kapitels ist von LepsIts in Facsimile reröffentlicht
4076mrorden?). Man wird bemerken, dals der Verstorbene niemals Osiris ge-
4077nannt wird, aber dafs fd und a alle beide im Texte rorkommen.
4078Derlerstorlme war 52BA4-E
40794ml=3) Haushofmeister des Gouverneurs, der Schreiber Rech-
4080nungsführer bei dem Getreide in den Speichern der heiligen Ländereien
4081des Ammon. Aufscher der Banern des Ammon, Amenemha". Sein Vater
4082hiels M) Thotmes und seine Mutter Axa Antef.
4083Mein gelehrter College Herr Prof. STERN hat die Güte gehabt mir
4084eine von ihm genommene vollständige Copie der Inschriften dieser Grab-
4085kammer zur Verfügung zu stellen. Die vorhandenen Kapitel sind: 17, 18,
4086ein nnediertes Mapitel, S0, 133, 134, 6J, 118V., 125 Einleitung: Confes-
4087sion, Schlufsrede, Nachschrift — abgesehen ron Anbetungsscenen und
4088einem langen Texte, der an die der Pyramiden erinnert.
4089Tb.
4090Grab des Chaemha, Abdelqurnal No. S. VS ist eine
4091grolse Persönlichkeit unter der Regierung Amenophis III. Sein schon aus
4092den Werken ron LepsIst) und PRISSE D'AVENNES bekanntes Grak ist
4093kürzlich rollständig ron Mr. Loret reröflentlicht worden°). Im zweiten
4094") LersIrs, Älteste Texte, p. 1t.
40953) Deukmäler 111, 38.
40963) cf. Pl.
4097*) LEPsIL's, Denkmäler III, 76-75.
40985) Mémoires publiés par les membres de la Mission archéologique fran-
4099çaise an Caire, Lirr. 1, p. 113 ff.
p. 123
4100Saale finden sich mehrere sorgfältig eingegrabene Texte des Todtenbuches,
4101auf der rechten Seite Kap. 10 Einleitung, welehe Mr. Borrowr gütigst
4102für mich copiert hat, und die Elysischen Gefildle. Im Hintergrunde des
4103Saales links von der Thür steht Kap. 112, welches als Seitenstück das
4104jetzt zerstörte hap. 113 hatte.
4105Es ist unöthig hier eine Beschreibung der Königsgräber zu geben.
4106Nur bemerken mnis ich, dafs die Grüber der Nl. Dynastie weniger cor-
4107r'ect sind als die der NIX. und dafs sie besonders seit Ramses IV. nach-
4108lässig werden.
4109Tс.
4110Grab des Menephthah Siphthah und der Königin Tanser, usur-
4111piert ron Setnecht. Im dritten C'orridor und längs dem Geländer der
4112Treppe, welche zum zweiten Saale führt, befindet sich Kap. 140. lch
4113habe 1869 alles Übriggebliebene copiert und hier reproduciert1).
4114Td.
4115Grab Ramses' IV., No.23). Ein ganzer Saal dieses Grabes ist
4116mit Texten des Todtenbuches bereckt, es ist der dritte, der ummittelbar
4117dem Sareophagsaale vorhergehende. Der Test beginnt links vom Ei-
4118gang und geht bis ans Ende des Saales, wenddet sich damn rechts mnd
4119komınt hinten am Eingange wieder zurüek.
4120Er enthält mSsof femer einen besonderen Titel
4121nebst Vorwort zu Sehlulsrede von Kap. 125 (vgl. I, 330): dann lolgen
4122Kap. 12+, 127, 125 Einleitung: Confession, Schlufsrede.
41231) CHAmroLLIos, Notices I, p. 151 und 452; Gestalten der Wächter.
41243) CHNrOrLION, Notices I, p. 173-76; Suppl. p. 81- 820.
p. 124
4125112
4126Te.
4127Grab Ramses Vl., No. 91). Auch hier ist ein kleiner Vorsaal vor
4128dem Sarcophagsaal mit Texten des Todtenbuches bedeckt. Lersius hat
4129die linke Seite publiciert?). Die Texte beginnen im Hintergrunde zur
4130Linken und umfassen: links Kap. 124, 125 Confession und Theil der
4131Schlufsrede, rechts 126 Г., 100, Anbetung der Ma nnd 127A.
4132Grab Ramses' IN., No. 63). Im zweiten Corridor findet sich anf
4133der linken Wand Kap. 125, die Schlufsrede mit dem besondern Titel
4134and dem V'orwort.
41351) CHanPoLLIox, Notices, Bd. II.
4136?) Lersis, Denkmäler II. 226.
41373) CIuroLLIox, Notices I, p. 168.
p. 125
4138113
4139VIERTES KAPITEL.
4140Bemerkungen zu den einzelnen kapiteln des
4141Ich mufs nun zu den verschiedenen Kapiteln. We
4142bilden, noch einige Bemerkungen machen, namentlich
4143in den Trkmnden. denen sie entnommen sind. Dabei m
4144die Interpretation und den Inhalt des Buches selbst Bez
4145lassen: auch bealsichtige ich nieht die bemerkenswerthe
4146che sich mir im Verlanfe darhieten könnten. herrorzuh
4147mich auf das durchaus Nothwendige und was zur Erlei
4148brauchs dieser Ausgabe dienen kann. beschränken.
4149kap. 1.
4150Der zur Basis gewählte Paprrus ist ly. Zwar
4151alt noch anch sonderlich correct. im Gegentheil ist de
4152weiterhin zeigen wird, fehlerhaft: aber er hat sehs volls
4153und ist, wie in der Beschreibnng oben bemerkt wur
4154V'arianten geben uns einen Begrift von den Verämderu
4155Text in einer rerhältnilsmälsig beschränkten Zeit. ron d
4156XIX. Drnastie. erlitten hat.
4157Kein einziger mnter den alten Texten geht über
4158hinans').dlles Folgende ist neuern Ursprungs 1
4159mmm ss s mk "man tindet nicht seine lb
41601) Mit dem Buehstabon ss bezriohne ich dio machsaïti:
4161wir sie aus dem Toriner Papyrus konuen.
4162Toitenbuehs.
4163Iche dieses Buch
4164über ihre stelle
4165erde ich alles auf
4166ügliche bei Seite
41671 Varianten. wel-
4168ben. Ich merde
4169htermmg der Gie-
4170"ter mredey selr
4171r Text. wie sich
4172tändige Vignetten
4173le. datiert. Die
4174igen. welehe der
4175er Wlll. bis zur
4176die Zeile 16 in s
4177uch den Worten
4178ertretung" haben
4179che Redacrion. wie
p. 126
4180111
4181die alten Texte statt des einfachen Zusatzes CN7445 in der
4182Waagew eine ansfihulichere Wendung: 4 9 1944-18PS040o
4183„die Waage ist leer von allem, was ihn betrifft," und damit schlielst das
4184Kapitel. Dieser Satz scheint zu besagen, dafs die Psychostasie stattge-
4185funden hat, und man sollte hier eine daranf bezügliche Darstellung er-
4186warten. In der That findet sie sich auch hier in lg, La und Le. Im
4187erstgenannten Texte geht die Psychostasie dem Kap. 1 voraus, in den
4188beiden andern folgt sie darauf. aber ohne das lange Stück. melches Ka-
4189pitel 125 bildet. Dieses Kapitel findet sich weiterhin in La und Le mit
4190einer nenen Darstellung der Waage.
4191So haben wir von rornherein den Beweis, dafs das Todtenbneh
4192keine Einheit, sondern eine Sammlung ist. Sogleich das 1. Kapitel ist
4193mit der Psychostasie abgeschlossen. Die letztere ist durch Hinzufügung
4194der negativen Confession, der Einleitung, der Schlufsrede weiter ent-
4195wickelt worden; man hat darans Kap. 125 gebildet, welehes folglich jün-
4196ger sein muls als Kap. 1. Denn sehwerlich kann die abgekürzte Redac-
4197tion die jüngere sein; vielnehr ist die ausführlichere, in weleher die
4198meisten Personen erscheinen, die spätere.
4199Der gewöhnliche Platz des 1. Kapitels ist numittelbar hinter der
4200Inbetung des Osiris, welche in der Regel den Anfang der Leichenpapyri
4201bildet: gewöhnlich gelt es auch dem Kap. 17 vorher oder befindet sich
4202doch in der Nühe dieses Kapitels. Es ist freilieh wohl das erste Kapitel
4203des Tortenbuchs, denn nach dem Titel werden diese Worte gesprochen
4204B $mm SE-um Tage der Bestattung". Der Verstorbene soll
4205dadureh seine Ankumft in der Amenthes ankündigen; es sind die ersten
4206W'orte, welche er hüren lassen soll. luch stellen die Vignetten die Be-
4207stattungsceremonie dar, d. h. den Augenblick, wo der V'erstorbene so
4208=pricht. Einige Papyri, we Le und Pe, haben mur die Vignetten des
42091. Kapitels ohne den Text, anf welchen sie anch keinerlei Beziehung ha-
4210ken und in welchem sich keinerlei Anspielung auf das Ceremonial findet,
4211dessen Feier sie zu Anschaunng bringen. Sie stellen dar, was anf der
4212Erde rorgeht, während der Todte ror das Gericht des Osiris hintritt.
p. 127
4213115
4214Wie die Varianten zeigen, hat keiner der alten Papyri den Titel
4215von s, der sich mr in Aly miederfindet. Alle andern benennen dies
4216Kapitel m S's SOLoLTH-das Knpitel von der lnkuntt vor
4217den ,Rätlen' oder ,den Richtern' dles Osiris*. Diese Richter sind die
4218vier Genien, welehe in der Psrehostasie das Tribumal unter dem Vorsitze
4219des Osiris bilden. Damit steht der Schlufssatz des Kapitels durchaus im
4220Einklang. Dieser Titel ist dersolbe wie der von Kap. 124. mit dem die
4221Papyri manchmal beginnen, wie 46 und Pe, wo ilm ein allgemeiner
4222Titel vorangeht. Keiner dieser Papyri enthält Kap. 1, während Pe nur
4223die Vignetten dessellen hat: es wird durch Kap. 12t ersetzt, obschon
4224dessen Text zu jenem in keiner Beziehung steht.
4225Derselbe Titel gehört einem in S nicht vorkommenden Kapitel
4226an, welches iel als 181. Zülle, emer Anrufung des Osiris.
4227An Kap. 1 schiliefst sich in s' eine lange Rubrik, welehe mit der
4228des 72. Kapitels identisch ist. In den meisten Fällen fehlt die Nachschrift
4229dem 1. Kapitel und ist dem 72. angehängt; nur dn und le knüpfen es
4230an Kap. 1. Sie ist linter 72 reproduciert und dort sind anch die dazu-
4231gehörigen Varianten naclızusehen.
4232Auf Kap. 1 folgt ummittelbar fast immer Kap. 17: indessen findet
4233es sich auch ror andern hänfigen Kapiteln, wie ror 68 (in C'6, C'dl,
4234Pli), vor der Reihe der Verwandlongen (in 1a) und vor 99 (in Pc).
4235Wie schon gesagt wurde, enthält der Paprrus Da, ohne Zweifel
4236durch die Unachtsamkeit des mit der Abschrift betranten Copisten, zwei
4237Versionen des 1. Kapitels, welche mmmittelbar auf einamder folgen und
4238fast gleichlantend sind. In diesem Kapitel ist Du seh verwandt mit .1p
4239und auch, obwohl in geringerem Grade, mit La, 1n und t.
4240Die Vignetten geben uns eine vollständige Darstellung der Leichen-
4241procession. welche in Begrifl steht die Mumie in das für sie bestimmte
4242Grab zu legen. Hier hat lg ein Bruchstück des eigentlichen Rituals
4243bewahrt. Es lehrt uns, dafs man bei dieser Gelegenheit die l'eremonie
4244der „Öffnung des Munles"1) vomahm. in welcher der Priester viermal
42451) Scmararea. Il libro dei fmerali, p. 228.
424615*
p. 128
4247116
4248nm die mit dem Gesicht nach Mittag gewandte Mumie geht, indem er
4249vier Wassergefälse trägt, welehe, wie er sagt, zu den Reinigungen des
4250Horus, Thoth, Seb und Sep gedient haben.
4251Кар. 1B.
4252Mit 1B habe ich ein Kapitel bezeichmet, welches mit dem vorher-
4253gehenden nichts zu than hat, aber doch hier eingeschoben werden mufs,
4254da es auf den Tag der Bestattung Bezug hat. In dem als Basis genomme-
4255nen Bu folgt es auf hap. 1, wogegen es in Iu sehr weit davon entfernt ist
4256und hinter 65 steht. Die Titel der beiden Urkunden sind nicht diesel-
4257ben. In Ba heifst dies Kapitel „las Kapitel von der Ankunft der Mu-
4258mie in der Tiefe am Tage der Bestattung", wäbrend es in Ia „das Ka-
4259pitel von der Ankunft in Roset" genannt wird. Der Text war in Iu aus-
4260führlicher, er enthielt in Sonderheit die Namen der Schlangen, ror denen
4261ihn zu bewahren der Verstorbene Osiris bittet. Nachdem dies Kapitel
4262aus der saitischen Redaction verschwunden war, hat es sich in spätern
4263Urkunden wiedergefiunden. Von BıRcH1) ist es nach einem Edinburger
4264Papyrus publiciert worden, wo er betitelt ist. →l4mu
4265. umdl ron Puex1e2) nach einem Papyrus des bouvre,
4266in dem es 27. genannt wird und zu einer
4267Gruppe mit dem allgemeinen Titel / mw mm y
4268hört. In der Pleyteschen Sammlung ist dieses Kapitel No. 172.
4269Kаp. 2 und 3.
4270Die Gruppe, welehe in s' bis zum Sehlufs des 15. Kapitels reicht
4271nnd ein mit den Vignetten der Leichenprocession versehenes Ganzes bil-
4272det, existiert in den alten Papyren nicht nnd ist dlas Ergebnits einer
4273spätern Codification. Die einzigen analogen Fälle, welche sich finden,
42741) Proccedings of the Society of Biblieal Archacology 1885 p. 81.
42753) Chapitres supplémentaires du Livre des Morts.
p. 129
4276sind solehe.
4277dehmung de
4278olme dlaf-
4279Mehrere der
4280andere. wie
4281andere kom
4282Nam
4283sehr ähnlich
4284Kap. 2 hat
4285vor 3. oln
4286welchen die
4287stimmen: ir
4288Titel des K
4289Kар.
4290in den Pap
4291sie unter de
4292Urkunde de
4293stehen aber
4294Es ist dahe
4295hatten, wo
4296lich von de
4297Es ti
4298ist mncht me
4299du und li
4300mehreren k
4301Geld
4302che man in
4303in denen che Län
4304rsclhen über ander
4305man dadurch eine
4306: kleinen hapitel hi
4307: 3. 12: 13, stehen
4308men nur selten vor
4309entlich ist das mit
4310: sie unterscheiden
4311sich nur zweimal g
4312e dals die Beschaft
4313se Kapitel in der B
4314, Pj' folgt es auf 1
4315гр. р.
43163 kommt nur in .
4317vren der XII. Dịna
4318m Titel vou ? vere
4319reelben Epoche (Le
4320nicht weit davon
4321r wahrscheinlich,
4322sie noch in s durel
4323m dieser Ausgabe s
4324ndet sich in vier P
4325glich diesenı Kapite
4326findet es sich nahe
4327leinen Kapitelu 30,
4328irt zu 151 und bez
4329der Grabkammer I
4330117
4331ge der Vignetten
4332: Kapitel veranl
4333Einheit zu sel
4334nter hap. 1 fehl
4335in andern Thei
43362 und 3 der P
4337siclı nur dureh
4338efunden: in le
4339nheit des Papy
4340eihenfolge des 1
434109 und steht vo
4342" ror. Diese l
4343stie. In dem
4344nigt und folgen
4345yden III) folge
4346und scheinen fi
4347lal- sie ursprün
4348, Kap. 65 vertre
4349ehr verschieden
4350Кар. 5.
4351prren. stelt al
4352I einen bestimmn
4353bei S8 und 90
435422. 6т.61.
4355Kаp. 6.
4356elt sieh auf ein
4357reben dem V'erst
4358des 1. Kapitels die Aus-
4359fst hat (wie in Pe, .l!),
4360laflen bealsichtigt hätte.
4361en rollständig († und 11):
4362len des Buehes und noch
4363all. In s simdl ? und 63
4364den Titel und den Schiuls.
4365folgt es auf 16 und -teht
4366'us gestattete. den Platz,
4367'estes einnalmen. zu be-
4368r 66. gleiehwohl mit dem
4369eiden Kapitel finden sich
4370ler Künigin Netemt sind
4371auf 6t. Iu einer andern
43721 sio zwar nicht auf 6t.
4373ir G5 und G6 einzutreten.
4374glieh ihren Platz bei 6+
4375ten werden. welches frei-
4376ist.
4377er in keinem vor 6. Es
4378ten Platz anzureisen. In
4379—i. in Pdl stelt es unter
4380en der Gegenstände. wel-
4381orbenen niederlegte: man
p. 130
4382119
4383wird auch die Varianten unter Kap. 151 finden. Ich habe jedoch ge-
4384glaubt die Version ron Ad, welche ausführlicher ist, wiedergeben zu
4385sollen. In diesem Texte gehört Kap. 6 zu einer Gruppe, welche mit
4386100P4S135'4 etc. aufängt nnd mit 155, 156, 160 fort-
4387Es enthält auch mehrere Bestandtheile ron 151. In de fand
4388sich Kap. 6 auch vereinzelt. Mehr als nach den Papyren, welche es
4389nicht hänfig darbieten, mufs man dieses Mapitel nach den Todtenstatuet-
4390ten studieren.
4391Kаp. 7.
4392Findet sich in 7 Papyren. Gauz willkürlich ist es der Gruppe
4393des 1. Kapitels eingereiht, denn es gehürt zu jenen, welche von der
4394himmlischen Schifffahrt reden (vergl. 99, Z. 6). Daher steht es in zwei
4395Papyren, 116 und di, hinter 102 und ror 136A und B. Auch in dc,
4396welcher zu Anfang zerstört ist, geht es 136A und B vorher nnd endlich
4397steht es in C'a vor 102.
4398Kap. S und 9.
4399Als Base habe ich Pb genommen, welcher am rollständigsten ist
4400und dessen Anordnung ich bemerkbar machen mufs. Diese Urkunde
4401stellt mehrere Kapitel zusammen, welche im Titel eine gewisse Ähnlich-
4402keit haben. Es handelt sich immer um cöftnen- Enn oder I Ji.
4403Es ist zunächst Kap. 92, dam GT. Nach diesem Kapitel führt der Text
4404so fort: 17 mm tJe0]4f 1.h. 8,6: dan beginnt Kap. 2 mit
4405dem Titel mmili®= und es folgt Kap. Sl 4 mmo
4406Die ganze Gruppe 8. 9, S trägt den allgemeinen Titel mIJIRM
4407und es folgt daranf 72.
4408Anfser in Po findet sich S nur noch in de, wo man seine Stelle
4409nicht erkennen kamn. und in Ia, wo es unmittelbar auf 1B folgt. In
4410den Texten der XNI. Dynastie steht Kap. S dem Kap. 4t am nächsten
4411und wird mit demselben sogar zu einem einzigen rerbanden.
p. 131
4412119
4413Kap. 9 kommt in l'e vor, wo es zwischen 132 und 99 steht, und
4414in Ba, wo es cinem Theile von 148 rorhergeht. | Die Vignette gehört
4415besonders zu Kap. O, sie stellt nämich den bsaer 3e
441644E,7, dar, vou dem im Texte die Reile ist; es ist cine Darstellung
4417des Osiris.
4418Кар. 10.
4419Findet sich uur in du: es ist mit 48 identisch und unter diese
4420Nummer gestellt worlen.
4421Кар. 11.
4422Fehlt.
4423Kap. 12 und 13.
4424Finden sich beide uur einmal, in Pu. Kap. 13 geht voran nnd
4425wir haben die Reihenfolge 50, 124, 13, 138, 123, 12. Diese Orduung
4426ist ziemlich die des hieratischen Papyrus in Paris, welcher Papyrus
4427de Luynes heilst (DévérIa 111, 46), nämlich 56, 13, 138, 123, ... 12.
4428Diese Kapitel gehörten zuerst zu einer von dem des 1. Kapitels ver-
4429schiedenen Reihe, da sie in s alle beide wiederholt werden: 12 ist
4430120 umd 13, 121. Wieder ein Beweis dafür, dafs die Reihe 1 bis 16,
4431wie sie sieh in S findet, das Ergebnifs einer nenern Codification ist.
4432Kар. 14.
4433Dieses Kapitel finlet sich zweimal in C'a, und die gewählte Base
4434ist die aut dem Verso des Papyrus betindliche Wiederholung. Bemer-
4435kenswertherweise finden sich zwischen den Versionen derselben Orkumde
4436so erhebliche Varianten, dals sie nicht nach dlem nämlichen Originale
4437geschrieben zu sein scheinen.
4438Unter den fünt Kap. 14 bietenden Pappren sind zwei. Ca und
4439Pl, in welchen Kap. It anf t? folgt, und zwei, Co und Pe. in welchen
4440es vor 6S steht.In Pe folgt es anf 91 und in P6 geht es G1 voruer.
p. 132
4441120
4442Die als Base angenommene Version steht zwischen 27 und 39. In Pe
4443befindet Kap. 14 sich unter den Vignetten zu 1 zwischen 72 und 24.
4444In P6 folgt der Titel zu 14 unmittelbar anf die Nachschrift zu
444512, 50:...=15t $1393ETTt Das es in
4446der Gruppe « › ist der letzte Buchstabe der Nachschrift nnd daś csx
4447des zweiten Wortes c B, welches das erste des Titels ist, hat man ans-
4448gelassen.
4449Каp. 15 und 16.
4450So wie die Kapitel 15 und 16 in s' redigiert sind, finden sie sich
4451in den alten Papyrus nicht. In S besteht Kap. 15 ans zwei unterschied-
4452lichen Theilen, der Anbetung des Ra „bei seinem dufgang" (Z. 1-28)
4453und der Anbetung des Ra bei seinem Untergang" (2.28-49). Es
4454läfst sich noch leicht erkennen, dafs man in jede dieser U'nterabtheilun-
4455gen mehrere Hymnen ron verschiedener Herkunft und Abfassung ein-
4456gerückt hat. Diesen Unterabtheilungen entsprechen die Vignetten des
445716. Kapitels: die obere bezieht sich anf die anfgehende Somne, ebenso
4458die zwcite, welche man anch als die Sonne in der Mitte ihrer Laufbalın
4459erklären könnte, wälrend die drittedie nntergehende Sonne bezeichnet.
4460Derartige Hymnen finden sich in mehreren alten Papyren; nur
4461schemt es für dieses Stück keinen canonischen Text gegeben zu haben,
4462vondem man sich nicbt bätte entfernen dürfen. Der Tertschreiber konnte
4463sich hier von seiner Einbiklungskraft leiten lassen, und obgleich der
4464Grundton dieser Stücke im allgemeinen wenig rerschieden ist, so haben
4465sie doch nieht Berührungspuncte genng, um als Varianten desselben
4466Textes gelten zu künnen. Das erklärt, warum ich in dieser dusgabe
4467eine so grulse Anzahl aufnehmen mufste. Es giebt indessen in den alten
4468Papyren einen Hyumus an die untergehende Sonne, welcher dem in s' in
44691..28 ülınlich ist. Von diesem, den ich 15B III genannt habe, lag ein
4470recipierter Text vor und nach den rerschiedlenen Documenten, in denen
4471er vorkommt, liefs sich eine vergleichende Tafel der Lesarten aufstellen.
p. 133
4472121
4473Nach dem ron Infang an hefolgten Grundsatze hab
4474den ersten Theil des Kapitels bezeichnet. welcher sich auf die
4475Sonne, und mit B den zreiten. welcher sich anf die untergel
4476bezieht. Die Zahlen I. H. II bedeuten die verschiedener
4477jedes dieser Theile.
4478In den rollständigen Texten folgt auf jeden Theil di
4479zügliche Darstellung. d.h. das iln betreffende Stück des i
4480und da es sich um eine Inbetung handelt. su ist in ciner Vi
4481mal der Verstorbene mit seiner Fran in betender Stellong hi
4482Ein einziger Papprus. Ba. enthält die beilen Theile
4483der entsprechenden Stelle, welche ihnen in s' angewiesen ist
44841 und vor 17 (Taf. XVI und XVIII). Er führt uns zuer
4485tung des Ra bei seinem Anfgang vor, woran sich das Bill
4486aufgangs schliefst. Leider ist der Paprrns an der Stelle schle
4487aber es ist kein Zweifel über den Sinn der Darstellung (T:
4488zuläsig: man sieht den Himmel. die beiden drme. welche di
4489fangen. und das Zeichen des Ostens. Uomittelbar darauf
4490Hymnus an die umtergehende Sonne. mo die bildliche Dars
4491fehlt, aber dagewesen sein muls. da sich sonst die Giestalte
4492Anbetenden nicht erklären lieken. Daranf geht man zu Ka
4493La würde ohne ein Versehen des Schreibers voll
4494Hier steht Kap. I5 gleichfalls ror 17, ganz am Infunge
4495und ersetzt die fehlende Anbetung des Osiris. Wir haben
4496beiden Anbetenden und den Hymnus an die anfgehende
4497fel XIV), dann die Darstellung des Gottes bei seinem
4498Berg; die beiden Arme. welche den Disens halten. und das
4499melches hier wie sonst dem Osten eigenthümlich ist (Ta
4500Darnach sollte man den Hymnus an die untergehende Somne
4501grhörigen Vignette erwarten: und den heabsichtigte man al
4502lassen. da der Zeiehner das Bild der untergehenden Sonne
4503(Taf. NNI. La). Aber der Schreiher des Textes hat sich
4504gekümmert. sondern hat eine andere Version des Hrmnns
4505• iclı mit .1
4506anfgehende
4507lende sonne
4508Versiunen
4509darauf be-
45106. Kapitels:
4511nette jeres-
4512nzugefügt.
4513ron l5 an
4514. d. h. nach
4515t che Anbe-
4516des Sonnen-
4517chit erhalten,
4518f.INI. B«)
4519• Sonne um-
4520kommt der
4521ellung zwar
4522i der beiden
4523›. li über.
4524tändig sein.
4525les Papprns.
4526zunächst die
4527Sonne (Ta-
4528tgange: den
4529Emblem
4530. XXI. 1.0).
4531mit der 21-
4532ch folgen zu
4533gemacht hat
4534nicht darum
4535an de anf-
453616
p. 134
4537122
4538gehende Sonue copiert. Ich habe schon früher die grofse Ähnlichkeit
4539zwischen Lu und At herrorgehoben. Hier haben wir denselben Irrthum:
4540den Hymnus an die aufgehende Sonne gleichfalls neben der Darstellung
4541der untergehenden, die noch besser gekennzeichnet ist als in Le, da der
4542Sperbel als Emblem des Westens durchaus dem in Da (Taf. IXII) gleicht.
4543Das Vorhandensein dieses Hymnus in At hat die Anfstellung einer kur-
4544zen V'ariantenübersicht ermöglicht, die jedoch wegen der sehlechten Er-
4545haltung dieses Papyrus nur bis zu %. 10 fortgefühnt werden konnte. Es
4546ist ummöglich auf diese Weise die Hlymnen von Ba und La zusammen-
4547zustellen, da sie zu rerschieden sind, ohne Zweifel weil es für dieses
4548Kapitel keinen canonischen Text gab.
4549Noch ein vierter Hymnus ist reproduciert worden, der von Ag
4550(Taf. XVI), der gleichfalls mit einer bikdlichen Darstellung versehen ist
4551(Taf. XXI) und der sich olme Frage mit dem ersten Hymnus ron La
4552berülnt, olne jeloch als ein Paralleltext angesehen werden zu können.
4553Dies Stück findet sich ganz zu Infung des Papyrus. Ein Hymnus an
4554die untergehemle Soune folgt nicht, wird vielmehr durch ein Gebet an
4555Osiris Onnophris ersetzt. Die Eegende der Darstellung lafst über ilre
4556Bedeutung keinen Zweifel. Juch lier treffen wir das f als Emblem des
4557Ostens.
455815B, der Hymnus an die untergehende Sonne, findet sich in B«
4559unmittelbar hinter 15A, dem Hymnus an die aufgehende Somne, ehenso
4560wie in s. Die dlazugehörige Vignette fehlt. Dafür findet sie sich in
4561Da, welcher uns eine andere Version von 15B liefert; dieselbe steht
4562zwischen 17 und 186, der Inbetung der Hathor, welehe den Papyrus
4563beschlielst. Zu den Versionen 15B 1 mnd 15B I existiert kein Pa-
4564ralleltext.
4565Wir kommen jetzt zu dem Stücke, welches mit 15 sehr grolse
4566Ahulichkeit hat und an einer ganz andern Stelle der Papyri steht: es
4567ist das als 15B II bezeiehnete. Der Text erinnert an S15, Z. 30-10
4568und sodann an die Anrufungen Z. 29—33. Der Titel ist fast genau
4569das, was wir in S118. Z. ?-j lesen. Es ist wieder ein Beispiel der
p. 135
4570U'mgestaltung, welche das
4571nastie mufs erfahren haben.
4572doch sind dieselben nicht al
4573Wie oben gesagt w
4574mnd wichtigsten hapitel de
4575die Cosmogonie zusammen.
4576ist daher nieht anffallend.
4577scripten rorfindet. In den
4578Theile des Kapitels wiederho
4579pitel besonders vor. nämliel
4580wrelche zwischen 117—118
4581in dem in Lirerpool betinc
4582Bruchstück ror 18 steht, vo
4583ist. Eine andere Wiederho
4584auf 13 folgen und tor #t
4585sreiterhin zwischen 133 mnd
4586welche nicht die der Melrz
4587Gewrölmlich folgt hi
4588mittelbarer Nähe, so in .ll
458915 getrennt ist): La und .
4590Paprri. wie in l'e und Te.
4591mülsig Kap. 18: anderesfalls
4592kann hehanpten. dals 18 d
4593ron diesem durch keinen a
4594Der Titel ron 17 be
4595von dem in Kap. 1 beoba
4596fang ron- ist die gewöhm
4597cinem Buche. Hier finden
4598der nenern Redaction mn d
4599123
4600Tütenbuch in der 1
4601Für dieses Stück hal
4602le gleich vollständig.
4603Kap. l7.
4604urdle. ist dax 1i. Nay
4605= Todtenbucks. Es f
4606so wie sie in Heliop
4607lafs es sich in einer e
4608l als Basis angenomn
4609It oder kommen vielm
4610181\20....
4611und 20 eingeschober
4612lichen Theile des Pa
4613n wrelchem 20 nur eine
4614lung in du bilden di
4615stehen. Das vollstän
461618 gustellt. Es ist s
4617ahl der Texte ist. zu
4618p. 17 auf 1 oder be
4619:in.ty. Cb.Di.
4620i. Manchmal steht
4621Das auf 17 folgend
4622existiert dieses Kapit
4623is gewöhnliche Compl
4624ndern Tert getrennt
4625sagt deutlich. dals de
4626chteten sehr verschie
4627liche Einführung eine
4628wir zum ersten Male
4629en Titel ron 1 üherge
4630poche der NI
4631en wir parallele
4632ntel vines der
4633al-t am vollstän
4634hi- gelehrt wur
4635rofsen Zahl ror
4636enen .la sind
4637ehr vor dem gam
4638bis %.9t =ğ?
46391 sind. Ebensc
4640!orus nur daf
4641verschiedene R
4642• Z. 100—106.
4643dige lapitel fin
4644ehorer diese Anc
4645erklären.
4646lindet sich docl
46473a (wo es ronl
4648es ganz zu Ant
4649e Kapitel ist fi
4650I überhaupt nie
4651ument zu 17 is
4652vird.
4653r Character des
4654den ist.
4655§ neuen Absch
4656jenen _Insrncl
4657gangen ist: →i
4658I. Dr-
4659Textis
4660altesten
4661dıgsten
4662de. E-
4663Manu-
4664einzelne
4665zen Ka-
46667Pins
4667in di,
4668* dieses
4669daction
4670welche
4671det sich
4672rdnung,
46731in u11-
46741 dureh
4675ang der
4676t regel-
4677It. Man
4678. da es
4679Stückes
46801-il-
4681uittes in
4682. der in
p. 136
468312%
4684.Anfang des Aussprechens
4685der alten Erinnerungen" oder „der heiligen Formeln". Dieser bisher
4686unrichtig rerstandene Ausdruch bezieht sich beineswegs. wie man fast
4687immer übersetzt hat. auf die Auferstelung des Verstorbenen. Das Verb
4688=P12 findet hier nicht Anwenlung auf eine materielle Handlung
4689und soll nicht „wieder aufrichten" oder „wieder aufstellen" bedeuten,
4690sondern heifst vielmehr «aussprechen" oder „hersagen" 1). Was die Wör-
4691ter 1}9i "I ( É betrifft, so muls man sie schrerlich
4692blos als graphische Varianten ansehen, obschon sie sich auf denselben
4693Gegenstand bezielien. Der Bericht ron der Schöpfung, der mit dem aus
4694dem Wasser hervorgehenden Tum anfängt nnd mit dem zum Künig ge-
4695krönten Ra fortfährt — illes das führt anf die Bedentung calte Erinne-
4696rungen- für ( DEi und „heilige orler feierliche Formeln- fir (Ss
4697Vicht Thoth stellt sich dem Osiris im Namen des Verstorbenen
4698dar, um alle Obliegenheiten, die er in Busiris und in Abrdos rollbracht
4699hat oder rollbringen wird, vorzutragen. Es handelt sich nicht mehr um
4700Worte, die am Tage der Bestattung gesprochen werden. Hier ist der
4701Gegenstand unendlich weiter und philoxophischer als im 1. Kapitel. Ich
4702kann daher den Titel, welchen ig dem Kap. 1 giebt und den er aufserdem
4703allein hat, nicht als richtig betrachten: dieser zu Anfang mit dem ron 17
4704gleichlautendle Titel ist augenscheinlich für dieses letztere Kapitel bestimmt.
4705Der von 1 lautet DI4so118 fast in allen Papy-
4706ren: der ihm in Ay gegebene ist. wenn nicht ein Irrthum vorliegt, das
4707erste uns begegnende Beispiel ron dem Übergange des alten Textes in
4708den der saitischen Redaction.
4709Die Papyri Po und l'e geben Kap. 17 etwas längere Titel als die
4710andern, ron denen sie auch in der Anordnung der Theile abweichen.
4711Ich war genöthigt einen Satz dieser beiden Texte auf S. 29 zu bringen,
4712wo sich ein leerer Raum fand. nnd auf s. 30 die Stelle anzngeben, wohin
4713diese Worte gehören. Für einen Theil des 1i. Kapitels habe ielı aus-
47141) Ägyptische Zeitschrift 1873 p. гт.
p. 137
4715125
4716nahmsweise den Papyrus Le benutzt, dessen Text sehr incorrect ist.
4717Die Varianten brechen %. 40 mit dem Bemerken ab, dals der Text %.51
4718fortfährt: aber hier habe ich die Lesarten nicht mehr eingeschricben. weil
4719der Text entschieden zu sehlecht wird. In lg kounte ich über %.4S
4720nicht hinausgehen, da das Ende dieses Papyrus mur ein sinnloses Ge-
4721schreibe ist.
4722Nur 7 Texte geben das Enle des Kapitels: sie gehören sicherlich
4723zu den besten, welehe wir besitzen, was bei der Bedentsumkeit dieses
4724Kapitels erklürlich ist. Tren dem Grundsatze, den ich mir eingangs ge-
4725macht hale, will iel mich jeder philologischen oder mythologischen
4726Abschweifung über dies Mapitel enthalten. W'enige gewähren so riele
4727und nützliche Varianten. Ein glücklicher Umstand ist es, dals wir Jieses
4728Kapitel von Anfang bis zu Ende auf der Leinewand Thothmes IIl be-
4729sitzen, eiem datierten und sorgfältig geschriebenen Documente, welches
4730%u1' Vergleielung mndd Feststellnng der Sprachformen der XVIII. Dynastie
4731von grüfster Wichtigkeit ist. Es ist zu bedauern, dals uns nicht ein
4732grülserer Theil von Ah erhalten ist.
4733Kаp. 18 bis 20.
4734Kap. 18 folgt ummittelbar auf 1i, dessen nothwendige und ge-
4735wölmliche Ergänzung es ist und von dem es durch keinen Titel getrennt
4736wird. Die verschiedenen Kapitelsectionen sind in den alten Texten nieht
4737wie in S geordnet, sie folgen sich in dieser Reihe: acegildihli. Be-
4738merkenswerth ist dler allgemeine Gebranch der einfachen Priposition fA
4739statt der zusammengesetzten D in S. Die Vignetten sind xelten
4740und im allgemeiucn olne Wichtigkeit: es sind einfach Darstellungen der
4741Gottheiten, anf welche angespielt wird. Eine einzige ist reproduciert
4742worden, die des Papyrus Busca Ii. In diesem Texte. hinter Kap. 132
4743und vor 99, timdet sich ein kleines Stück ans 18, welches als hesomleres
4744Hapitel mit diesem Titel eingestellt isti M9B =DmmoJ3
4745S tp 4s {70]4O3 .clas
p. 138
4746126
4747Buch von dem, was geschieht am Tage des Ackerns und in der Nacht
4748des Ackerns in Tattu"; damn kommen die Namen der vier Genien der
4749Amenthes und der 7.26 reproducierte Text ds ete. Das Mapitel
4750enthält ein Stück des folgenden Absatzes und bricht plötzlich am Ende
4751der 30. Zeile ab. Das ist die einzige Spur, welche ich von diesem Texte
4752als selbständigem Kapitel mit besonderm Titel gefunden habe. Nirgends
4753kommt der Titel voi, den 19 und 20 in s tragen. Kap. 19 findet sich
4754in keinem der von mir verglichenen Papyri. Kap. 20 hat da, und zwar
4755insofern die 7.94—106 von Kap. 17 ein erstes Mal mit einem abge-
4756kürzten Kap. 18 reprodnciert sind, welches in s die Nummer 20 trägt.
4757Ich habe dieser verkürzten Fassung die No. 20 gegeben, olischon sie von
4758dem Kap. 20 in s merklich abweicht; doch steht sie diesem näher als
4759dem 19. Kapitel. Die Nachschrift und der Titel von 20 in S sind Zu-
4760sätze nenern Datams.
4761Die Reihenfolge der Kapitel, so wie wir sie bis jetzt wiederher-
4762gestellt haben, unfalst also: die Anbetung des Osiris, Kap. 1, 1B, 15,
4763für welehes letztere es keinen canonischen Text gab nnd dessen Fassung
4764mehr oder weniger der Einbildungskraft des Schreibers überlassen blieb;
4765endlich hap. 17 und 18, oder 17 und 20, die eine Gruppe für sich bilden.
4766Wie man sieht, ist das fast die Reihenfolge von s, in dem nur die klei-
4767nen Kapitel später hinzugefügt worden sind.
4768Über den Text, welcher auf 18 folgen sollte, kann ich nur eine
4769Vermuthung anfstellen; aber ich glaube, dafs die Reihenfolge in Ba die
4770richtige ist; was folgen sollte, das ist die Reihe der Kapitel von den
4771@SI-Verwandlungen", welche in den alten Texten mit Kap. S3,
4772der Verwandlung in den Bennn, beginnt.
4773Kap. 21 und 22.
4774Wir kommen jetzt zu Kapiteln eines rerschiedenen Characters,
4775die nicht die Wichtigkeit des 17. Kapitels haben. Es handelt sich nm
4776die Wiederherstellung des Verstorbeuen, dem man zuerst einen Nund ge-
p. 139
4777127
4778ben mufs, damit er dir Füligkeit der Rede erlange. Di
4779des bildet in » den Gegenstand zweier Kapitel, 21 un
4780nur 22 wiedergefunden. Auch hier wird die Baris du
4781welcher in einer Vignette eine Ceremonie zur Darstell
4782Priester f smoHfi „dler Wächter der Wange" 1e
4783des V'erstorbenen. Dieso C'eremonie muls als in der Am
4784betrachtet werden. Doselbe Priester wird zum zweiten
4785erwähnt, wo der Verstorbene sich an sein Herz wendet.
4786Mit wenigen Ausnahmen ist die Reihenfolge diesel
4787Gruppe der Kapitel 22 bis 30 ist fast immer vereinigt.
4788Кар. 23.
4789Nach der Gabe des Mundes kommt die Ceremon
4790nung des Mundes", welche gleichfalls als in der Ament
4791denken ist. Dieses Kapitel hat sich in 5 Papyren gefin
4792Кар. 24.
4793Der Grundtext ist le entnommen. Von den vie
4794pyren hat keiner eine l'ignette geliefert1).
4795Кар. 25.
4796Diesmal ist die Basis ans Co genommen. Die
4797zeigt nns den Sem-Priester, wie er dem Verstorbenen
4798Mumienform darreicht. Die Kapitel von 21 an bilden
4799eine Art Ritual und würden in gewissem Malse den Ti
4800welchen CHaMPOLLION und nach ilm De RouGé dem Todt
4801haben. Iudessen darf' man nieht übersehen, dals es sic
4802wirkliche, aut Erlen rorgenommene Ceremonicen hand
4803cingebiklete, welche dem V'erstorhenen zu Ehren in des
4804stätte begangen werden. Es handelt sich um cine Nachi
48051) Vergl. Kap. 31 n. 32.
4806e Crabe des Mun-
48071 22. Ich habe
4808•ch lu geliefert,
4809ung bringt: der
4810rihrt den Mund
4811enthes vorgehend
4812Male in Kap. 30
4813srio in d; die
4814ie von der „Üf-
4815hes rollzogen zu
4816ıden.
48171 benutzten Pa-
4818Vignette in 1.0
4819eine Statnette in
4820allerdings wohl
4821tel rechtfertigen.
4822enbuche gegeben
4823h hier nicht un
4824lt, sondern u
4825en nener Woln-
4826hmng der irdi-
p. 140
4827129
4828schen Gebränche: aber der grofse Unterschied, welcher zwischen diesen
4829Kapiteln und dem eigentlichen Ritnal besteht, so wie wir es %. B. im
4830Grabe Setis I. finden, ist der, dafs wir hier den V'erstorbenen selbst se-
4831hen, so wie er sich in der Amenthes zeigt, während dort ausdrücklich
4832gesagt wird, dals die C'eremonieen vor der Statne des verstorbenen Kö-
4833nigs beobachtet werden.
4834Кар. 26 bis 30.
4835Mit Kap. 26 gelangen wir zu der wiehtigen Reihe der Mapitel
4836vom Herzen, welche zu den von den Papyren am häufigsten überliefer-
4837ten gehüren. In S sind es 6 Kapitel. Sie haben sich alle wiedergefun-
4838den mit Ansnahme von 29, welches durch zwrei inedite ersetzt wird.
4839Vier dieser Kapitel waren dazn bestimt. auf steinerne Amulette
4840geschreben zu werden. deren jedes seine besondere farbe hatte. Das
4841Iehrt Ba, welehes diese vier Kapitel mit den folgenden Titeln versieht:
4842•Pum ao8mm wm,,, …Das Kapitel vom Herzen
4843aus Jaspia" oder „Serpentin" (:)') —grün —30B,
4844www 10 .1I .ans Lapis laznli" -ban - 26,
4845P,lls Opali - weils - ?i,
4846mmlD sol "ans Carneu)" (:) -roth - 29B.
4847líein anderer Paprros enthält diese Titel; die gewölnlichen lanten ganz
4848verschieden.
4849Kapp. 20 heilst mo 9 mm N. am S En .Das Kapitel dem
4850V'erstorbenen ein Herz zn geben, wenn er in Cherneter ist".
48512 Kg m 3. 201 tahen den ghich n ril line, 2 mant
4852dem Verstorbenen sein Herz im Cherneter nimmt".
4853Kap. 29B, welches sich nur in zwei Papyren findet, hat keinen
4854andern Titel als den Namen des Minerals, ans dem das Amulet bestand.
48551) Ågyptische Zoitschrift 1890 p. 50.
p. 141
4856121)
4857Obgleich 29.1 und 29B erheblich von einander abweichen, so sind sie
4858doch zusammen unter dieselbe Jummer gestellt, weil das letztere das ein-
4859zige Napitel vom Herzen ist. welches nicht weiter vorkommt. und weil
4860man es in der Vachbarschaft der übrigen lassen muf.
4861Kap. 30 ist das wichtigste von den Kapiteln vom Herzon. Es
4862tindet sich in zwei verschiedenen Versionen: die eino ist diujenige, wel-
4863che in S No. 30 trägt: die andere. 30B, ist die an Kap. Gt angehängte.
4864Im allgemeinen kommen die beiden Versionen nicht in demsclbon Papr-
4865rus vor. Ieh kenno davon nar zwei Beispicle, .du. in welehen sie nn-
4866mittelbar auf einander folgen, und zwar so, dals 30B voransteht und
486730A keinen besondern Titel hat, and Pl, in welchem 30d anf 27 folgt.
4868während 30B nach Of steht. Es ist zu bemerken, dals 301 in keinem
4869der sechs verglichenen Texte eine Nachschrift hat. Darnach scheint es.
4870dals dies Kapitel nicht auf einen Scarabäns geschrieben werden sollte. Die
4871hegleitenden Vignetten haben nichts Characteristisches. Die eine. in L.b.
4872zeigt uns die vier Gütter mit dem Scepter tum, an welche sich der Ver-
4873storbene wendet.
4874Kap. 30B findet sich in den Papyren häufger als 80A. Es warde
4875oben gesagt, dali die Verschmnelzung von 30B und 6t neuern Datums
4876ist. Es kann zwar rorkommen, dals diese Kapitel sich neben einander
4877finden; indels sind es untersehiedliche Kapitel, da man jedem einen
4878besondern Ursprung zusehreibt. Das eizige Beispiel, welches wir da-
4879von haben, ist Pl, in welehem 30B mit diesen Worten aus dem Schlusse
4880der Nächschritt zu Gt eingeleitet wirdi ME ALAÉ
4881aber nicht hindert, dals 3OB eine von 6t verschiedene Vignette hat.
4882Der gewöhnliche Platz von 30B ist in der Nähe der Psychostasie (.1g,
4883Pa, Pe. 19), da es als dazu gehörig betrachtet wird. In diesem Ingel-
4884blicke ist der V'erstorbene seines Herzens beraubt, da es auf der Naag-
4885schaale liegt: an dieses Derz, welches man in Begrift zu wägen ist, rich-
4886tem sich die Worte des Kapitels. Dals 30B zur Psychostasic gehürt.
4887geht auch daraus hervor, dals es in dla, de und Pol mit der Wägung
4888des Herzens als Vignette versehen ist und dals die Psrehostasie in die-
p. 142
4889130
4890sen Urkunden weiter nicht wiederholt wird. Der einzige Unterschied
4891zwischen den Vignetten von 30B und 125 besteht darin, dafs in 30B
4892die Gestalt des Verstorbenen sellbst mnd nicht die der Göttin Ma in der
4893Waagschaale dem Herzen gegenüber abgebildet ist.
4894Die Nachschrift des Papyrns von Parma gestattet die Abfassung
4895dieses Kapitels auf die Regierung des Königs Mycerinns zurückzuführen;
4896viel ansführlicher findet sich dieselbe in le und ddø hinter 148, wo sie
4897reprounciert ist. Es ist wahrscheinlich, dals sie dort 30B vertritt, denn
4898sie ist gleichısam als Text über die Psychostasie gesetzt.
4899Kap. 30B hat, drei verschiedene Titel, von denen der eine derselbe
4900wie der zu 26 ist, der andere in dem Vamen des Amuletminerals besteht
4901und der dritte und häufigste mit dem von 30A gleichlautet: mm y
49022f9mm N. „das kapitel zu verhinderu, dals sich das Hlerz
4903des N. widersetzel)".
4904Die Kapitel rom Herzen haben keine bestimmte Reihenfolge; sie
4905sind in der Regel vereinigt oder nahe bei cinander, hänfig findet man
4906zwei oder drei znsammen, seltener melır: Ba hat t, P6 5, wemn man
4907die beiden V'ersionen ron 30 zählt: Ce hat 5, darunter zweimal Kap. 27.
4908Ih hatte vermnthlich gleichfalls 5.
4909Kap. 31 und 32.
4910Hier beginnt eine Reibe von Kapiteln, bestimmt schädliche lin-
4911wirkungen verselnedener ddrt, welche Thiere ausüben oder darstellen
4912können, zurückzuweisen. Die beiden ersten wenden sich an Krokodile,
4913welche das {LINDI zu ranben kommen, nach Kap. 23 cines der
4914Lebenselemente des Individumms. Kap. 31 ist bäufiger als 32 mnd viel
4915kürzer als in s; es bricht in der t. Zeile ab. An dieser Stelle be-
4916ginnt in S ein Stück, welches sich in Kap. 69, %. 6 wiedertindet und,
49171) Das Verb der 2. Weile ist nicht dasselbe wie im Titel, es hat die Bil-
4918dung — if a ader (27 f, welche mir soviel zu bedenten scheint
4919wie „sich als Gegner, als Feind stellen".
p. 143
4920131
4921so viel sich erkemnen läfst, mit dem Anfange nichts zu than hat. Es
4922liegt hier ein Verfahren vor, welehes man bei der saitischen Codification
4923angewandt hat; man hat ein Kapitel mit Hülfe cines andern ohne er-
4924sichtlichen Grund verlängert; vicllricht mur wegen des Umfanges der
4925Vignette. Dafs es cin saitischer Zusatz ist, folgt darans, dafs wir es in
4926den Papyren der XN1. Dynastie, Bulaq 22, Leyden II, nicht vorfinden,
4927noch aneh in Leyden IV, der vielleicht noch jünger ist.
4928Kap. 3? ist seltener: wir haben es nu in zwei Papyren, die Woido
4929in schlechtem Zustande sindd. Da ist so sehr beschädigt, dals er mmnög-
4930lich zu benutzen ist; mur sicht man noch, dafs dio Vignette vier Kroko-
4931dile hatte. Auch dies Kapitel war kürzer als in S, besonders weil jedes
4932der Krokodile nur einmal statt zweimal angeredet wird; aus diesem Um-
4933stande darf man vielleicht auf zwei verschiedene Redactionen schliefsen.
4934Hinsichtlich der Stolle dieser Kapitel äfst sich nur über 31 etwas
4935Bestimuntes angeben: es folgt auf die Kapitel vom Herzon. In Ca haben
4936wir die Rcihe 304, 31, 33, 34, 35, 74; ebenso in Pc, dem jedoeh 35
4937fehlt. Bei 32 stimmen die beiden Texte nicht überein: in La steht es
4938hinter 146 und vor 39 und in Ba hinter 39 und 40 und vor 100.
4939Kap. 33 und 34.
4940Sind kleine Kapitel, die in der Regel zusammenstehen und dir man
4941manchmal auf Sarcophagen findet. lc vereinigt sio sogar zn Einem Ka-
4942pitel, dem die ersten Worte von 3t folgen anf 33, ohne dals ein Titel
4943dazwischen stände. Zu 33 habe ich die Vignette von Le aufgenommen:
4944Kap. 34 hat keine, ebensowenig wie in s.
4945Kap. 30.
4946Noch cin Kapitel dersolben Art, welches sich in dem Grundrexte
4947zwischen 3t und 7t befindet, in l'h zwischen 61 und 149a und in 12
4948zarischen 3OA nd 124.
494917*
p. 144
4950132
4951-
4952Кар. 36.
4953Ein seltenes Kapitel, welches ich nur zweimal gefunden habe, das
4954eine Mal in Le. Ich habe dieses Document hier wegen der Varianten
4955sowohl der Vignette als des Textes zugelassen. Nach Ba ist das abzu-
4956trehrende Thier " II A448 d.h. ein durch den Scarabäns deter-
4957miniertes Insect. In Le sieht es wie ein Floh oder ein äbnliches Thier
4958aus. Keine der beiden Versionen spricht ron einer Schildkrüte wie der
4959Titel in S
4960Кар. 37.
4961Ein kleines Kapitel, welches sich nur ein einziges Mal findet und
4962wenig Bedeutung hat; der Zweck dessulben, der Sieg über die
4963Or lr: ist anch der des folgenden Kapitels.
4964Kap. S.
4965Hier haben wir zwei ziemlich verschiedene Versionen, ron denen
4966die eine wichtiger ist ils die andere und die sich beide in dem Papyrus
4967L6 finden. Die, welehe wir A nennen, ist die längere und kommt in
4968der Mehrzahl der Papyri vor; sie ist angenscheinlieh auch die altere.
4969Hlinsichtlich der Stelle dieses Kapitels besteht eine grofse Verschieden-
4970heit unter den Papyren. Pa stellt es indessen zwischen 5å und 56, und
4971das scheint sein eigentlicher Platz zu sein, denn es gehört zu der Ka-
4972pitelgruppe, welebe ron „den Hanchen" F,,, handeln. Ebenso ver-
4973hält es sich mit 3SB, welches L6 linter jö olme einen andern Titel als
4974→ einstellt. Von dem letztern besitzen wir zwei Versionen, «p,
4975welcher den Text wegen der in voraus angefertigten Vignetten hat ab-
4976kürzen müssen, und Lo. Es findet sich anch in Le, der aber wegen
4977seiner ünlsersten Incorrectbeit nicht benutzt werden konnte. Die Veran-
4978lassung zur Umstellung dieses Kapitels wurden wahrscheinlich die Worte
4979afilal wroleie zun Titel binzngefnst sindd eond es so nuic ha-
4980pitel 37 in Beziehung bringen.
p. 145
4981Fi
4982schlechtei
4983wal. Die
4984(uund
4985oder nac
4986in Le erl
4987ginnt es
4988findet. u
498938B und
4990Di
4991fangreiche
4992iroll sein
4993stellung (
4994Zeilen vo
4995Ei
4996denselben
4997die Verw
4998I=t. Der
4999sehr rers
5000im Verlan
5001In Pb sie
5002hält er a
5003ndet sich in 5
50041 Erhaltung de
5005• Kapitel stelıt
5006Pb, haben es l
5007, 10. Es hat
5008eses Kapitel ist
5009alten, welche i
5010mit einem Para
5011nd das bekann
5012eingeleitet wird
501339 ml in B«
5014eses Hapitel ha
5015er als in s. I
5016normaler Plat
5017les Onnophris 1
5018rliegt. sich in c
5019n wiehtiges Kap
5020Titel wie das
5021undungen abwre
5022Titel ist ron i
5023chieden Nge
5024fe dles kapitels
5025ht man den T
5026I cinem Strick
5027133
5028Кар. 39.
5029Testen. von denen
5030: P'apyrus an diese
5031an sehr verschiede
5032¿i 65: zwei andere
5033ich in s in gleiche
5034Кар. 40.
5035nicht hänfig: ron
5036ch aufgenommen ha
5037graphen, der sich
5038e hapitel fängt er
5039• Die Stelle dieses
5040zwischen 39 und
5041Kap. #l.
5042t nur in Pb eine V
50431 Pb und C'a geht
5044. ist. Man wird be
5045rit Tum. die in s:
5046lem alten Teste nic
5047Kap. R.
5048itel. melches viele U
5049vorhergchende, nr'
5050brt. statt des Cher
5051em in s. wo der
5052ehen von den Dar
5053errühnten Gottheit‹
5054erstorbenen voll-tän
5055• etrras wrie ein Ri
5056jedoch einer. leu. megen der
5057l Stelle nicht zu gebranchen
5058nen Stellen. Zwei Urkunden.
5059. Ba mnd Lb. stellen es vor
5060Ausilehnung erhalten.
5061len Vignetten ist umr die eine
5062be. In dem Grundtexte be-
5063reder in s noch anch in Ba
5064et Zeile i an. wo e- durch
5065lapitels ist in Lb zwischen
5066gnette. es ist ein wenig um-
5067er 42 vorher, was demnach
5068merken. dals die Zusammen-
5069u Anfang oder in den ersten
5070ht findet.
5071rkunden gewähren. Es trägt
5072dals die Örtlichkeit, wo man
5073eter rielmehr
5074çeographische Nime mangelt.
5075stellungen der verschiedenen
50761. hat es drcierlei Vignetten.
5077dhg nackt ror Osiris: in l'a
5078ckgrad: in zwei amlern Pa-
p. 146
5079131
5080pyren endlich steht er ror einer Sehlange. Als Grundtert haben wir Ca
5081genommen, weleher das rollständige Mapitel enthält. Zu den Texten,
5082welche die meisten Varianten darbieten, gehört der Papyrus Busca: dochı
5083mufs man die Beschaftenheit desselben berücksichtigen, die nur eine vor-
5084sieltige Benutzung gestattet. Die Halfte der Texte, welche den Anfang
5085des Kapitels geben, brechen nach der Beschreibung der Körpertheile al
5086und nur drei gelangen bis ans Ende. Die Stelle, welche 42 in der Rei-
5087henfolge der Kapitel einimmt, ist keine feste. Zwei der besten Texte,
5088C'a und Po, stellen es zwischen tl und 1t. In P6 bildet die Nach-
5089schrift zu 42 mit dem Titel zu 14 cins, wie bei diesem Kapitel bemerkt
5090worden ist.
5091hap. 43.
5092Ein kleine» Kapitel olme Vignettu, welches mit dem Kapitel rom
5093Herzen 30A in Buzichung gebracht zu sein scheint, dem in C'a gelt es
5094diesem rorher und in L6 folgt es il. Dies ist das dritte Kapitel, wo
5095in s neben dem Namen des Osiris der des Onnophris in einem Königs-
5096schilde steht. Diese Figenthümlichkeit haben mnsere Texte nicht, an den
5097drei Stellen steht der Name Osiris allein mnd Omophris erscheint nur
5098ein einziges Mal in Ii, Kap. 42, Z. 7.
5099Kap. 44.
5100Als firmndtext ist der Papyrus Mallet genommen, der rollständiger
5101• ist ils die übrigen, obwohl ihm zu Anfang etwas fehlt. Anch dies Ka-
5102pitel ist ohue Vignette. Zwei andere Kapitel, rou denen cines ron er-
5103heblicher Lünge ist, tragen denselben Titel: sie siml nnter No. 175 und
5104176 gestellt.
5105hap. 45 und 16.
5106Finden sich beide mur einmal, das erstere in C'a zwischen 74 und
510793, das undere in Au zwischen 23 und 100. Kap. 46 weicht ron dem
5108Texte in s bedentet ab.
p. 147
5109Steht zwis
5110Terte. Die Ähn
5111mnserm Texte ist
5112Diese Kap
5113Kap. t9 habe ic.
5114in der Nähe von
5115Aus diesem Grur
5116Findet sic.
5117die eme zwischen
5118Der Text in .ia
5119‚e mehr nähert.
5120den Papyri liegen
5121(He) und der an
5122Fehlen.
5123V'on diese
5124schen 38.1 mnd
5125Mit Kap.
5126„Hlanchen", welel
5127"die Hanche athı
5128jS in den alten
5129135
5130Kаp. 47.
5131chen 109 mnd 103 mit cinem von sse
5132lichkeit mit 103. welche in . noch 1
5133, beweist, dals dies Kapitel derselben I
5134Kap. 48 und 19.
5135itel kommen in s em erstes Mal unter
51361 nieht wiedergrfunden: 1S steht nr
513747. ron dem es nur dureh 103 und
5138de habe ich No. 18 beibehalten.
5139Кар. 50.
5140h in da in zwrei sehr ühnlichen Redacti
5141j und 96 und die andere zwischen f-
5142weicht ron dem in s'erheblich ab. d
5143Das mag an dem rerschiedenen Trspı
5144, wie wir nben bemerkten: der eine kn
5145lere ans Memphis (-1a).
5146Каp. 51 und 52.
5147Кар. 33.
5148m haben wir nur zwei Exemplare: in
5149119, in Ph zwischen 63 und 123.
5150Kap. 54 bis J9.
51513* kommen wir zu der Reibe der
5152"Fi,alen Hanch geben- ocle
5153nen" ketitelt sind. &' hat i derartige I
5154Paprren nicht rorkommnt. so enthalten
5155hr verschiedenen
5156berklicher als in
5157amilie sind.
515810 und 11 vor.
5159in la und zwar
5160i6 getrennt ist.
5161onen. ron denen
5162t und 3SA steht.
5163em sich dagegen
5164unge dheser bei-
5165mit aus Theben
5166l.b steht es zwi-
5167Kapitel von den
5168• N=2 →.
5169apitel. Obschon
5170sie durli gleich-
p. 148
5171136
5172falls 3 Kapitel, weil auch 30 mit dem Zusatze ( A =→ mm ..das
5173Wasser empfangen" dazu gehört. Es wurde schon gesagt, dafs nach
5174mehreren Texten auch 3S B in diese Categorie einbegriffen wird. Nur
5175in S existiert die Gruppe als solehe; in den alten Texten sind diese Ka-
5176pitel mehr oder weniger zerstrent. Was hier wie sonst die saïtischen
5177Revisoren zur Zusammenstellung der Mapitel veranlafst hat, das ist die
5178Gleichheit oder die grofse Ähnlichkeit der Titel.
5179Kap. 5t kommt nur eimal vor, ziemlich am Anfange von Pa
5180zwischen 180 mnd 55.
5181Kap. 55 findet sich in zwei Papyren; in L& vor 38B und hinter
5182117, in Pa zwischen 54 und 384.
5183Kap. 56 und 59 sind nur dorch die ersten Worte verschieden
5184und sind deshall, in den Varianten (p. 12) zusammengezogen worden.
5185Ein starker Strieh tremnt 59 auch nur so weit, als der Text von 56
5186unterschieden ist. Kap. 56 ist viel hänfiger als 59, da es in 5 Papyren
5187rorkommt, von denen allerdings Ai wegen der Verstümmelung des Textes
5188nicht zu benutzen war. In da findet es sich sogar zweimal, eimal
5189zwischen S7 und S8. Ai bringt es auch mit S8 in Berübrung, während
5190zwei andere Texte, P6 und Ai, es hinter 62 stellen. Kap. 59 kommt
5191nur in Ba zwischen 117 und 137A vor.
5192Kap. 57 existiert dreimal. In Pb, weleher als Grundtext dient,
5193hat es keinen besoudern Titel und folgt auf 56 mit dem einleitenden
51947 mm N. In Ap steht es zvischen dem unvollendeten 17. Kapitel und
519592. Auch de hatte es mit einer zweiten, durch die Worte (1ol an-
5196geknüpften Redaction. Es ist zu bedanern, dafs ons dies Stück mur in
5197schlecltem Zustande erhalten ist; denn es enthielt Angaben über die von
5198mir sogenannte mythologische Geographio, %. B. in dem satze lle
5199DO→*IlTY(Ich gche auf) in Tat (dem Osteu) und
5200icl gehe unter in On, welehes meine Wohnung ist", Das stimmt dureh-
5201ans zu der Bedentung, welehe oben diesen beiden Örtlichkeiten beigelegt
5202worden ist.
5203Kap. 58 hat sich nicht gefunden.
p. 149
5204137
5205Кар. 60 bis 63.
5206Nach den Kapiteln von den Hauchen kommen die «vom Wasse
5207trinken". Dieselben weichen in den Titeln und in ihrem Umfange erhebli
5208ron eiander ab. Der auf Taf. LXXII reproducierte Text vereinigt unt
5209dem gemeinsamen Titel „das Kapitel rom Trinken im Cherneter" 61.
5210und 62, die sonst getremnt sind.
5211Finf Pappri gewähren GO und 61 oder cines dieser beiden li
5212pitel. Zwei Papyri, PV md Pg, haben beide; 61 und 60 simd dasell
5213zu Einem unter demselben Titel vereinigt, sogar ohne rin tremnend
5214?, so dals 61 den ersten Satz des zusammengezogenen Napit
5215bildet. Pf hat nur 60 mit demselben Titel wie 63A; und endlich hals
5216Pd und Ph nur 61, jedoch unter einem durchans verschiedenen Ti
5217mmai-fmmy "Das Kapitel zn verhindern. dals i
5218Geist jemandem genommen werde". Die Vignette in Ld entspricht d
5219sem Inhalte.
5220Kap. 62 hat in den drei Texten, welche es aufer Pb darbiete
5221denselben Titel wie 61.
5222Die gröfste V'erschiedenheit herrscht in Bezng auf die Stelle, "
5223che diese Kapitel einnehmen. Nur Pf und Pg stimmen durin übere
5224dafs sie dieselben vor 106 stellen.
5225Das Kapitel, welehes in $ 63 ist, wird in zwei Theile zerle
5226deren jeder einen besoudern Titel hat. Der erstere, 63A. reicht bis
5227+ der 3. Zeile in s nul trägt den gleichen Titel. Der anlere. Uz
5228füngt an dieser Stelle an und ist betitelt min sa=S I1→Ai
5229„Das Kapitel nicht zu kochen im Wasser. Obwohl diese beiden Kapi
5230ziemlich hänfig sind, so hat sie doch kein Papyrus beide: die Verei
5231gung zu einem einzigen ist nicht alt, da der Papgrus der Königin Nete
5232mur 63A aufweist. In vier Pappren (Pa. ('u, l'c. l) steht 631 vo1 1
5233Das scheint demnach suin bestimmter Platz zu soin. Von diesen sell
5234Papyren stellen es drei linter 92 mol umr ciner hinter Sã. Man n
5235die verschiedene Lesart in dom Titel von Pd und Ce bemerken.
523618
5237I'=
5238er
523930
p. 150
5240138
5241Die Stelle von 63B ist in allen Papyren, wo es sich findet, eine
5242andere.
5243Кар. 64.
5244Ist eines der wichtigsten Kapitel des Todtenbuches, dem Mr.
5245GUIEYSSe eine schöne Studie gewidmet hat!). Es ist olme Zwoifel sehr
5246alt, da es sich schon anf dem Sarge der Königin Mentuhotep in zwei ver-
5247schiedenen Redaetionen finlet. Das Kapitel trägt den allgemeinen Titel
5248des Buches: TESA DBISE "Das Kapitel vom Ausgunge
5249aus dem Tage im Cherneter". Die Kemntnifs dieses einen Kapitels scheint
5250genügt zu haben um derselben Tortheile theilhaftig zu werden, welche
5251das ganzo Buch rerleiht, wenn man nämlich mach dieser Variante des
5252litels urtheilen darf: 98982 "m=!os → tri 'o -Das
5253kapitel die Kapitel vom lusgang aus dem Tage in Einem Kapitel zu
5254kennen". Es ist also cine Zusammenfassung des ganzen Buches, oder
5255hat, wenn es nieht die ganze Lelre enthält, wenigstens einen Werth, der
5256dem Ganzen gleichkommt.
5257Ebenso wie unter der XI. Dynastie giekt es in der thebaischen
5258Epoche zwei Redactionen dieses Kapitels, von denen die eine viel kürzer
5259als die andere ist. Der Papyrus d enthält sie beide: der Unterschied
5260besteht hauptsächlich darin, dafs die kürzere Redaction (-1u Vis) cinzelne
5261Sütze der andern ausläßst. Nur gegen das Ende werden die Abweichun-
5262gen entschiedener: ich habe deshalb auch die Varianten jeder Version
5263nicht gesondert verzeichnen zu sollen geglaubt, sondern habe sio in der-
5264selben Übersicht vereinigt. Wir besitzen nur fünf Exemplare des hapi-
5265tels, nämlch le, Pl. Le und dann C'e und labis; eins daron (le) ist
5266sehr verstümmelt.
5267Wie oben gesagt wurde, ist dio Verschmelzung der Kap. 6t nnd
526830 B in ein einziges nenen Datums; nur in cinem Exemplare stehen sie
5269bei einander, in Ib, welcher nach Gt Kap. 30B mit diesen W'orten ein-
52701) Rituel funéraire egyptien, chapitre Ct, par Parr GrIexsse, Paris 1876.
p. 151
5271139
5272Leitet: Sl,11xm i. ilm aber gleichwohl rine bes
5273dere Vignette lafst. Eine der Versionen auf dem Sarge der Mentuho
5274besagt, dals dieses Kapitel unter der Regierung des C-aphaïs von ein
5275Maurer aufgefunden worden ∞i. Diese Überliefermg. welche nach
5276sehr richtigen Bemerkung Mr. (reYssEs') wenger als die andere his
5277rische Nachschrift den Character einer nachträglich erfundenen Erzählı
5278trägt, hat sich bis in die saitische Revision erhalten. Wir finden die
5279Königschild in C'« und später in den Papyren der X.XI. Dynastie wies
5280in dem der Königin Netemt. Derden I, Berlin IX. Von den fünf I
5281ten dieser Ausgabe enthält es nur f'e in einer der kürzern von du
5282namnt da bis) sehr ahnlichen Version. Olme Frage ist dies Kapitel ei
5283der iltesten: anch soine Varianten von einem Texte zum andern
5284sehr hedeutend.
5285Die Stelle, welche 6t in den Papyren cinnimmt, ist keine
5286bestimmte. In da geht die kürzere Tersion Ad bis der längern vor
5287und ist mu durch 106 mnd 137A davon getremt. In C'a lauft der T
5288entgegen der in den andern Kapiteln befolgten Kichtung, von rechts n
5289links und hat, was in diesom Papyrus sehr selten ist, eine Vignette.
5290enthält den Titel und die Vignette zu 6t: der Verstorbene und die
5291gehende Sonne werden über der Todtenkammer dargestellt, welche
5292den lignetten des 1. Kapitels gehürt?). Aber man darf darin nicht
5293ChaBas3) ein einziges Bild erblicken: es sind Gegenständde, welche
5294zwei vorschiedenen Kapiteln gehören, 1 nnd 6t.
5295Кар. 6б.
5296Iu s fingt 6» mit einem verschiedenen Titel chenso wie =
5297In dieser Form ist es in den alten P'appren nicht vorhanden. D
5298haben sie vin längeres Kapitel, welches denselben Titel trägt und
52991) Riturl etc. p. 11.
53003) Papyrus de Nebged, pl. 111.
53013) Notice sur le pire em hrou p. ti (Cougrès des Oriental de Paris, vol
5302IS*
5303211.
5304nfür
5305als
5306. II).
p. 152
5307140
5308diesem Grunde als 65. gezühlt worden ist. Ich habe es in fünf der be-
5309sten Texte dieser Ausgabe gefunden: Ca, weleher als Basis dient, Aa,
5310Pb, Tc und Iu. Es ist ein Stück, dessen Interpretation grofse Schwie-
5311rigkeiten bietet: es enthält Anspielungen, deren Beziehung kaum ver-
5312ständlich ist, und aulserdem wenig gebränchliehe grammatische Formen.
5313Die einzige Vignette, welche wir finden, ist die Darstellung des Verstor-
5314benen in Anbetung vor Ra, der als Gott mit Sperberkopf und Sonnen-
5315disens dasitzt.
5316Die Stelle dieses Mapitels wechselt sehr nach den einzelnen Ur-
5317kunden. In zweien, P6 und C'a, steht es neben 39 und in zweien, da
5318und Ta, in der Nihe von 133 und 13t.
5319Kap. 66.
5320Ein kleines Kapitel ohne Vignetten, welches sich nur einmal ge-
5321funden hat, in Pf, und zwar zwisehen ? und 75.
5322Kap. 67.
5323Hat einen von s abweiehenden Titel, mit Ausnahme von le, und
5324ist ausführlicher als in s. Einmal, in Pb, folgt es auf 92, zu dem es
5325in einer gewissen Beziehnng steht.
5326Kap. 68 bis 70.
5327Diese drei Kapitel seheinen ursprünglieh eins gebildet zu haben,
5328den sie werden błos dureh die Worte ?→ getrennt; und nur 6s
5329hat eine Vignette. Aufserdem haben die Papyri entweder die drei Ka-
5330pitel in einer Folge oder sie haben nur 68; 69 und 70 wird man ein-
5331zeln nicht finden. Die Vignetten sind von der in S sehr verschieden.
5332Die in Pb stellt den Z. 9—10 beschriebenen Zustand dar: „Ich sitze
p. 153
53331-11
5334unter den Zweigen der Bänme in der Nahe der Hathor in der Abend-
5335stunde ")".
5336Drei Papyri enthalten die vollständige Gruppe, Ca, 16 und la, und
5337sechs liefern nur Kap. 68, nümlich Ba, Pdl, Po, Pl, C6 und Cd. Von
5338diesen acht Texten stellen vier Kap. 68 oder seine Gruppe vor 92 oder
5339cin Kapitel davon entfernt. In zweien, Caund Pe, geht ilm 14 vorher,
5340in dreien, P'd, Pli und Cd, Kap. 1. Bu hat ein einziges Kapitel mit dem
5341Titel PEe mmmmiuel welches zunächst aus dreien, 103, damn olme
5342Übergang 68 bis zur 6. Zeile und endlich wieder uhne Übergang 117,
5343zusammengesetzt ist.
5344Kap. 70 %. 3 wird man in dem Texte von Po eine Umstellung
5345bemerken. Ich habe weiterhin dureh Parenthesen den Text kennzeichnen
5346müssen, der in Pe da steht, wo sich die beiden geschlossenen Klammern
5347befinden.
5348Kap. 71.
5349Der Text ist viel kürzer als in S' und nach den Papyren ver-
5350schieden. Wir haben fünf Exemplare des Kapitels, Aa, dc, de, P6 und
5351Pc. Vou Ae sind mur einige kleine Brnchstücke übrig und das Kapitel
5352schlols mit %. 5. In Ac bildete es wahrscheinlich den Anfang des Pil-
5353pyrus; wir haben noch die letzten Worte des Titels, der ein allgemeiner
5354gewesen zu sein scheint. Die Vignetten sind zweierlei; der Verstorbene
5355wird entweder vor der Knl Mehurt oder vor dem Sperber, welelien er
5356Z. 1 amruft; dargestellt. Was die Stelle des Kapitels anbetriflt, so haben
5357es zwei Papyri, Ao und Ac, ummittelbar ror 106. Pe versieht es mit
5358einer mn S micht befindlichen Nachschrift.
53591) Würtlich: »Vur Zeit des breiten Discus", womit das Aussehen der
5360Sonnenscheibe vor ihrem U'ntergange bezeichnet wird. Die Anffassung wird
5361durch die Variante Q mmONoo eig.sder alte Disensü bestätigt.
p. 154
536211?
5363Kap. 72.
5364Eines der häufigsten Kapitel. sowoll in den Paprren als auf den
5365Särgen, welches dem Sehlusse von 99 sehr älnlich ist. Die Vignetten
5366sind sowohl unter sich als von s verschieden. Die drei Gottheiten von
5367Pl und Ba sind olne Zweifel die Gütter, welche der Verstorbene Z. 2
5368amruft. Was den zweiten Theil der Vignette in Ba angeht, so ist es
5369die von 73 orler 9. welche ursprünglich. als man die Vignetten angefer-
5370tigt hat, auf 72 folgen sollte, in Wirklichkeit aber nicht nor 73 roran-
5371geht, sondern davon noch durch 148 getremit ist. Die Nachschrift dieses
5372Japitels stelt in ,S hinter Kap. 1. Ebenso verhält es sich mit dn und
5373La, welche 72 nieht enthalten: aber da in der Mehrzahl der Falle Ka-
5374pitel 1 ohne Nachsehrift ist, so ist sie 72 zugetheilt und unter diesem
5375sind alle Varianten vereinigt. Diese Nachschrift ist der ron 99 sehr nahe
5376verwandt und es ist anziehend, beide Stücke mit einander zu verglei-
5377chen. Ein einziger Paprrus, Pc, hat die Jachschrift ohne Kap. 72: sie
5378steht vor 132 und hinter 79, worauf sie sich nicht zu beziehen scheint,
5379da kein anderer Paprrus, selbst nicht S, diesem Kapitel eine Nachschrift
5380geben. Kap. 72 hat keinen bestinnnten Platz; cinmal, in la. steht es
5381vor 99 umd einmal, in lu, folgt es ganz dicht anf 73 oder 9.
5382Kap. 73 siche 9.
5383Kap. 74.
5384Ein kleines Kapitel, welches zwei Pappri, Ca und Pc, neben 3*
5385und 35 stellen. Die Vignette in Pe ist die nämliche, wie die ron da
5386zum 72. Kapitel — der V'erstorbene mit dem Stabe in der Hand schrei-
5387tend und in der Rechten den Knoten der Initiation haltend.
5388Kap. T5.
5389Dieses hapitel findet sich in drei Pariser Papyren, Pb, Pf und Pi.
5390Die beiden erstern stellen es unmittelbar vor 9*, der dritte hinter 94,
p. 155
53911433
5392indem er es nur durch 26 davon tremt. Dies ist cines jener Kapitel, in
5393dem die geographischen Namen im mythologischen Sinne und keineswegs
5394nach den Verhältnissen der irdischen Geographio zu rerstchon sind.
5395Kap. T0.
5396Dieses Kapitel steht in s als Einleitung zur folgenden Gruppe
5397der Ti aber in den alten Papyren ist das durchans nicht der
5398Fall. Es ist übrigens ein sehr seltenes Kapitel, ron dem wir nur zwei
5399Exemplare haben, eines in da, wo es zwischen 103 und 48 mnd sehr
5400weit von den f e Ili steht, und cin anderes in de anf einem trag-
5401mente vor 2 und 3.
5402Kap. i7 bis SS.
5403Wir kommen zu einer abgeschlossenen Gruppe, der der elf Ka-
5404pitel üher „die Verwandlungen". Sie sind alle durch den Titel kemut-
5405lich: FIforder ag FIlf arler endlich
5406mmm ete. Ich hale gesagt, dafs es elf gebe. Man weifs in der That
5407nieht, warum 79 dureh die saitische Redaction in diese Sammlung ein-
5408geschoben ist. In den alten Texten trägt dasselbe nieht nur einen ganz
5409andern Titel, sondern findet sich auch keineswegs in der Nähe der andern.
5410Im Papyrus del wird diese Gruppe nur durch ein einziges Ka-
5411pitel vertreten, welches zwischen den Elysischen Gefilden umd 136 steht
5412und zunächst ein zwölftes zu sein scheint. Es trägt den Titel of)
5413F1S/3 „sich in die Gans smen zu verwanddel". Abor
5414wenn man den Text nüher betrachtet, so sieht man, dafs es der ron 9
5415ist, welcher in andern Papyren unter einem ganz verschiedenen Titel er-
5416scheint mmm =BP"Das Kapitel bei Thoth zu sein*. Die An-
5417nahme, dals es zu der Gruppe der elf Kapitel gehörte, ist daher un-
5418begründet.
5419Dals sie eine bestimmte Gruppe bildeten, geht aus einem beson-
5420dern Titel herror, den sie in Ba haben und den ich ganz hersetze:
p. 156
5421144
5422&o8&mma .Der Anfang von den Verwandlungen
5423..... Osiris, gesundes und starkes Leben, damit lebe seine Seele und
5424sich ernenere sein Körper für immer und ewig". Die diese Gruppe bil-
5425denden Kapitel sind nicht immer vereinigt, sie können durch andere ge-
5426trennt sein und manchmal selbst in ziemlich grofsen Entfernungen zer-
5427strent sein: indefs gewölnlich folgen sie sich oder stehen doch nahe bei
5428einander; es sind sogar die einzigen Kapitel, für welche man cine nahezu
5429feste Reihenfolge herstellen kann. Diese Groppe sollte ziemlich am An-
5430fange der Papyri stehen, hänfig finden sie sich dort, bei 17 und 148.
5431Kein alter Papyrus hat alle elf Kapitel; der früheste, weleher die voll-
5432ständige Reihe enthält, ist ein Papyrus der XXI. Dynastie, Leyden III.
5433Die alten gewähren nur 9. Nach der folgenden, die Reihenfolge aller
5434Kapitel nach den hauptsüchlichsten Papyren angebenden Übersicht kann
5435man leicht die richtige Ordnung herstellen and jedem seinen Platz anweisen,
5436mit Ausnahme eines, welches seltener ist als die andern, S0
5437I7DF ydie Gestalt des Gottes mzmnehmen,
5438welcher die Nacht erlenchtet*, d. h. sich in den Mond zu verwandeln. Die-
5439ses Kapitel tindet sich in Ta, welcher weiter keins hat, in de, in le
5440(dem zweiten Theile von 10), welcher aus zerstrenten und wohl kaum zu
5441urdnenden Fragmenten besteht. Nur Pu bringt es in eine Reihenfolge,
5442welehe nicht die der übrigen Papyri ist. In dieser Ungewifsheit stelle
5443ich es an den Anfang der Reihe, von der es rielleicht durch andere
5444Texte getrennt war.
5445In den wichtigsten Papyren sind die Kapitel folgendermafsen an-
5446geordnet:
5447Au 83, St, S5, 77, S6, S1. ... ST,... SS.
5448.16 83, St, S3, S2, 7T, 86. Le 80, S7.
5449ilc 83, 8t, 85, 82, 77, 86.
5450B S3, St, т7, 7б, 81, 86, 87.
5451('" 83, 81, 85, ... 82, 17, S6.
5452Lu 83, 8t, 85, 82, 77, 86, ... 88, 87, 81.
p. 157
5453113
5454l'« 80, 82. s.).... 7т, 86, 79.
5455lb 78, 77, S3, St, Si. 82, 86, 87, 88.
5456Pc 83, 8t, 85, ... 86, 87, 81.
5457Pf s6, ... 81,... 83, 83, 77.
5458le 83, 8t, Si, 82. Ti, S6, 8T, S8, 81.
5459l'j s3, St, Si, 77, 86, 8i, S1.
5460Wie man sieht, beginut die grolse Mebrzahl mit S3, St und 85,
5461welche nicht getremnt werden. Nemer beginnt wie s mit i7. Wenn
5462man die seltener vorkommenden an ihrem Platze einreiht, so ergiebt
5463sich als die wirkliche Reihenfolge der Verwamdlungen die folgende:
5464s0, . .. 83, St, S5, 82, iT, 78, S6, S7, SS, S1.
5465Kap. T7 ist eines der bäufigsten, wir haben 16 Versionen davon;
5466der Text weicht jedoch wenig von S ab. Babis, welches darunter steht,
5467ist aus der Herstellung des am Ende in verkehrter Richtung copierten
5468Textes gewonnen.
5469Kap. 78 ist ein viel längeres nnd vielleicht deshalb selteneres Ka-
5470pitel. Von sieben Exemplaren, die wir davon besitzen, sind mur zwei
5471bis zu Ende geführt. Von Z. 14 bis 16 ist der Text in Pg und lj
5472linger; anch ist der Text an dieser Stelle auf zwei Columnen vertheilt.
5473Es kommen zwei mit y? begimnende Sätze vor statt des einen, wel-
5474chen die Basis hat; von diesen beiden Sätzen hat der wie der Grund-
5475text anfangende einen verschiedenen Schlufs und vice versa.
5476Kap. S0 ist oben besprochen worden.
5477Kap. 81 hat zwei verschiedene Tersionen. Die eine, 81A, ist die
5478gewölmliche, die andere, S1B, dem Papyrus Le eigenthümlich, mit dem
5479ich auch hier eine Ausnahme gemacht habe. Dieses Kapitel ist weniger
5480incorrect als es die Urkunde im allgemeinen ist. Nieht der Verstorbene
5481selbst, sondern seine Fran wird diesmal genannt.
5482Kap. 82 hat in de einen Zusatz.
5483Kap. S3 hat nm in Pa eine in s' nicht vorhandene Nachschrift.
5484Kap. St ist dlagegen in den alten Texten ohne die in S befind-
5485liche Nachschrift. Fl, lj, und Bu fangen erst mit der dritten Zeile an.
548619
p. 158
5487146
5488Ebenso verhielt es sich mit da, der jedoch wegen der Schadhaftigkeit
5489des Papyrus nicht benntzt werden konnte.
5490Kap. Ss hat fast ebenso hänfig die Vignette des Widders als die
5491des Vogels mit Menschenkopf. Am seltensten ist die von Pc, welche den
5492mumificierten Körper zeigt. C'c hat sie in Kap. S9 fast gleich.
5493Kap. S6 ist in vier Papyren mit einer Nachschrift von ungleicher
5494Länge versehen; die in Pa ist der in » ähnlich.
5495Kap. S8. Im Titel wird das Krokodil gewölnlich
5496und manchmal (24 s genannt. Diese Variante findet sich in dem Pa-
5497pyrus Ar, den ich nieht benntzt habe.
5498Wie man hat ersehen können, mumfafst die Gruppe der
5499die Kapitel, welche vielleicht die häufigsten des Todtenbuchs sind. Ob-
5500wohl sich keins auf dem Sarge der Künigin Mentuhotep findet, so ist
5501doch schwerlich anzunehmen, dafs nicht wenigstens einige sehr alt sind
5502und auf den Ürsprung des Buches zurülekgehen. Sicher ist, dals die ler-
5503storbenen viel daranf hielten die Abschrift zu besitzen; vielleicht galt sie
5504ihnen als Gewähr, dafs sie des in den Nachschriften so oft erwähnten
5505V'orrechts theilhaftig würden, alle Formen welche sie wollten anzunehmen;
5506und unter vielen wählten sie gern diese elf ans, welehe die von Gott-
5507heiten, Pflanzen und heiligen Thieren waren.
5508Кар. 79.
5509Gehört nieht zu der Gruppe der V'erwandlangen: es unterschei-
5510det sich von ihnen durch den Titel und wird mirgends in die eben be-
5511sprochene Reihe eingestellt. In Pa ist es umfangreicher und mit einem
5512ganzen Anhange versehen. Die Stelle, welche es einimnt, ist in allen
5513Papyren verschieden: indessen möehte es scheinen, dals es gegen das
5514Ende hin gehört. In Pu folgt es auf 150 und beendigt den Papyrus.
5515Kap. S9.
5516Ist viel kürzer als in S; es brieht vor der Anrufung in Z. t ab.
5517Dieselbe fehlt in dem Papyrus der YNI. Dynastie, Leyden Ill; indels
p. 159
551814:
5519habe ich es in einem Lomdoner Paprrus der då fA Lo
5520welcher vermuthlich ans derselben Zeit ist. Von den vier
5521prren stellen drei Kap. S9 hinter 0? und einer. Pal. davor.
5522ist in 92 vom der geflügelten Seele die Rede. die aus ihi
5523herrorgeht; also nimmt man wahrscheinlich an, dal- sie sicl
5524der Mumie vereinigt. Kap. 89 und 92 müssen zusammen st
5525Kаp. 90.
5526Ich habe es nmr ein einziges Mal, in dem Paprrus
5527gefumden, wo es vor 155 steht. Die Vignette ist durcha
5528von der in s
5529Kар. 91.
5530Dieses kleine Kapitel wurde nicht für unbedeutend
5531es allein in Ca dreimal vorkommt: und selbst diese Wieder
5532nicht nach demselben Original gemacht worden, da das Wort
55335. in der andern + r • und in der dritten • geschric
5534demselben Paprrus findet es sich einmal zwischen 93 und
5535res Mal hinter 64 am Ende des Recto und vor 82. wel
5536Napitel auf dem Verso ist: ond ein drittes Mal zwischen
5537heine der drei andern Urkunden bat ilm eine dieser St
5538sie weichen darin unter sich alle ab.
5539Kар. 92.
5540Ein hänfiges Kapitel. ron dem wir zehn Exemy
5541keins enthält die Nachschrift ron s. Von den Beziehung
5542pitels zu & ist schon gesprochen worden. Unter den Papy
5543nicht euthalten, stellen zwei. P0 undr'a. 92 hinter die G
5544und zwei andere, (a und ly, ror G3.1.
5545I gefunden,
5546benutzten Pa-
5547In der That
5548em Grabnale
55491 darnach mit
5550uddiert werden.
5551von Marseille,
55521= verschieden
5553gehalten. da
5554holungen sind
5555ba in der einen
5556ben wird. In
55574l. ein ande-
5558hes das erste
5559114 und 136.
5560ellen gegeben:
5561lare besitzen:
5562ren dieses Na-
5563ren. welehe S9
5564ruppe 68-10
556519*
p. 160
5566115
5567Kap. 93.
5568Ein nicht sehr seltenes Kapitel, welches durch die seltsame Vignette
5569in PU bemerkenswerth ist. Es ist nach vier Papyren wiedergegeben, de,
5570Pl, Canud Ba. Nur Pl stellt es in die Nähe ron 9t, ron dem es
5571durch 75 geschieden ist.
5572Kap. 94.
5573Dieses ist das erste der drei lapitel, in denen besonders von
5574Thoth die Rede ist. Es ist das Kapitel .zu rerlangen das Tintefafs und
5575die Schreibtafel". Dies ist einer der seltenen Falle, wo der Grundtext de
5576entnommen wurde. Das Kapitel findet sich in vier andern Exemplaren,
5577ron denen es zwei, Pb und Pf, hinter 75 stellen, d. h. hinter die Ankunft
5578in On. In der That wird hier 2 einer der Priester dieses Ortes
5579angeredet. Pi stellt es etwas vor 73, d. h. treunt es davon durch 26.
5580Kаp.95.
5581Mit Ausnalme von Pl, wo 95 unmittelbar auf 94 folgt, ist die-
5582ses Kapitel im allgemeinen vom vorhergehenden sehr eutfernt. Zwei Pa-
5583pyri, Ca und Pe, stellen es hinter 105, dem es nahe verwandt zu sein
5584scheint. Ad giebt 95 zwischen 110 und 136 unter einem ganz andern
5585Titele FI3die Form der Gans smen anzunehmen*,
5586und versieht diesen litel mit eier Vignette, deren Farben im Original
5587sehır glänzend sind. Die wichtigste Variante ist der Name des Gottes
5588Num Z. 2. Sonst ist der Text ron del allen übrigen ähnlich. Es ist
5589walrscheinliel, dafs Titel und Text nieht zusammengehören. Vignette
5590und Titel waren für einen von dem copierten verschiedenen Text vorbe-
5591reitet, der verloren gegangen ist. Dieses Kapitel ist ron BıRcH verüffent-
5592licht worden!).
55931) Ägyptische Zeitschrift 1869 р. 25.
p. 161
5594149
5595Kap. 96 und 97.
5596Hier haben wir es wieder, wie bei der Gruppe 6S—T0. mit einem
5597einzigen Kapitel zu thun. Es findet sich nur in zwei Papyren, von de-
5598nen da es zweimal und jedesmal mit anderin Titel and anderer V'ignette
5599einfügt. Einmal, wo es zwischen 115 und 117 steht, ist es ebenso wie
5600in s betitelt und hat eine dem Texte entsprechende Vignette. Dieses
5601Exemplar ist reproduciert worden. Ein zweites Mal (dla bas) ist es zwi-
5602schen 10t umd 173 vingerüicht und heilst mm ZIR BAI1S mit
5603einer Darstellung des Ra in seiner Barke. Dieser lutztere Titel sollte
5604der von 115 sein; wirklieh älmelt er dem von 110 in S am mneisten,
5605aber wir werden weiter unten sehen, dals dieser Titel im Turiner Todten-
5606buche fehlerhaft ist und dafs statt llo vielnehn 2Eo au lesen ist. Auch
5607in da bis mufs ein Fehler des Abschreibers vorliegen, denn dies Kapitel
5608hat keineswegs die Form jener, welche von der Kemmtnifs der Geister
5609dieser oder jener Örtliehkeit handel; dieselben machen die Geister oder
5610die Gottheiten namhaft, was hier nicht der Fall ist. Anfser in da kommt
5611dieses Kapitel nur in Ai zwischen 5 und 117 vor. Der Titel ist zerstört;
5612aber es geht wie in der normalen Version in da 117 vorher.
5613Kар. 98.
5614Dieses Kapitel, welehes in s 7 Leilen hat und mit emer Vignette
5615versehen ist, hat sichnmr in d6 wiedergefimden, noch dazu in sehr ver-
5616stümmeltem Zustaude. Es steht zwischen S6 mnd 99.
5617Кар. 99.
5618Eines der fundamentalen Kapitel des Todtenbuchs, welches euenso
5619häufig wie 17 ml fast so hänfig wie 125 rorkommt. Jeh habe es in
5620den zu dieser Ausgabe benntzten Papyren zwanzig Mal gefunden, einige
5621Male allerdings umr in einem kleinen Fragmente, das sich nicht benutzen
5622liefs, aber doch genügte um das Vorhandensein des Kapitels zu bezeugen.
p. 162
5623150
5624Man kann sich die Wichtigkeit dieses Kapitels erklären, wem man sich
5625die unter den Ägyptern verbreitetste Idee von den Gottheiten vergegenwär-
5626tigt. Sie stellen sich die Götter mnd besonders den Sonnengott in seiner
5627Barke cinherschiffend ror. Die langen Darstellungen, welche die Künigs-
5628gräber schmücken, enthalten zunäclst die Beschreibung der Phasen, welche
5629die Falnt der heiligen Barke durchläuft. Wemn mun der Verstorbene dem
5630Ra gleichgestellt wird, so mufs er natürlich eine der des Gottes analoge
5631Existenz haben. Deshalb ist das Kapitel ron der Barkenfahrt eines der
5632Licblingskapitel. Hier wie in der Sehlnfsrede zu 125 ist die unerläfsliche
5633Bedingung zum Eintritt in diese Barke die Kenntnifs des Namens der
5634verschiedenen Theile, aus denen sie besteht und deren jeder einen mysti-
5635schen Namen hat. Darnach kommt eine dem 72. Mapitel ganz ähmliche
5636Amrufung, die sich an nicht sichtbare Gottheiten wendet, vielleieht an
5637die Wesen, welche die Fahnt der Barke erleichtern sollen. Daranf folgt
5638eine lange Nachschrift um alle Vortheile zusammenzufassen, welche der
5639Verstorbene in seiem Aufenthalte in der andern Welt erlangen kann.
5640Kap. 99 bildete ein Ganzes für sich, es ist eins der vollständigen, in
5641sich abgeschlossenen Bücher, deren es im Todtenbuche mehrere giebt.
5642Pb schickt diesem Kapitel cin langes Stück vorans, welches ich
5643Einleitung genamt habe und in welchem mit Hülfe der Pronomina inter-
5644mogativa { md s l Fragen an den Verstorhenen gerichtet
5645werden. Dies Stück existiert in keinem andern Papyrus und bereitet
5646der Erklärung grolse Schierigkeiten.
5647Die Vignetten zu 99 bringen alle versehnedene Formen der Barke
5648zu Darstellnng: In A6, dessen Vignette fast zerstört ist, sieht man auf
5649dem Schiffsrordertheil einen Mann mit einem Stock in der Linken stehen.
5650Über scinem Kopte liest man 4 " I oo. ein Wort, welches Kap. 109
5651.. t und 149 7. 11 mit Varianten wiederkehrt und den Schiffsführer, den
5652Reis der arabischen Barken, bezeiclmet.
5653Die Stelle, welele Kap. 99 einnimmt, weehselt, was in der Wieh-
5654tigkeit der Urkunde seinen Grund hat. Die großsen Papyri, wie da oder
5655C'a, schicben zwischen die langen Kapitel eine grofse Zahl kleiner ein,
p. 163
5656161
5657welehe in den sich auf das Wesentliche beschränkenden Urkunen nicht
5658vorkommen. Man kann behaupten, dafs die cigentliche Stelle von 99 hin-
5659ter den kapiteln von den fetist nordlats man es dort aun bän-
5660tigsten findet, so in le, lha de, C'u, Fu. Lu Anf 99 folgt mauchmal
5661102, ein Kapitel derselben dit (lh, 10). Häutig fulgt anch, wenn der
5662Papyrus nicht sehr lang ist, emes der grolsen Kapitel vom Ende, 110
5663oler üfter 125. Eine feste Ordnung darl man in den alten Papyren
5664ohne Zweifel nicht suchen: die Zusammenstellong ist mehr Sache der
5665Gewohnheit und diese kam nur wichtige hapitel betreften: aber aus allem
5666bisher Beobachteten ergiebt sich als eigentliche Reihenfolge: Anbetung des
5667Osiris, 1, 15, 17, 18, lie SP3und 29.
5668Kap. 100 oder 129.
5669Dieses Kapitel ist in s zweimal und mit fast gleicher Vignette
5670vorhanden: mur das Emblem des Ostens findet sich das zweite Mal nicht.
5671Dieses Kapitel hat de dreimal, aber immer olme die Nachsehrift, wel-
5672che es in den andern Papyren hat. In mehreren Texten geht dies
5673Kapitel der Handlung "des dufstellens des I und des Befestigens der
5674Schleife O" vorans; es giebt dem Verstorbenen die Fähigkeit scine Fahrt
5675zu lenken, wohin er will. In einer der Versionen in .du steht 100 vor
5676155 und 156, den Kapiteln, welche diese Ammlette behandel. Die läu-
5677figste Stelle des 100. Kapitels ist linter 123. Iu zwei Papyren (Be und
56781V) steht es neben 99. Die Vignetten bringen im allgememen mehrere
5679Gottheiten in der Barke stehend und hinter dieser den V'erstorbenon zur
5680Abbildung.
5681Kар. 101.
5682Fehlt.
5683Кар. 102.
5684Ein anderes Kapitel, welches sich auf die Barkenfahrt des Ver-
5685storbenen bezieht. Wie schon erwähnt. berührt es sich mit hap. 7.
p. 164
5686152
5687welches den gleichen Gegenstand behandelt. Es findet sich in 9 Papyren.
5688Auch bier scheint es wie bei den Kapiteln der Verwandlungen oder bei
5689denen von den Hanchen, dals man nach der Ait des Gegenstandes classi-
5690ficieren wollte; denn alle Kapitel um 102 haben anf die Barkenfahrt des
5691Todten Bezng. Kap. 102 folgt dreimal auf 99, in A0, Ac, Pe. Dreimal
5692steht es in der Nähe von 136, von dem es nur durch 7 getrennt wird.
5693Zu den Kapiteln einer andern Gruppe, neben denen es sich findet, ge-
5694hört 38A, dem es zweimal vorhergeht.
5695Кар. 103.
5696Sehr kleines hapitel, welches in drei Urkunden rorkommit. Ba
5697hat darans den ersten Satz eines aus 103, 68 und 117 zusammengesetz-
5698ten Kapitels gemacht. Aufserdem findet es sich in Aa zwischen 47 und
569976, und C'a, welcher es ganz am Ende zwischen 150 und 117 cinreiht.
5700Kap. 104.
5701Findet sich auch nur in drei Urkunden: da stellt es zwischen 48
5702und 96—7 und C'a zwischen 05 und 114. In Ae läfst sich die Reihen-
5703folge nicht feststellen. Die Vignette bestätigt rollkommen die Bedentung
5704„zwischen", welche LE PAGE REsOrF für die Präposition -
5705vorgeschlagen hat').
5706Кар. 105.
5707In Kap. 105 bringt ier Verstorbene seinem Y 2 Opfer dlar. Die-
5708ses Wort ist ron MAsPEro und La PAGE ReNOTF als „double, Doppel-
5709günger" erklärt worden. Es ist hier nicht der Ort, den genanen Simn
5710dieses Ansdrucks, dem man, wie ich glanbe, eine zu enge Berlentnng
5711untergelegt bat, zu crörtern. Iehmuls nur kurz bemerben, dals dlas l
5712ein Theil der Person ist nnd mit §BO „die Lebensdaner" parallel
57131) Transactions of the Society of Biblical Archacology II, p. 305.
p. 165
5714153
5715steht. Es berlentet also etwas, dem das Lebon seine Erhaltur
5716dankt, was das Individuum danern und in der Existenz rerharren
5717Die Vignetten unterscheiden sich wenig ron der in s:
5718hat dlie Darstellung cines Opfers, welches der als ‚Sem-Priester ge
5719Sohn seinem Vater und seiner Mutter darbringt.
5720Die Basis ist Pu entnommen. Der Toxt kommt 7 Mal
5721du steht 103 vor einer Reihe von Kapiteln, welche ron der Ve
5722der zur Existenz nothwendigen Körpertheile an den V'erstorben
5723deln, nümlich 30B, 20. 22, 23. In le steht es vor 4?, aber b
5724anf finden wir anch 20, 30B mnd 2?. Viermal folgt es auf 6
5725zweimal stelt es vor 95.
5726Кар. 106.
5727Ein kleines Kapitel, welches in da dreimal vorkommt. E
5728einen neuen Beweis, dals die geographischen Namen nicht imme
5729stäblich zu nehmen und als irdische Örtlichkeiten zu versteho
5730Diesus Kapitel heilst „das Kapitel Opfer in Memphis darzulrringe
5731cine Version fägt binza Er en "im Cherneter. Nan muls d:
5732nehmen, dals es in der andern Welt cin Memphis giebt, wie
5733Heliopolis hat. Eine Version dieses Kapitels ist ron Lersirs na
5734Grabe des & J Ei publiciert worden (Denkmäler IIl. 25). Das
5735hat sich 7 Mal gefunden. Ca füngt damit an. Zwreimal, in A0
5736folgt es auf 71 und zweimal, in Pf und Py, anf Go.
5737Kар. 107.
5738Ist nicht anfgefmnden worden, besteht übrigens auch in S
5739einem Satze von 109 oder 149b.
5740Kаp. 108 bis 116.
5741. Wir kommen zu einer durch 110 umterbrochenen Reihe
5742Kapitel alle den Titel m& I mit dem Zusatze cines Ort
5743haben. Die Gruppe hat eine bestimmte Reihenfolge:
574420
5745g rel-
5746lälst.
5747lul da
5748kleidete
5749'OI. In
5750leihung
5751n han-
5752dd dai-
575331 und
5754s hiefert
5755r buch-
5756n sind.
575711* : И!]
5758hher an-
5759sie cin
5760ich dem
5761Kapitel
5762undac,
5763hlli aus
5764, deren
5765snamens
p. 166
57661.-1
57671a 114, 112. 113. 108, 109.
57681l 114, 112, 113. 108, ...
5769la 11t, 112, 108, 109.
5770Pe 116, 109.
5771P'f 116, 108, 109.
5772Vom Papyrns de sind Fragmente derselben Kapitel übrig, welche
5773du enthält; die Reihenfolge war wahrscheinlich die gleiche. Sie stimmt
5774anchı gänzlich in ddu und Iu überein, von denen der eine memphitiscli,
5775der andere thebaisch ist. Die normale Ordnung ist demnach: 114, 112,
5776113, 116, 108, 109.
5777Kap. 108 ist dasselbe wie 111: in s' unterscheiden sich die beiden
5778hauptsächlich durch den Titel. Der von 111 findet sich in den alten Pa-
5779pyren nieht. Es ist hier von den Geistern des Westens die Rede und doch
5780wird wie an andern Stellen des Todtenbuehs der Berg"
5781erwähnt, welcher gewöhnlich in den Osten rerlegt wird. Anlser in den
5782vorhin erwälnten fünf Papyren findet sich 108 in Ba, und zwar hinter
578329B als letztes der correct geschriebenen Kapitel dieses Paprrus.
5784Kap. 109 ist mit 1t9b fast gleichlautend. Es fängt erst mit Ka-
5785pitel 149 %. 9 an, aber es hat am Ende die Benennung der Geister des
5786Osten», welche 149 fehlt. In Le geht 109 dem Kap. 110 vorans. Diese
5787Urkunde stellt vor die Elysischen Gefilde, ein kleines Kapitel, welches
5788aus einzelnen Sätzen des einen und des andern gebildet ist und als
5789Titel hat: mSs→264E T2o. Es brichit 109 Z. G ab
5790und schiieist mit eien Wortem: KBASDZISAS-B
579144→02.X. slügt dieseo hapitel noch cin Stick
5792hinzu, welehes sich in den alten Papyren nicht findet.
5793Kap. 112 und 113 sind die Kapitel, welche die Horuslegenden
5794erzählen und die Ereignisse, zu Erinnerung an welche die vier Genien
5795der Cardinalpunete eingesetzt wurden, zwei in • Nestu und Hapi, und
5796zwei in o , Tuumutef und kebhsenef. Diese Kapitel sollten auch in Fu
5797vorgekommen sein, aber uu der Titel des ersten ist erhalten geblieben.
5798Sie waren beide auch im Grabe des Chaemha zu Theben vorhanden, aber
p. 167
5799156
5800113 ist rollständig zortört. Diese bemerkenswerthen Toxte sind der
5801Gegenstand einer schönen Arbeit LEPEBURE'» geweren1).
5802Kap. 114 und 116. Es giebt zwei Kapitel son dor Kenutnifs dkp
5803Geister ton E=o Hermopolis. Ofenbar ist der Titel des 116. Kapitels
5804im Turiner Papprus fehlerhaft. da in der letzten Zeile die Götter von
5805Hermopolis erwälmt werden, deren erster Thoth ist. Dicer Fchler ist
5806dem Turiner Texte cigenthümlich, denn er findet sich nicht in dem ron
5807LEEMANs publicierten bieratischen Papyrus in Leyden. noch auch in dem
5808ron E. DE RonGé rerölfentlichten Pariser. Kap. It ist viel häufiger;
5809wir haben es in fünf Texten, da. de. Ia, Ib und Pm. während 116
5810sich nur in drei Urkunden an den für Pe mnd Pf schon bezeichneten
5811Stellen findet. In C'a, wo es der einzige V'ertreter der ganzen Reihe ist,
5812steht es zwischen 104 md 91.
5813Es ist zu bedanern, dals sich 115 nicht besser erhalten gefunden
5814hat, als in den wenigen Bruchstücken ron Sätzen in Pm, einem Papyrus
5815als selr guter Zeit. Abgeschen ron der Wichtigkeit, welche dieses von
5816den Geistern von Heliopolis handelnde Kapitel hat, hatte es wahrschein-
5817lich, nach dem Wenigen, was wir davon wissen, zu urtheilen, eine von
5818S ziemlich verschiedene Redaction. Ein Theil dieses Kapitels hat sich
5819anf einem Steinsplitter erhalten, ziemlich nachlässig geschrieben, aber
5820doch aus der Zeit der XVIII. Dynastie?).
5821Кар. 110.
5822Das 110. Kapitel zerfällt in zwei Theile. Der erstere ist em lan-
5823ges Stück und weit ausführlicher in den alten Texten als in «s'; der Ver-
5824storbene wendet sich darin an die verschiedenen Theile der Elvsischen
5825Gefilde, zu denen er gelangen wird. Vorauf geht ein langer Titel. in
5826welchem alle Beschäftignngen anfgezählt sind, denen er obliegen, und
58271) Les yeux d'llorus, Paris 1877.
58283) T'n ustracon égyptien. Anmales du Musée Gnimet I, p. 51.
582920*
p. 168
5830156
5831alle T'ergnügungen, die er sich zu gestatten gedenkt. Haufig findet sich
5832der Einleitnngstext nicht in seiner ganzen Ausdehnung. Nor vier unserer
5833Papyri haben ihn zu Ende geführt. Oft genügt die Darstellong der Ely-
5834›ischen Gefilde. Diese Diustellung ist fast in allen Papyren die gleiche;
5835sie unterscheidet sich nur durch die begleitenden Texte, für die anch
5836allein die Varianten angegeben sind. Die rerschiedenen Gegenden der
5837Elysischen Gefilde werden von Streifen von Zickzacklinien, der gewöhn-
5838lichen Darstellung des Wassers, durchschuitten. Das will sagen, dals
5839der anderer Tälker anf lnseln ist.Ls der Anfenthalt der Glückseligen nach der Vorstellung der Ägypter wie
584021i4s B.i,o „Er führt die Barke rom Chemeter zu den ln-
5841seln der Elysischen Gefilde", heifst es auf einer Stele der TVIII. Dy-
5842nastie (Denkmäler I, 11t, i).
5843Wir haben 16 Texte dieses Kapitels, von denen vier nur das Bild
5844der Elysischen Gefilde darbieten. Einige sind sehr kleine Fragmente wie
5845il und m. Der Gefülligkeit Mr. Borrrevt's rerdanke ich eine Copie
5846von I0, einem Texte, der seitdem rerölfentlicht worden ist'). Um den
5847Text ron Pa benutzen zu können, habe ich ilın erst umkehren und die
5848Zeilen in der gewollten Länge herstellen müssen: denn er ist ron einem
5849Ende bis zum anderen fehlerhaft und die Einleitung folgt der Darstellung
5850der Elysischen Gefilde statt ihr vorherzugehen.
5851Obwohl die Stelle des 110. Kapitels vielfach wechselt, so ist es
5852doch wichtig zu bemerken, dafs es in sieben unserer Texto (da, lp, Ba,
5853Ili, Pil, Pe und Lu) hinter 125 steht. Wenn man also der Reilienfolge
5854der Kapitel eine Bedeutung für die Lehre beilegen könnte, so würde
5855daraus folgen, lafs man, nm in die Elysischen Gefilde zu gelangen, die
5856Prüfung des Gerichts über sich ergehen lassen mnlste. In mehreren an-
5857dern wichtigen Crkunden, wie Aa, Le und Pl, trifft diese Innahme
5858jedoch nicht zu.
58591) Von LORET in den Mémoires publiés par les membres de la Mission
5860archéologique française au Caire I, p. 125.
p. 169
5861Kap. 117 bis 119.
5862Iu diesen drei Kapiteln sagt der Titel, dafs es sich um die
5863. II!M genannte Örtlichkeit handelt, welche ohne Zweifit im Westen
5864gelegen war. Nach der Vignette zu 117 scheint es eine Art Erhöhung
5865gewesen sein, welebe der Verstorbene betritt: und wenn man diese
5866Darstellung mit der in s vergleieht, so könnte es der Eingang einer
5867Grotte oder einer Höhle sein; man kann in sie eingehen und aus ihr
5868ausgehen, und nach der Variante von Pe im Titel zu 117 muls es der
5869Eingang zun Cherneter gewesen sein. Das hänfigste Kapitel dieser Gruppe
5870ist 119. Mehrere Papyri vereinigen 117 und 118 zu einem einzigen.
5871Das ist der Fall in da und di: dabei hat aber di zwei Vignetten. In
5872I.b sind die drei Kapitel nnter einer und derselben Vignette geschrieben,
5873welche am chesten die ron 119 ist.
5874Kap. 117 findet sich in Ba zweimal. Die beiden Wiederholungen
5875sind dureh 141—3 und 119 von einamler getremt. Sie sind durchans
5876gleich und brechen mitten in der 3. Zeile beim Worte Q m al). Unmit-
5877telbar darauf beginnt eine Anrufung des Osiris ähnlich 119, von der das
5878besterhaltene Exemplar hinter den Varianten zu 119 reproduciert ist.
5879Pe, welcher dies Mapitel hinter den Titel und die Vignette von Gt und
5880vor' 116 stellt, hat gleichfalls einen dem Schlusse von 1 ähnlichen Zusatz.
5881Kap. 118 findet sich nur ein einziges Mal in Pi, wo es zwischen
5882138 und 9t stelt. Was übrigens die Stelle dieser Gruppe anbetrifft,
5883so künnen wir nur zwischen de und di eine Übereinstimmung bestäti-
5884gen, die beide 117 und 118 vereinigt zwischen 96-7 und ein mit 7. 68
5885begimmendes Fragment von 17 stellen. In Cu schlielst 117 den Papyrus.
5886Kap. 119 findet sich in zwei rerschiedenen Redactionen, deren
5887V'arianten znsammengestellt worden sind. Die eine hat zum Titel m Se
5888¡ lM und ist die kürzere; sie findet sich in da, Pc und
5889Ba; sie läfst alles ans, was zwischen Z. 3 und s in der Mitte steht. Die
5890andere Rerlaction hat zum Titel 98fmmdef
5891un =as mm
5892und findet sich in Cu, La, Lb, P), Iu, ile, di, von denen zwei Vignet-
p. 170
5893138
5894ten haben, Iu zwei Texten, Aa und Ia, steht 119 vor der Grappe der
5895Verwandlungen und in zweien, C'a und La, hinter 99.
5896Kap. 120 siche 12.
5897Kаp. 121 siehe 1.
5898Кар. 122.
5899Fehlt.
5900Кар. 123.
5901Ist dasselbe wie 139. In S hat 123 weder Titel noch Vignette:
5902es ist ein fD, 1. I. es wird als mit 192 gleichbetitelt angeschen.
5903Unter 139 hat es ebensowenig eine Vignette und heilst * Aj7 »Anbe-
5904tung des Tum". Hier wird es L c_ genannt. In Pa
5905wird es zweimal wiederholt und das Q betitelte ist das erstere, in
5906folgender Reihe: 13 (oder 121), 138, 123 (oder 139), 12 (oder 120),
590715BII| Titel, 102, 125 (oder 139), 152. In da, wo dieses hapitel nur
5908einmal vorkommt, steht es zwischen 72 und 25. Ausnahmsweise, theils
5909wegen der Vignette und theils wegen der Seltenheit des Textes, habe
5910ich zu diesem Kapitel Au benutzt, der es zwischen 35 und 36 stellt.
5911Wir werden dieses Kapitel weiterhin in zwei Exemplaren aus den hö-
5912nigsgräbern finden, wo es als Titel und Anfang zur Schlufsrede des
5913120. Kapitels dient.
5914Кар. 124.
5915Ist ein in den alten Texten hänfiges und wiehtiges Kapitel, wel-
5916ches sich in 12 Urkunden gefunden hat. Es ist schon hei Gelegenheit
5917des 1. Kapitels, dem 124 durch die Gleichheit des Titels nahe steht, be-
5918sprochen worlen. Es handelt gleichfalls ron der Ankunft vor den vier
5919L0F des Osiris, d. h. den rier in des Vignette dargestellten Genien.
p. 171
5920150
5921Einige Sätze diesrs Kapitels finden sich in 33, andero in S2 wieder.
5922Zweimal, in .16 mnd in Pe, bildet 12t den Anfang des Papyrus: zwei-
5923mal auch. in Pc und in l'j, steht es neben Kap. 1. Endlich ist es vier-
5924mal, in ib. Ca, le und La, vor das erste Kapitel der V'erwandlungen
5925gestellt, dl. i. S3 und eimmal 82. Nur eine Crkunde, Cu. hat 124 nebrn
5926125, und zwar nicht vor, sondern hinter dem-elben. Krin Text licfert
5927die Antzäblung der aRBf! der verschiedenen ügyptischen Städte,
5928die sich %. 10 in s findet.
5929Кар. 125.
5930Obwolıl das 125. Kapitel sich nicht in allen Papyren findet und
5931namentlich nicht alle die rier Theile enthalten, so ist es doch nichtsdestn-
5932weniger der wesentliehste Theil des Todtenbucls. Oftenbar war das
5933Gericht ein Begrifl, mit dem die Ägypter sehr vertrant waren, wemn sich
5934anch, abgesehen von den in der Nachschrift erwälmten Vortheilen, nieht
5935erkennen lafst, zu welchem bestimmten Ergebnils diese Prüfung führen
5936konnte.
5937Dieses umfangreichste Kapitel des Bucles, welches Lersits unter
5938eine einzige Nummer gestellt hat, wird gleichwolil in vier wohlunterschie-
5939dene Theile zerlegt. Der erste ist "die Ankunft in der Halle der dop-
5940pelten Gerechtigkeit" 981° =PP® g: orer, wie zwei Varian-
5941ten ergeben, n A oder S → etc. Nach der Ankunft erfolgt
5942die eigentliehe Gerichtsseene, während welcher der Verstorbene spricht,
5943was man die negative Confession, ein rerneinendes Sündenbckenntnifs,
5944genamt hat; das heilst, wälend er nach einander jeden der 42 Zeugen
5945anredet, welche beurkunden, dals er nicht diese oder jene Sinde began-
5946gen hat. Darans ergiebt sieh, dats Confession und Psychostasie im %u-
5947sammenhange stehen: das Bekenntnils gelt gewöhnlich der Wägung des Her-
5948zens voraus, aber beides findet inder Halle derdoppelten Gerechtigkeit Statt.
5949Die Vignette der Contession bringt diesen Saal mit ciner Thür an jeder
5950Seite zur Darstellung, und hier befinden sich auch die Namen der t?
p. 172
5951160
5952Gottheiten mit der Abbildung einer jeden. Hinsichtlich der Psychostasie
5953braucht man nur die Vignetten in Pa oder Pe zu betrachten um sich zu
5954überzeugen, dafs die Wügung der Seele in der Halle der doppelten Ge-
5955• • rechtigkeit vorgelt. Confession und Psrchostasie sind also zwei Z0sam)-
5956mengehörige Dinge und iS trennt sie fälschlich, um die letztere erst hin-
5957ter der Schlufsrede anzufügen. Nachdem der V'erstorbene aus dieser Prü-
5958fung über die Feinde, welche er zu fürehten hatte, siegreich herrorge-
5959gangen ist, verläfst er die Halle und spricht die lange Schlufsrede. Dies
5960drückt der Titel in Po aus, welcher sie nennt: *Worte gesprochen, wenn
5961man siegreich aus der Halle der doppelten Gerechtigkeit hervorgegangen
5962ist", oder der in Ba: „Worte gesprochen nach der Halle der doppelten
5963Gerechtigkeit". Endlich kommt die ziemlich lange Nachschrift mit der
5964Angabe, unter welchen Bedingungen dies Buch gelesen werden soll und
5965welche V'ortheile sich aus seiner Kenntnifs ergeben.
5966Ieh habe das 125. Kapitel ganz oder theilweise in 3t Papyren
5967oder Grübern gefunden, von denen einige jedoch umr kleine Bruchstücke
5968enthalten. Da lap. 123 oft am Ende der Paprri steht, das heifst an
5969einer häufig schadhaft gewordenen Stelle, so ist manclunal nur der An-
5970fang erhalten und das Kapitel wird plötzlich unterbrochen. So rerhält
5971es sich, um nur ein Beispiel anzuführen, mit 4*, welcher die ersten
5972Zeilen der Einleitung und die Psrchostasie liefert; doch reichte der Pa-
5973Pyrus offenbar weiter. Von den 34 Texten enthalten 20 die Einleitong,
59742i die Confession, 12 die Psrchostasie, 17 die Sehlufsrerle und 11 die
5975Nachschrift. Von allen diesen Urkunden sind nur drei ganz vollständig,
5976sowohl in der Rerlaction als in der Erhaltung, nämlich die drei Pariser
5977Papyri Pa, PO und l'e.
5978Zur Einleitung ist nur If nicht benutzt worden, da er nm wenig
5979wichtige Fragmente bietet. Ton den 23 Texten gehen 16 bis ans Ende
5980des Stückes. Die großse Nehrzalil beginnt mit diesen Worten: 5l«o
5981R etc. „Worte gesprochen, wenn man sich nühert* l1. S. W. Drei Texte
5982nennen indessen dieses Stück: „das Kapitel" oder „das Buch von der
5983Ankunft in der Halle der doppelten Gerecltigkeit" (Ta, Td, Al), und
p. 173
5984161
5985ciner: „das Kapitel von der Halle der doppelten Gerec
5986Kenntnils dessen, was sie enthült" (.16). Die Einleitu
5987Tänfiger Confession: der Verstorbene leugnet von vornhe
5988begangen zu haben; nr redet er hier nicht die Gottl
5989uhne Zweifel erst zu Gesichte bekommt, wenn er in die
5990Gerechtigkeit eingetreten ist. Die Einleitung hegleite
5991Darstellung des Verstorbenen und seiner Frau in anl
5992Die Confession und die Perchostasie finden
5993doppelten Gerechtigkeit statt. Dieselbe wird in il«
5994mit einer Thür an jedem lnde abgebildet. Im Hin
5995beiden Gerechtigkeiten; es giebt zwrei und zwar, wie
5996des Ostens fio und eine des Westens qo. In ciner
5997im Papyrus Ap. sicht man Mu und Safech dasitzen.
5998det sich unter soinem Namen eine Darstellung jed
5999Dieselben können gleichgestaltig sein oder verschie
6000Hinsichtlich der Reihenfolge dieser Götter und dl
6001jedem derselben zuertheilt werden. ist die Anordno
6002normale. Diese findet sich am häufigsten und ist
6003angenommen worden: indels kommen erhebliche Abr
6004mentlich gegen Ende des Kapitels. Sie rühren sel
6005einer Auslassung des Aschreibers her, der vielleie
6006eine Sünde vergessen hatte und damn die Reihenfolg
6007gen änderte. Eine Variantenübersicht nach der Reil
6008nung der einzehen Papyri aufzastellen würe unnög
6009allem kommt es darauf an, dureh die V'ergleichung
6010Bedeutung des lusdrucks festzustellen. Diesor phil
6011matische Gesichtspunkt ist von grötserem Belang a
6012hat mich in vidlen Fällen genöthigt der Ordnung
6013sagen, was übrigens um so leichter geschehen konnt
6014tischen Sehreiber selbst angenscheinlich keine Wichti
6015entspricht in Pl, einem bis 3t schr regelmälsigen l'
6016der Sünde 38. Nun steht in den Varianten die Sü
6017itigkeit und re
6018ng ist rine Ai"
6019rein gewis-e si
6020eiten an, da
6021Halle der lop)
6022t in der Rege
6023etender stellu
6024in der Hall
6025(Taf. CNTX/\
6026tergrunde sitze
6027uns de lehrt
6028andern Darste
6029In der fieg
6030les der 42 %
6031dene Küpfe
6032r Sünden,
6033ug in da wu
6034ron mir als
6035cichungen vo1
6036r häufg wol
6037ht vinen Gott
6038• und die Bei
6039enfulge und.
6040lich gewesen.
6041:der Variant
6042blogische und
6043s die andern.
6044der Papyri %
6045e. als ihr dlie
6046rkeit beimesse
6047apyrus. der Gi
6048Ie 39 - 1
604921
p. 174
6050162
6051(ĂYP ron P% parallel mit 38 in la, wo sie jedoch einer andern
6052Gottheit entspricht. Dafür findet sich andrerseits die Sünde 37 -2. 4
6053von Pb nicht in du. Nun ersetzt in mehreren Pappren,
6054wie in dem de übrigens rollkommen ähnlichen d, jene Sünde die 40.,
6055mm I mm Hs! F. welehe in Pb anch nicht rorkommt. Es war daher
6056natirich diesen lusruck 54 52 Lii, unter t0 zu setzen, da
6057das in dem durchaus normalen Papyrus 1d sein Platz ist, wührend er
6058in P& die 37. Stelle cinnimmt. Derartige Combinationen mufsten gemacht
6059werden, um dieselben Texte so viel wie möglich in Übereinstimmnng zuz
6060bringen. Wo ich es nur konnte, habe ich die Varianten unter derselben
6061Nummer zusammengerückt: aber oftmals habe ich statt einer Variante
6062den Satz angegeben, welcher sie ersetzt und vielleicht aus einer andern
6063Nummer herrühren kann als derjenigen, unter welcher er steht. P'e und
6064Idl erwälnen mehrere Sünden, welche ans der Einleitung wiederholt sind,
6065amn illl! unter 10 und Id dasselbe unter 38.
6066Beide werden unter 3s gestellt werden müssen, da sonst keiner die Sünde
606738 hat. Ungeachtet dieser Verschiedenheiten mufs man zugestehen, dals
6068in den großen Papyren. wie da, 1d, C'u, Pu, eine normale Anordmung
6069vorliegt, von der sich keine dieser Urkunden entfernt hat. Die rollstän-
6070dige Übereinstimmung so wichtiger Texte genügt um das Vorhandensein
6071einer regelmälsigen Ordnung zu erweisen.
6072Mauchmal ist ein Papyrus, wie Pu. in drei Abtheilnngen geschrie-
6073ben: die erste enthält den Namen der Gottheit, die zweite die Darstel-
6074lung der Gütter, worunter die Negation mit dem Hülfsrerb steht mh 1f•
6075damı die dritte das Satzglied, welches vou diesem Hülfsverb abhängt und
6076deshall obne das pronominale P am Ende ist. In dd und La wird das
6077Pronomen durch den Namen des Verstorbenen vertreten; und in solchem
6078Falle kommt es häntig ror, dafs der Schreiber die ror den Namen ge-
6079setzte Negation auch hinter demselben wiederholt. Soll man das ledig-
6080lich als ein Versehen betrachten? Ieh möehte darin eher cine Verstär-
6081kung der Negation erblicken: 2NI (vergl. 1d 2, 28
p. 175
6082163
6083und passim). Nitunter, wie in Ta. steht die Confession auch einfach in
6084der chittun Person ohne Hilieveh B ANiA9m
6085Gleichzeitig mit dem negativen Sündenbekemntnifs finddet die Wü-
6086gung des Herzens auf der Waagr statt. Das ist der Mittelpunkt des
6087125. Kapitels, welchem dam die C'onfession und die Schlufrede beige-
6088ordnet sind. Wie ich schon bemerkt babe, gehört hierhin auch natü-
6089licherweise Kap. 30В; wirklich haben mehrere Pappri. mie dy. Pa. Pe,
60901g, chese Anorrming, Cerade in dem Augenblicke, mo der Verstorhene
6091seines Horzens beraubt ist, und es vor sich auf der Waage hat. mufs er
6092die Worte dieses Kapitels an dasselbe richten: dahor vertritt auch Ka-
6093pitel 30B, obwohl von 125 getremt, in drei Pappren die Perchostasie.
6094deren Vignette es hat. Wir haben auch in mebreren Texten, wie 1a,
6095zwei Darstellungen der Parchostasie gefunlen, weil der letztr Satz von
6096Kap. 1 auf diese Episode anspielt. In La ist die erste Perchostasiu. die
6097des 1. Kapitels, viel umfünglicher als die zweite und deshall auf Ta-
6098fel CNNXVI reprodnciert. Die Untersnchung dieser verschiedenen Dar-
6099stellungen zeigt uns, dafs je alter die Pappri sind, desto cinfacher die
6100Ahbildung ist. Nur in den nenern Texten, wie in dg. erbliekt man jenes
6101phantastische Thier meben der Waage, „den Fresser der Todten". cin
6102Mischwesen, «dessen Kopf der des Krokodils. dessen Hintertheil das des
6103Nilpferdes und dessen Nitte die des Löwen ist".
6104In der Regel ist Thoth unter der Gestalt eines Kynokephalen in
6105der Scene gegenwärtig. Es giebt wenige Paprri, welche die verschiede-
6106пен Gottheiten der Psrehostasie sprechen lassen, wie es in neuern li-
6107kumden der Fall ist. Dazu gehören La und .ly. Die Worte sind von
6108cinem Texte zum andern verschiedene; auch hier scheint der Einbildlungs-
6109kraft des Schreibers manches überlassen geblieben zu sein. Sie sined daher
6110nicht wiedergegeben worden. Therhaupt hatten die Künstler in dieser
6111ganzen Darstellung der Porchostasie viel Spielraum. Das Wesentliche
6112war die Waage, der Verstorhene und Osiris. Einmal. in P«. fehlt sogar
6113dler großse Gott der Amenthes. Das Übrige richtete sich viel nach dem
611421*
p. 176
6115R
6116Pi
6117se
6118lic
6119eil
6120pu
612114
6122di
6123die
6124St
6125in
6126l'e(
6127fel
6128Te
6129ke
6130Pa
6131Na
6132im
6133die
6134tre
6135Fo
6136Je
6137ch
6138sel
6139Aa
6140die
6141ful
6142anme. den dler Küns
6143pyrus. Ein Paprru:
6144ine Vignetten glänzen
6145als entsprechende Ps
6146hste ron allen. die 1
6147em Throne sitzend
6148asser steigt ein Lotı
6149nete, die vier 118
6150istorbenen anbetend.
6151Gottheiten, die der
6152ersten die cosmisel
6153Auf die Percho
6154, in S irrthümlicher
6155elle, welche die mei
6156Pl: Worte gesproc
6157htigheit siegreich he
6158• Die Schlulsrede
6159ste wird auf dlies S
6160phalen bezogen. wek
6161prren allerdings seh
6162chschrift (p. 333) fir
6163Grabe Ramses" IX.
6164se wahrscheinlich in
6165ten wir. wie in eini
6166rm des Zwiegesprücl
6167ler Theil der Halle
6168em er bezeichnet
6169nes Eintritts.
6170Das 123. Kapitel
6171mangelt. aber sich
6172ses Kapitels ambetrit
6173genden Thatsachen 1
6174161
6175tler zur Verfügı
6176. der so sorgfa
6177d ist wie dy.h
6178rchostasie. Die
6179nir vorgekomme
6180. dessen Basis
6181is empor. anf
6182SD! stehen.
6183nicht vor den
6184n T'erhüre beizı
6185len Grötter von
6186tasie folgt, was
6187reise der Wägn
6188ten Paprri dies
6189hen, wenn man
6190rvorgeht": lasser
6191ieten 17 Urkmi
6192tück die Vignet
6193he in s zu lal
6194r seltenen Kapi
6195ıdet sich nochm
6196als 'Titel und A
6197lem Ramses' IV.
6198gen andern gro
6199is. d.h.an der
6200fragt ihn nachı
6201ird: und das k
6202schlielst mit ei
6203in 11 andern
6204t. so mrechselt s
6205ehaupten: Nur
6206ung hatte. und nach
6207tig: sauber und nam
6208atte eine der Schünhe
6209Abbildung in dy ist
6210n sind. Da sieht mi
6211auf Wasser ruht.
6212lem die vier Götter (
6213Nul dieser Paptrus z
6214t2 Zengen wie in S,
6215wwrohnen scheinen un
6216Heliopolis sind.
6217ich die Schlnfsrede e
6218ng des Herzens vorh
6219em stücke geben, sor
6220aus der Halle der d
6221• in dieser Beziehung
6222den dar. In den mn
6223e vom Ofen und der
6224. 126 gehört. einem
6225el. In den Variante
6226als hap. 123 oder 13
6227ıfang zur Schlufsrede
6228. wo sie fehlt. In der
6229sen Stücken des Todt
6230, Terstorbenen gerich
6231lem mystischen Name
6232ildet die nothwendig
6233ner langen Nachschrif
6234Paprren tindet. Wa
6235ie ziemlich. aber wir
6236ansnahınsmeise steht
6237der rt des
6238ntlich dureh
6239it des Denk-
6240die ansfülr-
6241in Osiris anf
6242Aus diesem
6243ler Cardinal-
6244eigt uns den
6245sondern vor
62461 von denen
6247enannt habe.
6248ergeht. Die
6249rie der Titel
6250oppelten Ge-
6251keinen Zwei-
6252eisten rieser
6253i vier lrno-
6254in den alten
62551 hinter der
6256). Es dient
6257und vertritt
6258• Schlufsrede
6259enbuchs, die
6260tete Fragen.
6261n. mit mrel-
6262• Bedingung
6263t. welche in
6264= die Stelle
6265künnen die
6266125 hinter
p. 177
6267165
6268149 md 150 wie in de. 1, Lc. In der Regel geht
6269telm, welclie den gewölmlichen Sehlufs der thebaischer
6270vorher. Die hänfigste, durch Pu. Pl. l'c, Cd. de vertr
6271ist: 125, 136.1 und B. 119 und 150, momit der Papyrns
6272der Papyrns Nap. 110 enthält, so steht es gewülnlich
6273vor 149. Doch kann zwisehen 123 und 1+9 ein grofs
6274sein. Das rorhergehende Kapitel ist mitunter 99 (in 1
6275mal. in Ba, Pa und Pc. 146.
6276Кар. 126.
6277Ist eines der seltensten Kapitel. Ich habe es nu
6278Confession gefunden und zwar innerhall des Planes de
6279deren Ecke es einnimmt. Es ist mit der gewölmlichen V
6280welche, wie schon gesagt wurde, in der Regel bei der
6281125 steht und auch allein Kap. 126 vertritt. Aufser in
6282ses Kapitel nur im Girabe Ramses" VI. gefunden.
6283Кар. 127.
6284Ist gleiehfalls ein seltenes Kapitel, welches sich
6285Gräbern findet. Es scheint eher zu dem Buche der Son
6286zu haben, dessen zweiten Abschmitt es bildet, als zu de
6287Wir haben zwei versehiedene Versionen daron: die ein
6288den Gräbern Ramses' IV. und Ramses' VT., die andere in
6289der es vor 110 und lnter 123 (von dem es jedoch du
6290ist) einschiebt.
6291Kap. 128.
6292Fehlt.
6293Kаp. 129 siche 100.
6294125 desen Kapi-
6295• Papyri bilden.
6296etene Reihenfolgr
6297schliefst. Wenn
6298hinter 123 und
6299er Zwischeuraum
6300і. PГ) und drei-
6301l' in db vor der
6302r grossen Halle,
6303ignette versehen,
6304Schlufsrede von
630516 habe ich die-
6306esonders in den
6307enlitanei gehört
6308in Tudtenbuche.
6309e findet sich in
6310dem Paprrus 1ha
6311rch 42 getrennt
p. 178
6312166
6313Кар. 130.
6314Wir kommen jetzt zu mehreren Kapitel, welche von der Fahrt
6315des V'erstorbenen in der Barke des Ra handeln. Das erste ist 130. wel-
6316ches in S eine in keinem alten Papyrus aufgefundene datierte Nachschrift
6317hat. Indessen kommt sie in der Epoche der von mir sogenannten alten
6318hieratischen vor; denn DévÉrIA bestätigt das Vorhandensein eines Nü-
6319nigsnamens ron zweifelhafter Lesung im Papyrus des Louvre II, 97.
6320Wir haben drei Versionen des Kapitels, in Lc, PU und Ba. Die eine,
6321die von Bu, ist viel kürzer als die andern, während der Titel, derselbe
6322wie in S, ausführlicher ist und dem in 136B ähnelt. Einige Theile fin-
6323den sich auch in dem schlechten Papyrns 1o. Die Stelle dieses Kapitels
6324ist in jedem der drei Texte eine andere. In Bu steht es zwischen 149
6325und den Kapiteln rom Herzen: in P6 zwischen 136A. welehes riel länger
6326ist als gewöhnlich, und 1tS: endlich in dem uns als Basis dienenden Le
6327steht es ganz am Anfange des Paprrus zwischen der vorangestellten An-
6328betung des Osiris und Kap. 100.
6329Kap. 131.
6330Fehlt.
6331Кар. 132.
6332Es ist unerklärlich, warum man diesem bapitel diesen Platz ge-
6333geben hat, wo es die Reihe der Kapitel von der Fahrt in der Barke des
6334Ra unterbricht. Von den vier Texten, welche wir noch besitzen, geben
6335uns nur zwei, le und da, über die stelle, welche es einnehmen mufs,
6336eine Andeutung: Pc stellt es zwischen 79 mit der Nachschrift ron 72
6337und 9 und da zwischen 56 und 102, sehr weit von 133. Dieses Kapi-
6338tel enthält dieselbe Anspielung auf die Psychostasie, welche man in dem
6339letzten Satze ron 1 findet.
p. 179
6340167
6341Кар. 133.
6342Findet sich in drei Urkunen, welche sich dur
6343drei unterscheiden. Der kürzeste ist der in Iu, -das
6344Verrollkommemig des Verstorbenen". In dicsem Texte
6345pitel mit anderthalb Zeilen ans », welche sich in der B
6346den. In Ae hat man zunächst den Titel von 141, wo
6347der Mitte der 1. Zoile mit den Worten
6348Nachschriften sehr verschieden lanten, so sind sir alle
6349worden. In Tu folgt 133 auf So und geht 13t rorher
6350anf 65 ror Gt bis und in .1e endlich steht es zwischen
6351Kap. 134.
6352Ilier fehlt, wie auch in dem vorigen Kapitel, die
6353Angabe, nach der es am ersten Monatstago gelesen oder
6354den soll. Kap. 13t kommt in fünf Urkunlen ror, ron
6355Am und elt nur kleine Bruchstücke gewähren. Tu st
6356133 umd 63 und le zwischen 56 und 92.
6357Kap. I35.
6358Fehlt.
6359Кар. 136.
6360Dicses Kapitel besteht aus zwei Theilen, deren
6361beträchtlichore, von mir mit 136B bezcichnete) aus der
6362tion verschwunden ist. Derselbe findet sich jedoch noch
6363hicratischen Pappren. Müglicherweise wurde Kap. 130
6364desselben betrachtet, dinn es hat in s einen Titel.
6365136B erimert.
6366Kap. 136.1, d. i. das in S' aufgenommene, hat sich in
6367funden. Es ist ohne Frage eines der hänfigsten: aber fast
6368ch den Titel alle
6369Kapitel ron der
6370beginnt das Ki-
6371isis nicht vorfin-
6372ranf der Text in
6373nsetzt. Da die
6374drei reproduciert
6375In .la folgt es
6376171 umd Sl.
6377in s befindliche
6378gesprochen wer-
6379denen drer, 10,
6380•It es zwischen
6381iner (es ist der
6382aitisehen Redac-
6383in den ältesten
6384als Ayuivalent
6385er an den vou
6386• 13 Pappren ge-
6387stets ist es kür-
p. 180
6388168
6389-
6390zer als in s'und bricht nach den ersten Worten der 4. Zeile ab. V'oll-
6391ständig habe ich es nur in P6 und ine1t gefunden, von welchem letztern
6392jedoch nur Fragmente erhalten sind.
6393Noch hänfiger als 136A ist 130B, welches in den Papyren ron
6394einiger Bedentung fast nie fehlt. Es kann vorkommen, wie in Pa, Pf,
63951g und .lc, dals die beiden Kapitel mit 136A anfangend nur Eines bil-
6396den. In diesem Falle hat 136B keinen Titel. In dd finden sich zwei
6397Versionen von 136B, deren eine unvollständig ist, und sie sind so ange-
6398ordnet: Der Test beginnt mit dem Titel von 136B mm 1YoB zex
6399PIn.s.W. Man sicht, dals die ersten Textworte des Kapitels
6400fehlen, was glauben macht, dafs der Titel diesen ganzen Satz um-
6401falst, während er in Wirklichkeit mit , abbricht. Diese erste Version
6402von 136B ist mnvollständig und hört in%13 anf TRY
6403o, wo dann einige Sätze des gleichfalls unvoll-
6404ständigen 1361 fulgen, deren umbedentende Varianten ich nicht rerzeich-
6405net habe. Dann fängt 136B von neuem an und zwar mit einer voll-
6406ständigen Version, deren Varianten reproduciert worden sind. Der Titel
6407hat hier cine seltsame orthographische V'ariante, für das der ersten
6408Version schireibt die andere an
6409Unter allen Kapitel des Todtenbuchs kann man keinem seine
6410Stelle so sicher anweisen wie diesem. Dio Ansnahmen sind so wenig
6411zahlreich, dafs man sie nicht zu berücksichtigen braucht. Man kann
6412behaupten, dals kap. 136B immer vor 119, und 136A immer vor 136B
6413*teht, wenn 130A nicht ausgelassen ist; demn 136B kann sehr wohl
6414allein stehen. So viel ich weils, hat uur di zwischen 136B und 149
6415ein Kapitel eingeschoben. Die Kapitel vor 136A wechseln; aber in
6416mehreren Urkunden und zwar in den hesten steht es linter 125.
6417Mam wird bemerken, dals in der Reproduction von 136B eine
6418Anzahl Columnen mit f? anfängt, wie man es in Wandinschriften fin-
6419det. Dies scheint anf einer archaischen Tradition zu beruhen, welche zu
p. 181
6420169
6421der oben ausgesprochenen Amnalme stimmen würde, dal die Terte des
6422Todtenbuchs ursprünglich an Mänden oder anf die Seiten des Sarco-
6423phags geschrieben wurden. Wie dem auch sein möge. su hatte sich diese
6424Überliefernng in dicrem Kapitel erhalten. und onter den Copieen des-
6425selben häben mehrere Exemplie jones I7 bewahrt: aber man hat es
6426nicht beachtet, dals das Wort nur über die Zeilen gehört, sondern hat
6427es imerhalb derselben cingefügt, wo es das W'ortgefüge ganz sinnlos
6428unterbricht. Da übrigens nicht alle V'orlagen gleich waren, so geht dies
64297 nicht immer demsellen Worte vorher. Die Vignette zu 136B ist
6430fast überall die nümliche. Selten ist sie ausgefallen. donn sie ist sogar
6431in Ca vorhanden.
6432Кар. 137.
6433Hat auch zwei verschiedene Versionen ron ungleicher Länge, die
6434sich beide in da finden. 137 A steht S aun nächsten. Es ist ein langes
6435Kapitel mit einem Datum, da die Nachschrift sagt, dafs es von dem
6436königlichen Solme Hortetef anfgefunden wurde, den wir als einen Solm
6437des Mycerinus kennen. In Ba entspricht ihm ein viel kürzeres Mapitel.
6438welches ganz reproduciert worden ist. 137B ist ein kurzes Kapitel, in
6439welchem Ba und da dentlich übereinstimmen. In Bu folgen 137A und
6440B auf einander nnd sind zwischen 59 und 63 gestellt. In da steht
6441137B zwischen 89 und 119, dagegen 137A nahe am Ende des Papyrus
6442zwischen 106 und 6t. 137 A fimdet sich, freilich sehr incorrect, anch in
6443Pi wieder. Hier steht es ganz am Ende des Papprus.
6444Кар. 138.
6445Es ist cines der seltenen Kapitel, dessen Basis aus Ih genommen
6446ist. Es findet sich in vier Pappren. In Ik steht es zwischen 152 und
6447vinem Fragmente von 18, in Pa zwischen 13 und 123, in lo zwischen
644857 und 153B und in Pi zwischen 89 und 118. Ii ist die cinzige Lr-
6449kunde, welche hinter das Kapitel die grulse Zeichmung mit dem Emblem
6450ron Alyilos in der Mitte stellt.
645122
p. 182
6452170
6453-
6454Kap. 139 siehe 123.
6455Кар. 140.
6456Fehlt.
6457Кар. 141 bis 143.
6458Unter diesen drei Nummern stehen in S zwei Listen von Osiris-
6459namen und eine Darstellung. Die beiden Listen bilden in Wirkliclkeit
6460nur eine. In den alten Texten, selbst in denen der XXI. Dynastie, sind
6461sie zu einem einzigen Kapitel vereinigt. Oftmals sind alle diese Namen in
6462einem Sanctuarium zusammengestellt, wie die der 42 Zengen im 125. Ka-
6463pitel. Was das 142. Kapitel in S bildet, fängt mit No. 53 in unserer
6464Ausgabe an. Dieses allein stehende Kapitel ist etwas weniger ansführ-
6465lich als die beiden andern; aber die Dreitheilung ist offenbar aus nenerer
6466Zeit. Was glanben machen künnte, dafs das Kapitel vielleicht schon in
6467der thebaischen Epoche in zwei aufgelöst war, ist der Umstand, dafs Ba,
6468welcher einen besondern Titel e 4J8I8 trägt, erst mit 53, d.h.
6469142, anfängt und keine der vorhergehenden Benennungen enthält. Aber
6470angesichts der Übereinstimmung der übrigen Urkunden, selbst jener der
6471XXI. Dynastie wie des Papyrus der Künigin Netemt (Pq) nnd Leyden I11,
6472darf man darans nieht folgern, dafs dieselben ein getrenntes Kapitel ge-
6473bildet hätten. Kap. 143 besteht nur aus den Vignetten zu 142. welche
6474hier durch Anbetungen des Osiris ersetzt werden.
6475Ich habe zu diesem Kapitel acht Urkunden benutzt, von denen die
6476eine, Idl, ans dem Ende der XX. Dynastie herrühren muls, also mit dem
6477gleichfalls herzugezogenen Pq fast gleichzeitig ist. Das Kapitel findet
6478sich auch in den Urkunden der XVIII. Dynastie, so in dd, Ta und an-
6479dern. In Ld kommt der sehr seltene Fall der Erwähnung des Ammon
6480cor, nümlich unter No 58, wo man sutt fEo rielmeh
6481liest. Das liegt ohne Zweifel daran, dafs in dieser
6482Epoche der Cultus des Ammon den der andern Götter in Schatten stellte.
6483Hinsichtlich der Stelle des Kap. 141-143 sind alle Docnmente uneins.
p. 183
6484171
6485Кар. 144.
6486Mit diesem Kapitel kommen wir zu der Reihe „der Thore- oder
6487„der Wohmngen", d. b. der SAf E und PJ°T genannten Ört-
6488lichkeiten. Diese Kapitel sind von der saitischen Redaction sehr abwei-
6489chend. Sie haben im allgemeinen nicht die Anrufungen, welche in S
6490vorkommen. Zwei daron, 144 nnd 140, sind häufiger als die übrigen
6491und gehüren zusammen; sie folgen unmittelbar anf einander, wie in 1b,
6492Ili, La, oder man hat sie selbst zu einem einzigen Kapitel rerschmolzen,
6493wie in Aa.
6494Kap. 141 hat einen besondern Titel, es heilst P3" s „das Ka-
6495pitel von der Ankunft". Diesem Titel folgt eine kurze Anrufung der
6496Wäehter der verschiedenen S 44 E, ror welche der Verstorbene hin-
6497treten will. Titeł und Anrufnng kommen nur in de und Ad vol, im
6498letztern in einem fragmentarischen Zustande, der mnr den obern Theil
6499der Zeilen darbietet.
6500Dieses Mapitel besteht mw in der Benennung des auf die sieben
6501verschiedenen E4A= Bezüglichen. Dieselben sind in der obern Zeile
6502alle numeriert, jede 544E- _ hat einen Eigennamen, der in der mitt-
6503lern horizontalen Linie steht; sie sind von zwei l'ersonen bewohnt, dem
6504„dem Wächter" und dem P8l4P4d- „dem, der da-
6505selbst seine Stimme hüren läfst", wahrscheinlich nm jeden Kommenden
6506anzukündigen, und den ich den Herold nemnen werde. In jedem Thore
6507ist der Wächter der erstgenannte; der Herold kommt erst nachher, we-
6508nigstens in der gewählten Basis, wo man in jeder S44 E besonders
6509ron der Rechten anfangen mufs: nur die Zeile der Zittern bildet eine
6510Ausnalnne.
6511Wenn man die verschiedenen Exemplare dieses Kapitels prüft. so
6512sieht man, dals nicht zwei gleich sind und den Thoren dieselben Nom-
6513mern oder dieselben Insassen geben. Indem ich das publicierte Exem-
6514plar aus .lø als Grundtext nahm, babe ich deshalb die rerschiedenen Ele-
6515inente jeder S44— folgendermalsen unterschieden. Die römischen
651622*
p. 184
6517182
6518Zahlen beziehen sich auf den Namen des Thores. Auf Taf. CLIV soll-
6519ten diese Ziftern über der mittlern horizontalen Zeile stehen, nicht oben.
6520Die lateinischen Buchstaben a, 6, e bezeichnen die Wächter und die
6521entsprechenden griechischen «, O, % die Herolde; so besteht in der
6522Basis die 1. 544 È aus IV. dô, was ich der Kürze wegen so an-
6523dente: 4 (I.18). Nach dieser Bezeichnungsweise stellen sich die an-
6524dern Doeumente folgendermalsen dar:
6525Pc 1 (V. var.1v), 2 (I.j4), 3 (VI.es), 1 (II.dô), 5 (IV.c%), 6 (II.65),
65267 (VII. a«);
6527Сс 1 (1. 9j), 2 (II. фs), 3 (IV. dô), * (III. c%), 5 (V.eG), G (VI. 6«),
65287 (uy var.);
652916 1 (1.97), 3 (VI. jФ), 3 (II. dls), t (IV.cd), 5 (III.e%), 6 (1.6G),
65307 (Vll. rar. a ie);
6531„la 1 (1I.), 2 (1.J), 3 (V'I.d$), # (VII. cs), » (1.eò), G (111.6%),
65327 (V.1G):
6533Iі 1 (9J), ? (ф=), 3 ((б), 1 (c%), → (e1°), 6 (6"), i (ug).
6534Lu liels sich wegen seiner sehlechten Erhaltung nicht verwerthen.
6535Anch I ist an dieser Stelle ziemlich schlecht und erwähnt unr den
6536Wächter nnd den Herold ohne den Namen des Thores. da hat eine
6537eigenthümliche Anordnang, die auf Taf. CLV reproduciert ist und sich
6538vermuthlich anch in Hu fand. Die Einrichtung ist zu Anfang nicht roll-
6539kommen regelmäfsig, aber wenm man die andern Zeilen anlser der ersten
6540betrachtet, so sicht man Nebseni vor einer c44 È in Anbetnug, de-
6541ren Name sich neben denen der Insassen befindet. Hinter dem Ge-
6542bände sind der Herold und der Wächter und hinter diesen der Name der
6543dargestellten JF derselben Nummer. Es ist also eine V'erschmelzung
6544der Kapitel 144 und 140, die sich sonst in da nicht wiederfinden. Nur
6545davin hat sich der Schreiber geirrt, dafs er acht 44 = gezeichmet
6546hat, während nnr sieben existieren. Der Name der achten wird daher
6547durch den Titel des folgenden 148. Kapitels ersetzt, mit der Vignette der
p. 185
6548sieben Kühe nnd d
6549148 uie obere Abth
6550den FDI!".
6551dufser bei 1-
6552Stück unten in s' is
6553vor, selbst nicht in
6554Diese beiden
6555und desseiben lext
6556Thoren des Hauses
6557sind weit genug. un
6558sind nach Kap. 145
6559In S ist Kap. 145 i
6560klärt den Namen de
6561chung betraut ist. z
6562und mrstisch. Nael
6563Todte die Reinigung
6564mit denen er gesalk
6565schliefst: „Tritt ein.
6566ten Thore: dann ist
6567V'erstorbene sagt ein
6568nachdem er daranf
6569nur nicht den Bewre
6570welche er über sich
6571Worte: d
6572fort bis zumn 21. Th
6573Namen er neunt. :
6574einem Stücke. wie u
6575seligkeit beschriehen
6576Das 140. Ki
6577sein Name und der
6578193
6579es Stieres. In .lu biklet die
6580eilung de: Papyrus, unter i
6581d andere brfinden.
658216 steht Kap. 11t am häufig-
6583t neuern Lisprungs: es komn
6584den ersten hieratischen. wie
6585Kap. 1to und it6.
6586Kapitel sind nur zwei vers
6587es. Sie handeln nach s ron
6588des Osiris in den Elvsischen
6589wie die S4AFi Bewrohm
6590einundzwanzig. aber nach Kaj
6591las rollständigere. Der Verst
6592's Thores und des Gottes, "
6593u kennen. Der Name des Tho
6594ıdem er den des Wächters g
6595gen, die er erfahren hat, un
6596t ist. worauf der Text rege
6597denu du bist rein" . So gel
6598ron einem Gott-Wächter ni
6599fach: „Ieh kenne dich, ich ke
6600den Vamen des Thores genar
6601hner namhaft, sondern auel
6602hat ergehen lassen. Betreffe
6603C
6604ore. Hier erscheint der Gott
6605mulser denen ron 7 Gottheit
6606s riele im Todtenbuche giebt
6607wird, welche er erreicht.
6608pitel ist das abgekürzte 1t
6609des Wächters gesetzt. bis N
6610es doppelte Ma
6611er sich die hal
6612ten bei 148. D
6613it in keinem alt
6614dem Papyras de
6615chiedene Version
6616den PJºZ
6617Gefilden. Die:
6618er haben zu kün
6619. 146 nur' noch ;
6620orbene tritt ror
6621eleher mit seinc
6622bres ist immer or
6623sagt hat, besch
66241 die Üle oder
6625Imälsig mit der
6626it es fort bis zt
6627cht mehr die Re
6628nne den. der in
6629ınt hat. macht
6630• alles die Rein
6631ade ersetzt er «
6632So
6633-Wäehter wieder
6634en. Alles schli
6635, in welchem di
6636• Zu jedem T
66370. 10. Non da
6638piter mit
6639sitel von
66401- grulse
6641*n Terte
6642Luynes
6643en eines
6644den
6645e Thore
6646nen. Es
6647anfzchn.
6648und er-
66491 Bewa-
6650itlänftig
6651eibt der
6652Balsame.
6653Wurten
6654ın zehn-
6655de; der
6656dir ist:
6657er nicht
6658igungen.
6659urch die
6660geht es
6661• ressen
6662ft mit
6663= Glück-
6664hore ist
6665il fehlt
p. 186
6666174
6667der Name des Wächters und wird durch den oben angeführten Satz rer-
6668treten, immer denselben bis zum Ende von 15, denn weiter geht das
6669Kapitel nicht. Unter dieser Nomenclatur steht noch ein Stück in einem
6670panegyrischen Stile, welehes wie das ähnliche in Kap. 144 neuern Da-
6671tums ist.
6672Nun zu den alten Texten übergehend, bemerken wir, dals 145
6673viel seltener ist als 146. Nur zweimal hat es sich, in zwei verschiedenen
6674Formen, gefunden. 145A ist S am ähnliehsten. Diese Version ist dem
6675Grabe des Menephthah Siphtab entnommen; was von dem Kapitel er-
6676halten war, habe ich bei meiem ersten Aufenthalte in Theben 1869 co-
6677piert. Es fängt mit No. G an, No. 10 fehlt und mit 18 endigt es. Dar-
6678aus folgt nicht, dafs das Kapitel nicht länger wäre; dafür bietet der
6679Text eines Grabes kein entscheidendes Argument. Hier sind die Noth-
6680wendigkeiten der Architectur so gebieteriscli, dafs sie den Schreiber sehr
6681woll reranlalst haben können das Ende eines Textes zu unterdrücken.
6682Die Modificationen, welche wir im Verlaufe des Textes in S' angegeben
6683haben, sind dieselben. Bis zu 9 (10 fehlt) wird der Wächter als „der
6684Gott, welcher wacht* hezeichnet, während er von da ab heifst „der wel-
6685cher in dir ist". Von 11 an rersehwindet auch das auf die Reinigungen
6686Bezügliche, wofi dieser Satz eintritt: (P BTofmmITI
6687Me2. Indefs findet man ror diesem Satze noch den Na-
6688men des Wächters, der in S nicht vorkommt. Die Gestalten dieser Per-
6689sonen sind nach CHAMPOLLION reproduciert worden'). In diesem Texte
6690fallt eine Vermischung der mämlichen Pronomina mit den weiblichen
6691auf; sie kommt daher, dafs derselbe für die Künigin Tanser, eine der
6692Besitzermnen dieses Grabes, bestimmt war.
6693Die andere Version von 145 hat sich nur einmal gefunden. Es
6694ist daron uur ein kleines Fragment in lg vorhanden, was um so mehr
6695zu hedauern ist, als die Fassung eine verscliedene ist. Der Verstorbene
6696beschränkt sielı nicht darauf zu erklären, dals er sich gereinigt, dafs er
6697siclı mit diesem und jenem Öle gesalbt habe; es findet zwischen ibm nnd
66981) Notices descriptives II, p. 451-2.
p. 187
6699176
6700dem Wächter eine Unterhaltung statt, indem dieser ihn fragt, in welchem
6701Wasser er sich gewaschen und welches Öles er sich zur Salbung bedient
6702habe. Es ist wieder die schon einige Male beobachtete F'orin des Zwie-
6703gespräehs. Dieses interessante Stück steht in l'g hinter Bruchstücken
6704von 83 und 82 am Ende.
6705Kap. 14G ist vollständiger als in s, da es die 21 Thore enthält;
6706aber es ist eine einfache Aufzähling der Namen ohne jeden begleitenden
6707Text. Es hat sich in neun Papyren gefnnden, von denen einer, La, zu
6708schadhaft ist um benutzt werden zu können; ebenso ist von H«, welcher
6709wahrscheinlich mit de gleich war, nur ein ganz kleines Fragment vorhan-
6710den. Selten ist der Text so vollständig wie in Lc. Indessen reichte Ab
6711wahrscheinlich bis zu Endo und nur die Zerreifsung des Papyrus hat
6712uns der letzten Thore beraubt. Zwei Papyri, Pa und li, brechen mit
6713No. 15 ab, was beweist, dals die von S für 140 angenommene Zahl auf
6714einer alten Überlieferung beruht. Au erstreckte sich nur bis zu 8. Der
6715Zustand der Papyri Ba und Co läfst nicht erkennen, wie weit diese Ur-
6716kunden reichten. Pc sollte woll bis zu Ende fortgeführt werden und
6717die 21 Wolmungen enthalten, aber er bricht mit 20 ab und lifst 3 aus.
6718Die Vignetten sind in La, Pa, Le gleichförmig, d. h. die Thore
6719und die Wächter sind dieselben. In Ba sind, so viel sich erschen lälst,
6720die Thore dieselben, aber die Wächter verschiedene; in Aa ist jedes Thor
6721nnd jeder Wächter von den vorhergehenden verschieden. Aber durch die
6722Vignetten des 146. Kapitels bemerkenswerth ist l'c; ihretwegen ist das
6723Kapitel gänzlich reproduciert worden. Kein anderer Text hat so viele
6724merkwürdige Vignetten, aber sie sind theilweise anf Kosten der Correct-
6725heit gemacht worden. Abgesehen von offenbaren Auslassungen, wie i.
672611, 17, ist die Zählung eine irrthümliche; so steht ? statt 12 bei dem
6727ersten Thore der obern Abtheilung; in derselben steht anch 18 für 19;
6728es finden sich anch Nachschriften zu dem rorangchenden Kap. 1ti, wel-
6729ches olne Zweifel unterbrochen worden ist, weil jene schönen Vignetten
6730im voraus gemacht waren und man doch den dazugehörigen Text schrei-
6731ben mufste. Jedesfalls ist dieses Kapitel, wie es sich in le findet, einzig
p. 188
6732176
6733in seiner Art. Leider liefs es sich mit den schönen Farben, rrelche es
6734im Originale hat, nicht wiedergeben. Ich hehe besonders (Taf. CLNIV)
6735cine thronende Gottheit hervor, der sich der Verstorbene in der Be-
6736gleitung des Thoth darstellt. Diese Gottheit, welche DEvERLA Ammon
6737nennt, scheint mir, nach den richterlichen Emblemen in ihrer Hand zu
6738urtheilen, Osiris zu sein; aber selten sieht man ihn mit diesem Kopf-
6739putz angethan.
6740Was den Platz dieses Kapitels anbetrifft, so stellen es Ba und Pc
6741ummittelbar vor 123 und Ii vor 149. In Ba und Pe folgt es auf 147,
6742welches, wie wir sehen werden, eine V'ariante von 14+ ist.
6743Kap. 147.
6744Mit diesem Kapitel betreten wir wieder die S14 E: welche
6745wir aus 114 kennen. Es ist schwer zu begreifen, warum in der saiti-
6746schen Codification 144 ron 147 getrennt hat, wührend sie 145 und 116
6747zusammenstellt. Auch hier liefert uns Le den vollständigen Text. In l'er-
6748gleich zu1 114 hat das Kapitel eine wichtige Abweichung. Statt zweier
6749Personen, des Heroldes und des Wächters, haben wir drei, aufser den bei-
6750den schon bekannten einen dritten, den Q !ss "den Pfürtner",
6751mit dem Namen, welchen in 144 die ~ 44 → selbst führte. Es ist
6752selr wohl möglieh, dafs zwischen den rerschiedenen Texten ron 147
6753nicht mehr Ubereinstimmung hestand als in 14t in Bezug anf die Per-
6754sonen, die zu den einzelen Thoren gehören. Aber was 147 von 14+
6755besonders unterscheidet und was 147 nar als eine Erweiterung erweist,
6756das ist der Ümstand, lals zu jedler "44 E nicht nu die drei Na-
6757men gegeben werden, sondern anch die Rede, welche der Verstorbene
6758spricht, sowie er sich jeder nähert.
6759Wir haben unr drei Wiederholungen von 147, die alle drei sehr
6760anvulikommen sind. Ba nemt diese Gebände statt S44 E vielmehr
67611*T →; der Verstorbene kummt ror dem ersten an und, ohne die
6762Namen der Insassen zu erwähnen, begint er mit der Rede, welche in
p. 189
6763be die des zweiten ist. Indefs hatte Bo sie woll dem ersten angepafst,
6764da wir in einigen Zeichen. welele uns über dieses kleine Stück linans
6765bleiben, die Nummer ? finden. Pe beginnt plötzlich mitten in der 31%
6766und, indem er die die Reihentolge der Thore angebenden Eintheilnngen
6767auslalst, macht er ans den rerschiedenen Reden eine einzigo fortlanfende,
6768bis zur letzten Zeile reichendi, der er eine Nachschrift anhängt. Kleine
6769Bruchstücke dieses Kapitels, welche Le ähnlich sein mufsten, finden sich
6770in einem Londoner Papyrus oder vielmehr unter cinem Ctemisch von Frag-
6771menten, welches als No. 9962 bezeiehnet wird. Das Fragment von 147.
6772welehes walrscheinlich ans der XIX. Dynastie stammt, ist geschrieben für
6773Jo 211gden Osiris den Schreiber Userhut.
6774Im Ba folgt dieses Kapitel anf die SITiund geht 140 ror-
6775her: in Pe steht es zwischen 100 und 146: in Le. welcher uns so roll-
6776ständige Grundtexte gelietert hat, haben wir die folgende Reihenfolgu:
6777100, 91, 147, 146, 109. In keinem Texte hat sich 147 hinter 146
6778gefmden.
6779Kap. 148.
6780Inus ist dies Kapitel aus mehreren Bestandtheilen zusammenge-
6781setzt. Das Meiste von den seehs ersten Zeilen bat sich in 15B 111
6782wiedergefunden. Das eigentliche Kapitel 148 begimnt erst %. i mit dem
6783Worte , 2%Imdieser Form erscheint es wenigstens in den alten
6784Pappren. Das Kapitel bestelt in einer Bitte an Osiris, dals entweder
6785er oder die sieben hinunlischen Kühe mnd der Stier, deren Namen er
6786weifs, den V'erstorbenen mit Lebensmitteln and andern Gütern verselien.
6787Daher ruft er hesonders diese sieben Kühe und den Stier an, darnach
6788dio vier Stenerruder, welche die vier Cardinalpunete hezeichnen. Das ver-
6789anlalst die je nach den Exemploren mehr oder weniger vollständigen Vi-
6790gnetten. dIu und Pe haben mur die Kühe ond den Stier ohne die Ruder:
6791welche sich in bu finden. Ba hat die vollstindige Vignette mit dem
6792Sanctnariom des Osiris und den beiden Anbetenden. Von den soben
6793Papyren, in donen sich dies Kapitel findet, lionnten umr seehs benutzt
679423
p. 190
6795178
6796werden. Von La ist fast nichts mehr übrig. Ba hat keinen Titel: nachı
6797Kap. 9 beginnt ummittelbar die Anrufung. Dieser Papyrus ist ein wenig
6798länger als die übrigen mit Ausnahme ron P6, welcher ein ganzes Stüek
6799hinzufügt, die Zeilen 16— 18 in .s.
6800Ich habe schon erwähnt, dals zwei Pappri, Po und da, diesem
6801Kapitel die Vachschrift mit dem Namen des Mycerinus anhängen, welche
6802eigentlich zu 30B gehört. Die beiden Texte sind fast vollständig gleich:
6803die einzige erwälnenswerthe Tariante ist % 30 (m I Ibn ss.
6804In jedem dieser Teste ist diese Nachschrift über die Psychostasie gesetzt,
6805und wahrscheinlich ersetzt sie hier das ganze Kap. 30B. Das ist die
6806einzige Andentung: welche wir über die Stelle ron 178 haben. duch
6807in tp steht 148 sehr dicht bei 123 und ist nur durch einige Zeilen ron
680818 davon getreunt.
6809Kаp. 149 und 150.
6810Ebenso wie 15 und 16 bilden 149 mnd 150 nur ein Kapitel. 130
6811ist nur die Wiedergabe der verschiedenen Theile von 179. obwohl jeder
6812einzeme schon seine besondere Vignettu hat. Es ist ohne Frage eines der
6813wichtigsten Kapitel des Tudtenbuchs und auf alle Fälle trotz seiner Länge
6814eines der häufigsten. welches sich auch bis in die spätern Zeiten mit den
6815wenigsten Abwreichungen erbalten hat. Ich habe dieses Kapitel in 23 lr-
6816kunden gefunden, deren große Nehrzahl vollstindig ist. Mit Hülfe der-
6817selben habe ich feststellen künnen, dals dic lap. 119 und 150 den ge-
6818wölmlichen Schluls der alten Paprri bilden wie auch noch der ersten
6819hieratischen._Allenfalls folgt darauf noch 186, welches mehr eine Darstel-
6820lung als ein Text ist. oder auch eine Abbildung des Westens oder manch-
6821mal ein vereinzeltes Kapitel zur _dusfüllung eines Platzes, der sonst leer
6822geblieben würe. Das Forhandensein der Darstellung zu 150 ist fast im-
6823mer ein Zeichen. dafs der Papyrus da zu Ende ist, s0 in .lc..lil, li.
6824lu, Pb. Pc. P$, C'u nnd Cil Den normalen Schluls der alten Papyri
6825bilden 125. 136A und B. 149 und 150. Manehmal steht 179 vor 123,
p. 191
6826189
6827wie in du, Ab, Ac: aber das ist eine Ausnahme und solbst in diesem
6828Falle stehen die Kapitel selr dicht bei einander.
6829Das 149. Kapitel hezicht sich auf die 14 Wohmungen oder QA
6830gy welche der V'erstorbene kemnen und an deren jede er sich wemden
6831mufs. Jede dieser Wolmungen bikdet einen besonddern Paragraphen. der
6832seine cigene Vignette hat. Selten fehlen diese Vignetten: sie gehören zu
6833denen, welehe man mit grölster Regelmälsigkeit selbst in den daran nicht
6834reichen Urkunden, wie ('u, antrifft. Mehrere Papyri geben neben der
6835Zeichunng der Wohnnng anch ihre Farhe an, nämlich VEl,, "grün-
6836oder mml,ö, hellgelh". In der Earhenangabe sind die Paprri fast
6837einstimmig. Nur vier Wolmungen sind gelb: c, i.li.o. In den lignetten
6838zu 149 finden sich so wenige Varianten, dals es umöthig schien, sie %u
6839berücksichtigen. Die Vignette der verschiedenen Payyri weicht von der
6840der Basis um hänfigsten darin ab, dals sie nach der ungekehrten Rich-
6841tung gewandt ist.
6842Es wurde schon gesagt. dafs 119b mit 109 fast gleichlautend ist.
6843Obwohl die richtige Anzahl der Wolmungen 1t beträgt, so hat
6844man das Kapitel doch, wenn es zu lang schien, mit der 10. abge-
6845schlossen: mehrere Pappri. wie dd, ds, Ba, Lc, reichen nur bis zum
6846Schlusse von l:
6847Das Kapitel fängt in der legel ohne besondere Titel an, wie in s
6848Nur Ba bildet eine Ausnahme. indem er ihm einen allgemeinen Titel mit
6849fulgenden Norten giebt: « En 424 (das Ührige ist zerstürt). Zu
6850Anfang jeder Wolmung wiederholt sich das Verb: 5o13 1a1 lllo
6851Andere Urkunden begnügen sich die Wohmungen, wie in s. zu numereren.
6852Was die Darstellung zu 150 betrifft. so ist es in den meisten
6853Zeichnungen leicht die W'ohmungen ron 149 wiederzufinden, «benso auch
6854che Gottheiten, welehe sie einnehmen. Die ihnen vorangehenden vier
6855Schlangen stellen vermuthlich die Cardinalpuncte dar. Es ist jedoeh
6856%n hemerken, dafs eine der Wolmungen fehlt oder vielmelr durch zwei
6857andere ersetzt wird, wodureh es in 130 fünfzehn werden. wäbrend 119
6858mul vierzelın hat.
685923*
p. 192
68601S0
6861Kap. 151.
6862Das Kap. 151 ist nicht nur ein Text, sondern ancl eine Abbil-
6863dung: Es ist die Darstellnng der Grabkammer mit allem, was sie ent-
6864hält: die vier Winde, welche vertical sein sollten, sind umgestürzt und
6865in horizontaler Projection. Im Mittelpunete der Kammer befindet sich
6866nnter einem Baldachin dhe Mumie, auf welche Annbis seine Hände legt.
6867Zu Häupten nnd zu den Füfsen des Todtenbettes stehen die beiden Kla-
6868geweiber, Isis und Nephthys. Sie sind von dem Bette ein wenig ge-
6869trennt, nm einen hinreichenden Platz für die Einschiebung der Worte zu
6870lassen, welche man sich von ihnen gesprochen denkt. Dam kommen
6871die vier Wände, deren jede mit einem besondern Emblem verziert ist.
6872In den durch die Wände gebildeten Ecken bemerkt man die vier Genien
6873der Cardinalpumcte, dieselben, welche über den neben die Mumien ge-
6874stellten Kanopenvasen dargestellt sind. Darunter befinden sich die ušebti
6875oder šulti genamten Figürchen mit den begleitenden Inschriften: eins hat
6876ausnahmsweise einen Anubiskopf. Endlich gewahrt man anch, entweder nn-
6877ter dem Todtenbette oder an en Seiten, den Vogel mit Menschenkopf,
6878• , der nach Kap. S9 zum Kürper gehört und damit veremigt wer-
6879den soll. Man sieht aus der Darstellung wohl, dafs die Inschriften das
6880Wiehtigste nnd die Zeichnungen nebensächlich sind. Um die Varianten
6881dentlicher bezeichnen zu können, habe ich jede der Legenden oder In-
6882schriften mit den in der folgenden Übersicht betindlichen Buchstaben
6883bezeichnet.
6884«. liede des tuulis über der Numiee ete
68850. Rede der Isis.
6886c. Rede der Nephthys.
6887d. Legende der kleinen Statnette.
6888e. Legende des i.
6889i. Legende der Flamme.
6890y. Legende des liegenden Schakals.
6891le Worte der beiden 'fn.
p. 193
6892151
6893e. Legendle der briden Li].
6894hi. Morte des losdao.
68951. Worte dus 31t.
6896m. Morte des *ENA
6897n. Wurte ies F8l.
6898Die ganze Scene hat s sehr abgekürzt
6899Theil beibehalten. In der grofsen Darstellung d
6900weil die luschriften ein wenig durch einander a
6901sonders weil die der vier Wände nicht in derselb
6902mals Copiefehler ror; manchmal ist ein Fragm
6903Seite angefangen, wenn auch das Kapitel im Ga
6904Es kommt auch ror, dals ein Theil der Darstel
6905schrift ausgelassen ist.
6906Die Darstellung fand sich mehr oder weni
6907Paprren: I, Pe, Iu. l'e. Pj und C'c: zwei Pap
6908nur einen Theil davon. Pb (Taf. CLXIXII) Ve
6909unter dem allgemeinen Titel ia,711ri
6910von 151: d.e.!s y. denen er Kap. 156 und 153
6911die zweimal wiederholten Worte des Anubis.
6912macht, jedes mit emnem besondern Titel. Diese 1
6913bes und 15la ter aufgenommen und. da sie vollst
6914ist 15la bis als Grundtest gewählt worden. Die
6915für die rerschiedenen Abselmitte eine sehr versch
6916ich anch einen Paprrus unberücksichtigt lassen
6917sem oder jenem Abschnitte feblerhaft war. Ofto
6918Grundtest genommen als df: wenn nämlich an‹
6919oer wen, wie bei g. die religiöse Formel in -l)
6920Die Formel i ist die des 6. Kapitels, aber
6921sie doppelt. In lf' it das Eremplar zur Rechi
6922allgememnen kommen zwischen den beiden Versior
6923Varianten nicht ror. Alle auf S. 13t zusummen
6924J°.
6925und nar cine
6926er alten Texte
6927ngeordnet sin
6928en Riehtung 1
6929ent am der 1
6930nzen nicht in‹
6931humg oder dar
6932ger rollständi
6933yri. Ph und.
6934reinigt zu ein
69351ooa Tier
6936hinzufügt. 1
6937oraus er zu
6938lapitel sind u
6939ändiger sind
6940Zahl der Url
6941ielene. Mehr
6942müssen. weil
6943als ist auch
6944lere Paprri li
6945* fehlt.
6946micht alle Pap
6947en sehr fehle
6948en desselben
6949gestellten Ver
6950n kleinen
6951kommens
69521 und be-
6953aufen. oft-
6954mrichtigen
6955orrect ist.
6956* cine In-
6957s in sechs
69581«. haben
6959er Gruppe
6960Sectionen
6961« hat unr
6962i Napitel
6963uter ljla
6964Ils .lj, so
6965unden ist
6966mals habe
6967ur in die-
6968m andrer
6969nger sindl
6970yri haben
6971•hatt. Im
6972Gremplars
6973ionen gu-
p. 194
6974152
6975hüren zu 151, mit Ansnahme von de, welcher ein vereinzeltes Mapitel
6976bildet, und dessen Vignette im G. Mapitel als Variante der von da wie-
6977dergegeben ist. Aber während der Test in Aa ansführlicher ist, gleicht
6978der von de sehr dem 151. Kapitel und ist deshalb hierher gesetzt.
6979Die Stelle des 151. Mapitels ist, so viel sich erkennen läfst, in
6980der ersten Hälfte der Papyri, d. h. ziemlich weit vor 125 und 149. In
6981La steht es zwischen 15BIll und den g PRS},in Pi geht es diesen
6982voraus und in Po findet es sich vor 15B III. Der Papyrus Af, der in
6983der Zusammensetzung von den übrigen abweicht. fängt mit 151 an.
6984Кар. 152.
6985Ist olme die Nachschrift, welche es in s hat. Es findet sich nur
6986in drei Papyren. In Ii ist es das erste Mapitel und steht vor 138: in
6987Pb zwrischen 71 mnd 93 nud in Pa zwischen 123 und den
6988Каp. 153A und B.
6989Hapitel mit zwei Versionen. Die erstere, 153A, ist die in s' vor-
6990bandene: den Titel, weleher in der Basis P6 fehlt, liefern die parallelen
6991Texte. Es ist „das Mapitel aus dem Netze hervorzugehen" — wiederum
6992ei Napitel vou Benennungen: der Verstorbene versichert die mystischen
6993Namen für jeden Bestandtheil des Netzes zu kennen. Wegen der grolsen
6994Ahnlichkeit des Textes habe ich die Bezeiehnung 153B einem nur in P6
6995vorkommenden Mapitel gegeben, wo die Fischer dnreh die vier lrno-
6996kephalen vertreten werden. Mehrere Namen launten in den beiden Ka-
6997piteln gleich.
6998Map. 153d ist selten und kommt in drei, sehr guten Pappren vor;
6999schade, dafs von de so wenig erhalten ist. In da steht es zwischen
700038d und 17, in P& zwischen 39 nnd 6t. Kap. 153B, welches dem
7001letztgenannten Paprrus entnommen ist, findet sich viel näher am lnde,
7002zwi-chen 138 md 131.
p. 195
7003153
7004Кар. 1t.
7005lelı hatte langr die Hofinung dieses Kapitel aufzufinden anfgege-
7006ben, als ich es auf der Leinewand Thothmes Il in einem horizontalen
7007Streifen, der dir verticalen Abtheilungen trennt, entrleckte. Dieser Stroi-
7008fen ist in Hicroglyphen geschrieben, die in entgegengesctzter Richtung
7009lanfen, was erklärlich ist. Dio Zeichen werden jedoch niemals anders
7010als nach rechts bickend geschrieben. Da das Kapitel des Streifens links
7011anfängt, gerade da wo die rerticalen Colmnen der darunter stehenden
7012Kapitel anfangen, so mulste es nothwendigerweise in entgegengesetzter
7013Richtung geschrieben werden, und das ist keineswegs Willkür: Daßs
7014wir dieses Kapitel 15t nur hier gefunden hahen, erklärt sich wohl dar-
7015aus, cils man es hieber auf Mumienleinwand als auf Papyrus schrieb.
7016Kap. lăo bis 160.
7017Mit 153 beginnt s' eine Reile kleiner Kapitel über die Amu-
7018lette, welche in den alten Papyren viel seltener sind als in den xpäten
7019und sich daher nicht alle wiedergefunden haben. Da diese Texte schon
7020aut die Amulette selbst geschrieben wurden, so hiolt man es wahrschein-
7021lich für amötlig, sie noch in Papyren zu wiederholen. Der Papyrus
7022Busca Ii ist au Kapiteln dieser Irt besonders reich und liefert cinige
7023inedite. Bei der Beschreibung dieser Urkunde ist gesagt worden, warnm
7024man von ihrer Wiedergabe .Abstand nehmen mußste.
7025Fast immer stehen diese Kapitel zusammen; so findet sich in .le
7026cine ans 153, 156, 160 und dem verwandten Kap. 6 bestehende Reihe.
7027In Pb folgt auf 153B, wie wir geschen haben, die Tar. CLETNI repro-
7028ducierte Gruppe, die anker vier Absehmitten ron 151 noch 136 und 13
7029enthält. Iu li folgen auf 14*, 146 und 1t0 die Kapitel 29B und 30B
7030und darauf als Seblufs des Papyrus 9 Kapitel. welche sämmtlich Amulette
7031betretlen. ln 0 kommt nur 166 zwischen 100 md 1tt ror. In le
7032sind 153 und 130 zwischen 90 mnd 112 eingeschoben.
p. 196
7033181
7034Kap. 155 ist das Kapitel vom , welches sich ron dem in 151
7035dadurch unterscheidet. dafs es von Gold ist.
7036Kap. 156 ist das von der Schleife (vergl. Maspero, le chapitre
7037de la boucle, Comptes rendus de l'Acarlémie des Inseriptions et Belles
7038Lettres 1871).
7039Kap. 157 und 158 weichen in Il von ,S erheblich ab, sind aber
7040zu incorrect, mm herzugezogen werden zu künnen.
7041Kap. 159 felilt; nach s bezieht es sich anf dasselbe Amulet wie 160.
7042Kap. 160 ist das Kapitel vom de. welches hier die Form eines
7043Ziegels hat.
7044Kap. 161.
7045Das Kapitel von den vier Winden hat sich nur einmal in Po ge-
7046funden, zwischen 155 und 17%. welches letztere vor 110 steht.
7047Kap. 162 bis 165.
7048Findet sich niemals in den alten Testen, noch auch, so viel ich
7049weifs, in den ersten hieratischen. Es simd Compositionen neuern Datums
7050und, nach den vielen seltsamen Worten, welche sie enthalten, zu urthei-
7051len, fremden Ursprungs oder lassen doch wenigstens fremde Emflüsse
7052erkennen.
7053In der Anordnung der neuen Kapitel habe ich die auf die vor-
7054angehende Gruppe der Amnlette bezüglichen vorangestellt und dann alles
7055die heiligen Gegenstände und die Opfergaben Betreffendle angeschilossen.
7056Kар. 166.
7057Das Kapitel von der Kopfstütze ist da entnommen, nach dem
7058es von Bırcn publiciert worden ist'). Dieser Text, welcher aus S ver-
70591) Agyptische Zeitschrift 1868 p. 32.
p. 197
7060schwunden ist, kommt schon im Mittlern Reiche rorl). In Kapitel 151a
7061bis (Taf. CLIN/1) wird die Stütze unter dem Kopfe der Mumie abgi-bildet.
7062Daber findet sich dieses Kapitel auch zwischen 15la bis und 15la ter.
7063Кар. 167.
7064Das Napitel „rom Bringen des uta" ist ein kurzes, welches sich
7065nur in d« findet, wo es vor Gj und hinter 180 steht: das letztere trennt
7066es ron 15la ler und 166.
7067Kap. 168A und B.
7068Ein ganz eigenartiges Kapitel, dessen beidle Versionen sich nament-
7069lich in der Länge beträchtlich unterscheiden. Sie sind chronologisch ge-
7070ordnet, da 168A die ültere ist. Um mehrerer Klarheit willen betrachten
7071wir jedoch zumächst 168B. Es giebt noch eine dritte Version in Be,
7072von der freilich nu kleine Bruchstücke erhalten sind, deren Varianten
7073wir aber anführen werden.
7074Wem man von 168B ausgeht, so sicht man, dals das Kapitel
7075aus drei übereinander gesetzten Abtheilungen besteht. Die mittlere eut-
7076hält lediglich Vignetten, von denen jede vier Columnen des obern und
7077des untern Textes entspricht. Oben findet sich zunächst der Name des
7078W'esens oder der Wesen, welche die Vignette darstellt, sodann eine Bitte zu
7079Gunsten des Verstorbenen so % 1 8*, Alis ete.... "die, velche
7080sich vor Ra niederwerfen und welche den Giöttern der Ticfe Opter dar-
7081bringen, mügen sie dem Osiris N. gewähren in Frieden im Dienste des
7082Ra zu sein*. Der Dativus (i) ist, abgesehen von dem ersten Falle.
7083wie man sicht, durch die Präposition 4 ansgedrückt. Die Vignette
7084stellt eins dieser anbetenden Wesen dar, an welches man sich soeben
7085gewandt hat. Darunter steht ein Text, der immer mit derselben Pormel
7086begimnt und dessen Varianten die folgenden sind:
70871) LEr-I'-, Älteste Texte, Taf. V1.
p. 198
7088196
70891 1B=1m='=
7090Aus den beiden letzten Texten ergiebt sich, dafs eine passirische
7091Form rorliegt; würtlich: "es ist gemacht ihnen die Libation eines Ge-
7092fälses auf Erden durch den Osiris N."; anders gesagt: - wann ihnen ge-
7093macht wird auf der Erde die Libation eines Gefilses durch den Osiris N.".
7094Was daraus folgt, dentet das letzte Satzglied an: AS.1.72E
7095Ofin "dann ist er im Dieuste dus grofsen Gottes, des Hermn der
7096Amenthes". Dies ist der Vachsatz zu dem bedingenden 4
7097etc. — ohne Zweifel, da in Be die Folge immer durel eingeführt
7098wird. Dieser Text würde von den dreien der beste gewesen sein, aber
7099nur' der untere Theil ist davon erhalten, auch ist er sehr unvollstän-
7100dig. Nach den Überresten zu urtheilen, war die Zahl der angerufenen
7101Gottheiten gröfser als in Bd und folglich auch die der Woblthaten, wel-
7102che das Ergebnifs dieser Libationen bildeten. Ich lasse alles, was ron
7103dem Papyrus erhalten ist, hier folgen; er liefert nach unserer obigen
7104Beschreibung zwei Mannesnamen mit demselben Titel und einen Frauen-
7105namen. Zwischen den mit mй beginnenden Nachsätzen stehen regel-
7106mülsig die beiden ron mir nur einmal copierten Zeilen, immer im glei-
7107chen Wortlaut.
7108VILAAIDEIM MNU00EU2EDDIỆ EANDUELSRRID FEBRORD IOLNINE
p. 199
7109MА0ДИ, M1L·5025 M15S1279 AIUcaVao M1/003110 МВКА»".
7110In Kap. 1681. welches dasselbe, nur
7111ganze Inschrift in einer einzigen Alstheilung:
7112felilt hier. Der Satz über die Libation 15-
7113mit der Zeile an: darnach ist der Folgesatz
7114Gottes olme Unterbrechung geschrieben. Man
7115bemerken. Da Bd und Be keinen weiter
7116sich die Stelle dieses Kapitels nicht angeben.
711717t und 1;B II. Es ist das vorletzte Kapit
7118Kap. 169 und l7
7119Sind zwei merkwürdige Kapitel, die
7120ander folgen. Sie sind uns nur aus Po beka
7121pitel „das Bett aufzustellen" und das ander
7122Pb stehen sie unmittelbar hinter den Elysisel
7123Kаp. I7l.
7124Ein Kapitel, welchem ich einen theba
7125ben habe, weil in der Aurufung. mit der es
7126und Ammon und die Stadt Theben genamnt
7127dem Verstorbenen ein (IP T -ein gere
7128MILANO1O MILADSE
7129riel kürzer i
7130ler Name der
7131= ete. tängt
7132ind der folgen
7133wird die Var
7134n Text entha
7135In li steh
7136olne jude Vig
7137nnt. Das ein
7138alas Bett z1
7139en Gefilden u
7140schen Urspru
7141eginnt. die G
7142werden. Diese
7143nigtes oder l
7144v120(x]
7145st. steht die
7146V'erstorbenen
7147immer oben
7148de Name des
7149ante füir
7150lten. so lälst
7151: es zurischen
7152nette anf ein-
7153e ist das Ka-
7154,heben" . In
7155ud ror 99.
7156g zugeschrie-
7157itter Menthu
7158• Gütter sollen
7159eiliges Kleid"
p. 200
7160198
7161gewähren. Wir besitzen zwei V'ersionen dieses Kapitels, C'c und Ax. In
71621.2 steht es zwischen S6 nnd 133, in Ce hinter 144 mnd vor 141-3.
7163Kap. 172.
7164Mit diesem Kapitel schliefst der schöne Papyrus da. Vielleicht
7165muls man für dieses Stück einen memphitischen Ursprung in Ansprach
7166nehmen. Ich habe dieses Kapitel in der Zeitschrift 1873, p. 25 und 81
7167publiciert und übersetzt.
7168Kар. 173.
7169Diesen langen Text liefert uns wiedernm da, der ihn zwischen
717096—97 und 100 mit darauf folgenden 155 nnd 156 stellt. Ich habe
7171iln gleichfalls unter dem Titel „Disconrs d'Horus à Osiris" veröffentlicht
7172(Leitschrift 1875, p. S9).
7173Hiernach kommen wir zu einer Gattung von Kapiteln, die sich
7174nicht mehr auf Amulette, heilige Gegenstände und Opfer beziehen, son-
7175dern anf Handlnngen, die der Verstorbene zu vollbringen, und anf Vor-
7176rechte, die er sich zn erwerben hat.
7177Kар. 174.
7178Dieses Mapitel ist betitelt: „der Ausgang ans der grofsen Pforte
7179des Himmels*. Es findet sich in zwei Exemplaren, deren eines, Pb, ohne
7180Titel ist. Es steht hier zwischen dem Kapitel von den Winden 161 und
7181der Einleitung zu den Elysischen Gefilden. In Af folgt es auf die fune-
7182räre Scene von 182 und geht 168 vorher.
7183Кар. 175.
7184Ein langes Kapitel, welches betitelt ist: .das Kapitel nicht aufs
7185nene in dem C'herneter zu sterben". Es ist sehr zu bedanern, dafs es
p. 201
7186159
7187uns nicht in einem bessern Zustande überkommen ist. Es begimt mit
7188einem Zwiegespräch. Der Verstorbene fragt zunerst Thoth: 4 90
7189BROÅBÅIE ser sind die, welehe die Kinder der Xut
7190sein müssen?" Darnach redet er Tun an. In weiterm Verlanfe finden
7191sich die Überbleibsel einer in Heracleopolis spielenden mythologischen
7192Episode. Dieses Kapitel findet sieh nur in Lb, wo es seinen Platz zwi-
7193schen 99 und 149 hat.
7194Кар. 176.
7195Ein kleines Kapitel mit gleichem Titel wie das vorige und ans
7196sonst vorkommenden Satzstücken zusammengesetzt. Es wird dureh Cc
7197geliefert, der es zwischen 72 und 123 stelit.
7198Kap. 177 und 178.
7199Zwei zusammengehörige Kapitel, ce nur in da vorkommen. In
7200dem ersten handelt es sich mehr um den immateriellen Theil der Exi-
7201stenz: „das Napitel den > M wieder aufzurchten und ce Seele wieder
7202zu beleben", während im anderu davon die Rede ist „den Körper wieder
7203anfzurichten, ihm Augen und Ohren zu geben, ihm einen Kopf anfzusetzen
7204und ihn auf seine Unterlage zu setzen". In diesem Kapitel findet sich
7205L. 32 die Inschrift vom Sarcophage des Mycerinas. Diese beiden Ka-
7206pitel folgen unmittelbar auf 110 und sind von 180 nur dureh 106 ge-
7207sehieden.
7208Кар. 179.
7209Ein Kapitel mit einem sehr dunklen Titel, welches sieh mn in
7210zwei Eremplaren findet. In dla steht es ziemlich nahe am Eode zwi-
7211schen t1 mnd 136, in .1b oder vielmehr in dem in Bologna belindlichen
7212Theile dieses Papyrus (1e) ist es ummüglich seinen Platz zu bestimmen.
p. 202
7213190
7214Kар. 180.
7215Die folgenden Kapitel weichen in ihrem Character von den ror-
7216hergehenden einigermafsen ab. Es sind besonders Hymnen an die Götter
7217der Amenthes und an Osiris. Kap. 180 bietet sich nns in vier Versionen
7218dar. Zwei einander sehr ahnliche enthält da und zwar die eine zwischen
7219106 und 100 und die andere etwas weiterhin zwischen 151a ter und 167.
7220Diese beiden Versionen sind in rerkehrter Richtung copiert und liefsen
7221sich nicht gebrauchen. Der eigentliche Titel findet sich am Ende: *
7222"SAOÇEmAHElat Da also
7223dieses Kapitel ohne Titel beginen würde, su hat man ihm einen andern
7224vorgesetzt: PGIBAIdas Kapitel von den Ziehungen, Die
7225zweite dieser Versionen ist nach DévÉrta von PIERreT veröffentlicht
7226vorden ').
7227Kap. 180 bildet einen Theil des letzten Stückes der Somenlitanei?).
7228Es ist also ein Text, der nicht dem Todtenhnche allein angehörte. Anfser
7229da haben wir zwei Versionen davon: die correctere und vollständigere ist
7230die in Pa, welche ganz am Anfange des Papyrus hinter der Anbetung des
7231Osiris und vor 54 steht; die andere viel kürzere, die nur bis zu 2. 13
7232reieht, findet sich in Lu zwischen 18 umd 181, anf welches 13B Ill folgt.
7233Kар. 181.
7234In La folgt 181 unmittelbar auf 180. Nach einem langen Titel,
7235wie wir deren in dem Buche viele angetroffen haben, beginnt das Aa-
7236pitel selbst mit einem Gebet zu Osiris. Die grofse Ähnlichkeit zwi-
7237schen La und dt hat uns ermüglicht ein Kapitel zn identificieren, von
7238dem At nur das Ende erhalten hat, mit cinem Vignettenfragmente dar-
7239über, in welchem man den Löwen und den Geier und über jedem von
7240beiden eine Schlange sieht. Das Bruchstück gehört zu diesem Kapitel.
72411) Etudes Egyptologiques, p. S5.
72422) Litanie du soleil, pl. XV,45 — XVIII, 76.
p. 203
7243191
7244Wir finden dasselbe auch in Ia, wo es zwischen unbekannten Zeilenfrag-
7245menten und 79 steht. In Ia ist das Kapitel, wie man bemerken wird,
7246riel länger. Ein gauzes langes Stück findet sich in den andern Papyren
7247nicht und ist anf Taf. COVI als Fortsetzung von 181 vollständig wieder-
7248gegeben worden. In dt lafst sieh die Stelle dieses Kapitels nicht er-
7249kennen. In La folgt es auf 180, mit dem es eine Gruppe bilrlet.
7250Кар. 182.
7251Dieses Kapitel ist betitelt „das Buch zu befestigen Osiris, dem
7252Leichname die Hanche zu verleihen, während Thoth den Feinden des
7253Osiris widersteht". Es ist ein großser Hymnus, den man sich von Thoth
7254gesprochen denkt und der gröfstentheils an Osiris selbst gerichtet ist.
7255Es folgt daranf eine funeräre Seene, in welcher man den Todten auf
7256seinem Leiehenbette unter einem Baldachin ausgestreckt sieht. Neben
7257ihm stehen die beiden güttlichen Klageweiber und die Götter der Cardi-
7258nalpunete; darüber und darnnter stehen oder sitzen Genien, welche Mes-
7259ser halten, Sehlangen und Eidechsen. Dieses Kapitel ist dem merkwür-
7260digen Papyrus Af entnommen, der uns so viele inedite geliefert hat. Es
7261ist das zweite Kapitel dieser Urkunde und steht gleich hinter 151 und
7262vor 174. Ohne die funcräre Scene kommt dieses Kapitel aneh in Ia
7263ror und zwar zwischen zwei Fragmenten, welche beide zu der Sonnen-
7264litanei gehören. Der Papyrus ist an dieser Stelle selır schadhaft.
7265Кар. 183.
7266Noch ein Hymnas des Thoth an Osiris, dem vorhergehenden nahe
7267verwandt; da er indessen ausführlicher ist, so mulste er als besonderes
7268Kapitel eingestellt werden. Er ist 4g entnommen, in dem er zwischen
726916a und der Psyehostasie steht.
7270Кар. 184.
7271Ein sehr kleines Stück eines unedierten Kapitels aus dem Papyrus
7272Czartoryski, dessen Stelle sich bei der V'erworrenheit dieser Urkunde un-
7273müglich angeben lafst.
p. 204
7274192
7275Кар. 185.
7276Von der Anbetung des Osiris, die sich in sehr vielen Papyren
7277findet, durfte ein Beispiel nicht fehlen. Die Abfassung dieses Kapitels
7278blieb der Einbildungskraft des Schreibers überlassen, denn die Worte sind
7279fast immer verschiedene. Ich habe zu diesem Behufe einen der vollstän-
7280digsten Texte ansgesucht, jenen, mit welchem der Papyrus Pa beginnt.
7281Ohne Zweifel steht dieses Stück in der grofsen Mehrzahl der Falle am
7282Anfange des Papyrns: aber es kommt auch ror, dals es am Ende ror
7283der Darstellung der Knh des Westens angehängt ist: in Sonderheit ist
7284das der Fall in La, dessen V'ignette als V'ariante gegeben worden ist.
7285Kаp. 186.
7286Wenn die Papyri nieht mit Kap. 150 schliefsen, so enden sie meist
7287mit der unter 186 gestellten Darstellung, von der ich vier Beispiele zu-
7288saminengestellt habe. Der Verstorbene steht anbetend ror Hathor unter
7289der Form eines weiblichen Nilpferdes, hinter welchem die ans dem Berge
7290des Westens hervortretende Kuh Mehurt erscheint. Der begleitende Text
7291konnte wie der der Anbetung des Osiris nach dem Belieben des Schrei-
7292bers verschieden sein. PIERRET hat den Text des Papyrus Da publi-
7293ciert1). Aufser den vier hier abgebildeten Darstellungen finden sich
7294einige Fragmente in Ba. Bemerkenswertherweise haben nur Ba und Lb
7295die Kapitel 149 und 186, aber in beiden Urkunden ist 149 nicht roll-
7296ständig und 150 fehlt.
72971) Etudes Egyptologiques, p. 83.
p. 205
7298Hier
7299Die
7300Kaр. 1.
7301Kap. 11.
7302Kар. 2.
7303Кар. 3.
7304Kap.t.
7305Kap. 5.
7306Kap. 6.
7307Kap. 7.
7308Kap. 8.
7309hap.9.
7310Kap. 10.
7311Kap. 11.
7312Kар. 12.
7313glyphsches
7314eingeklammerten Tite
7315=2.
7316Ohne Titel. L.
7317Fchlt. [8m
7318X8IOe
7319PIJEO
7320Siehe 48.
7321F'ehilt. [a
732217mm3
732319:3
7324V'erzeichmils d
7325I sind aus dem Turiner Pay
7326os jn-
7327ten-mnl
732839m{53
7329AATIIOXà
7330SA4S51
7331mn 202 7 mo f
7332•ДЕІЕ
7333er Kapitel.
7334yrus ergünzt.
733535919
7336449-11027
7337B0mmTI=
p. 206
7338Kap.
7339Kip.
7340laр.
7341hap.
7342Kap.
7343•
734413. mm.
734514.
734615A I.
734715A H.
73481.1l.
734915A NV.
735015B1.
735115B II. *
73521oB l. d
735316A. Ohne
735416B.
735517.
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735719. Fehlt
735820. Ohnc
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736022. 95
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7388etr.
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7391TSBDI1I
p. 207
7392Kap. ?t.
7393Kap. 25.
7394Kap. 26.
7395Kap. 27.
7396Kap. 28.
7397Кар. 29Л.
7398Kар. 29 В.
7399Kap. 301.
7400Кар. 30 В.
7401Kap. 31.
7402Kaр. 32.
7403Kap. 33.
7404Kap. 3t.
7405Kaр. 33.
7406Kap. 36.
7407Kap. 37.
7408Kap. 38.1.
7409Kар. 38В.
7410Kap. 89.
7411Kap. 10.
7412Kap. tl.
7413-
74141000
741519,
7416wwn
741755-17 m
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7431• P22 172
7432~
p. 208
7433Kap
743412.
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7436+7.
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744455.
7445BS. 56. 0-100-10-120-10-10-10-
744639.
744760.61.
744862.
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p. 209
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748463B.
74856.t.
74866.).
748766.
748867.
74896S.
749069.
749171.
749272. TENISBA-DIE
749373. siehe !.
74947t.
749573. asalide1A
749676.
7497.77.
7498, 78.
7499. 79.
7500. SU.
7501. SlA.
7502. 81B. POSFIIEUD
7503. S2.
7504• S3.
p. 210
7505Nap. St.
7506hap. Si.
7507hap. 86.
7508Kap. ST.
7509Kap. 88.
7510Kap. 89.
7511Kаp. 20.
7512Kap. 91.
7513Kaр. 02.
7514Kap. 93.
7515Kap. 94.
7516Kap. 95.
7517Nap. 96-7
7518Kap. 98.
7519Kap. 99. Ei
7520Kар. 99.
7521Kap. 100(12
7522hap. 101.
7523Kар. 102.
7524ЗLДЕЕВREY ФEE
7525198
7526→fAle
7527ddIzexN.
752827mE1
7529. Зт
7530Foo ine
7531P5mm N.
7532-I,%a
7533•fliA
7534AsSPI
7535SEUTE
7536"J5.
p. 211
7537Kар. 103.
7538Kар. 104.
7539hар. 105.
7540Kaр. 106.
7541Kap. 107.
7542Kар. 108.
7543Kар. 109.
7544Kap. 110.
7545Kap. 111.
7546Кар. 112.
7547Кар. 113.
7548Kap. 11+.
7549hар. 115.
7550Кар. 116.
7551Kap. 117.
7552Kap. 118.
7553Лap. 11!.
7554Kap. 120.
7555Kаp. 121.
7556Kap. 122.
75570-1
7558Fchlt. |
7559Siche 108.
7560Fchtt.W
7561231.
7562wn IF c1
7563• AAMAA
7564siche 12.
7565Siehe 13.
7566Pchlt. |
7567• →\ s mm
7568•HE:"?
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7578Emyot
75791799-23
75800H8.:
7581VE-g"
7582031T
7583ду mo!1
p. 212
7584Nal'•
7585Kilp'
7586Kal'.
7587Kap.
7588Kal'•
7589Hap'•
7590Kip•
7591Kap'•
7592Kap•
7593Kap-
7594Kap'•
7595Kap•
7596Kap.
7597Kap.
7598123.
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p. 213
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p. 214
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p. 215
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p. 216
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7772if. CIV, untere Tignette. statt Pc lies Pb.
7773af. CXX.XI, 'Z. 3 unten statt mn lies mìn
7774af. CLIT. Die römischen Ziftern oben sollten il
7775Linie stehen.
7776af. CLXXI. Der Buelstabe a sollte in der link
7777hen, er gebört zu der mit an
7778Band I.
7779if. G, Da bis. Hier ist eine gebrochene Linie ron
7780hinzuzufügen.
7781af. 21, %. 1. Pl statt lies
7782if.39.%.13,ila lies
7783if. 102, Kap. 35, zweite Reihe, neben l'l ist da hi
7784f.123, Kap. 50, %. J. de lies mufif
7785if. 133, Z. 17 du statt lies
7786if. 139, P6 hinter „Ende» ist hinzuzufügen:
7787pitel 30B.
7788if. 1tt—1ti statt Ce lies C'd.
7789f. 229, 7.36 Lb lies I
7790f. ?tü, letzte Reihe. statt l'f lies Ia und füge Pj
7791f. 305, Z. 3t Pe hinzufügen: лиши
7792Burhdruckerei der Königo Akademie der Wissena
7793Berlin, Universitärsstr. S.
7794ingenl.
7795er der zweiten
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7797fangenden Insch
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7801rechts hinzu.
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7805rift.
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7808212
p. 217
p. 218
p. 219
7809PLEASE DO NOT REMOVE (
7810CARDS OR SLIPS FROM THIS POCKET
7811UNIVERSITY OF TORONTO LIBRARY
p. 220

Provenance

L0 witness (OCR)

title
Naville – Das aegyptische Todtenbuch der XVIII. bis XX. Dynastie, Einleitung (Berlin: A. Asher, 1886) — OCR (Apple Vision)
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none
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corpus/incoming/e-2/naville-todtenbuch-einleitung-1886/ — Apple Vision OCR (tools/e2_ocr.py, worker E-2, 2026-09-29) of corpus/incoming/middle-egyptian-texts/naville_todtenbuch_1886.pdf, 220 PDF pages; provenance and verification in corpus/incoming/e-2/STAGING.md
licence
public domain in Canada (author died ≤ 1971, verified; LICENCES.md §7) — US position (recorded, does not gate the class; PD-CA 2026-09-26): PD-US (published ≤1930)
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public
attribution
Naville – Das aegyptische Todtenbuch der XVIII. bis XX. Dynastie, Einleitung (Berlin: A. Asher, 1886); public domain in Canada (death year verified: Naville d.1926: PDF Author field "Naville, Edouard, 1844-1926" of corpus/incoming/middle-egyptian-texts/naville_todtenbuch_1886.pdf (pdfinfo, read 2026-09-29); title page pdf p. 5 ("… herausgegeben von Edouard Naville … Einleitung … Berlin, Verlag von A. Asher 1886"). Preface pdf p. 9: the Einleitung, written in French, was translated into German by "Herr Professor Stern" — if Ludwig Stern, "Stern, Ludwig Christian, 1846-1911" is the PDF Author field of corpus/incoming/w16-coptic-grammars-pd/files/koptischegrammat00ster.pdf · note (PROPOSED-scan_copyright-E-2.csv): translator identified as Ludwig Stern by inference (given name not printed on p. 9) (E-2 volume naville-todtenbuch-einleitung-1886)); OCR text by the Kemetic project, Yousef Hanna 2026.
OCR
Apple Vision VNRecognizeTextRequest rev 3, accurate, language correction off, via tools/vision_ocr/vision_ocr (NC-4/NC-9); macOS Version 26.6.2 (Build 25G83); render pdftoppm 300 dpi gray; 1 text column(s) read separately (page 1; per page in the staged records); NOT D2: no CER against hand-read GT for this volume — the only figure is agreement with the scanner's own text layer (corpus/incoming/e-2/cer.tsv), not accuracy (CLAUDE.md §1.3)
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Ancient Egyptian/Das aegyptische Todtenbuch (Naville 1886)/Naville, Das aegyptische Todtenbuch der XVIII. bis XX. Dynastie (1886).vision-ocr.L0.txt

Cite as:

Naville – Das aegyptische Todtenbuch der XVIII. bis XX. Dynastie, Einleitung (Berlin: A. Asher, 1886) — OCR (Apple Vision). corpus/incoming/e-2/naville-todtenbuch-einleitung-1886/ — Apple Vision OCR (tools/e2_ocr.py, worker E-2, 2026-09-29) of corpus/incoming/middle-egyptian-texts/naville_todtenbuch_1886.pdf, 220 PDF pages; provenance and verification in corpus/incoming/e-2/STAGING.md. Layers as published by the Kemetic project (Yousef Hanna), 2026: Coptic · Cairene · Kemetic, /doc/ancient-egyptian/das-aegyptische-todtenbuch-naville-1886/naville-das-aegyptische-todtenbuch-der-xviii.bis-xx.dynastie-1886.vision-ocr/. Naville – Das aegyptische Todtenbuch der XVIII. bis XX. Dynastie, Einleitung (Berlin: A. Asher, 1886); public domain in Canada (death year verified: Naville d.1926: PDF Author field "Naville, Edouard, 1844-1926" of corpus/incoming/middle-egyptian-texts/naville_todtenbuch_1886.pdf (pdfinfo, read 2026-09-29); title page pdf p. 5 ("… herausgegeben von Edouard Naville … Einleitung … Berlin, Verlag von A. Asher 1886"). Preface pdf p. 9: the Einleitung, written in French, was translated into German by "Herr Professor Stern" — if Ludwig Stern, "Stern, Ludwig Christian, 1846-1911" is the PDF Author field of corpus/incoming/w16-coptic-grammars-pd/files/koptischegrammat00ster.pdf · note (PROPOSED-scan_copyright-E-2.csv): translator identified as Ludwig Stern by inference (given name not printed on p. 9) (E-2 volume naville-todtenbuch-einleitung-1886)); OCR text by the Kemetic project, Yousef Hanna 2026.

What the layers are

L0 witness
The text as its witness or edition has it, original spelling; its dialect is a description and is never standardized.
L0.5 transliteration
For Egyptian texts: the transliteration with the editors' marks turned into the symbols ° * < > _ ^ (ruled 2026-09-10). For papyri: the edition's Leiden marks as the same symbols, and the editors' readings beside the scribe's as ‹scribe→editors› (ruled PAP-3).
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Standardized Greco-Bohairic spelling and grammar, generated by code from the layer above under the rulings of the project.
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